Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen Unterrichtsentwurf für eine Klasse im 6 und 7. Lernjahr eines Gymnasiums. Ein besonderer Fokus der Stunde lag auf dem Verfassen und Halten einer politischen Rede.
Wie bereits erwähnt wurden zu Beginn der Unterrichtsreihe die beiden Bewegungen Collaboration und Résistance thematisiert und verglichen. Anschließend wurden die SuS gefragt, wie sie gehandelt hätten, wenn sie selbst Franzosen zu dieser Zeit wären. Die SuS hatten große Schwierigkeiten diese Frage zu beantworten, sodass inhaltlich die beiden Reden der Politiker de Gaulle und Pétain zusammengefasst und analysiert wurden.
Bei der Analyse der Reden stellte sich fest, dass SuS Schwierigkeiten hatten, den essenziellen Appel der Politiker zu verstehen und die sprachlichen Mittel in Hinblick auf die Argumentation zu analysieren. Aus diesem Grund verfassten die SuS selbst in Fünfergruppen eine Rede, die in der Form eines Galerierundgangs vorgestellt wird. Zwei Gruppen verfassten eine Rede zum Aufruf zu kollaborieren und eine Gruppe zum Aufruf zum Widerstand. Es wurden bewusst zwei Gruppen für die Kollaboration ausgewählt, weil den SuS der Perspektivwechsel mit den Kollaborateuren besonders schwerfiel.
Inhaltsverzeichnis
1. DARSTELLUNG DER LÄNGERFRISTIGEN UNTERRICHTSZUSAMMENHÄNGE
1.1 HINWEISE ZUR LERNAUSGANGSLAGE
1.2 DARSTELLUNG DER LÄNGERFRISTIGEN UNTERRICHTSZUSAMMENHÄNGE
1.3 BEGRÜNDUNG VON LÄNGERFRISTIGEN UNTERRICHTSZUSAMMENHÄNGEN
1.4 DARSTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DER DIDAKTISCH-METHODISCHEN ENTSCHEIDUNGEN DES UNTERRICHTSVORHABENS
2. PLANUNGSENTSCHEIDUNGEN ZUR UNTERRICHTSSTUNDE
2.1 HINWEISE ZUR LERNAUSGANGSLAGE
2.2 DARSTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DER ZIELE DER UNTERRICHTSSTUNDE
2.2.1 Kompetenzschwerpunkt
2.2.2 Stufen des Kompetenzaufbaus
2.3 DARSTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DER DIDAKTISCHEN SCHWERPUNKTE DER UNTERRICHTSSTUNDE
2. 4 DARSTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DES GEPLANTEN VERLAUFS DER UNTERRICHTSSTUNDE
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist die Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenz im Bereich des zusammenhängenden Sprechens. Die Lernenden sollen ihre Fähigkeit zur freien Rede in der Fremdsprache durch die Präsentation selbstverfasster Kurzreden zum historischen Kontext von Collaboration und Résistance während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich unter Beweis stellen und dabei einen Perspektivwechsel vollziehen.
- Förderung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit (Sprechen)
- Vertiefung des historischen Wissens über die französische Besatzungszeit
- Analyse und Anwendung rhetorischer Mittel in politischen Reden
- Durchführung eines Perspektivwechsels durch Rollenübernahme
- Einsatz kooperativer Lernformen (Galerierundgang) zur Feedbackkultur
Auszug aus dem Buch
1.1 Hinweise zur Lernausgangslage
Bei der Lerngruppe handelt es sich um einen Grundkurs der Qualifikationsphase, welcher insgesamt aus 15 S’uS (darunter 11 Schülerinnen und 4 Schüler) besteht und seit dem zweiten Quartal zweimal wöchentlich vom Lehramtsanwärter unterrichtet wird. Bis auf wenige Einzelfälle hält sich die Anzahl der Fehlzeiten in Grenzen, sodass eine reibungslose Kontinuität bei der Durchführung der Unterrichtssequenzen gewährleistet wurde.
