Verhaltensorientiertes Controlling. Kognitive und motivationale Verzerrungen bei den Controlling-Hauptprozessen


Masterarbeit, 2020

89 Seiten, Note: 1,3

Andreas Glück (Autor)


Leseprobe

III. Inhaltsverzeichnis

I. Abstract

II. Zusammenfassung

III. Inhaltsverzeichnis

IV. Abbildungsverzeichnis

V. Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Gegenwärtigkeit, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
2.1 Entwicklungsgeschichte
2.2 Begriffsdefinitionen
2.3 Entscheidungsanomalien
2.4 Psychologie und Controlling

3. Konzeptionelle Grundlagen der Verhaltensorientierung und ihre Relevanz für das Controlling
3.1 Ökonomischer Ansatz und Bezug zum Homo oeconomicus
3.2 Homo oeconomicus vs. Homo heuristicus
3.3 Prinzipal-Agent-Theorie
3.4 Konzept des internen Modells

4. Verhaltensorientiertes Controlling in der heutigen Praxis
4.1 Verhaltensorientierte Analyse ausgewählter Controlling-Hauptprozesse und Handlungsempfehlungen
4.2 Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller

5. Erkenntnisse der Arbeit

6. Kritische Würdigung und Ausblick

VI. Literaturverzeichnis

I. Abstract

This thesis pursued the objective to analyse behavioral controlling, to examine the existence of cognitive and motivational biases in the main controlling-processes and to research counteractive measures. The following two main research issues were enunciated for this purpose: Which influence do cognitive and motivational biases have on main controlling-processes? Which methods exist to counteract the consequences of cognitive and motivational biases on main controlling-processes?

In order to answer these research issues a qualitative investigation was conducted. Within the scope of a systematic literature search various books, publications, interviews, columns and magazines from 1974 to 2020 were analysed and combined.

The results of this thesis are that the current economic model won`t be supplanted by the behavioral conception. Instead the behavioral conception will amend the traditional doctrine to guarantee an improved decision-making. On top of that the research showed that the main controlling-processes can be influenced by diverse cognitive and motivational biases. These can manipulate the management or the controller of a company to make mistakes in their decision-making-procedure. On this occasion the controller has the task to take measures which counteract these biases or eliminate them completely whereby his competency requirements alter.

As a result it has to be stated that controlling can be supplemented with different aspects of behavioural science in order to guarantee an improved achievement of goals and to make a greater enterprise value growth possible.

II. Zusammenfassung

Das Ziel dieser Thesis ist es das verhaltensorientierte Controlling zu analysieren, die Controlling-Hauptprozesse auf die Existenz von kognitiven sowie motivationalen Verzerrungen zu untersuchen und hierfür Gegensteuerungsmaßnahmen zu erforschen. Die folgenden zwei Hauptforschungsfragen wurden hierfür formuliert: Welche Auswirkungen haben die kognitiven und motivationalen Verzerrungen auf die Controlling-Hauptprozesse? Welche Maßnahmen gibt es, um aus den kognitiven und motivationalen Verzerrungen resultierenden Folgen auf die Controlling-Hauptprozesse entgegenzusteuern?

Um diese Forschungsfragen zu beantworten wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche wurden diverse Bücher, Publikationen, Interviews, Kolumnen und Magazine vom Jahre 1974 bis zum Jahr 2020 analysiert und zusammengeführt.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sind, dass das bisherige ökonomische Modell nicht von der verhaltensorientierten Konzeption verdrängt werden, sondern um eine bessere Entscheidungsfindung zu garantieren, ergänzt werden soll. Außerdem wurde erforscht, dass auf die Controlling-Hauptprozesse diverse kognitive sowie motivationale Verzerrungen einwirken können. Diese manipulieren das Management sowie das Controlling zu unterschiedlichen Fehlern in der Entscheidungsfindung. Der Controller hat hierbei die Aufgabe Maßnahmen einzuleiten, die diesen Verzerrungen entgegenwirken oder sie vollkommen eliminieren, wodurch sich seine Kompetenzanforderungen wandeln.

Daraus ergibt sich, dass das Controlling mit diversen Aspekten der Verhaltenswissenschaften ergänzt werden kann, um eine bessere Erreichung von Zielen und größere Unternehmenswertsteigerung, im Vergleich zu einem Ansatz ohne die Einbeziehung der Verhaltenswissenschaften, zu erreichen.

IV. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die hypothetische Wertefunktion

Abb. 2: Entscheidungs- und verhaltensorientierte Funktionen des Controllings

Abb. 3: Potenzielle Defizite im Projekt- und Investitionscontrollingprozess

Abb. 4: Potenzielle Defizite im Prozess des Managementreportings

Abb. 5: Potenzielle Defizite im Risikomanagementprozess

Abb. 6: Potenzielle Defizite im Forecast-Prozess

Abb. 7: Kompetenzfelder von Controllern

V. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Verhaltensorientiertes Controlling vereint die Fachbereiche Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Die Psychologie setzt sich mit dem Verhalten und Handeln des Menschen auseinander.1 Ökonomische Fragestellungen werden im verhaltensorientierten Zusammenhang beschrieben, wenn es darum geht die zwei Fachbereiche zu verbinden. Der Mensch hat Fähigkeiten und bestimmte Restriktionen, die betrachtet werden müssen, da der Mensch spezielle Entscheidungen für ein Unternehmen fällt. Dieser Aspekt ist auch im Controlling vorhanden und muss mit in den Entscheidungsprozess involviert werden.2

Albrecht Deyhle hat bereits 1974 erkannt, dass es nicht ausreichend ist eine Konstellation lediglich auf betriebswirtschaftlicher Grundlage zu analysieren, sondern es von großer Bedeutung ist, diesen Sachverhalt auch auf psychologischer Ebene zu durchleuchten.3

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dieser Thematik. Konkret wird auf kognitive und motivationale Verzerrungen in Bezug auf ausgewählte Controlling-Hauptprozesse eingegangen.

Zu Beginn dieser Arbeit wird zum Thema „Verhaltensorientiertes Controlling – Kognitive und motivationale Verzerrungen in Bezug auf ausgewählte Controlling-Hauptprozesse“ hingeführt und die Gegenwärtigkeit, die Problemstellung, sowie die daraus resultierende Zielsetzung, erläutert. Danach wird auf die Vorgehensweise und den Aufbau der Masterarbeit eingegangen.

1.1 Gegenwärtigkeit, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Der Controller wird in der Fachliteratur oftmals als die personifizierte Analytik, Rationalität und Zahlenfokussierung bezeichnet. Für diesen sind einzig und allein Fakten relevant, wohingegen die Intuition und Emotionen keine Rolle spielen. Dies ist jedoch nur limitiert der Wahrheit entsprechend. Auch ein Controller hat Emotionen und kann von diesen geleitet werden und somit kognitiv verzerrte Entscheidungen treffen.4

Das Controlling wird zumeist als erfolgszielbezogenes und entscheidungsorientiertes System bezeichnet, wobei der Mensch an sich keine Komponente der Betrachtungsweise darstellt.

