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Die verpflichtende Zeitbewertung bestimmter Finanzinstrumente nach dem Referentenentwurf eines BilMoG

Darstellung von Parallelen zur Rechnungslegung nach IFRS und kritische Würdigung

Title: Die verpflichtende Zeitbewertung bestimmter Finanzinstrumente nach dem Referentenentwurf eines BilMoG

Seminar Paper , 2008 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Jahke (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Mit der Veröffentlichung des Referentenentwurfes eines Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts soll den Unternehmen – bei gleichzeitiger Erhaltung der Grundprinzipien der handelsrechtlichen Rechnungslegung – im Vergleich zu den IFRS eine gleichwertige, aber einfachere und kostengünstigere Alternative geboten werden.
Eine der wesentlichsten Änderungen stellt die Neufassung des § 253 Abs. 1 HGB-E dar, wonach zu Handelszwecken erworbene Finanzinstrumente verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Diese Regelung führt nicht nur zu einer konzeptionellen Neuausrichtung handelsrechtlicher Wertbegriffe, sondern auch zu einem Bruch mit einigen der grundlegendsten GoB.
Ausgehend von der geltenden Rechtslage werden die geplanten Neuregelungen des RefE BilMoG zur Zeitwertbilanzierung zu Handelszwecken erworbener Finanzinstrumente dargestellt und die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Rechnungslegung nach IFRS herausgearbeitet. Schließlich erfolgt, insb. vor dem Hintergrund der Neuinterpretation handelsrechtlicher GoB und der Einwirkung der IFRS-Normen auf das BilMoG, eine kritische Würdigung der Neuregelungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Rechtslage nach HGB

2.1. Einführung

2.2. Abgrenzung des Handelsbestands von Finanzinstrumenten

2.2.1. Der Begriff „Handelsbestand“

2.2.2. Finanzinstrumente des Handelsbestands

2.2.3. Derivative Finanzinstrumente und der Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte

2.3. Bewertung

2.4. Realisations- und Imparitätsprinzip

3. Geplante Rechtslage nach RefE BilMoG und Einfluss der IFRS

3.1. Überblick

3.2. Anwendungsbereich und erstmalige Anwendung

3.3. Abgrenzung zu Handelszwecken erworbener Finanzinstrumente

3.3.1. Überblick

3.3.2. Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS

3.3.3. Finanzinstrumente des Handelsbestands nach HGB-E und IFRS

3.3.4. Abgrenzungsprobleme

3.4. Zeitwertbilanzierung

3.4.1. Wertbegriffe

3.4.2. Bewertungshierarchie nach § 255 Abs. 4 HGB-E

3.4.2.1. Überblick

3.4.2.2. Marktpreis auf einem aktiven Markt

3.4.2.3. Allgemein anerkannte Bewertungsmethoden

3.4.2.4. Bewertung zu Anschaffungskosten

3.4.3. Grundzüge der Bilanzierung des Handelsbestands nach IFRS und Einfluss auf die BilMoG-Neuregelungen

3.4.3.1. Ansatz und Zugangsbewertung nach IFRS

3.4.3.2. Folgebewertung nach IFRS

3.4.3.3. Einfluss auf die BilMoG-Neuregelungen

3.5. Neuinterpretation bisheriger handelsrechtlicher GoB

3.6. Besteuerung

3.7. Ausschüttung

3.8. Ausweis und Anhangangaben

4. Kritische Würdigung und Fazit

4.1. Kritische Würdigung

4.2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die geplante verpflichtende Zeitwertbewertung bestimmter Finanzinstrumente gemäß dem Referentenentwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Ziel ist es, die konzeptionellen Auswirkungen auf das handelsrechtliche Rechnungslegungssystem, insbesondere im Hinblick auf den Bruch mit traditionellen Grundsätzen und die Annäherung an die IFRS-Rechnungslegung, kritisch zu bewerten.

  • Zeitwertbilanzierung für Finanzinstrumente des Handelsbestands
  • Einfluss der IFRS-Bewertungskonzepte auf das deutsche HGB
  • Neuausrichtung handelsrechtlicher Wertbegriffe und GoB
  • Problemfelder bei der Abgrenzung und Identifikation des Handelsbestands
  • Kritische Würdigung der bilanzpolitischen und ausschüttungsrelevanten Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

3.4.2.2. Marktpreis auf einem aktiven Markt

Analog zum IFRS-Bilanzrecht hat der Marktpreis auf dem aktiven Markt bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gem. § 255 Abs. 4 HGB-E die höchste Priorität (mark-to-market-Bewertung). Der Begriff „aktiver Markt“ wird in der Gesetzesbegründung nicht eingehend und konkret definiert, sondern lediglich rudimentär und für die Praxis wenig hilfreich umschrieben, wobei der Gesetzgeber teilweise Formulierungen gebraucht, die stark an entsprechende Vorschriften in IAS 39 angelehnt sind.

