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Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit generalisierter Angststörung

Ein Prüfungsfall für die Staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin

Titel: Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit generalisierter Angststörung

Ausarbeitung , 2020 , 8 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verhandelt ein Praxisbeispiel einer Angststörung als Prüfungsleistung zur Erlangung des Titels "Psychotherapeut".
Bei dem Erstgespräch berichtete die Patientin, sie leide täglich mehrere Stunden an andauernden Sorgen und sei vermehrt unruhig und angespannt. Sie habe große Angst, dass ein Mitglied ihre Familie plötzlich schwer erkranke und infolge dessen versterbe. Sie habe Angst, dass sie oder ihre Familie in einen Unfall verwickelt seien und habe auch Angst davor, in Urlaub zu fahren. Seit etwa zwei Jahren leide sie an diesen Ängsten. Anfang 2017 habe auch „der Körper verrückt“ gespielt und sie habe an Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel sowie Kribbeln in Armen und Beinen gelitten. Sie sei überzeugt gewesen, an Multipler Sklerose erkrankt zu sein und habe sich bei ihrem Neurologen vorgestellt, der jedoch keine organische Ursache gefunden habe. Seitdem sei sie nicht mehr beim Arzt gewesen, da es „sowieso keinen Befund gebe“ und „Zeitverschwendung“ sei. Gelegentlich verspüre sie erneutes Kribbeln in den Extremitäten und habe auch immer wieder die Sorge, an Thrombose erkrankt zu sein. Sie fühle sich reizbar und sei ständig in der Erwartung, dass eine Katastrophe geschehe. Im letzten Jahr habe sie zwei Panikattacken erlitten. Die Ursache ihrer Ängste sehe die Patientin in ihrer ängstlichen, überbehütenden Mutter. Weiterhin verstärke Stress die Beschwerden. Als Ziel für die ambulante Therapie wünsche sie sich ein angstbefreites Leben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Anamnese

Biographische & soziale Anamnese

Psychopathologischer Befund

Diagnostik

Therapieziele

Therapieverlauf

Ergebnis

Kritische Reflexion des Falles

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert einen Prüfungsfall einer kognitiven Verhaltenstherapie bei einer 39-jährigen Patientin mit der Diagnose einer Generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1). Ziel ist es, den therapeutischen Prozess, die Identifikation aufrechterhaltender Faktoren sowie die erfolgreiche Modifikation dysfunktionaler Verhaltens- und Denkmuster darzustellen.

  • Diagnostik und Exploration einer Generalisierten Angststörung
  • Erarbeitung eines individuellen Störungsmodells
  • Konfrontation mit sorgenauslösenden Inhalten
  • Modifikation von Rückversicherungs- und Vermeidungsverhalten
  • Etablierung von Abgrenzungsstrategien im sozialen Kontext

Auszug aus dem Buch

Therapieverlauf

Die Patientin erschien pünktlich und zuverlässig zu den vereinbarten Terminen. In Folge einer ausführlichen Anamnese und aufbauend auf ausführlicher Psychoedukation (Becker & Margraf, 2016, Linden, 2013) wurde gemeinsam ein individuelles Erklärungsmodell der psychosomatischen Beschwerden unter der Berücksichtigung prädisponierender, auslösender und aufrechterhaltender Faktoren erarbeitet. Diese Erarbeitung und somit eine erste Konfrontation mit angstauslösenden Faktoren löste bei der Patientin starke Gefühle von Angst und Unsicherheit sowie vermehrtes Weinen aus, welches sie als anstrengend, aber auch als sehr erleichternd erlebte. Über den gesamten Therapieverlauf füllte die Patientin ein Sorgentagebuch angelehnt an Becker und Margraf (2016) aus, wodurch eine genaue Beobachtung sowie eine Analyse auslösender und aufrechthaltender Faktoren der Sorgen möglich war. Bereits nach kurzer Zeit konnte eine Verringerung des Sorgenauftretens sowie der Intensität verzeichnet werden. Als auslösend konnte eine andauernde Überlastungssituation der Patientin identifiziert werden, da sie versuchte, „alles perfekt zu machen“ bezüglich Kinder, Haushalt, Beruf sowie Hobbies und Vereinen. An aufrechthaltenden Mechanismen konnten vor allem Vermeidungsverhalten sowie Rückversicherungen und Kontrollverhalten identifiziert sowie kritisch hinterfragt und schließlich das Verhalten auf gedanklicher sowie auf Verhaltensebene modifiziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Aktuelle Anamnese: Darstellung der Symptomatik, bestehend aus Sorgen, körperlichen Beschwerden und Ängsten der Patientin seit zwei Jahren.