Das Individuum, welches hinter den Zahlen steckt, wird mit seinen Stärken und Schwächen selten betrachtet. Wenn dieses Individuum ungenügend motiviert oder gar überfordert ist, ergeben sich negative Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung, die Arbeit per se und die ermittelten Ergebnisse.5

Die Auszeichnung von Daniel Kahneman und Vernon L. Smith mit dem Wirtschaftsnobelpreises im Jahre 2002 für „Das Einführen von Einsichten der psychologischen Forschung in die Wirtschaftswissenschaften“ hebt hervor, dass die nähere Betrachtung des Menschen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung an Bedeutung hinzugewinnt. Unter anderem verdeutlicht dies auch die Tatsache, dass eine jährlich stattfindende Konferenz der „Accounting, Behavior and Organizations Section“ der „American Accounting Association“ abgehalten wird. Hier werden die verhaltenswissenschaftlichen Ansätze im Bereich des Rechnungswesens beleuchtet. Ferner wird das verhaltensorientierte Controlling - bspw. im Buch „Die zehn Zukunftsthemen des Controllings“ erschienen im Jahr 2012 von Weber, Schäffer, Goretzki und Strauß - als wichtiges Zukunftsthema deklariert, welches indes weiterhin unterschätzt wird und daraus folgend einer näheren Betrachtung bedarf.6

Diese Ansicht hat Jürgen Weber am 17.03.2020 in einer Controller-Magazin-Kolumne erneut bestätigt. Der aktuelle Megatrend in der Forschung die Verhaltensorientierung in Entscheidungen einzubeziehen, müsste ein Katalysator für den weitreichenden Einzug der Disziplin in das Controlling und seine Hauptprozesse sein. Hierbei ist jedoch zu konstatieren, dass eine prinzipielle Modifikation der Betrachtungsweisen und Einstellungen des Menschen eine große Zeitspanne benötige und hier weiterhin großer Forschungsbedarf besteht.7

Ergänzend hierzu ist noch zu erwähnen, dass die Verhaltensorientierung im Controlling kein Fremdkörper mehr ist. Dies belegt unter anderem die Verleihung des Controller-Preises im Jahre 2015. Die RWE AG hat nach diversen Fehlentscheidungen, aber einer nachweislich lehrbuchmäßigen Wirtschaftlichkeitskalkulation, eine internationale Unternehmensberatung konsultiert. Daraus entwickelte sich ein verhaltensorientierter Maßnahmenkatalog und Instrumente zur Steigerung der Entscheidungsqualität bei Großinvestitionen, wie bspw. die „Pre-Mortem-Analyse“ und „Devil´s Advocate“-Technik. Auf diese geht die Arbeit in Kapitel 4.1.1.2 ein.8

In einer Entscheidungssituation handelt das Individuum primär nach zwei Charakteristiken, dies sind die Präferenzen und die Restriktionen eines einzelnen Menschen. Auf der einen Seite stehen, autonom zu den gegebenen Möglichkeiten, die Präferenzen. Diese werden als Wertvorstellungen des Individuums deklariert. Mit den individuellen Wertvorstellungen werden die Wahlmöglichkeiten beurteilt. Auf der anderen Seite lassen sich die Restriktionen finden, die den Handlungsspielraum des Entscheiders einschränken. Als Restriktionen können bspw. vorhandene monetäre Mittel oder auch die rechtlichen Rahmenbedingungen klassifiziert werden.9

Diese Betrachtungsweise bezieht indes nicht den Aspekt ein, dass ein Individuum auch durch kognitive Verzerrungen in der Entscheidungsfindung manipuliert und gar gestört wird. Diese Verzerrungen sind auf motivationale Merkmale und kognitive Einschränkungen des Menschen zurückzuführen und resultieren aus individuell bewussten und unbewussten Merkmalen. Führungskräfte und Entscheidungsträger sind häufig gezwungen unter hohem Zeitdruck Urteile zu fällen, hieraus folgt, dass kognitive Verzerrungen entstehen und zu potenziellen Fehlentscheidungen führen können.10

Die Masterarbeit erforscht inwiefern verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in der durch Zahlen geprägten Theorie des Controllings, berücksichtigt sind. Außerdem ist das Ziel der Masterarbeit die kognitiven und motivationalen Verzerrungen in Bezug auf spezifische Controlling-Hauptprozesse zu ergründen und Handlungsempfehlungen zur Steuerung und Minimierung dieser Verzerrungen aufzuzeigen. Des Weiteren wird in der Masterarbeit erläutert, welche Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller in diesem Zusammenhang entstehen.

Zusammengefasst sind in der Masterarbeit folgende Hauptforschungsfragen relevant und werden beantwortet:

Was sind kognitive und motivationale Verzerrungen?

Was ist verhaltensorientiertes Controlling?

Welche Auswirkungen haben die kognitiven und motivationalen Verzerrungen auf die Controlling-Hauptprozesse?

Welche Maßnahmen gibt es, um aus den kognitiven und motivationalen Verzerrungen resultierenden Folgen auf die Controlling-Hauptprozesse entgegenzusteuern?

Welche Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller entstehen in diesem Zusammenhang?

Im nachfolgenden Gliederungspunkt wird deklariert, wie der Gang und Aufbau der Masterarbeit definiert ist.

1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

In dieser Literaturarbeit wird - um das Ziel der Beantwortung der Forschungsfragen erreichen zu können - zu Beginn klargestellt, wie die Entwicklungsgeschichte des verhaltensorientierten Controllings aussieht, was unter ebendiesem verstanden wird und was kognitive und motivationale Verzerrungen und die sich daraus ergebenden Problemstellungen, darstellen. Dies wird anhand von Beispielen untermauert. Außerdem wird eine Brücke zwischen Psychologie und Controlling konstruiert. All diese Aspekte werden in Gliederungspunkt zwei beleuchtet.

Im darauffolgenden Kapitel Nummer drei, stehen die konzeptionellen Grundlagen der Verhaltensorientierung und ihre Relevanz für das Controlling im Fokus. Hier wird zuerst der ökonomische Ansatz und danach der Homo oeconomicus präsentiert und mit dem Homo heuristicus verglichen. Das dritte Kapitel wird durch die Prinzipal-Agent-Theorie (PAT) und der Konzipierung des sogenannten „internen Modells“, abgerundet. Das vierte Kapitel befasst sich mit der Entwicklungstendenz hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller. Außerdem wird hier das Kernelement der Masterarbeit intensiv durchleuchtet. Dieses ist die verhaltensorientierte Analyse ausgewählter Controlling-Hauptprozesse und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für den Controller. Hier wird das Projekt- und Investitionscontrolling, das Managementreporting, die Steuerung mit Kennzahlen, das Risikomanagement, die Planung und Budgetierung und abschließend der Forecast anhand von verhaltensorientierten Verzerrungen analysiert. Die unterschiedlichen Prozesse werden näher erläutert und in Bezug auf die Fragestellung der Masterarbeit betrachtet. Der fünfte und sechste Gliederungspunkt runden die Masterarbeit ab, indem hier die diversen Erkenntnisse der Arbeit, eine kritische Würdigung und der Ausblick formuliert werden.

