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Die Entwicklung des moralischen Urteils beim Kinde nach Jean Piaget

Title: Die Entwicklung des moralischen Urteils beim Kinde nach Jean Piaget

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 14 Pages

Autor:in: Regina Arendt (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Jean Piaget ist einer der bedeutendsten Entwicklungspsychologen unserer Zeit. Der Schweizer Philosoph und Psychologe forschte auf dem Gebiet der Kinder- und Persönlichkeitspsychologie. Auch heute noch wird über den Schweizer an Universitäten und Schulen gelehrt. Er entwickelte wichtige Entwicklungstheorien, die bis heute diskutiert aber auch teilweise kritisiert werden. Um ein vollständiges Bild von Jean Piaget zu bekommen beginne ich meine Hausarbeit mit seinem Lebenslauf. Nach einem kurzen Einblick in sein Leben fahre ich mit der Lehre des Kognitivismus und Konstruktivismus fort, um seinen Ausgangspunkt zu verdeutlichen. Seine Lehre wird durch drei wichtige Begriffe definiert, die bis heute bei Psychologen und Pädagogen aktuell sind. Die Begriffe heißen Assimilation, Akkomodation, Äquilibration und werden in Punkt 3.1 bis 3.3 kurz behandelt. In Kapitel 4 beschreibe ich eine der bekanntesten Theorien des Schweizers, die ´kognitiven Entwicklung´. Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget gliedert sich in vier Stadien, auf die ich anschließend ebenfalls eingehe. Eine weitere Theorie von Piaget, die sehr publik wurde, ist die ´moralische Entwicklung´ bei Kindern. Um einen Einblick in die oft diskutierte und kritisierte Theorie zu bekommen, beleuchte ich den Begriff der Moral und die sog. ´drei Stadien´ der moralischen Entwicklung. Die vormoralische, heteronome und autonome Moral werden in Punkt 5.1 unter der Überschrift Piagets Befunde erläutert. Wie er zu seinen Befunden kam und welche Methoden er benutzte erkläre ich in Kapitel 6. Piaget bekam viel positives Feedback für seine Theorien über die kognitive und moralische Entwicklung. Jedoch im Laufe der Zeit gab es auch immer mehr Kritiker, die seine Annahmen für falsch oder überholt hielten. Über kritische Anmerkungen zu seinen Theorien werde ich in Kapitel 7 berichten. Mit dem Versuch ein Fazit zu ziehen, werden abschließend die Ansätze Jean Piagets noch einmal diskutiert und beurteilt werden. Meine eigene Meinung zu seinen Standpunkten wird dort auch zu finden sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

3. Piagets Lehre

3.1 Assimilation

3.2 Akkomodation

3.3 Äquilibration

4. Vier Hauptstadien der kognitiven Entwicklung

4.1 Sensu- motorische Intelligenz

4.2 Voroperatives anschauliches Denken

4.3 Konkret- operatorisches Denken

4.4 Formal- operatorisches Denken

5. Piagets Theorie der Moralentwicklung

5.1 Zum Begriff der Moral

5.2 Piagets Befunde

6. Zur Methode Piagets

7. Kritik an Piaget

7.1 Kritik zur kognitiven Entwicklung

7.2 Kritik zur Methode Piagets

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die kognitive Entwicklungstheorie nach Jean Piaget darzustellen und insbesondere seine Erkenntnisse über die Entwicklung des moralischen Urteils bei Kindern zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Biographische Hintergründe von Jean Piaget
  • Grundlagen des Kognitivismus und Konstruktivismus
  • Die vier Hauptstadien der kognitiven Entwicklung
  • Theorie und Stadien der moralischen Entwicklung nach Piaget
  • Methodologische Reflexion und Kritik an Piagets Forschung

Auszug aus dem Buch

Piagets Befunde

Die ersten empirisch gehaltvollen Untersuchungen zur Moralentwicklung erfolgten Mitte der zwanziger Jahre von Piaget an Genfer Kindern. Unter anderem beobachtete er das Regelverständnis von Kindern beim Murmeln spielen. Das Verstehen von Spielregeln stellt nach Piaget einen Vorläufer zum Verstehen moralischer Regeln dar (vgl. ebd., S.148).

Bei seinen Untersuchungen stellte der Entwicklungspsychologe fest, dass sich nicht nur das Regelverständnis, sondern auch die Quelle der Autorität der Regeln im Laufe der kognitiven Entwicklung ändert. Während in der frühen Phase Kinder die Eltern, den Staat oder Gott als Instanzen der Regelgebung betrachten, erkennen sie ab ca. 10 Jahren die soziale Konstruierbarkeit von Spielregeln (vgl. ebd., S.148).

