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Staatliche Wohnraumförderung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes nach dem Zweiten Weltkrieg

Titel: Staatliche Wohnraumförderung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes nach dem Zweiten Weltkrieg

Bachelorarbeit , 2019 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Kobold (Autor:in)

VWL - Mikroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Entwicklung der Wohnungspolitik seit 1945 erläutert, die wohnungspolitischen Instrumente aufgezeigt und die Entwicklung des Immobilienmarktes dargestellt. Dabei wird Bezug auf bestimmte Instrumentarien genommen und folgende Fragen sollen geklärt werden: Welche Ziele wurden und/oder werden mit einer bestimmten Subvention verbunden? Wurden die Ziele in der Vergangenheit erreicht bzw. welche Wirkungen und Nebenwirkungen hatten diese?

Anschließend wird die aktuelle Lage des deutschen Immobilienmarktes aufgezeigt sowie ein Ausblick in die Zukunft der Wohnungspolitik mit Lösungsansätzen gegeben. Im Folgenden soll die Hypothese „staatliche Wohnraumförderung hilft bei der Einschränkung von Wohnungsknappheit“ analysiert werden.

Um 1800 lebte lediglich 2 Prozent der Menschheit in Städten. Seitdem nimmt die Zahl der in urbanen Zentren lebenden Individuen zu. Laut einer Berechnung der Vereinten Nationen wird diese Zahl bis 2030 auf etwa zwei Drittel der dann existierenden Weltbevölkerung von 8,2 Milliarden Menschen, also etwa auf 5 Milliarden, steigen. Nicht nur heute und in Zukunft wird Wohnungspolitik eine wichtige sozialpolitische Rolle spielen, sondern bereits seit dem 19. Jahrhundert gibt es immer wieder Eingriffe der Wohnungspolitik. Gründe dafür waren z. B. Wohnungsmangel aufgrund von Wanderungsbewegungen und Verstädterung oder die seit Ende des 2. Weltkrieges herrschende Wohnungsnot durch Kriegsschäden, Flucht und Vertreibung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Wohnungspolitik seit Ende des 2. Weltkrieges

3 Wohnungspolitische Instrumente

3.1 Ordnungspolitische Instrumente

3.2 Leistungspolitische Instrumente

4 Ziele der staatlichen Wohnraumförderung

5 Wirkungen der staatlichen Wohnraumförderung

6 Wohneigentums- und Immobilienmarktentwicklung

7 Schlussfolgerungen und Aussichten

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der staatlichen Wohnraumförderung in Deutschland seit 1945 sowie deren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Im Fokus steht dabei die Analyse der Hypothese, ob staatliche Fördermaßnahmen effektiv zur Verringerung der Wohnungsknappheit beitragen können.

  • Historische Entwicklung der deutschen Wohnungspolitik seit 1945
  • Klassifizierung und Wirkungsweise wohnungspolitischer Instrumente
  • Analyse der Ziele und Nebenwirkungen staatlicher Subventionen
  • Marktentwicklungen und Faktoren der Immobiliennachfrage
  • Bewertung wohnungspolitischer Lösungsansätze für aktuelle Engpässe

Auszug aus dem Buch

3.1 Ordnungspolitische Instrumente

Generell wird zwischen ordnungs- und leistungspolitischen Instrumenten unterschieden. Unter diese Kategorie fallen z.B. der Kündigungsschutz von Mieterhaushalten, Mietregelungen und Bauvorschriften (vgl. Forster-Kraus 2011: 137). „Ordnungspolitisch orientierte Instrumente der Wohnungspolitik sind auf die Schaffung und Ausgestaltung der Rahmenbedingungen ausgerichtet, innerhalb derer sich das Wohnungsmarktgeschehen vollziehen soll“ (Kühne-Büning und Heuer 1994: 222). Sie sollen die Funktion übernehmen, optimale Bedingungen für dezentrale Entscheidungen der Teilnehmer am Markt, Investoren, Mieter und Vermieter zu schaffen. Je nach Intensität gestaltet sich für die Marktteilnehmer durch Ge- und Verbote ein Handlungsspielraum in dem sie sich bewegen. Konkret zu erwähnen sind hier Baulandausweisungen der öffentlichen Hand, die über Art und Umfang der räumlichen Verteilung des potentiellen Baulandangebots entscheiden, das Mietrecht mit dem Kündigungsschutz sowie Vorschriften zur vertraglichen Festlegung und Änderung von Mieten (vgl. Kühne-Büning und Heuer 1994: 222 f.).