Biographische & soziale Anamnese: Beschreibung der Entwicklungsgeschichte, der überbehütenden Mutterbeziehung sowie der aktuellen Lebenssituation.

Psychopathologischer Befund: Klinische Einschätzung des aktuellen psychischen Zustands der Patientin bei Aufnahme.

Diagnostik: Durchführung psychometrischer Tests wie KPD-38 und PSWQ-D zur Bestätigung der Generalisierten Angststörung.

Therapieziele: Definition angestrebter therapeutischer Veränderungen wie der Aufbau einer tragfähigen Beziehung und der Reduktion dysfunktionalen Verhaltens.

Therapieverlauf: Zusammenfassung der therapeutischen Interventionen, einschließlich Psychoedukation, Sorgentagebuch und Konfrontationsübungen.

Ergebnis: Reflexion des Therapieerfolgs hinsichtlich Krankheitsverständnis, Symptomreduktion und gestärkter Abgrenzungsfähigkeit.

Kritische Reflexion des Falles: Bewertung der Therapiedauer und des Einflusses der therapeutischen Allianz auf den erfolgreichen Ausgang.

Schlüsselwörter

Kognitive Verhaltenstherapie, Generalisierte Angststörung, Psychoedukation, Sorgentagebuch, Konfrontation, Rückversicherungsverhalten, Vermeidungsverhalten, Sorgen, Krankheitsmodell, Psychotherapie, Abgrenzung, Angst, Entkatastrophisieren, Therapeutische Beziehung, Fallbericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den therapeutischen Prozess einer kognitiven Verhaltenstherapie bei einer 39-jährigen Patientin, die an einer Generalisierten Angststörung leidet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anamnese, die klinische Diagnostik, das Erarbeiten eines Störungsmodells sowie die Anwendung spezifischer verhaltenstherapeutischer Techniken zur Angstbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Therapie?

Das Ziel der Therapie ist ein angstbefreites Leben, die Reduktion pathologischer Sorgen und die Verbesserung der Lebensqualität durch den Abbau dysfunktionaler Verhaltensmuster.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt die kognitive Verhaltenstherapie zum Einsatz, ergänzt durch Sokratische Gesprächsführung, Psychoedukation und expositionelle Verfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Anamnese, der Diagnosestellung mittels Testverfahren, dem strukturierten Therapieverlauf und den erzielten Ergebnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kognitive Verhaltenstherapie, Generalisierte Angststörung, Sorgenkonfrontation und Ressourcenaktivierung geprägt.

Welche Rolle spielt die Mutter der Patientin in der Entstehung der Störung?

Die überbehütende Erziehung und das nachtragende Verhalten der Mutter führten bei der Patientin zu tief sitzenden Gefühlen von Unsicherheit, Hilflosigkeit und Schuld.

Warum war das Sorgentagebuch ein wichtiger Bestandteil der Behandlung?

Das Tagebuch ermöglichte der Patientin eine präzise Beobachtung und Analyse ihrer auslösenden Faktoren für Sorgen, was die Grundlage für die spätere Verhaltensmodifikation bildete.

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Details

Titel
Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit generalisierter Angststörung
Untertitel
Ein Prüfungsfall für die Staatliche Prüfung zur psychologischen Psychotherapeutin
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
8
Katalognummer
V942312
ISBN (eBook)
9783346274243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychologischer Psychotherapeut psychologische Psychotherapeutin psychologische Psychotherapie Staatsexamen Approbation Approbationsprüfung Fallvorstellung Prüfungsfall Behandlungsfall Psychologie Psychotherapie Verhaltenstherapie kognitive Verhaltenstherapie Prüfung KVT VT Generalisierte Angststörung Ängste Angst Angststörung Therapie Sorgen Sorgenkonfrontation Exposition in sensu ICD 10 ambulante Einzeltherapie Ambulante Psychotherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kognitive Verhaltenstherapie einer Patientin mit generalisierter Angststörung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942312
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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