Diese Arbeit wird sich auf die Auswirkungen und Gründe im Arbeitsalltag von Frauen mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen und Positionen in Bezug auf Geschlechterungleichheiten und den Gender Pay Gap beziehen. Ebenso mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel, dass Frauen zwar erwerbstätig sind, Löhne aber ungleich bleiben.
In Bezug auf die Diskriminierung die Frauen auf dem Arbeitsmarkt erleben müssen, ist der Gender Pay Gap nur die Krönung. Gender Gap allgemein ist ein Phänomen das sowohl EU-weit also auch global aufzufinden ist. Sehr erschreckend sind die Zahlen des Gender Pay Gaps aus Deutschland aus dem Jahre 2015, mit 21% ist dieser europaweit der höchste. Hinzu kommt, dass dieser seit Jahrzehnten beim gleichen Unterschied geblieben ist und keine Besserung in Sicht ist.2 Allgemein sind Frauen den Männern in Sachen Bildung voraus, was den Zugang zu höheren Positionen oder zu gleichen Karrierechancen angeht, gibt es bisweilen aber noch immer Ungleichheiten zu Ungunsten der Frau.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gesellschaftlicher Wandel
2.1 Historischer Rückblick
2.2 Megatrend Frau
3. Erklärungsmechanismen für negative Auswirkungen
3.1 Neoklassisch orientierte ökonomische Ansätze
3.2 Devaluationshypothese
3.3 Comparable Worth-Index
4. Auswirkungen für Frauen in verschiedenen beruflichen Qualifikationen
4.1 Allgemein
4.2 soziale und emotionale Auswirkungen
4.3 Unqualifizierte bzw. Nicht-Führungskräfte
4.4 Hochqualifizierte bzw. Führungskräfte
5. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Folgen des Gender Pay Gaps für Frauen im Arbeitsalltag, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zwischen verschiedenen beruflichen Qualifikationsniveaus liegt. Ziel ist es, die strukturellen und gesellschaftlichen Mechanismen aufzuzeigen, die für die anhaltende Lohnungleichheit verantwortlich sind.
- Historische Entwicklung und soziokultureller Wandel
- Ökonomische Erklärungsansätze für Lohndiskriminierung
- Soziale und gesundheitliche Konsequenzen des Statusverlusts
- Vergleich der Segregationseffekte bei Nicht-Führungskräften und Führungskräften
- Die Rolle der Unternehmenskultur und institutioneller Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
2. Gesellschaftlicher Wandel
Die ständige Abwertung der Berufen in den Frauen und den damit zusammenhängenden negative Auswirkungen haben durchaus eine historischen Hintergrund. Dies beschreibt sich als Devaluation welches in Kapitel 4.2 noch einmal genauer beschrieben wird. Zuerkennen ist, dass es Berufe gibt die einen Wandel von einem sogenannten „Männerberuf“ zu einem „Frauenberuf“ erlebt haben und umgekehrt, dies war dann auch immer mit einer gewissen Aufwertung oder Abwertung verbunden. Sogenannte Frauenberufe hatten einen schlechteren Status.
Berufe wie beispielsweise Kellner, Friseur oder Apotheker wurde immer öfters von Frauen ausgeübt, was wiederum zu einem Statusverlust führte. Dies beweist also, dass es nicht der Beruf an sich bzw. die Tätigkeit die bei dem Beruf ausübt wird, welche das Ansehen oder den Status des Berufes definiert, sondern der Anteil der in dem Beruf tätigen Frauen. Im historischen Rückblick stehen Frauen also ohne, dass diese sozusagen „falsch“ gemacht haben, immer in Verbindung mit Statusverlust, einer gewissen Abwertung und einer ständigen Diskriminierung im Arbeitsalltag.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Relevanz des Gender Pay Gaps im globalen Kontext und thematisiert das Problem der Lohnungleichheit trotz zunehmender Bildungsgleichheit.
2. Gesellschaftlicher Wandel: Dieses Kapitel analysiert den historischen Kontext der beruflichen Abwertung und den Megatrend der gesellschaftlichen Neuausrichtung zugunsten der Frauen.
3. Erklärungsmechanismen für negative Auswirkungen: Hier werden theoretische Ansätze wie die neoklassische Ökonomik, die Devaluationshypothese und der Comparable Worth-Index zur Erklärung von Lohnunterschieden vorgestellt.
4. Auswirkungen für Frauen in verschiedenen beruflichen Qualifikationen: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Auswirkungen auf Nicht-Führungskräfte und Führungskräfte und beleuchtet zudem sozio-emotionale Folgen.
5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit politischer Sensibilisierungsarbeit zur Überwindung der geschlechterspezifischen Benachteiligung.
Schlüsselwörter
Gender Pay Gap, Lohnungleichheit, Frauenerwerbstätigkeit, Devaluationshypothese, Comparable Worth-Index, Diskriminierung, Führungskräfte, Berufsstatus, Soziokultureller Wandel, Arbeitsmarkt, Geschlechtersegregation, Humankapital, Gläserne Decke, Lohnstruktur, Erwerbsbiografie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen der Lohnungleichheit (Gender Pay Gap) zwischen Männern und Frauen im beruflichen Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wandel, die ökonomischen Erklärungsmodelle für ungleiche Entlohnung sowie die spezifische Situation von Frauen in unterschiedlichen Positionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Lohndiskriminierung zu identifizieren und aufzuzeigen, wie sich diese über verschiedene Qualifikationsstufen hinweg auswirken.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven kommen zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus soziologischen Betrachtungen des Wandels und ökonomischen Theorien wie der Devaluationshypothese.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lohnunterschiede und eine detaillierte Betrachtung der Auswirkungen auf Frauen, unterteilt in verschiedene Qualifikationsgruppen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Gender Pay Gap, Devaluationshypothese, Geschlechtersegregation und beruflicher Status.
Was besagt die Devaluationshypothese konkret?
Sie beschreibt, dass die Entlohnung in einem Beruf sinkt, sobald der Frauenanteil in diesem Berufsfeld steigt, was zu einem gesellschaftlichen Statusverlust führt.
Wie unterscheidet sich die Situation von Führungskräften im Vergleich zu Nicht-Führungskräften?
Die Arbeit zeigt auf, dass auch bei Hochqualifizierten geschlechtsspezifische Lohnunterschiede bestehen, wobei Frauen oft mit spezifischen Barrieren wie der „gläsernen Decke“ konfrontiert sind.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Gender Pay Gap. Auswirkungen für Frauen mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen und Positionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942987