Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Controlling

Economic Value Added und Market Value Added

Ein Modell zur Ermittlung der Basisgrößen auf Basis eines HGB- und IFRS-Abschlusses

Title: Economic Value Added und Market Value Added

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 39 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Franziska Fischer (Author)

Business economics - Controlling
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Ich kann Ihnen versichern, dass wir heute nicht die Nr. 1 in Wertschaffung wären, wenn wir nicht in den frühen 1980ern EVA eingeführt hätten.“

Dieses Zitat von Roberto Goizueta, früherer CEO der Coca-Cola-Company, zeigt, dass sich das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren auf Wertsteigerung konzentriert. Unternehmen richten ihr Handeln immer mehr auf die Interessen der Aktionäre aus. 1986 veröffentlichte Alfred Rappaport sein Buch „Creating Sharholder Value“ und löste damit eine intensive Diskussion über das Shareholder-Value-Konzept aus, welches im Mittelpunkt des Buches steht. Shareholder Value steht dabei für den Marktwert des Eigenkapitals, an dem die erfolgreiche Umsetzung einer aktionärsorientierten Unternehmensführung gemessen wird. Rappaport zählt die Wertsteigerung zur dringlichsten Aufgabe des Managements und ist davon überzeugt, dass „ […] innerhalb der nächsten zehn Jahre Shareholder Value der global anerkannte Standard zur Messung des Geschäftserfolges sein wird.“

Für die Relevanz des Shareholder Value spricht auch der „Global Automotive Shareholder Value Award“, der von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers verliehen wird. In diesem Jahr wurde BorgWarner in der Kategorie „Globale Automobilzulieferer“, sowie der Volkswagen Konzern geehrt. Volkswagen setzt den Economic Value Added (EVA) ein und erreichte somit die größte Unternehmenswertsteigerung im Dreijahres-Zeitraum sowie den größten Ertrag für die Anteilseigner.

„Stern Stewart & Co. hat uns inhaltlich überzeugt und ließ sich als unternehmerischer Partner am langfristigen Erfolg der Initiative messen“, so Rodolfo Bürgi, Leiter des Original Teile Vertriebs. Die Betrachtung des von Stern Stewart & Co. propagierten EVA-Modells ist Ziel der vorliegenden Arbeit. In einer übersichtlichen Darstellung, wird abschließend der Anpassungsaufwand eines externen Betrachters zur Ermittlung der Basisgrößen auf Basis eines IFRS- und HGB-Abschlusses aufgezeigt. Damit wird die Tatsache berücksichtigt, dass Unternehmen auf internationalen Kapitalmärkten aktiv sind, die durch divergierende Rechnungslegungssysteme gekennzeichnet sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) EVA – Das Konzept von Stern Stewart & Company

2.1 Verbindung von EVA und Shareholder Value

2.2 Das Basiskonzept des EVA : Der betriebliche Übergewinn

2.3 Hintergrundinformationen

2.4 Darstellung des Grundkonzeptes

2.4.1 Basiselemente

2.4.1.1 Betriebliches Vermögen bzw. NOA

2.4.1.2 Betrieblicher Gewinn bzw. NOPAT

2.4.1.3 Kapitalkostensatz bzw. WACC

2.4.1.3.1 Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes

2.4.1.3.2 Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes

2.4.2 Berechnungsformeln

2.4.2.1 Capital-Charge-Formel

2.4.2.2 Value-Spread-Formel

2.4.3 Werttreiber des EVA

2.5 Market Value Added (MVA)

2.5.1 Ex post Berechnung

2.5.2 Ex ante Berechnung

2.6 Zusammenhang EVA-MVA

3.) EVA unter dem Blickwinkel zwei bedeutender Rechnungslegungsstandards

3.1 Die Konversion vom Accounting Model zum Economic Model

3.2 Ermittlung der Basisgrößen auf Basis eines HGB-Abschlusses

3.2.1 Ermittlung des investierten Kapitals

3.2.2 Ermittlung des betrieblichen Erfolges

3.3 Ermittlung der Basisgrößen auf Basis eines IFRS-Abschlusses

3.3.1 Ermittlung des Invested Capital

3.3.2 Ermittlung des NOPAT

4.) Beurteilung der Rechnungslegungsvorschriften für das EVA-Konzept

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das EVA-Modell von Stern Stewart & Company als Instrument zur wertorientierten Unternehmenssteuerung. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie externe Betrachter auf Basis von Jahresabschlüssen nach HGB und IFRS die notwendigen Anpassungen der Basisgrößen (Investiertes Kapital und betrieblicher Erfolg) vornehmen können, um das EVA-Konzept korrekt anzuwenden.

