Das Halbjahrespraktikum habe ich in Zusammenarbeit mit Manuela Finter innerhalb des EGW-Projekts "Unterrichtsmethoden" durchgeführt. Wir haben es nicht, wie vorgesehen an einer Schule, sondern an zwei absolviert.
Gemäß unseres Studienschwerpunktes Sek II mit Sek I -Erweiterung haben wir am Altengymnasium in den Klassen 7 bis 13 hospitiert und im 13er Auflagenkurs unsere Kunst-UE unterrichtet.
Am SZ an der Bergiusstrasse haben wir , vom reformpädagogischen Projekt her, in der 6 a hospitiert und im Rahmen des dort üblichen Projektunterrichts unsere Deutsch-UE durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1.Das Halbjahrespraktikum
2.Verlauf, Erfahrungen und Erlebnisse während des HPs
2.1.Der erste Tag
2.2.Die Stundenplanung oder das Aufgenommen werden am AG
2.3.Die Hospitationen
In Deutsch
Andere Fächer
In Kunst
3.Die Kunst-UE
4.Die Hospitation / UE am SZ an der Bergiusstr.
5.Gesamtbewertung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein Halbjahrespraktikum, das im Rahmen eines Projekts zu Unterrichtsmethoden an zwei verschiedenen Schulen absolviert wurde. Die zentrale Forschungsfrage liegt in der Selbstreflexion der angehenden Lehrkraft: Inwieweit ist der Beruf des Lehrers/der Lehrerin für die Autorin geeignet, wie lässt sich Interesse bei Schülern wecken und wie kann eine effektive Unterrichtsgestaltung jenseits rein frontaler Methoden aussehen?
- Reflexion der persönlichen Eignung für den Lehrerberuf
- Vergleich von Unterrichtsmethoden in unterschiedlichen Schulformen (Gymnasium vs. reformpädagogisches Projekt)
- Entwicklung und Durchführung eigener Unterrichtseinheiten (Kunst und Deutsch)
- Analyse der Rolle von Teamteaching im schulischen Kontext
- Erfahrungen im Umgang mit Schülerfeedback und Motivationsprozessen
Auszug aus dem Buch
2.1.Der erste Tag
An diesem ersten Praktikumstag war ich alles andere als erfreut über den Beginn ; abgenervte Anspannung - könnte man sagen. Ich hatte sehr wenig Lust auf Schule.
Diesen Tag habe ich nicht positiv in Erinnerung. Der Schulleiter kam zu spät, da er uns völlig vergessen hatte. Die Mentorin erschien gar nicht...
Herr v.d. Heide erzählte viel, nur nichts Wesentliches. Er schmückte sich und die Schule reichlich mit bunten Federn. Er gab uns eine Liste mit den potentiellen Lehrern und mit den Stundenzeiten. Das einzig wichtig für uns war, dass wir das Praktikum splitten konnten ( AG – SZ Bergiusstr.) und dass wir eine Mentorin mit unserer Fächerkombination hatten.
Der Schulleiter führte uns nach dem Gespräch in das Lehrerzimmer, stellte uns einem Kunstlehrer, Herr K. vor und übergab uns an ihn. Herr K. führte uns etwas in der Schule herum und zeigte uns die Kunst- und Werkräume. In der Pause stellte er uns auch unserer Mentorin Andrea Harzmeyer, im Kunstlehrerzimmer vor, das abseits im Kunsttrakt liegt. Mit ihr besprachen wir kurz unsere UE und den groben Wochenablauf.
Ich war an diesem Tag absolut froh, als ich in der Bahn nach Hause saß. Obwohl ich nicht lange in der Schule gewesen war, war es sehr anstrengend gewesen – die neue Umgebung, die Lehrer, die vielen Gesichter und dann die vielen Schüler auf den Gängen zur Pause. Ich war richtig erschlagen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Das Halbjahrespraktikum: Einführung in das Projekt „Unterrichtsmethoden“ und Darstellung der persönlichen Erwartungen sowie der Zweifel an der Studienwahl.
2.Verlauf, Erfahrungen und Erlebnisse während des HPs: Detaillierte Schilderung der ersten Eindrücke am Gymnasium, der Schwierigkeiten bei der Stundenfindung und Beobachtungen zu verschiedenen Unterrichtsformen.
3.Die Kunst-UE: Beschreibung der Planung, Konzeption und Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation und zeitgenössische Kunst.
4.Die Hospitation / UE am SZ an der Bergiusstr.: Bericht über den Einsatz an einer Schule mit reformpädagogischen Methoden und die Durchführung eines Projekts zum Thema „Erwachsen werden“.
5.Gesamtbewertung: Abschließende Reflexion über den Erkenntnisgewinn aus dem Praktikum, die Bedeutung von Teamteaching und die Bestätigung des Berufswunsches.
Schlüsselwörter
Halbjahrespraktikum, Schulpraktikum, Kunstunterricht, Deutschunterricht, Unterrichtsmethode, Teamteaching, Lehrerrolle, Unterrichtsplanung, Kommunikation, Reformpädagogik, Schülerreflexion, Unterrichtshospitation, Motivation, Schulpraxis, Designgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert die Erfahrungen einer Studentin während eines halbjährigen Schulpraktikums an zwei unterschiedlichen Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die eigene Unterrichtsgestaltung, der Umgang mit der Lehrerrolle, methodische Ansätze im Kunst- und Deutschunterricht sowie die Beobachtung von Schulalltag und Schülerverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Klärung der persönlichen Eignung für den Lehrerberuf sowie die praktische Erprobung innovativer Lehrmethoden jenseits des klassischen Frontalunterrichts.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf teilnehmender Beobachtung, dem Führen eines Praktikumsberichts sowie der reflexiven Analyse der eigenen Unterrichtsplanung und -durchführung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Schilderung der Hospitationen, die detaillierte Planung und Durchführung von Kunst- und Deutsch-Unterrichtseinheiten sowie die Auswertung von Teamteaching-Erfahrungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Praktikum, Lehrerrolle, Unterrichtsplanung, Teamteaching und Reflexion der Berufswahl.
Wie unterscheidet sich der Unterricht in den beobachteten Schulformen?
Während am Gymnasium der klassische Frontalunterricht dominierte, zeichnete sich das reformpädagogische Projekt am SZ Bergiusstrasse durch flexiblere Strukturen und einen höheren Grad an Selbstbestimmung aus.
Welche Rolle spielt die „Herausforderung Installation“ in der Kunst-UE?
Sie diente als verbindliche Aufgabenstellung, um den Schülern den Übergang vom zweidimensionalen Zeichnen zum dreidimensionalen, räumlichen Arbeiten zu ermöglichen und eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst zu fördern.
- Quote paper
- Bettina Winkler (Author), Manuela Finter (Author), 2002, Halbjahres-Praktikumsbericht am Alten Gymnasium und am SZ an der Bergiusstrasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9428