Da Französischkurse in der Qualifikationsphase am Gymnasium relativ klein sind, werden die Lerner der Q1 in der Regel immer zusammen mit denen der Q2 unterrichtet. Die Unterrichtsthemen werden dementsprechend immer versetzt unterrichtet, sodass keine Dopplung stattfindet.
Grundsätzlich lässt sich bei den S’uS in Bezug auf den Erwerb der französischen Sprache eine sehr hohe Leistungsbereitschaft feststellen, was in einer konzentrierten und angenehmen Lernatmosphäre sowie einer hohen Schülerbeteiligung resultiert. Die S’uS sind es gewohnt, dass die Einsprachigkeit im Unterricht eingehalten wird. Zudem gibt es für jedes Unterrichtsvorhaben einen festen Kompetenzschwerpunkt, welcher den S’uS zu Beginn des Vorhabens mithilfe einer Lernlinie transparent gemacht wird. Der Kompetenzschwerpunkt zugehöriger Unterrichtseinheiten wird der Lerngruppe zu Beginn der jeweiligen Stunde zudem mithilfe einer Kompetenzkarte angezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. DARSTELLUNG DER LÄNGERFRISTIGEN UNTERRICHTSZUSAMMENHÄNGE: Dieses Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen der Lerngruppe, begründet die thematische Wahl im Kontext des schulinternen Curriculums und legt die didaktisch-methodischen Schwerpunkte für das gesamte Unterrichtsvorhaben fest.
2. PLANUNGSENTSCHEIDUNGEN ZUR UNTERRICHTSSTUNDE: Dieser Teil fokussiert auf die konkrete Ausgestaltung der spezifischen Unterrichtsstunde, inklusive der Zielformulierung, der methodischen Umsetzung durch den Galerierundgang und der detaillierten Verlaufsplanung.
Schlüsselwörter
Französischunterricht, Qualifikationsphase, Collaboration, Résistance, zusammenhängendes Sprechen, Galerierundgang, Kompetenzorientierung, Perspektivwechsel, politische Rede, Unterrichtsentwurf, Lerngruppe, Zweiter Weltkrieg, Fremdsprachenerwerb, Feedbackkultur, mündliche Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Planung und didaktische Begründung einer Französischstunde in der gymnasialen Qualifikationsphase, in der Schülerinnen und Schüler Kurzreden zu historisch-politischen Themen präsentieren.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Arbeit thematisiert die deutsch-französischen Beziehungen, insbesondere die Zeit des Zweiten Weltkriegs unter den Aspekten der Collaboration und Résistance in Frankreich.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Ziel ist die Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenz, konkret im Bereich des zusammenhängenden Sprechens durch die Präsentation und Evaluation selbst verfasster Reden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Lehrkraft nutzt einen kooperativen Ansatz, insbesondere die Methode des Galerierundgangs (Promenade au musée), um Sprechanteile zu erhöhen und ein strukturiertes Feedback zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil des Unterrichtsvorhabens behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der inhaltlichen Erarbeitung der historischen Ereignisse sowie der Vorbereitung, dem Verfassen und der Präsentation rhetorisch strukturierter Reden aus der Perspektive Jugendlicher der damaligen Zeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Sprechkompetenz, Perspektivwechsel, historische Lerninhalte des 20. Jahrhunderts und kooperative Lernformen wie das Feedback mittels Beobachtungsbögen.
Warum wurde die Methode des Galerierundgangs gewählt?
Diese Methode wurde gewählt, um die Präsentationskompetenz zu stärken, die Schüleraktivierung zu erhöhen und einen Schonraum für individuelles Feedback zu schaffen.
Welche Rolle spielt die Binnendifferenzierung?
Die Binnendifferenzierung wird durch die kooperative Arbeit in leistungsheterogenen Gruppen und die Möglichkeit der Präsentation im Zweierteam realisiert, um sowohl leistungsstarke als auch schwächere Schüler zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Ibrahim Kaddoura (Autor:in), 2019, Que feriez-vous à la place des Français de l’époque ? Ein Unterrichtsentwurf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942837