Vor diesem Hintergrund scheint unabhängig davon, ob der Gesetzgeber dies tatsächlich intendiert naheliegend, dass die Praxis für Auslegungszwecke auf die ausführlicheren IFRS-Vorschriften zurückgreifen wird. Nach IFRS liegt ein aktiver Markt dann vor, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

(1) Produkthomogenität

Homogene Produkte zeichnen sich durch mangelnde Produktdifferenzierung aus und sind insb. auf Finanzmärkten regelmäßig vorzufinden.

(2) vertragswillige Käufer und Verkäufer

Diese sind vor allem dann jederzeit anzutreffen, wenn es sich um einen liquiden Markt handelt, d.h. der Handel der homogenen Produkte findet tatsächlich statt und die Preise erfahren demzufolge eine Objektivierung. Die Liquidität ist nach IFRS keine notwendige Voraussetzung für das Vorliegen eines aktiven Marktes, denn es genügt bereits, dass ein Vertragspartner zum angegebenen Preis gefunden werden könnte. Dementsprechend liegen auch bei gestellten Preisen Marktpreise vor, die dann auch für die Fair-Value-Bestimmung maßgebend sind. In diesem Punkt unterscheidet sich die BilMoG-Neuregelung von den IFRS. Gemäß RefE-Begründung ist ein aktiver Markt bereits bei nicht verfügbaren aktuellen Marktpreisen zu verneinen, so dass im Falle gestellter Preise bereits die im folgenden Abschnitt erläuterten Bewertungsmethoden anzuwenden wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Referentenentwurfs des BilMoG und der Zielsetzung der Arbeit zur Analyse der verpflichtenden Zeitwertbewertung.

2. Aktuelle Rechtslage nach HGB: Untersuchung der bestehenden bilanziellen Behandlung von Finanzinstrumenten unter Berücksichtigung allgemeiner GoB und des Realisationsprinzips.

3. Geplante Rechtslage nach RefE BilMoG und Einfluss der IFRS: Detaillierte Darstellung der geplanten Änderungen, insbesondere der Einführung des Zeitwerts und der Bewertungshierarchie unter Einfluss der IFRS-Normen.

4. Kritische Würdigung und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen auf das Rechnungslegungssystem sowie eine Einordnung des BilMoG im Kontext aktueller finanzmarktrechtlicher Entwicklungen.

Schlüsselwörter

BilMoG, Finanzinstrumente, Handelsbestand, Zeitwertbewertung, Fair Value, HGB, IFRS, Realisationsprinzip, Bewertungs-hierarchie, Marktpreis, Bilanzierung, Handelsabsicht, Bewertungsmethoden, Anschaffungskosten, Zahlungsbemessungsfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geplanten Einführung der verpflichtenden Zeitwertbewertung für Finanzinstrumente des Handelsbestands nach dem Referentenentwurf des BilMoG und den damit verbundenen Änderungen des deutschen Handelsrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Abgrenzung des Handelsbestands, die Bewertung gemäß § 255 Abs. 4 HGB-E, die Annäherung an IFRS-Rechnungslegungsstandards sowie steuerliche und ausschüttungsrelevante Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die kritische Würdigung, inwieweit die Neuregelungen die traditionellen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätze verändern und ob die Zielsetzung des Gesetzgebers erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechts- und bilanztheoretische Analyse, die den Referentenentwurf mit bestehenden HGB-Vorschriften und internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) vergleicht und in den Fachdiskurs einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle HGB-Rechtslage, die Neuregelungen durch das BilMoG, die Bewertungshierarchien, die Neuinterpretation der GoB sowie die Auswirkungen auf die Steuerbilanz und den Ausweis im Anhang.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind BilMoG, Zeitwertbewertung, Fair Value, Handelsbestand, Finanzinstrumente, Realisationsprinzip und die Integration von IFRS-Konzepten in das HGB.

Wie unterscheidet sich die BilMoG-Neuregelung bei der Bewertung von der IFRS-Vorgabe?

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Behandlung der Liquidität zur Bestimmung eines aktiven Marktes, wobei die BilMoG-Regelung strengere Anforderungen an tatsächlich verfügbare aktuelle Marktpreise stellt als die IFRS.

Welche Problematik besteht bei der Verwendung von Bewertungsmethoden ohne Marktpreis?

Die Arbeit identifiziert dies als problematisch, da die mark-to-model-Bewertungen auf subjektiven Einschätzungen basieren können, was die Verlässlichkeit mindert und bilanzpolitische Spielräume eröffnet.

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Details

Title
Die verpflichtende Zeitbewertung bestimmter Finanzinstrumente nach dem Referentenentwurf eines BilMoG
Subtitle
Darstellung von Parallelen zur Rechnungslegung nach IFRS und kritische Würdigung
College
Saarland University  (Institut für Wirtschaftsprüfung (IWP))
Grade
1,3
Author
Michael Jahke (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V94294
ISBN (eBook)
9783640100972
ISBN (Book)
9783640204830
Language
German
Tags
Zeitbewertung Finanzinstrumente Referentenentwurf BilMoG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Jahke (Author), 2008, Die verpflichtende Zeitbewertung bestimmter Finanzinstrumente nach dem Referentenentwurf eines BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94294
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