Bearbeitung einer Fallstudie zur Zusammenlegung zweier gemeindlicher Sportvereine.
Grundlegende Intention dieser Arbeit war die geografische Nähe und der dadurch bedingte fehlende sportliche Erfolg beider Vereine, insbesondere der Fussballmannschaften.
Inhaltsverzeichnis
1. Motive für eine Zusammenlegung und Ausgangssituation
2. Lösungsmodelle
2.1. Darstellung möglicher Modelle
2.2. Allgemeines Bewertungsraster
3. Bewertung der Modelle
3.1. Chancen & Risiken
3.1.1. Beibehaltung des „Status Quo“
3.1.2. Zusammenschluss Fussball/Teilfusion
3.1.3. Fusion
3.2. Paarweiser Vergleich
3.2.1. Bewertungskriterien
3.2.2. Ergebnis
4. Empfehlung
5. Umsetzung
5.1. Organisation
5.2. Meilensteine
5.3. Bemerkung zur Realisierung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht auf Basis einer konkreten Fallstudie die strategischen, rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten für eine Zusammenlegung zweier Sportvereine, um deren sportliche Zukunftsfähigkeit durch Synergieeffekte zu sichern.
- Analyse der Ausgangssituation und Mitgliederstruktur der betroffenen Vereine
- Systematische Evaluierung verschiedener Kooperations- und Fusionsmodelle
- Bewertung mittels paarweisem Vergleich anhand definierter Kriterien
- Erarbeitung eines konkreten Umsetzungsfahrplans (Meilensteine)
- Empfehlung für ein gestuftes Fusionskonzept
Auszug aus dem Buch
3.2. Paarweiser Vergleich
Die Methode des paarweisen Vergleichs dient der systematischen Gegenüberstellung und der qualitativen Bewertung verschiedener Lösungsalternativen. Mit Hilfe dieser Methode werden nun die drei ausgewählten Lösungsmodelle miteinander verglichen.
3.2.1. Bewertungskriterien
Folgende Kriterien wurden zur Differenzierung gewählt:
1. Kosten: Es wird die Höhe der einmalig anfallenden Kosten bei der Umstellung auf das jeweilige Modell betrachtet.
2. Sportlagennutzung: Die Auslastung der einzelnen Sportanlagen nach der Neukonzeption der Vereine im laufenden Vereinsbetrieb wird hier verglichen.
3. Unterstützung der Mitglieder: Der Anteil der Mitglieder, welche die Vereinsform unterstützen wird analysiert.
4. Sportlicher Erfolg: Es wird das mögliche Potential der jeweiligen Lösung für sportliche Erfolge bewertet.
5. Konfliktvermeidung: Die Wahrscheinlichkeit für das Ausbleiben von Konflikten ist hier zu betrachten.
6. Qualität des Personals: Der Ausbildungsstandard und die Qualität der Übungsleiter und der Verwaltungsangestellten werden verglichen.
7. Sponsorenpotential: Die Attraktivität des Lösungsmodells für mögliche Sponsoren bildet die Grundlage der Bewertung.
8. Durchsetzung eigener Vorstellung: Es wird betrachtet, bis zu welchen Grad die bestehenden Vereine ihre eigenen Vorstellungen bei den verschieden Modellen durchsetzen können.
9. Schnelligkeit der Entscheidungsprozesse: Die zeitliche Dauer der Entscheidungsfindung wird bewertet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Motive für eine Zusammenlegung und Ausgangssituation: Vorstellung der Ausgangslage der beiden Vereine inklusive Mitgliederstatistiken und der Intention hinter der angestrebten Kooperation.
2. Lösungsmodelle: Systematische Kategorisierung potenzieller Kooperationsformen wie Fusion, Teilfusion oder Status Quo.
3. Bewertung der Modelle: Detaillierte Chancen-Risiken-Analyse sowie ein paarweiser Vergleich zur objektiven Bewertung der Modelle.
4. Empfehlung: Konkrete Handlungsempfehlung für eine langfristig gestaffelte Teilfusion.
5. Umsetzung: Beschreibung der organisatorischen Schritte und zeitlichen Meilensteine zur Implementierung der empfohlenen Strategie.
Schlüsselwörter
Sportverein, Fusion, Teilfusion, Vereinsmanagement, Sportmanagement, Organisationsentwicklung, Bewertungsmatrix, paarweiser Vergleich, Mitgliederstruktur, Sportstätten, Sponsoring, Vereingründung, Sportentwicklung, Synergieeffekte, Ehrenamt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Zusammenlegung zweier lokaler Sportvereine unter Berücksichtigung rechtlicher und organisatorischer Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Vereinsorganisation, die sportliche Zukunftsfähigkeit, finanzielle Aspekte und die Akzeptanz bei den Mitgliedern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für die Vorstände der Vereine, ob und wie eine Fusion oder Teilfusion realisiert werden sollte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autoren nutzen neben einer Status-Quo-Analyse vor allem die Methode des paarweisen Vergleichs, um verschiedene Lösungsmodelle objektiv zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Lösungsmodelle, deren Chancen-Risiken-Analyse sowie die detaillierte Bewertung und die daraus abgeleitete Umsetzungsstrategie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Fusion, Sportmanagement, Organisationsentwicklung und der paarweise Vergleich als methodisches Kerninstrument.
Warum wurde die "Trennung von Leistungs- und Breitensport" verworfen?
Dieses Modell wurde als nicht realistisch eingestuft, da es organisatorisch zu komplex ist und ein hohes Konfliktpotenzial bei der Einteilung der Mitglieder birgt.
Was sind die drei wichtigsten Meilensteine für die Umsetzung?
Die Meilensteine umfassen die Namensfindung und Vereinsgründung, den Übertritt der Mitglieder der Sparte Fußball sowie die Integration der weiteren Sportabteilungen über einen Zeitraum von vier Jahren.
Welches Modell schnitt in der Bewertung am besten ab?
Nach der wissenschaftlichen Abwägung aller Kriterien stellte sich die Fusion als das ideale Modell heraus.
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- Matthias Ilg (Author), Florian Krey (Author), 2008, Die Fusion von Sportvereinen - Rechtliche und organisatorische Überlegungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94336