2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling

Dieses Kapitel beschreibt die theoretischen Grundlagen der Verhaltensorientierung im Controlling. Zu Beginn wird die Entwicklungsgeschichte des verhaltensorientierten Controllings aufgezeigt. Daraufhin werden wichtige Begriffe definiert. Außerdem wird auf die diversen, für die Arbeit relevanten Entscheidungsanomalien eingegangen, bevor abschließend die Psychologie und das Controlling zusammengeführt werden.

2.1 Entwicklungsgeschichte

In der angloamerikanischen Fachliteratur ist der Begriff „Behavioral Accounting“, unter dem die Forschung des Zusammenhangs zwischen Verhalten und Controlling verstanden wird, allgemein gültig. Einer der Pioniere des verhaltensorientierten Ansatzes im Controlling ist Chris Argyris, der sein Werk „The Impact of Budgets on People“ im Jahre 1952 publizierte. In den 1960er Jahren folgten diverse Veröffentlichungen, wie „Research Methodology and Accounting Theory Formation“ (1960) von Carl T. Devine, „Budget Control and Cost Behavior“ (1960) von Andrew C. Stedry, „Accountancy as a Function of Organization Theory“ (1964) von Robert Golembiewski und auch „The Accounting Entity: A Conceptual Model“ (1964) von Joseph J. Willingham. Im Jahre 1978 wurde Herbert A. Simon der Wirtschafts-Nobelpreis für die „Erforschung von Entscheidungsfindungsprozessen in wirtschaftlichen Organisationen“ verliehen. Dies zeigt, dass das Interesse und die Relevanz des verhaltensorientierte Ansatzes weiter in den Fokus rückte. Im Jahre 2002 resultierte daraus, dass Daniel Kahneman und Vernon L. Smith der Wirtschafts-Nobelpreis für die „Einführung von Einsichten der psychologischen Forschung in die Wirtschaftswissenschaften“ verliehen wurde. Sie stellten das klassische Modell des Homo oeconomicus in Frage und kombinierten die Wirtschaftswissenschaften mit dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz.11

Eugen Schmalenbach hat bereits 1947/48 dargestellt, dass verhaltenswissenschaftliche Aspekte im Rechnungswesen von Relevanz sind. Das Thema „Mensch“ wurde in der deutschen betriebswirtschaftlichen Forschung jedoch jahrzehntelang wenig beachtet.

Die Involvierung und Implementierung von psychologischen Erkenntnissen in die Wirtschaftswissenschaften wird zwar kontinuierlich gefordert, indes bisher kaum realisiert. Des Weiteren ist das Stichwort „Verhaltensorientierung“ in Standardwerken der Ökonomie selten zu finden und ausgewählte Veröffentlichungen zu dieser Thematik sind noch selten.12

Hier ist abgesehen davon zu erwähnen, dass die Zukunftsstudie 2014 des WHU Controller Panels das verhaltensorientierte Controlling zu den Top 10-Zukunftsthemen des Controllings zählt. Dieser Aspekt verdeutlicht, dass die Verhaltensorientierung in der Ökonomie weiter an Bedeutung gewinnt.13

Dies baut darauf auf, dass Albrecht Deyhle mit seinem Werk „Controller-Handbuch“ (1980) eine zukunftsweisende Auffassung des Controllings in der Öffentlichkeit erzeugte. Die Theorie hat seine grundlegende Betrachtungsweise übernommen und bei der Entwicklung des verhaltensorientierten Controllings integriert. Hierbei ist von großer Bedeutung, dass zur Entwicklung einer verhaltensorientierten Controllingforschung diverse andere Wissenschaften miteinbezogen werden müssen. Das sind insbesondere die Psychologie und die Soziologie. Die verschiedenen Methoden und Verfahren des Controllings müssen aus dem verhaltensorientierten Blickwinkel beleuchtet und kritisch hinterfragt werden. Nur auf diesem Wege ist es möglich eine Basis für verhaltensorientierte Systeme und Konzeptionen im Controlling zu bilden.14

Das folgende Kapitel befasst sich mit den Begriffsdefinitionen. Die für diese Arbeit relevanten Begriffe werden hier erklärt.

2.2 Begriffsdefinitionen

Dieses Kapitel spannt eine Verbindung zwischen den Verhaltenswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre. Hier wird der Verhaltensbegriff definiert und das zugrunde liegende Verhaltensverständnis in dieser Arbeit abgesteckt.

Diese Masterarbeit definiert das allgemeine Controllingverständnis nicht, da dies als Grundkenntnis vorausgesetzt wird.

2.2.1 Betriebswirtschaftslehre und Verhaltenswissenschaften

Die Verhaltenswissenschaften bezeichnen diverse akademische Fachrichtungen, zu denen die Sozialwissenschaften zählen. Diese beschäftigen sich mit dem Menschen als soziales Wesen. Die organisatorischen und institutionellen Voraussetzungen für menschliches Handeln und das Zusammenleben in einer Gesellschaft werden unter diesem Begriff auch subsumiert. Hierunter sind die Wirkungen und Ursachen des menschlichen Handelns von spezieller Bedeutung. In beiden Wissenschaften existiert ein starker Zusammenhang zum menschlichen Verhalten.15

Der Auffassung von Wolfgang H. Staehle nach ist die Sozialwissenschaft das übergeordnete Forschungsgebiet unter das die Wirtschaftswissenschaften, wie bspw. die Betriebswirtschaftslehre untergliedert werden. In der Forschung ist der Fokus der jeweiligen Bereiche jedoch auf unterschiedliche Gesichtspunkte ausgerichtet. Der Ursprung und die Entwicklung der Gesellschaft werden von der Soziologie näher beleuchtet, während die ökonomische Verhaltensforschung sich mit den Handlungs- und Verhaltensweisen in der Wirtschaft befasst. Da das Controlling ein Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre ist, kann nicht verleugnet werden, dass ein enger Zusammenhang zwischen diesem Fachgebiet und der Verhaltenswissenschaft besteht.16

2.2.2 Verhalten

Der Begriff „Behavioral Science“ ist in den USA entstanden und betrachtet im deutschsprachigen Raum eine noch nicht stark in die Wirtschaftsabläufe integrierte Perspektive. Der deutsche Terminus „Verhaltenswissenschaften“ beschreibt indes nicht vollkommen kongruent, was sich hinter der „Behavioral Science“ verbirgt. Die deutschsprachige sozialwissenschaftliche Forschung bewertet unter anderem die Verhaltens- und Handlungstheorie separat voneinander. Daraus resultiert, dass bei der Übersetzung des Begriffes „behavioral“ mit „verhaltensorientiert“ eine Diskrepanz vorliegt. Nach dem aktuellen Stand der Forschung in Deutschland ist der exakte Gegenstand der Untersuchung noch nicht eindeutig konstatiert. Dies wandelt sich gerade jedoch durch die Forschungen von unter anderem Küpper, Horváth, Weber und Schäffer.17

Die Begriffe „Verhaltenstheorie“ und „Handlungstheorie“ werden im Folgenden definiert.