So wurde beispielsweise im Jahr 2015 die Mietpreisbremse eingeführt, die rund ein Viertel der Bevölkerung betrifft und in 77 deutschen Großstädten besteht. Um die Besonderheiten regionaler Märkte zu berücksichtigen, wurde das Instrument land und gemeindespezifisch eingeführt. Dabei darf bei neuen Verträgen die Miete nicht mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Dies bringt die Voraussetzung eines Mietspiegels, der die Marktlage adäquat abbildet, mit sich. In Wirklichkeit sind die Daten zum Teil sehr grob oder werden sogar in manchen Kommunen ganz vernachlässigt, da die Erhebungskosten unwirtschaftlich sind. Folglich fehlen oft gute Mietpreisspiegel als Berechnungsgrundlage, was zu signifikanten Abweichungen zwischen ortsüblichen Vergleichsmieten und Marktpreisen führt. Erste empirische Befunde zeigen aber auch, dass ökonomische Erwartungen von Neubauinvestitionen durch die zunehmende Nachfrage an günstigeren und regulierten Wohnungen Recht behalten (vgl. Thomsen et al. 2019: 26 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Wohnungspolitik im Kontext zunehmender Verstädterung dar und formuliert die zu prüfende Hypothese zur Wirksamkeit staatlicher Wohnraumförderung.

2 Entwicklung der Wohnungspolitik seit Ende des 2. Weltkrieges: Das Kapitel zeichnet den historischen Verlauf von der unmittelbaren Nachkriegs-Zwangswirtschaft bis zur marktwirtschaftlichen Ausrichtung der Wohnungspolitik nach.

3 Wohnungspolitische Instrumente: Hier erfolgt eine systematische Einteilung der wohnungspolitischen Eingriffe in ordnungs- und leistungspolitische Instrumente sowie eine detaillierte Beschreibung deren Funktionsweisen.

4 Ziele der staatlichen Wohnraumförderung: In diesem Abschnitt werden die primären Kategorien der staatlichen Förderung dargelegt, die von der Verbesserung der Wohnungsversorgung über die Vermögensbildung bis hin zu ökologischen Zielsetzungen reichen.

5 Wirkungen der staatlichen Wohnraumförderung: Das Kapitel analysiert kritisch die tatsächlichen Effekte verschiedener Förderinstrumente und diskutiert das Problem von Mitnahmeeffekten und potenzieller Kontraproduktivität.

6 Wohneigentums- und Immobilienmarktentwicklung: Dieser Teil befasst sich mit der regionalen Heterogenität des deutschen Immobilienmarktes und identifiziert zentrale Treiber wie demografischen Wandel und Urbanisierung.

7 Schlussfolgerungen und Aussichten: Es wird erörtert, wie politisches Handeln die Stadtentwicklung beeinflusst und welche strategischen Anpassungen für eine effektive Wohnungspolitik zukünftig erforderlich sind.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die eingangs formulierte Hypothese und betont die Schwierigkeit, wohnungspolitische Erfolge direkt einzelnen Instrumenten zuzuschreiben.

Schlüsselwörter

Wohnungspolitik, Immobilienmarkt, staatliche Wohnraumförderung, Wohneigentum, Mietpreisbremse, Mietrecht, Subjektförderung, Objektförderung, Wohnungsbau, Suburbanisierung, Stadtentwicklung, Baukindergeld, Eigenheimzulage, Wohnungsnot, Marktregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die staatliche Wohnraumförderung in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und deren Rolle bei der Gestaltung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Wohnungspolitik, die verschiedenen Kategorien wohnungspolitischer Instrumente (Ordnungs- und Leistungspolitik) sowie die Analyse von deren Zielen und Wirkungen auf den Wohnungsmarkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Hypothese, ob staatliche Wohnraumförderung effektiv dazu beitragen kann, Wohnungsknappheit einzuschränken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung vorhandener Literatur, Studien und historischer Entwicklungsdaten, um die Wirksamkeit der Wohnungspolitik zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der historischen Rückschau vor allem die verschiedenen Instrumente wie Mietpreisbremse, Wohngeld und soziale Wohnraumförderung in ihrer Funktionsweise und den damit verbundenen Zielsetzungen detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wohnungspolitik, Subjekt- und Objektförderung, Wohneigentumsquote, Mietmarktregulierung sowie Auswirkungen der Suburbanisierung auf die Stadtentwicklung.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit des sozialen Wohnungsbaus?

Der Autor weist auf die Problematik der Fehlbelegungsquote bei Sozialwohnungen hin und diskutiert kritisch, ob staatliche Eingriffe hier nicht zu einer ineffizienten Teilung des Wohnungsmarktes führen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "Mietpreisbremse"?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Mietpreisbremse langfristig kontraproduktiv wirken kann, da sie durch Renditebegrenzungen Investitionsanreize reduziert und somit die Angebotslücke verschärfen könnte.

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Details

Titel
Staatliche Wohnraumförderung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes nach dem Zweiten Weltkrieg
Hochschule
Universität Regensburg  (Immobilienwirtschaft)
Note
1,7
Autor
Thomas Kobold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V943402
ISBN (eBook)
9783346277206
ISBN (Buch)
9783346277213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wohnraumförderung Immobilienmarkt Subventionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Kobold (Autor:in), 2019, Staatliche Wohnraumförderung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes nach dem Zweiten Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/943402
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Leseprobe aus  22  Seiten
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