Neben der Entwicklung des Regelverständnisses erfolgt die Entwicklung des moralischen Urteils nach Jean Piaget über drei Stadien. Im ersten Stadium handelt es sich nach Piaget um die ´vormoralische Stufe´, die sich etwa bis zum vierten Lebensjahr erstreckt. In dieser Zeit verfügt das Kind weder über ein Regel- bzw. Normbewußtsein, noch versteht es die soziale Funktion von moralischen Normen. Das zweite Stadium, in dem die ´heteronome (fremdgesteuerte) Moral´ präsent ist, beginnt ab dem fünften Lebensjahr (vgl. Uslucan, 2003, S. 149).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Rahmen der Hausarbeit gesteckt, die Bedeutung Piagets für die Psychologie erläutert und der inhaltliche Aufbau kurz vorgestellt.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Piagets von seiner frühen Begeisterung für die Zoologie bis zu seiner wegweisenden Forschung in der Psychologie nach.

3. Piagets Lehre: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus und die zentralen Konzepte Assimilation, Akkomodation und Äquilibration definiert.

4. Vier Hauptstadien der kognitiven Entwicklung: Das Kapitel erläutert den Aufbau und die Charakteristika der vier Stadien vom sensu-motorischen bis zum formal-operatorischen Denken.

5. Piagets Theorie der Moralentwicklung: Es erfolgt eine Klärung des Moralbegriffs sowie die detaillierte Darstellung der von Piaget identifizierten Stadien der Moralentwicklung.

6. Zur Methode Piagets: Hier werden das klinische Interview und das entwicklungspsychologische Experiment als zentrale Instrumente seiner Forschung analysiert.

7. Kritik an Piaget: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den methodischen und inhaltlichen Ansätzen Piagets auseinander und stellt Gegenuntersuchungen gegenüber.

8. Fazit: Eine abschließende Diskussion und persönliche Einschätzung zur Aktualität und Bedeutung von Piagets Theorien für die heutige Pädagogik.

Schlüsselwörter

Jean Piaget, kognitive Entwicklung, Moralentwicklung, Konstruktivismus, Assimilation, Akkomodation, Egozentrismus, moralischer Realismus, autonome Moral, klinisches Interview, Entwicklungspsychologie, Regelverständnis, Stadientheorie, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Hausarbeit widmet sich der kognitiven Entwicklung und der moralischen Urteilsbildung bei Kindern auf Basis der Theorien von Jean Piaget.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der Biographie Piagets werden der Kognitivismus, die Stadien der geistigen Entwicklung, die moralische Entwicklung sowie die Kritik an Piagets Forschungsmethoden behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für kindliche Entwicklungsprozesse durch die Brille Piagets zu vertiefen und seine Theorien kritisch in den wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen.

Welche Methoden nutzt der Autor zur Darstellung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der primären und sekundären Quellen Piagets und reflektiert dessen angewandte Forschungsmethoden wie das klinische Interview.

Welche Aspekte werden im Hauptteil näher beleuchtet?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der kognitiven Stadientheorie, den drei Stufen der Moralentwicklung (vormoralisch, heteronom, autonom) und dem methodischen Vorgehen des Autors.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Konstruktivismus, Assimilation, Äquilibration und moralischer Realismus geprägt.

Was ist unter dem Begriff "moralischer Realismus" bei Kindern zu verstehen?

Der moralische Realismus beschreibt eine Stufe, in der Kinder Regeln als unveränderbar und von außen vorgegeben wahrnehmen und moralische Urteile primär am Ausmaß des sichtbaren Schadens bemessen.

Wie unterscheidet sich die "autonome Moral" von den vorherigen Stufen?

Ab ca. 10 Jahren begreifen Kinder Regeln als gegenseitige Vereinbarungen, bei denen die Intention der Handlung wichtiger wird als der materielle Schaden.

Warum wird Piaget bezüglich seiner Forschungsmethoden kritisiert?

Die Kritikpunkte umfassen eine fehlende Transparenz der Stichproben, die Gefahr suggestiver Befragungen sowie das Vernachlässigen von Einflussfaktoren wie Sympathie oder Konditionierung.

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Details

Title
Die Entwicklung des moralischen Urteils beim Kinde nach Jean Piaget
College
University of Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche-Fakultät)
Author
Regina Arendt (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V94369
ISBN (eBook)
9783640128433
Language
German
Tags
Entwicklung Urteils Kinde Jean Piaget
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Regina Arendt (Author), 2006, Die Entwicklung des moralischen Urteils beim Kinde nach Jean Piaget, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94369
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