2.2.2.1 Verhaltenstheorie

Ein historischer Zusammenhang zu psychologischen Lerntheorien lässt sich bei der Verhaltenstheorie, die als individualistischer Ansatz gesehen wird, identifizieren. Diese hat als Hauptaspekt die Deskription und Begründung des menschlichen Verhaltens mit Unterstützung von Gesetzmäßigkeiten. Der Verhaltenstheoretiker ist hierbei der externe Observator und verwertet die zu definierenden Verhaltensweisen, die als externe Daten bezeichnet werden. Das Aufgeführte konstruiert den entscheidenden Unterschied zur Handlungstheorie, die im nächsten Kapitelunterpunkt erläutert wird.18

Das Verhalten ist nach Augustin Süßmair eine sowohl sichtbare als auch mentale Aktivität, welche durch kognitive Prozesse real wird. Ursprünglich beschrieb der Verhaltensbegriff nur die beobachtbaren oder sichtbaren Verhaltensweisen des Menschen.19

Nach Watzlawick, Beavin und Jackson ist das Verhalten eine derart grundlegende Eigenschaft, dass diese häufig übersehen wird. Jegliches Verhalten oder „Nicht-Verhalten“ resultiert in eine Form der Kommunikation. Schweigen oder Sprechen, Handeln oder Nichthandeln, all dies ist eine Mitteilungsform und manipuliert den Prozess oder den Gegenüber.20

2.2.2.2 Handlungstheorie

Identisch wie die Verhaltenstheorie steht die Handlungstheorie auch im Rahmenkonzept des theoretischen Individualismus.21 Die Wissenschaft liefert keine eindeutige Definition und Abgrenzung des Handelsbegriffes.

Augustin Süßmair referiert auf eine Definition des Terminus „menschliches Handeln“ auf Pareto. Dieser determiniert drei Ebenen und erläutert, dass Handeln gefühls-, willens- und instinktbestimmt sei.22

Im Gegensatz dazu deklariert Max Weber vier verschiedene Handlungstypen: das zweckrationale, das wertrationale und das traditionelle Handeln, sowie das Handeln im Affekt. Diese Kategorisierung simplifiziert das Verständnis des menschlichen Handelns und macht es leichter erfassbar.23

Des Weiteren kann Handeln als Aktivität, welche durch spezifische mentale Prozesse angeregt wird, definiert werde. Zu diesen Prozessen zählen unter anderem Kalkulationen, Überlegungen und Intentionen. Handeln ist hiernach aber keine notwendige Reaktion auf die Auslösung eines Reizes. Dementsprechend wird eine Handlung einzig über die individuelle Betrachtungsweise der handelnden Person analysiert. Für die Interpretation der Handlung werden speziell die Gesichtspunkte herangezogen, die für den Handelnden per se einen entscheidenden Effekt aufzeigen.24

Resümierend lässt sich konstatieren, dass die Verhaltenstheorie sowie die Handlungstheorie unzählige Überschneidungen aufweisen. Allerdings liegt die Hauptdiskrepanz im wissenschaftstheoretischen Anspruch begründet. Die Auffassung nach der Handlungstheorie ist, dass es keine kausal determinierenden Reize gibt, die eine Person durch externe Faktoren beeinflussen können und bei dieser Person daraus resultierend ein spezifisches Verhalten ausgelöst wird. Diese Aspekte stehen im Gegensatz zur Verhaltenstheorie.25

Das nachfolgende Kapitel thematisiert das zugrunde liegende Verhaltensverständnis.

2.2.3 Zugrunde liegendes Verhaltensverständnis

In dieser Arbeit liegt das Hauptaugenmerk der Betrachtung auf der Verhaltenswirkung von internen Planungs-, Kontroll- und Steuerungsprozessen. Hinzu kommen die, sich aus den Prozessen ergebenden, Auswirkungen zur Erleichterung von Führungsprozessen. Dabei sind die Verhaltensweisen des Controllings und des Managements die Quintessenz der Untersuchung. Unter dem Verhaltensbegriff werden alle stimulierten sowie absichtsgeleiteten Aktionen und Zustände verstanden. Hierbei ist von Bedeutung, dass es irrelevant ist, ob diese durch beabsichtigte oder reagierende Merkmale geprägt sind. Außerdem muss das Entscheidungsverhalten der Controller oder der Manager als Teilaspekt der Verhaltenssphäre wahrgenommen werden.26

Im nächsten Kapitel müssen die diversen, für diese Arbeit relevanten und sich aus dem Verhalten der Akteure ergebenden, kognitiven und motivationalen Verzerrungen definiert werden, um ein besseres Verständnis für die Verhaltensorientierung zu erlangen.

2.3 Entscheidungsanomalien

Unter Entscheidungsanomalien werden kognitive und motivationale Verzerrungen verstanden, die durch kognitive Beschränkungen und motivationale Eigenschaften entstehen. Sie werden in der Fachliteratur als Wollens- und Könnensdefizite benannt und beziehen sich auf die Fähigkeiten und Motivationen des Menschen.27

Die traditionelle Betriebswirtschaftslehre ist grundsätzlich mit den kognitiven Defiziten vertraut, wurde allerdings noch nicht in die diversen Modelle einbezogen. Die Eigenschaften des Menschen sind limitiert und müssen impliziert werden. Kognitive Beschränkungen treten bei jedem Menschen auf. Diese Könnensdefizite kommen dann zustande, wenn der Akteur (Controller oder Manager) davon geprägt ist ein mangelhaftes betriebswirtschaftliches Verständnis oder keine genügende Fachkompetenz aufzuweisen.28

Des Weiteren sind die motivationalen Verzerrungen in dieser Ausführung zu betrachten. Die Motivation und die damit einhergehenden, potenziellen Wollensdefizite müssen vom Controlling berücksichtigt werden. Der Opportunismus ist hier ein entscheidender Aspekt. Die Gefahr des Auftretens ebendiesen kann durch eine Verknüpfung des Akteurs mit den Zielen des Unternehmens vermieden werden. Hierbei sollte erreicht werden, dass seine Motivation mit den Unternehmenszielen kongruent ist.29

In diesem Kontext ist es notwendig den Begriff „Heuristiken“ zu definieren. Darunter werden intuitiv angewendete Faustregeln verstanden, die zur Vereinfachung von komplexen Sachverhalten dienen. Der Mensch generiert Strategien zur Simplifikation um somit die Lösung für eine komplizierte Problemstellung schneller ermitteln zu können. Diese Heuristiken sind auf Erinnerungen und Erfahrungswerten aufgebaut und benötigen keinen großen Ressourceneinsatz. Sie können sowohl einen negativen als auch positiven Effekt haben. Positive Heuristiken führen potenziell zu annehmbaren Entscheidungen, während negative Heuristiken demgegenüber zu fehlerhaften Urteilen resultieren können. Die letztgenannten sind mögliche Ursachen für diverse Verzerrungen, die in diesem Kapitel beschrieben werden.30

Derartige Entscheidungsanomalien können nur schwer kategorisiert werden. Deshalb wird in dieser Arbeit, aus Vereinfachungsgründen, nach den zwei Kategorien „kognitive Verzerrungen“ und „motivationale Verzerrungen“ differenziert. Die angewendete Kategorisierung hat nicht den Anspruch makellos zu sein, sondern soll den Leser bei dem Verständnis der einzelnen Phänomene unterstützen. Es muss an dieser Stelle auch bemerkt werden, dass viele Defizite nicht eindeutig zu separieren sind und oftmals aufeinander aufbauen. Die große Menge an Entscheidungsphänomenen kann in dieser Arbeit nicht komplett dargestellt werden, weshalb nur die controllingrelevanten Effekte im Folgenden erläutert werden. Diese werden meist nur kurz beschrieben, da sie in Kapitel 4.3 „Verhaltensorientierte Analyse ausgewählter Controlling-Hauptprozesse und Handlungsempfehlungen“ detaillierter betrachtet werden. Es soll somit ein Überblick der einzelnen Effekte geschaffen werden.

2.3.1 Kognitive Verzerrungen

Dieses Kapitel beschreibt die, in dieser Arbeit vertretenen, kognitiven Verzerrungen in alphabetischer Reihenfolge. Diese Verzerrungsart wird von Fehlwahrnehmungen erzeugt.

Als erstes ist der Ankerungseffekt zu beschreiben. Die Einordung in die Sphäre der kognitiven Verzerrungen ist sinnvoll, da hier Defizite in Bezug auf objektiv richtige Wahrnehmungen von Informationen möglich sind. Der Ankerungseffekt umfasst das Phänomen, bei dem der Akteur sich an einen Orientierungswert klammert. Dies kann eine Budgetvorgabe aus einer Vorperiode oder ein festgelegter Preis für ein Gut sein. Die Einschätzung von zukünftigen Entscheidungen und möglichen Investitionen wird somit manipuliert. Der Ankerungseffekt kann durch partiell kombinierte Informationen aus irrelevanten Spektren, wie bspw. das Lesen eines Zeitungsartikels, gefördert werden. Die Daten werden in diesem Fall fehlerhaft wahrgenommen und verarbeitet. Hieraus resultiert eine minderwertige Entscheidungsfindung. Auf diese Entscheidungsanomalie wird unter anderem bei der Betrachtung des Projekt- und Investitionscontrolling in Kapitel 4.1.1 intensiver eingegangen.31

Der Bestätigungsfehler folgt daraus, dass Daten, die gegensätzlich zur individuellen Auffassung sind, nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Lediglich Informationen, die die eigenen Entscheidungen untermauern werden aktiv gesucht und in die Entscheidungsfindung involviert. Detaillierter wird auf dieses Phänomen in Kapitel 4.1.2 dem Managementreporting eingegangen.32

Als nächstes ist die Informationsüberflutung (Information Overload) zu betrachten. Hierunter wird das Informationsvolumen verstanden, bei dem der Entscheider, durch den Effekt auf seine kognitiv limitierten Informationsverarbeitungskapazitäten, nicht mehr in der Lage ist, diese korrekt zu verarbeiten. Somit wird, ab einem spezifisch individuellen Volumen an Informationen, die Entscheidungsqualität beeinflusst.33

In diesem Bezug sind drei Kategorien von Aktionismus, die sich aus dem Information Overload ergeben, zu nennen. Jede der Drei basiert auf dem Wechsel von der Unkenntnisreduktion in die Unkenntniserhöhung durch zu viele verfügbaren Daten. Der kompletten Datenbeschaffung wird bei der ersten Form, dem Intuitionsaktionismus, eine ablehnende Haltung gegenüber eingenommen. Die zweite Form des Aktionismus ist die Horizontalflucht. Diese potenzielle Reaktion des Entscheidungsträgers ist dadurch geprägt, dass er sich auf einen kontrollierbaren Aspekt der Problematik fokussiert. Die letzte Form ist die Vertikalflucht. Der Entscheider substituiert das aktuelle Problem mit einer anderen, zufälligen oder einfacheren Problematik.34

Außerdem müssen die potenziellen Ursachen für eine Informationsüberflutung betrachtet werden. Hier lassen sich in der Fachliteratur fünf Arten finden.

Diese sind Informationsmerkmale: Welche Merkmale haben die Daten in Bezug auf Qualität, Quantität, Intensität und Häufigkeit?

Daraufhin werden persönliche Merkmale betrachtet. Hierbei stellen sich die Fragen: Wie bekommt, verarbeitet und kommuniziert der Akteur die Daten? Unter welchen motivationalen, kognitiven und emotionalen Konditionen werden die Informationen aufgenommen, verarbeitet und kommuniziert? Wurden die Daten aufgrund der individuellen Eigenschaften modifiziert?

Dann werden die Aufgaben- und Prozessmerkmale mit folgenden Fragen ermittelt: Welche Aufgaben und Abläufe hat der Akteur, das Team oder die Organisation zu erfüllen und auf welche Art müssen diese durchlaufen werden? In welcher Zeitspanne muss das geschehen? Wie komplex sind diese?

Als nächstes werden die organisationalen Merkmale mit den nachstehenden Fragen beleuchtet: Welche Technologien werden für die Informationsgenerierung und –weitergabe angewendet? Wie effektiv und effizient kommen diese zum Einsatz?35

Bei dieser Entscheidungsanomalie werden, durch die Verflochtenheit der beschriebenen Merkmale, mehrstufige mentale Operationen vollzogen, um eine Entscheidung zu fällen. Die Überflutung mit Daten kann dazu führen, dass dies zeitverzögert geschieht und qualitativ minderwertige Resultate generiert werden. In diesem Prozess werden möglicherweise isolierte Entscheidungen getroffen, die im nächsten Abschnitt erläutert werden. Denn die gesamten Informationen können in der vorgegebenen Zeit oftmals nicht komplett analysiert werden. Außerdem kann, um eine zeitnahe Problemlösung zu ermöglichen, eine Form des zuvor beschriebenen Aktionismus erfolgen. Diese Entscheidungsanomalie wird in Kapitel 4.1.4 erneut aufgegriffen.36

Fällt der Entscheidungsträger nacheinander Urteile, ohne sich den kompletten Zusammenhang vor Augen zu führen, wird von isolierten Entscheidungen gesprochen. Diese sequenzielle Entscheidungsfindung kann zu Fehlurteilen führen. Eine separat betrachtete Entscheidung kann potenziell korrekt wirken, während diese in der Gesamtbetrachtung fehlerhaft sein kann. Es ist hierbei fraglich, ob der Akteur weiß, dass er vor mehreren Entscheidungsoperationen steht und somit einen Mehraufwand, zur Informationsbeschaffung für die Erstellung eines Gesamtbildes, leisten muss. Dies verdeutlicht, dass auch das Phänomen der isolierten Entscheidungen in das Spektrum der kognitiven Verzerrungen kategorisiert werden muss. Im Kapitel 4.1.1 wird erneut auf diese Verzerrung eingegangen.37

Das nächste zu betrachtende Könnensdefizit ist der Konjunktionsfehler. Dieser kann auftreten, wenn detaillierte Beschreibungen eines Sachverhaltes von den absoluten Wahrscheinlichkeiten ablenken.

Diese statistischen Wahrscheinlichkeiten können, durch die im Übermaß präzise Kommentierung, untergehen. Dieses Phänomen wird im Kapitel 4.1.4 näher erläutert.38

Die Kontrollillusion kann entstehen, wenn der Akteur davon überzeugt ist, dass er einen Sachverhalt beeinflussen kann, obwohl dies objektiv betrachtet nicht möglich ist. Er geht davon aus, dass er Macht hat, diese Situation nach seinen Wünschen zu formen. Hierfür reicht bereits die Kenntnis von grundlegenden Zusammenhängen aus. Diese lässt sich in Verbindung mit dem Selbstüberschätzungseffekt bringen. Auf die Kontrollillusion wird im Kapitel 4.1.1 detaillierter eingegangen.39

Der Rahmeneffekt beschreibt die Möglichkeit, dass der Entscheidungsträger eine Handlungskonzeption mit dem Ergebnis und der Kontingenz der spezifischen Entscheidung verbindet. Der dabei entstehende Rahmen manipuliert die Neigungen des Akteurs. Die Art der Präsentation, Darstellung und Formulierung hat eine weitreichende Auswirkung auf die sich daraus ergebende Entscheidung.40

Das Risikoverhalten des Entscheiders kann durch positive oder negative Rahmensetzung beeinflusst werden. Existiert jeweils eine negative und eine positive Darstellung einer Problematik und es stehen jeweils zwei Alternativen mit der gleichen Aussagekraft zur Verfügung, dann wird die entscheidungentreffende Partei stets die risikoreichere Alternative mit der negativen Darstellung selektieren.41

Auch hier wirkt die Subsumierung von diesem Effekt in die Kategorie der kognitiven Verzerrungen korrekt, da Fehlerwahrnehmungen durch Darstellungen und Formulierungen verursacht werden. Das Kapitel 4.1.2 beschäftigt sich erneut mit diesem Phänomen.

Ebenso beschreibt der Regressionsfehler ein Könnensdefizit, bei dem der Akteur den Ausgang eines Projektes in Verbindung mit subjektiven Nebenbedingungen setzt. Hierbei werden Erfolge mit der eigenen Kompetenz begründet und Misserfolge basieren hiernach auf externen Faktoren. Einerseits kann die eigene Fähigkeit bspw. die korrekte Erstellung eines Budgets sein, woraus fälschlicherweise angenommen wird, dass dieses einzig und allein aus diesem Grund eingehalten wurde.

Andererseits wird in diesem spezifischen Beispiel die Nichteinhaltung des Budgets auf externe Faktoren, wie das falsche Handeln eines anderen Mitarbeiters, abgewälzt. Diese Anomalie wird in Kapitel 4.1.6 detaillierter behandelt.42

Als nächstes wird der Selbstüberschätzungseffekt beschrieben. Hierbei wird die eigene Kompetenz von der jeweiligen Partei überschätzt. Diese lässt sich in Verbindung mit der Kontrollillusion bringen. Bei dem Phänomen wird die Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Wissen und der überschätzten Fähigkeit bemessen. Es kann zu fehlerhaften Erwartungen, eines zu bewertenden Sachverhaltes, kommen. Bspw. werden Kostenziele oder Zielerreichungsgrade falsch prognostiziert. Auf dieses Entscheidungsphänomen wird in Kapitel 4.1.1. erneut eingegangen.43

Der Spielerfehlschluss beschreibt eine Verzerrung, bei der der Akteur davon ausgeht, dass eine ausgleichende Kraft des Schicksals in die Problematik eingreifen wird und es noch zu einem positiven Ausgang für ihn kommt. Exemplarisch hierfür ist die Situation in einem Spielcasino zu nennen. Beim Roulette kam vier Versuche hintereinander rot, woraus angenommen wird, dass als nächstes schwarz kommen muss. Die Wahrscheinlichkeiten bei jedem erneuten Versuch sind jedoch exakt dieselben, wie bei dem vorherigen Versuch. Auch hier wirkt die Subsumierung von dieser Verzerrung in die Kategorie der kognitiven Defizite korrekt, da der Akteur eine Fehlwahrnehmung der Konditionen erfährt. Dieser Effekt wird in Kapitel 4.1.1 näher beleuchtet.44

Abschließend beschreibt die Verfügbarkeitsheuristik, dass die Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeiten eines spezifischen Ereignisses unter Bezug auf illusorische Reziprozitäten erfolgt. Diese illusorischen Korrelationen lassen sich durch Aspekte wie Auffälligkeit, Anschaulichkeit, Aktualität und Häufigkeit festlegen und verzerren die Entscheidungsfindung. Es wird auf bekannte Daten zurückgegriffen, die möglicherweise emotional geprägt sind. Besonders positive und besonders negative Vorgänge sind präsenter als andere. Ebenso werden nicht sofort zur Verfügung stehende Informationen ausgeblendet, wodurch nur ein Ausschnitt der Problematik analysiert und bewertet werden kann.45

Die Einordnung dieses Phänomens ist hingegen nicht eindeutig zu erreichen. Es kann hierbei nämlich sowohl zu motivationalen, als auch kognitiven Verzerrungen kommen. Diese Heuristik wird in Kapitel 2.4.3.1 detaillierter beschrieben.

Im nächsten Kapitel müssen die motivationalen Verzerrungen, die in dieser Arbeit von Bedeutung sind definiert werden.

2.3.2 Motivationale Verzerrungen

Motivationale Verzerrungen sind darin begründet, dass das Aufkommen von emotionaler und motivationaler Verbundenheit die zu treffenden Entscheidungen manipuliert. Diese Wollensdefizite wirken sich auf die Motivation des Entscheidungsträgers aus und resultieren aus dem Nutzendrang des Individuums. Exemplarisch kann hier der Wunsch nach einem höheren Einkommen oder der Aufstieg im Unternehmen durch eine Beförderung, genannt werden.46

Jegliche Entscheidung basiert prinzipiell auf Eigeninteresse, somit ist eine Präferenz für eine bestimmte Alternative stets gegeben. In Bezug auf das Controlling stellt sich hierbei die Frage, inwiefern sich diese Tatsache auf das Unternehmen auswirkt. Dieses Wollensdefizit wird in Kapitel 4.1.6 erneut herangezogen und präziser untersucht.47

Der Präferenzfehler tritt dann ein, wenn der Gegenüber eine Sympathie ausstrahlt und der Akteur diese als solche empfindet. Je größer diese ist, desto mehr wird die Entscheidung des Gegenübers bevorzugt und umso irrationaler werden die Urteile der entscheidungenfällenden Partei. Auch eine positive Atmosphäre kann diesen Effekt auslösen. Dies kann dazu führen, dass potenziell bessere Entscheidungsalternativen nicht berücksichtigt werden. Das aufgeführte Phänomen wird in Kapitel 4.1.1 näher beleuchtet.48

Ebenso beschreibt der Irrtum vergangener Kosten (Sunk Cost Fallacy) ein Wollensdefizit. Diese Kosten sind unwiederbringlich. Nichtsdestotrotz involviert der Mensch sie oftmals in seinen Entscheidungsprozess.

Er versucht diese Kosten durch eine Maßnahme auszugleichen, die bspw. eine neue, hinzukommende Investition oder auch die Kontinuation eines Projektes ist. Die Intention des Akteurs ist es den offenkundigen Verlust zu einem Gewinn zu transformieren. Hierbei ist darauf zu achten, dass dies auf keiner entscheidungsrelevanten Basis geschehen kann, da Kosten von vergangenen Projekten oder Investitionen in das Kalkül einfließen. Aus rationaler Betrachtungsweise ist es sinnlos Fehlentscheidungen, die in der Vergangenheit liegen mit neuen Entscheidungen in Verbindung zu setzen. Der Grund für den Irrtum vergangener Kosten kann bspw. die Verschleierung der Fehlentscheidung oder auch die emotionale Bindung an eine Investition sein. Daraus lässt sich erschließen, dass die Einordnung von diesem Phänomen, in das Spektrum der motivationalen Verzerrungen, sinnvoll erscheint. Dieser Effekt wird in Kapitel 4.1.1 erneut betrachtet und auf das Controlling bezogen.49

Schlussendlich wird der Verlustaversion Betrachtung geschenkt. Diese gehört zur sogenannten „Prospect Theory“ (Erwartungstheorie) von Daniel Kahneman und Amos Tversky, die im Jahre 1979 publiziert wurde. Eine, auf empirischen Studien basierende, hypothetische Wertefunktion illustriert in Abbildung 1, dass Verluste eine höhere Gewichtung erhalten, als Gewinne.50

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die hypothetische Wertefunktion

(Quelle: Kahneman/Tversky 1979, S.263)

Dies bedeutet, dass die S-förmige Kurve im Gewinnbereich konkav und im Gegensatz dazu in der Verlustzone konvex verläuft. Von Bedeutung ist es zu konstatieren, dass die Werte nicht absolut sind, sondern positive oder negative Gewinn- und Verlustveränderungen betreffen. Die Veränderungen sind stets von einem Referenzpunkt abhängig. Dieser kann ein Angangsbesitz oder auch ein Preis sein.51

Der, im Vergleich zum Gewinnbereich, steilere Verlauf der Funktion im Verlustbereich verdeutlicht, dass Verluste, vergleichsweise zu Gewinnen in identischer Höhe, unterschiedlich eingestuft werden. Nichtsdestotrotz zeigt die Asymmetrie des Funktionsverlaufs, dass sich eine abnehmende Sensitivität sowohl im Gewinn-, als auch im Verlustbereich identifizieren lässt.52

Hieraus lässt sich deduzieren, dass der Mensch einen stärkeren negativen Einfluss bei einem Verlust empfindet, als er vergleichsweise dazu, bei einen Gewinn in gleichem Ausmaß des Verlusts, eine positive Empfindung spürt.

Somit ist die Intention eines Menschen stets Verluste zu vermeiden. Dies führt wiederum dazu, dass Entscheidungen von dieser Tatsache manipuliert sind.53

Die aufgeführte Verlustaversion kann mit dem Irrtum vergangener Kosten in Verbindung gesetzt werden. Die Kategorisierung der Verlustaversion erfolgt, aufgrund des Faktes, dass positive wie negative Emotionen über Gewinne oder Verluste nicht steuerbar sind, in die Sphäre der kognitiven Verzerrungen. Dieses Wollensdefizit wird in Kapitel 4.1.1 näher beschrieben und auf das Controlling bezogen.

Es zeigt sich in diesem Kapitel, dass nicht in jedem Fall eine eindeutige Kategorisierung möglich ist und gewisse Entscheidungsanomalien eine kognitive, wie motivationale Verzerrung herbeirufen könne. Außerdem stehen einige der beschriebenen Anomalien in direktem Bezug zueinander.

Im folgenden Kapitel wird auf die Zusammenhänge von Controlling und Psychologie eingegangen.

2.4 Psychologie und Controlling

Dieses Kapitel befasst sich mit dem Controlling und der Psychologie und baut eine Brücke zwischen diesen. Das daraus resultierende verhaltensorientierte Controlling wird hier beschrieben und psychologische Phänomene und die Auswirkungen auf das Controlling werden betrachtet.

2.4.1 Grundlagen

Der Fakt, dass die verhaltensorientierte Controllingtheorie im deutschsprachigen Raum im Vergleich zu dem Erfolg der „Behavioral-Accounting-Forschung“ in den USA noch keinen derart enormen Progress hinter sich hat, unterstreicht, dass die Implementierung der Erkenntnisse aus den Verhaltenswissenschaften notwendig ist, wenn controllingrelevante Ereignisse und Phänomene verstanden werden wollen. Hieraus lassen sich darauffolgend Maßnahmen und Handlungsempfehlungen ableiten, die die Controlling-Prozesse verbessern können. Nach Bernhard Hirsch existiert die Möglichkeit, durch Integrierung von Erkenntnissen aus der Psychologie, verbesserte Definitionsansätze für Fragestellungen im Controlling zu formen und die theoretische Fundierung der Controlling-Prozesse zu optimieren.54

2.4.2 Verhaltensorientiertes Controlling

Der Begriff des verhaltensorientierten Controllings wird in dieser Arbeit häufig verwendet und muss definiert werden.

Der verhaltensorientierte Controllingansatz beleuchtet die menschlichen Fähigkeiten, Motivationen und die damit einhergehenden Komplexitäten in Bezug auf das Controlling. Dieses hat, im aufgeführten Zusammenhang, die Aufgabe der Rationalitätssicherung und sollte die kognitiven und motivationalen Verzerrungen aufdecken und die diversen, sich daraus ergebenden Rationalitätsdefizite minimieren oder eliminieren. Im betrieblichen Alltag spielt die Entscheidungsfindung eine große Rolle, wodurch klar wird, dass das Urteilsvermögen möglichst nicht von Verzerrungen beeinflusst werden sollte, um optimale Lösungen für die Steuerung des Unternehmens zu gewährleisten. Das Controlling per se kann jedoch selbst derartigen Verzerrungen unterliegen.55

Unterdessen darf aber nicht angenommen werden, dass das verhaltensorientierte Controlling das traditionelle entscheidungsorientierte Controlling substituieren soll, es dient lediglich der Erweiterung der traditionellen Sichtweise. Der neuartige Ansatz kann bei der Lösung von Problemen angewendet werden, die durch die traditionellen Controlling-Konzepte nicht gelöst werden können. Infolgedessen wird indes der Grad der Komplexität erhöht.56

Das bisherige Controlling arbeitet mit traditionellen ökonomischen Modellen, welche die verhaltensorientierten Problematiken nur partiell lösen können. Die konkrete Erweiterung eines Modells - wie bspw. das des Homo oeconomicus, welches in Kapitel 3.1.1 dargestellt wird - ist aufgrund der Diversität des Verhaltens des Menschen meist nicht möglich und wäre somit als willkürlich zu bezeichnen. Wenn es sich um Problemstellungen handelt, bei denen das Verhalten und die Merkmale des Individuums eine eher untergeordnete Rolle spielen, sollten weiterhin die traditionellen Modelle Anwendung finden. Als Beispiel kann hier die Standortwahl einer Produktionsstätte herangezogen werden. Es wird angenommen, dass die rein rationale Entscheidung auf der Grundlage von Kennzahlen getroffen werden kann. Die Kombination der traditionellen Modelle mit den Verhaltensorientierten sollte erst dann vollführt werden, wenn die traditionellen Modelle keine Lösung der Problemstellung liefern. Des Weiteren muss das Bewusstsein von Controllern davon geprägt sein, dass eine begrenzte Rationalität und eine natürliche Irrationalität der Entscheidungsträger existent sind.57

Um die zugleich entscheidungs- als auch verhaltensorientierte Funktion des Controllings zu illustrieren kann die Abbildung 2 betrachtet werden. Diese exemplifiziert die Herausforderung, die mit den Wollens- und Könnensdefiziten der Manager und Controller einhergeht. Außerdem lassen sich in der Abbildung die Differenzen zwischen den beiden Ebenen der Entscheidungsorientierung und der Verhaltensorientierung erkennen. Stark simplifiziert werden in den Gedankenblasen die verschiedenen Motivationen (Wollensdefizite) der einzelnen Parteien veranschaulicht. Abgesehen davon werden ihre potenziell rationalen Entscheidungen durch mögliche Könnensdefizite eingeschränkt. Die Könnens- und Wollensdefizite wurden bereits in Kapitel 2.3 definiert.58

[...]


1 Vgl. Weber/Riesenhuber 2014, S.9

2 Vgl. Weber/Schäffer/Goretzki/Strauß 2012, S.79 f.

3 Vgl. Deyhle/Radinger 2008, S.136 f.

4 Vgl. Weber/Schäffer 2008, S.1

5 Vgl. Weber/Riesenhuber 2014, S.10 f.

6 Vgl. Weber/Schäffer/Goretzki/Strauß 2012, S.80 f.

7 Vgl. Weber 2020, o.S.

8 Vgl. ICV 2015, o.S.

9 Vgl. Kirchgässner 2013, S.13 f.

10 Vgl. Hirsch/Schäffer/Weber 2008, S.9

11 Vgl. Weber/Hirsch/Linder/Zayer 2003, S.7 & S.50

12 Vgl. Hirsch 2007, S.1

13 Vgl. Metz 2015, o.S.

14 Vgl. Süßmair 2000, S.6 f.

15 Vgl. Wöhe 2002, S.19

16 Vgl. Staehle 1990, S.131 ff.

17 Vgl. Süßmair 2004, S.638

18 Vgl. Reimann/Giesen/Goetze 1991, S.102 f.

19 Vgl. Süßmair 2004, S.638

20 Vgl. Watzlawick/Beavin/Jackson 2007, S.51

21 Theoretischer Individualismus ist nach Reimann der Versuch die Soziologie auf personale, individuelle Theorien basieren zu lassen. Vgl. hierzu Reimann/Giesen/Goetze 1991, S.140

22 Vgl. Süßmair 2004, S.638 unter Bezug auf Pareto 1916

23 Vgl. Weber 1982, S.542 ff.

24 Vgl. Reimann/Giesen/Goetze 1991, S.148 ff.

25 Vgl. Reimann/Giesen/Goetze 1991, S.140 f.

26 Vgl. Süßmair 2004, S.639

27 Vgl. Hron 2000, S.41 ff. & Weber/Riesenhuber 2014, S.25

28 Vgl. Weber/Riesenhuber 2014, S.7 & Hirsch/Schäffer/Weber 2008, S.8 f.

29 Vgl. Hirsch/Schäffer/Weber 2008, S.8 f. & Horváth 2011, S.121

30 Vgl. Dittfach 2008, S.57

31 Vgl. Kahneman/Tversky 1974, S.1128

32 Vgl. ICV 2013, S.66

33 Vgl. Volnhals/Hirsch 2008, S.51

34 Vgl. Dörner 1999, S.154

35 Vgl. Eppler/Mengis 2008, S.280 & Volnhals/Hirsch 2008, S.52

36 Vgl. Bauer/Koth 2014, S.61

37 Vgl. Weber 2014, S.41

38 Vgl. ICV [2013, S.67

39 Vgl. ICV [2013, S.69

40 Vgl. Hirsch 2007, S.130 f.

41 Vgl. Bauer/Koth 2014, S.54 f.

42 Vgl. ICV 2013, S.37

43 Vgl. Nofsinger 2018, S.15 f. & ICV 2013, S.69

44 Vgl. ICV 2013, S.67

45 Vgl. Von Nietzsch 2011, S. 14 f.

46 Vgl. Bauer/Koth 2014, S. 49 & Weber/Schäffer 2014, S.59

47 Vgl. ICV 2013, S.67

48 Vgl. ICV 2013, S.68

49 Vgl. Weber/Schäffer 2014, S.271 & Arkes/Blumer 1985, S.124

50 Vgl. Kahneman/Tversky 1979, S.263

51 Vgl. Hirsch 2007, S.243 f.

52 Vgl. Weber 2014, S.45

53 Vgl. Bauer/Koth 2014, S.50

54 Vgl. Hirsch 2008, S.41

55 Vgl. Weber/Riesenhuber 2014, S.9 f.

56 Vgl. Hirsch/Schäffer/Weber 2008, S.9

57 Vgl. Hirsch/Schäffer/Weber 2008, S.5 ff.

58 Vgl. Deyhle/Radinger 2008, S.701 f.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten

Details

Titel
Verhaltensorientiertes Controlling. Kognitive und motivationale Verzerrungen bei den Controlling-Hauptprozessen
Hochschule
Hochschule Fresenius München
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
89
Katalognummer
V942605
ISBN (eBook)
9783346324252
ISBN (Buch)
9783346324269
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhaltensorientiertes, controlling, kognitive, verzerrungen, controlling-hauptprozessen, motivational, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Andreas Glück (Autor), 2020, Verhaltensorientiertes Controlling. Kognitive und motivationale Verzerrungen bei den Controlling-Hauptprozessen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942605

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