Ausschnitt aus der methodischen Analyse:
Der Einstieg in die Stunde findet im Kinositz und mittels Gegenständen als stummen Impuls statt, die der Lehrer einzelnen Schülern in die sich außerhalb ihres Blickfeldes befindenden Hände gibt.
Es wäre auch möglich gewesen, mit den Schülern an ihren Gruppentischen sitzend einzusteigen. Den Kinositz halte ich allerdings für geeigneter, da bei dieser Arbeitsform die Aufmerksamkeit der Schüler höher ist. Sie sitzen näher am „Geschehen“ und haben alle einen direkten Blick zur Tafel. Zudem habe ich sie besser im Blick und sie haben im Kinositz keinen Zugang zu Dingen, die sie ablenken könnten. Die geplante Stunde in einem Sitzkreis zu beginnen, wäre nicht möglich gewesen, da alle Schüler Blick zur Tafel benötigen.
Der Lehrer gibt den Schülern Begriffskarten, auf denen die von den Schülern bezüglich der Gegenstände genannten Sinneseindrücke verschriftet sind. Die Schüler heften diese Wortkarten an die Tafel. Auf diese Weise werden nochmals die von den Schülern genannten Begriffe für alle Schüler sichtbar festgehalten...
Inhaltsverzeichnis
1. Analyse der Lernbedingungen
1.1 Die Situation der Klasse
1.2 Fachliche und methodische Voraussetzungen
1.3 Organisatorische Voraussetzungen
2. Sachorientierung
3. Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit
4. Didaktische Überlegungen, Kompetenzen/Ziele und Methoden
4.1 Didaktische Überlegungen
4.2 Lernziele der Stunde
4.3 Methoden und Medien
5. Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schüler der zweiten Klasse für den Tastsinn zu sensibilisieren und ihnen ein bewusstes Verständnis für ihre Sinne als Kontaktorgan zur Umwelt zu vermitteln. Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis, dass die Haut als größtes Sinnesorgan fungiert, um taktile Erfahrungen zu sammeln und Gegenstände in ihrer Beschaffenheit zu differenzieren.
- Sensibilisierung für die taktilen Fähigkeiten der Haut
- Differenzierung zwischen verschiedenen Wahrnehmungseindrücken
- Förderung des selbstständigen Arbeitens durch Stationenlernen
- Integration von handlungsorientierten Lernphasen
- Sprachliche Verbalisierung von Sinneserfahrungen
Auszug aus dem Buch
Der Tastsinn
Unser größtes Sinnesorgan, die Haut, ist für die taktile Wahrnehmung zuständig. Da die Haut unseren ganzen Körper ummantelt, können wir sozusagen auch mit unserem ganzen Körper „fühlen“. Die in der Haut sitzenden Tastsinneszellen reagieren auf Reize wie Berührung, Druck, Schmerz, Wärme und Kälte. Besonders viele Tastsinneszellen befinden sich in der Haut der Hände und Füße, nur vergleichsweise wenige hingegen in der Rückenhaut. Deshalb sind vor allem die Hände besonders dazu geeignet, Gegenstände oder Oberflächenbeschaffenheiten zu ertasten (vgl. Thiesen 1997, S.100ff).
Mit der Haut können wir nicht nur tasten, sondern auch spüren oder fühlen. Sprachlich betrachtet ist dieses Sinnesorgan somit das komplizierteste. Symbolisiert wird der Tastsinn meist mit einer Hand, obwohl das Tastsinnesorgan die ganze Haut ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Analyse der Lernbedingungen: Dieses Kapitel beschreibt die Lerngruppe, ihre sozialen Kompetenzen sowie die fachlichen Voraussetzungen im Kontext der vorangegangenen Unterrichtsstunden.
2. Sachorientierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Sinneswahrnehmung erörtert, wobei der Fokus insbesondere auf die Bedeutung und Funktionsweise des Tastsinns gelegt wird.
3. Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel ordnet die geplante Unterrichtsstunde in den Gesamtkontext der Reihe „Die fünf Sinne des Menschen“ ein.
4. Didaktische Überlegungen, Kompetenzen/Ziele und Methoden: Es erfolgt eine Herleitung der Lernziele aus dem Rahmenplan sowie die Begründung der gewählten methodischen Ansätze und der Stationenarbeit.
5. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Unterrichtsstunde inklusive Sozialformen und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Tastsinn, Haut, Sinneswahrnehmung, Sachunterricht, Stationenlernen, Grundschule, taktile Wahrnehmung, handlungsorientiert, Sinne, Lernbedingungen, Didaktik, Primärerfahrungen, Körper, Sinnesorgane, Lernbiologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung einer Sachunterrichtsstunde zum Thema Tastsinn für eine zweite Grundschulklasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Sinneswahrnehmung, die Funktion der menschlichen Haut als größtes Sinnesorgan sowie die Umsetzung von offenem Unterricht durch Stationenlernen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen sich ihres Tastsinns bewusst werden und dafür sensibilisiert werden, dass das Fühlen nicht nur mit den Händen, sondern mit der gesamten Haut geschieht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer didaktischen Strukturierung, die aktuelle Lernbedingungen analysiert, theoretische Grundlagen der Wahrnehmung reflektiert und in ein methodisch-didaktisches Konzept für den Unterricht überführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lernvoraussetzungen, die fachwissenschaftliche Begründung des Themas, die didaktische Reflexion der Ziele sowie die konkrete Verlaufsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tastsinn, Haut, Stationenlernen, Sachunterricht und Sinneswahrnehmung charakterisieren.
Warum wurde die Stationenarbeit als Arbeitsform gewählt?
Die Stationenarbeit ermöglicht eine qualitative und quantitative Differenzierung und fördert durch die freie Auswahl der Angebote die Motivation und das selbstständige Arbeiten der Kinder.
Wie wird sichergestellt, dass die Schüler verstehen, dass die Haut das eigentliche Sinnesorgan ist?
Der Lehrer führt eine praktische Demonstration durch, bei der er ein Kind mit einer Feder an verschiedenen Körperstellen berührt, um diesen Zusammenhang haptisch erlebbar zu machen.
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- Jochen Bender (Author), 2007, Unterrichtsstunde: Der Tastsinn (Klasse 2) - Mit der Haut kann ich fühlen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94242