Die Beziehungen zwischen den Griechen und der Levante und die Entstehung des griechischen Alphabets


Magisterarbeit, 2008
68 Seiten, Note: 2,3
Tanja Malottke (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Entstehung des Handels in der Levante
1. Die Levante
2. Die Handelsmacht Phönizien
3. Handelskontakte zwischen Phöniziern und Griechen
1) Die Phönizier auf Zypern
2) Der Weg der Phönizier in die Ägäis

III. Die Entstehung von Schriften
1. Die Verwendung von Schriften in Griechenland und in der Levante
2. Die Entstehung von Silbenschriften
1) Linear A
2) Linear B
3) Die kyprische Silbenschrift (Linear C)
3. Die Konsonantenschrift
4. Die Entstehung des Griechischen Alphabets
1) Die Matris Lectionis
2) Zweck der Erfindung des griechischen Alphabets
5. Nachhaltige Effekte der Erfindung des Alphabets für die griechische Gesellschaft

IV. Fazit

I. Einleitung

Bei Herodot (5, 58) ist zu lesen:

„Oi δε Φοίνικες ούτοι oí συν Κάδμφ άπικόμενοι.. έσήγαγον διδασκάλια ές τους "Ελληνας καί δή καί γράμματα, ούκ έόντα πρίν "Ελλησι ώς έμοί

δοκέειν, πρώτα μεν τοΐσι καί απαντες χρέωνται Φοίνικες· μετά δε χρόνου προβαίνοντος αμα τη φωνη μετέβαλον καί τον ρυΰμον τών γραμμάτων. Περιοίκεον δέ σφεας τά πολλά τών χώρων τούτον τον χρόνον Ελλήνων ’Ίωνες· ο'ί παραλαβόντες διδαχη παρά τών Φοινίκων τά γράμματα, μεταρρυΰμίσαντές σφεων ολίγα έχρέωντο, χρεώμενοι δε έφάτισαν, ώσπερ καί το δίκαιον εφερε έσαγαγόντων Φοινίκων ές τήν Ελλάδα, φοινικήια κεκλησΰαι.“ "Die Phönizier aber, die mit Kadmos kamen brachten den Griechen Wissenschaften [mit], darunter auch die Buchstaben, die es, wie mir scheint, bei den Griechen vorher nicht gegeben hatte. Zuerst [waren das die Zeichen], die auch bei allen [übrigen] Phöniziern in Gebrauch waren; nachdem aber eine [gewisse] Zeit vergangen war, veränderten sie gleichzeitig mit [ihrer] Sprache auch die Buchstaben. Um sie herum wohnten aber zu jener Zeit an vielen Orten ionische Griechen. Die nahmen durch Erlernen die Buchstaben von den Phöniziern auf, benutzten sie, indem sie sie geringfügig abänderten und pflegten dann auch zu recht zu sagen, daß man sie, weil sie von den Phöniziern nach Griechenland gebracht worden seien, 'phönizische' [Buchstaben] nennen solle."1

Die Levante, die das Gebiet des fruchtbaren Halbmondes östlich des Mittelmeers zwischen der Türkei im Norden und Ägypten im Westen umfasst, war in der Zeit zwischen 1200-800 v. Chr. ein Gebiet, in dem die Phönizier als Händler zwischen den Großmächten Mesopotamien, Ägypten und den Hethitern tätig waren. Als Phönizier und Griechen durch den Handel in Kontakt kamen, wurde ein Verständigungssystem nötig. Ein System, das Konsonantenalphabet, das die Phönizier zur schriftlichen Aufzeichnung von Botschaften aller Art entwickelt hatten, kam im Zuge ihrer Handelstätigkeit zu den Griechen. Bei der Adaption dieses Konsonantenalphabet in die griechische Sprache entstand bei den Griechen aufgrund ihres Sprachsystems das Problem, Vokale darzustellen. Die Vokale waren ein wesentlicher Faktor im Unterschied zwischen der semitischen Sprache der Phönizier und der indoeuropäischen Sprache der Griechen. Es stellt sich die Frage, wie die Vokale den Weg in das griechische Alphabet gefunden haben. Bisher ging man von einer Erfindung der Griechen aus. Neuere Forschungen lassen jedoch den Schluss zu, dass die Zeichen für Vokale bereits vorhanden waren und Griechen diese übernahmen und in ihre Sprache adaptierten. Die starke Handelstätigkeit in der Levante führte so nicht nur zu einer intensiven Verbreitung materieller Güter sondern bewirkte auch einen Kulturaustausch, der die Verbreitung des Alphabets in den westlichen Teil der Welt bewirkte. Durch die Anpassungsfähigkeit der Alphabetschrift, in der jedes Zeichen einen bedeutungsunterscheidenden Laut abbildet, war es möglich, vorhandene Zeichen in eine andere Sprache zu übertragen, in diesem Fall die Zeichen aus der semitischen Sprache der Phönizier in die indoeuropäische Sprache der Griechen. Über die Etrusker und Römer, die wiederum die Buchstaben in ihre Sprache adaptierten, verbreitete sich das Alphabet in veränderter Form schließlich im europäischen Raum.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Levante und ihre kulturhistorischen Entwicklungen bis zum 8. Jahrhundert v. Chr., den Weg Phöniziens zur wichtigsten Handelsmacht der Levante und die Handelskontakte der Phönizier zu den Griechen darzustellen. Die Probleme, die beim Zusammentreffen der phönizischen und der Griechischen Kultur, besonders ihrer Sprache und Schrift entstanden, sind Thema dieser Arbeit. Des Weiteren ist es eine Absicht, Belege für oder gegen die These zu finden, dass die Griechen die Vokale im Alphabet nicht erfanden, sondern bereits vorhandene Vokalzeichen übernahmen. Neben einem historischen Ansatz in der Untersuchung dieses Problems ist es eine Motivation dieser Arbeit, dem Thema auch mit einem sprachwissenschaftlichen Ansatz zu begegnen. Nach einer Beschreibung der Levante, ihrer politischen Geschichte und der Entstehung des Fernhandels wird auf die Entstehung und Verwendung von Schriften in der Levante und im archaischen Griechenland eingegangen. Dabei werden die Probleme bei der Adaption des Konsonantenalphabets in die griechische Sprache behandelt. Insbesondere wird die Entstehung und Verwendung des Alphabets, das im Fernhandel ein Medium der Verbreitung fand, beschrieben. Diese Untersuchung bildet mit dem Vergleich der Thesen zur Entstehung der Vokale im griechischen Alphabet einen wesentlichen Teil dieser Arbeit. Abschließend wird die Frage untersucht, welcher Zweck der Entwicklung der Alphabetschrift zugrunde liegt und wie sich durch die Erfindung des Alphabets die griechische Gesellschaft dadurch entwickelt und verändert hat.

II. Die Entstehung des Handels in der Levante

(1) Die Levante in der frühen Bronzezeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten2

Die Übernahme des Alphabets durch die Phönizier war von Voraussetzungen abhängig, die in der Levante entstanden waren. Eine Voraussetzung war, dass sich Handel zwischen Griechen und Phöniziern entwickelte. Wie entwickelte sich der Warenaustausch und warum entstand er gerade in der Levante? Bei der Entwicklung der Levante spielte die Nähe zu Mesopotamien eine große Rolle. Mesopotamien, das noch vor der Levante städtische Zentren hervorbrachte, beeinflusste das levantinische Gebiet in ihrer Entwicklung deutlich.

1. Die Levante

Als Levante wird das Gebiet bezeichnet, das die Küstenregionen von Ägypten über Syrien bis Kleinasien umfasst. Heute liegen dort die Länder Türkei, Syrien, Libanon, Israel, Palästinensische Autonomiegebiete, Jordanien und Ägypten. Diese Regionen gehören zum Gebiet des fruchtbaren Halbmonds, die halbkreisförmig ein Gebiet vom Norden der Arabischen Halbinsel vom Zagrosgebirge im Osten über Mesopotamien nach Kleinasien bis zu den Küsten des Mittelmeeres im Westen umspannt3. Dort vollzog im Neolithikum der Mensch den Schritt vom Jäger und Sammler zum sesshaften Bewohner von Siedlungen, in dem er Fertigkeiten in Ackerbau und Viehzucht erwarb und weiterentwickelte. Das Verhältnis zwischen Aussaat und Ernte lag in diesem Gebiet bei 1:304 Die Menschen schlossen sich in kleinen Dörfern zusammen, bauten Getreide an und betrieben hauptsächlich Schafzucht. Politisch war die Levante im Gegensatz zu Mesopotamien, in dem sich Städte mit ersten staatsbildenden Gefügen entwickelten, in dieser Zeit weniger bedeutend5. Mesopotamien dagegen verfügte über keine der wichtigen Rohstoffe wie Holz, Erz und Stein. Diese Rohstoffe bewirkten neben reichen Ernten, dass im mesopotamischen Raum Machtzentren mit einem komplexen sozialen Gefüge entstanden. Uruk war vor 3000 v. Chr. das erste städtische Zentrum im Zweistromland, dass eine Zentrum-Peripherie-Struktur entwickelte, indem es sich