  • Konzeptuelle Grundlagen von EVA und MVA
  • Verbindung von EVA mit dem Shareholder-Value-Ansatz
  • Detaillierte Analyse der Konversionsmaßnahmen vom Accounting Model zum Economic Model
  • Vergleich der Anpassungsmöglichkeiten unter HGB- und IFRS-Rechnungslegung
  • Beurteilung des Anpassungsaufwands und der praktischen Umsetzbarkeit für Externe

Auszug aus dem Buch

2.4.1.3 Kapitalkostensatz bzw. WACC

Die dritte Basisgröße beruht auf der Tatsache, dass Kapital knapp ist und deswegen effizient genutzt werden muss. Der Kapitalkostensatz ist ein elementarer Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung, seine korrekte Bestimmung ist daher von höchster Bedeutung. Er erfüllt zwei primäre Funktionen: Einerseits stellt er die Mindestrendite dar, welche mit dem eingesetzten Kapital bei gegebenen Risiko erwirtschaftet werden muss, andererseits dient er als Diskontierungssatz der zukünftigen EVA. „Die Kapitalkosten können aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet werden: Ausgehend von der Aktivseite stellen sie den Diskontierungssatz dar, mit dem die zukünftigen Cash Flows abgezinst werden. Von der Passivaseite aus betrachtet, spiegeln sie die Kosten des Unternehmens für die Kapitalaufnahme wider. Aus dem Blickwinkel der Investoren gibt der Kapitalkostensatz gemäß dem Opportunitätsprinzip schließlich die geforderte Mindestrendite- oder –verzinsung der Eigen- und Fremdkapitalgeber wieder.

Der Kapitalkostensatz umfasst sowohl die Kosten für das Fremd- (FK) als auch für das Eigenkapital (EK) des Unternehmens, die entsprechend ihrer Anteile am Gesamtkapital (GK) gewichtet werden.“ „In Theorie und Praxis hat sich die Vorgehensweise des Weighted Average Cost of Capital (WACC) als die geeignetste zur Berechnung des Gesamtkapitalkostensatzes etabliert.“ Für die Ermittlung des WACC benötigt man folglich den Eigenkapitalkostensatz, den Fremdkapitalkostensatz nach Steuern und die (Ziel-) Kapitalstruktur des Unternehmens: Der WACC wird wie folgt berechnet:

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung und stellt das EVA-Konzept als Instrument zur Steigerung des Unternehmenswerts vor.

2.) EVA – Das Konzept von Stern Stewart & Company: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des EVA, die Berechnungsmethoden sowie den Zusammenhang zum MVA und die zentralen Werttreiber.

3.) EVA unter dem Blickwinkel zwei bedeutender Rechnungslegungsstandards: Hier werden die notwendigen Konversionen vom buchhalterischen Gewinn zum ökonomischen Erfolg sowie die spezifischen Ermittlungen der Basisgrößen nach HGB und IFRS detailliert dargelegt.

4.) Beurteilung der Rechnungslegungsvorschriften für das EVA-Konzept: Das Fazit bewertet den Anpassungsaufwand unter verschiedenen Rechnungslegungsnormen und kommt zu dem Schluss, dass externe Anpassungen unter IFRS aufgrund der Transparenz deutlich einfacher sind als unter HGB.

Schlüsselwörter

Economic Value Added, EVA, Market Value Added, MVA, Shareholder Value, NOPAT, Invested Capital, Kapitalkostensatz, WACC, Rechnungslegung, HGB, IFRS, Wertsteigerung, Konversion, Unternehmenssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Economic Value Added (EVA) als Konzept zur wertorientierten Unternehmenssteuerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die mathematischen Grundlagen des EVA, die Identifikation von Werttreibern und die Anpassung von buchhalterischen Daten an ökonomische Kennzahlen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Anpassungsaufwand darzustellen, den ein externer Betrachter leisten muss, um aus HGB- oder IFRS-Abschlüssen die für EVA benötigten Kennzahlen zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die auf der Literatur zu den Stern Stewart & Co.-Konzepten sowie auf einer vergleichenden Analyse von Rechnungslegungsstandards basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Komponenten des EVA, die verschiedenen Konversionsmöglichkeiten (z.B. Leasing, F&E) und deren praktische Handhabung auf Basis extern verfügbarer Jahresabschlüsse detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind EVA, MVA, WACC, NOPAT, Invested Capital, HGB, IFRS, Werttreiber und Shareholder Value.

Warum ist eine Anpassung der buchhalterischen Größen überhaupt notwendig?

Da herkömmliche buchhalterische Größen wie der Jahresüberschuss steuerlich oder durch Bilanzpolitik verzerrt sein können, müssen sie für eine ökonomische Erfolgsmessung bereinigt werden.

Wie unterscheidet sich der Anpassungsaufwand zwischen HGB und IFRS?

Auf Basis der IFRS-Rechnungslegung sind Anpassungen meist einfacher durchführbar, da dort explizitere Angaben (z.B. zu F&E-Ausgaben) gefordert werden als im HGB.

Welche Rolle spielt der Kapitalkostensatz (WACC)?

Der WACC fungiert als Mindestrenditeforderung an das eingesetzte Kapital und als Diskontierungssatz für zukünftige EVA-Werte, um wertsteigernde von wertvernichtenden Strategien zu unterscheiden.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Economic Value Added und Market Value Added
Subtitle
Ein Modell zur Ermittlung der Basisgrößen auf Basis eines HGB- und IFRS-Abschlusses
College
University of Cooperative Education
Grade
1,1
Author
Franziska Fischer (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V94253
ISBN (eBook)
9783640100811
ISBN (Book)
9783640118694
Language
German
Tags
Economic Value Added Market Value Added
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Fischer (Author), 2008, Economic Value Added und Market Value Added, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94253
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint