Das Leben und Werk von Pina Bausch. Biografie und Choreografien


Hausarbeit, 2020

14 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BIOGRAFIE

3. EXKURS: ENTWICKLUNG DES BALLETTS

4. ENTWICKLUNG IN WUPPERTAL DURCH PINA BAUSCH

5. WIE ERSCHUF PINA BAUSCH IHRE CHOREOGRAFIEN?

6. FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. Einleitung

,,Vom Klassischen Ballett kommend, hat Pina Bausch die Tanzwelt revolutioniert“ (Schulze-Reuber, 2009). Mit der Übernahme der Leitung der Tanzabteilung 1973 im Wuppertaler Tanztheater, erschuf Pina Bausch eine revolutionäre Veränderung des Tanzstils welcher zu Beginn mit Bewundern oder Verachtung vom Publikum aufgenommen wurde. Sie veränderte das Bühnenbild radikal indem sie ihrer Phantasie freien Lauf ließ. Tänzer tanzten in Gummistiefeln, Schwimmflossen oder Stöckelschuhen über die Bühne, schrien, lachten oder rauchten, wälzten sich in Kissen und Blumenwiesen oder bezogen das Publikum mit ein indem sie ihnen Tee reichten. (Schulze-Reuber, 2009). Dieser Stil sollte die Tanztheater-Szene bis heute entscheidend verändern und den Namen Pina Bausch in die Geschichtsbücher des Tanzens eingehen lassen. Bevor dies jedoch geschah, sollte sich Bauschs Talent bereits während ihrem Tanzstudium an der Essener Folkwang Schule unter ihrem Lehrer Kurt Joos, einem Vertreter der Tanzmoderne, herausstellen und gefördert werden. Dort lernte sie eine klare Form des Balletts ebenso wie das betreten kreativer Freiräume. Ihre ersten tänzerischen großen Erfolge erzielte sie dann an der Dance Company in New York, dem Mekka des Tanzens, während einem zweijährigen Aufenthalt auf den New Yorker Bühnen (Uehlimann, 2011). Nach ihrem Aufenthalt in New York kehrt Bausch jedoch nach Deutschland zurück. Hier nimmt sie als Balldirektorin im Theater von Wuppertal, ihre prägende Rolle ein und entwickelt ihren revolutionären Tanzstil vermischt aus klassischem Ballett und kreativen Freiräumen (Schmidt, 2002). Durch ihre querdenkerische und andere Vorgehensweise revolutioniert sie das klassische Ballett indem sie sich von starren Formen abwendet und dem Geist und Körper einen Freiraum gibt Gefühle zu zeigen und sich frei auf der Bühne zu bewegen (Servos, 1996).

2. Biografie

Am 27. Juli 1940 wurde Philippine Bausch in Solingen als drittes Kind eines Gastronomen Ehepaars geboren. In ihrer Kindheit half Pina, der Kosename ihrer Eltern, im Hotelbetrieb ebenso wie ihre Geschwister mit und lernt dort schon früh mit Menschen umzugehen und sie einschätzen zu können. In ihrer Kindheit besucht die spätere Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin schon früh das Kinderballett und findet großen Gefallen am Tanz.

Anmerkung der Redaktion: Abbildung 1 wurde aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

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Abbildung 1, Pina Bausch im Tanztheater Wuppertal

Daraufhin beginnt Bausch 1955 im Alter von 14 Jahren ihre Tanzausbildung an der Essener Folkwang Hochschule. Unter ihrem Lehrer Kurt Joos, welcher ein Vertreter der deutschen Tanzmoderne war, lernte Pina Bausch neben einer klaren Form des Tanzballets auch das Betreten kreativer Freiräume. Bauschs Kreativität wurde ebenso durch die anderen gelehrten Künste an der Folkwang Hochschule, wie Bildhauerei, Design, Malerei und vieles mehr, geschult und gefördert. Dies führte zu einer vielfältigen und kreativen Ausbildung welches später in ihrer Arbeit wiederkehren wird. (Servos, Pina Bausch Foundation, 2020).

1958 erhält Pina Bausch den Leistungspreis der Essener Folkwang Schule, welcher ein Stipendium beinhaltet. Dies ermöglicht es ihr für ein Jahr an die Juilliard School of Music New York zu gehen. Dort lernt sie weitere Erneuerungen der Modernisierung des Balletts unter bekannten Lehrern des Tanzes und arbeitet mit ebenso begabten Tänzern. Sie lebt und lernt durch das künstlerische Leben und findet großen Gefallen daran, wodurch sie nach dem abgelaufenen Stipendium ihren Aufenthalt in New York um ein weiteres Jahr verlängert, welches sie selbst finanzieren muss.

Nach ihrem zweijährigen Aufenthalt in New York kehrt Pina Bausch auf Bitten ihres alten Lehrers Kurt Joos zurück nach Deutschland. Dort beginnt sie an der Essener Folkwang Schule zu arbeiten und parallel in neuen sowie alten Werken von Kurt Joos zu tanzen. Während dieser Zeit entwirft Bausch auch ihre ersten eigenen Choreografien und erhält beim choreografischen Wettbewerb 1969 in Köln den ersten Preis (Schmidt, 2002).

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Anfang der 1970er Jahre arbeitet Pina Bausch als Gast Choreographin am Wuppertaler Tanztheater und entwirft die Stü>Der große Durchbruch der Pina Bausch startete 1973, als sie mit erst 33 Jahren das Amt der Balldirektorin, im von ihr umbenannten Tanztheaters Wuppertal, übernimmt. Von hier aus sollten ihre Arbeit und Choreografien zuerst in ganz Deutschland und dann in der international populär werden. Ebenfalls in den 1970er Jahren lernte Pina Bausch ihren ersten Lebensgefährten Rolf Borzik während ihrer Arbeit an der Folkwang Schule kennen (Servos, Pina Bausch Foundation, 2020). Dieser entwarf die Bühnenbilder sowie Kostümbilder für Bauschs Stücke. Zehn Jahre später, 1980 verstarb Lebenspartner Borzik mit nicht einmal 35 Jahren an Leukämie. Pina Bausch sagte über ihn, dass er ein ,,vielseitiger Arbeitspartner“ war der immer von ,,innen heraus mitdachte‘‘ (Servos, 1996). Ihren zweiten Lebenspartner und späteren Vater ihres Sohnes, lernte sie auf einer Tour 1980, sechs Monate nach Borziks Tod, in Santiago de Chile kennen. Mit Ronald Ray, ihrem neuen Gatten, bekam sie 1981 einen Sohn, den sie nach ihrem ersten Lebenspartner Rolf Borzik, Rolf-Salomon Bausch benannte.

Pina Bausch und Ronald Ray blieben bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 ein Paar. Am 30. Juni 2009 verstarb sie unerwartet im Alter von 68 Jahren, nachdem nur fünf Tage zuvor Lungenkrebs diagnostiziert worden war. Bausch wurde feierlich und im Maße ihrer Arbeit vom Opernhaus Wuppertal verarbschiedet.

Anmerkung der Redaktion: Abbildung 3 wurde aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

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Abbildung 3 Beerdigung und Trauerfeier Pina Bauschs 2009

3. Exkurs: Entwicklung des Balletts

Das Ursprüngliche Ballett entstand im 15 Jahrhundert. In den italienischen und französischen Fürsten- und Adelshäusern diente es zur Unterhaltung und Gesellschaftsspielen. Unter Ballett wird allgemein die klassische Form des Bühnentanzes verstanden. Die Technik des Bühnentanzes ist in klar definierte Bewegungen, Formen und Positionen unterteilt (Jakowlewna-Waganowa, 2002). Aus dem Ursprünglichen Ballett entwickelte sich über die Jahrhunderte das klassische Ballett welches sich hauptsächlich im 19. Jahrhundert herauskristallisierte. Da das klassische Ballett weniger geistlichen Ausdruck sowie Gefühle miteinfließen ließ und seine Schwerpunkte auf klar definierter Technik sowie Bewegungen setzte, veränderte sich das klassische Ballett im 20. Jahrhundert wieder zu einer weiteren Form, dem Modern Dance (Huschka, 2002). Der Modern Dance wird als eine sich aus dem klassischen Ballett entwickelte, aber abgegrenzte Tanz Form angesehen und korrekterweise als zeitgenössischer Tanz definiert. Der Modern Dance legt seinen Fokus weniger auf die saubere, technische Gemäßheit, sondern lässt dem Tänzer sehr viel Freiraum seine Gefühle sowie vor allem seinen körperlichen Ausdruck mit in den Tanz einzubringen. Somit wirkt das Bühnenbild durch die Tänzer lebendiger und gibt der Bühne ein Gesicht, eine Persönlichkeit. Genau zu dieser Entwicklung des Modern Dance oder Ausdruckstanzes, trug Pina Bausch durch ihre Arbeit bei.

4. Entwicklung in Wuppertal durch Pina Bausch

Die Tänzerin und Choreografin erlernte in ihrer Ausbildung eine klare Form des klassischen Balletts. Jedoch durch ihre Ausbildung unter Kurt Joos, der als ein Vertreter der Tanz Moderne steht, lernte sie ebenso früh schon kreative Freiräume zu betreten und diese in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Ebenso ihr Aufenthalt an der Juilliard School of New York, wo sich der Modern Dance schon früh herrausbildete und präsent war, förderten die Kreativität und den Ausdruck ihrer Stücke sehr. Sie beschäftigte sich viel mit der Form des Ausdrucks auf der Bühne und setzte ihren Fokus darauf. "Mich interessiert nicht so sehr, wie sich Menschen bewegen, als was sie bewegt." (Bausch, 1996).

Nach ihrer Rückehr nach Deutschland und ihrer neuen Arbeit als Balldirektorian ab 1973 in Wuppertal, setzt sie ihre Ideen und ihr Erlerntes um und stößt mit ihrem komplett neuen Stil, welcher in Wuppertal und Deutschland noch nicht etabliert war, auf zwei verchiedene Reaktionen des Publikums. Die einen sind begeistert von dem durch Ausdruck und vor allem komplett neuen, gewagten Bühnenbildern, die anderen sind empört, verlassen die Vorstellung und reagieren mit Empörung.

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Das Leben und Werk von Pina Bausch. Biografie und Choreografien
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1.7
Autor
Jahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V942788
ISBN (eBook)
9783346285393
ISBN (Buch)
9783346285409
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leben, werk, pina, bausch, biografie, choreografien
Arbeit zitieren
Björn Leber (Autor), 2020, Das Leben und Werk von Pina Bausch. Biografie und Choreografien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942788

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