Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Sturzprophylaxe bei sturzgefährdeten Personen durchgeführt werden kann. Zielperson oder Zielgruppe von Mikroschulungen ist der jeweilige Patient bzw. in diesem Fall der ältere Mensch mit Sturzneigung. Das Ziel ist es, durch die Intervention einen positiven Zuwachs an Gleichgewicht, Koordination und Kraft zu erlangen umso Stürze zu vermeiden oder das Handling im Falle eines Sturzes zu erlernen.
Die zu Beginn von Physiotherapeuten*innen durchgeführte Intervention wird schrittweise auf den einzelnen Lernenden übertragen, sodass die Eigenständigkeit und intrinsische Motivation gefördert wird. Das bedeutet, dass die einzelnen Übungen zunächst durch die Physiotherapeuten*innen über visuelle und taktile Reize angeleitet werden und vermehrt Hilfestellung und Korrektur bei der Ausführung gegeben wird. Im Verlauf der Intervention soll der lernende, ältere Mensch die Übungen anhand der Beschreibungen und der zugehörigen Bilder eigenständig verstehen und umsetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Voraussetzungen
3. Sachanalyse / Theoretischer Hintergrund
4. Erstellung Schulungsmaterial
5. Schulungsablauf
6. Evaluation
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein strukturiertes Konzept für eine Mikroschulung zur Sturzprophylaxe zu entwickeln, um sturzgefährdeten älteren Menschen Sicherheit im Alltag zu vermitteln und ihre Mobilität durch gezieltes Training zu verbessern.
- Grundlagen der Sturzprophylaxe und Sturzprävention bei älteren Menschen
- Entwicklung und didaktische Aufbereitung von spezifischem Schulungsmaterial
- Strukturierter Ablauf einer kurzzeitigen physiotherapeutischen Intervention
- Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Gleichgewicht, Koordination und Kraft
- Methoden zur Evaluation und Dokumentation des individuellen Lernfortschritts
Auszug aus dem Buch
Schulungsablauf
Für die Mikroschulung „Sturzprophylaxe“ erweist sich folgender Schulungsablauf als zunächst sinnvoll:
1. Vorwissen des Lernenden feststellen, Einstellung zur Thematik erkennen
2. Vereinbaren der Ziele mit dem Lernenden
3. Anschauungsmaterial zeigen und erklären
4. Theoretisches Wissen fördern
5. Fragen beantworten
6. Demonstration der praktischen Übungen
7. Übungen mit dem Lernenden durchführen
8. Korrektur des Lernenden während der Übungen
9. Fragen beantworten
10. Feedback/Evaluation
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Sturzprophylaxe im Alter und führt in das Konzept der kurzzeitigen Mikroschulung zur Förderung von Kraft, Koordination und Gleichgewicht ein.
Voraussetzungen: Hier werden die Rahmenbedingungen für die Intervention definiert, insbesondere die Anforderungen an die fachlichen und pädagogischen Kompetenzen der anleitenden Therapeuten sowie die räumlichen Umgebungsfaktoren.
Sachanalyse / Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die evidenzbasierte Basis durch Darstellung statistischer Sturzhäufigkeiten und empfiehlt etablierte Testverfahren sowie therapeutische Ansätze wie Balance- und Krafttraining.
Erstellung Schulungsmaterial: Der Fokus liegt auf der Operationalisierung der Lernziele sowie der Auswahl der notwendigen physischen Hilfsmittel, um den Lernenden zur selbstständigen Durchführung der Übungen zu befähigen.
Schulungsablauf: Es wird ein standardisierter Zehn-Punkte-Plan für die Durchführung der Mikroschulung vorgestellt, der von der Wissensabfrage bis zur finalen Evaluation reicht.
Evaluation: Dieses Kapitel beschreibt die Methoden der Qualitätssicherung, insbesondere durch den Einsatz von Einschätzungs- und Dokumentationsbögen, um den Nutzen der Intervention individuell zu belegen.
Schlüsselwörter
Sturzprophylaxe, Mikroschulung, Patienteneduktion, Physiotherapie, Gleichgewichtstraining, Sturzprävention, ältere Menschen, Koordination, Krafttraining, Sturzrisiko, Gesundheitsförderung, Mobilität, Rehabilitation, Patientenschulung, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes Konzept für eine Mikroschulung, das älteren Menschen hilft, ihr Sturzrisiko zu senken und ihre körperliche Sicherheit zu erhöhen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft theoretische Erkenntnisse der Sturzprophylaxe mit pädagogischen Schulungsansätzen und einer konkreten Anleitung für praktisches Training.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Bereitstellung eines strukturierten Leitfadens, der es Therapeuten ermöglicht, älteren Patienten innerhalb kurzer Einheiten notwendige Kompetenzen zur Sturzvermeidung zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine fundierte Sachanalyse durchgeführt, die auf aktuellen Leitlinien und theoretischen Hintergründen basiert, um daraus ein didaktisches Konzept abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Auswahl und Erstellung von Schulungsmaterialien, den konkreten Ablaufplan der Schulung sowie Verfahren zur Evaluation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Sturzprophylaxe, Patienteneduktion, Physiotherapie, Gleichgewichtstraining und Mobilität.
Welche Rolle spielen die Angehörigen in diesem Schulungskonzept?
Angehörige sind Teil der Zielgruppe, da die Schulung darauf abzielt, auch ihnen Wissen für die Unterstützung der betroffenen Patienten zu vermitteln.
Warum wurde das Format der "Mikroschulung" gewählt?
Mikroschulungen sind aufgrund ihrer kurzen Dauer von 15-30 Minuten besonders effizient, um spezifische Themen fokussiert zu vermitteln, ohne die Patienten zu überfordern.
Welche Rolle spielt die Dokumentation in diesem Projekt?
Die Dokumentation dient der Qualitätssicherung und ermöglicht es, durch Einschätzungsbögen und Verlaufsberichte den Fortschritt der Patienten sowie die Wirksamkeit der Schulung objektiv nachzuvollziehen.
- Arbeit zitieren
- Neele Schwiethal (Autor:in), 2019, Mikroschulung der Sturzprophylaxe bei sturzgefährdeten Patienten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/943208