Wege entlang der Zuflüsse des Euphrat in die Levante suchte, um diese Rohstoffe beschaffen zu können6.

Die erste levantinische Siedlung, Habuba Kabira, entstand in Syrien zu Beginn der frühen Bronzezeit und wird der Uruk-Kultur (ab ca. 3000 v. Chr.) zugeschrieben. Habuba Kabira diente als strategisch wichtiger Fernhandelsplatz entlang der Zuflüsse des Euphrat in Obermesopotamien. Weitere Städte waren Jericho, das eine Ausdehnung von 2,5 ha (250 m ) und Khrbet Kerak, das eine Ausdehnung von 20 ha (2000 m2 ) erreichte. Die nächsten Städtegründungen fanden auf dem Gebiet des heutigen Palästina und Jordanien statt. Um die Städte besser verteidigen zu können, wurden Befestigungsanlagen mit dicken Mauern errichtet7. Hier entwickelte sich der Handel mit Metallen, vor allem mit Kupfer und Zinn, aus dem Bronze hergestellt wurde. Der Gebrauch der Schrift ist ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends festzustellen8. Die Levante trat zunehmend in den Einflussbereich der Zivilisations- und Machtzentren Mesopotamien und Ägypten. In den fruchtbaren Flussoasen, bestanden diese Reiche erst isoliert. Im Laufe ihrer Entwicklung traten sie aber immer mehr in Kontakt. Die Levante rückte in ihre wachsenden Machtbereiche und wurde dadurch zu einer doppelten Peripherie. Mesopotamische Reiche wie das des Sargon von Akkad (2340-2284 v. Chr.) sicherten sich militärisch die Kontrolle über die Zufuhr der Rohstoffe. Akkads Sohn Naram-Sin dokumentierte den Anspruch auf Hegemonie in dem Titel „Herrscher der vier Weltgegenden“9.

Ebla war in der frühen Bronzezeit IV (2400-2000 v. Chr.) eine Stadt von 50 ha (5000 m2 ) mit einem Palast, der auf einer Akropolis angelegt war. Mari, eine Stadt mit einem strahlenförmig angelegten Straßensystem, das in einen Palast mündete, lag an den Ufern des Euphrat und war durch einen Kanal mit ihm verbunden. Landwirtschaft war wegen des Steppenklimas nur durch Bewässerungssysteme möglich. Einer der Kanäle, der Mari erreichte, funktionierte als ein wichtiger Handelsstützpunkt auf dem Euphrat. Er hatte eine Länge von 120 km Länge und 11 m Breite und war damit schiffbar. In Mari wurden Statuen, Intarsienplatten, Rollsiegel und Siegelzylinder hergestellt10. Gegen 6000 v. Chr. wurde die Stadt Byblos, die heute Dschubail heißt, gegründet. Sie liegt an der levantinischen Küste nördlich von Beirut auf einem Vorgebirgsausläufer des Libanongebirges. Wichtiger Rohstoff dieser Gegend war das Zedernholz, das im Altertum für den Schiffbau und zur Errichtung von Monumentalbauten benötigt wurde. Die Wasserversorgung war durch eine Quelle gewährleistet, die mitten in der Siedlung lag. Zur Stadt gehörte ein natürliches, windgeschütztes Hafenbecken. Byblos lag am Rande einer fruchtbaren Küstenebene, die Landwirtschaft möglich machte. 2800 v. Chr. wurde der Tempel der Baalat Gubla, Herrin von Byblos, gegründet.

Durch die Flüsse war die Stadt im Handel und politisch auch mit Ägypten verbunden. Grund hierfür war, das Ägypten selbst arm an Bäumen war und deshalb das wertvolle Zedernholz aus dem Libanongebirge bezog11. Weitere wichtige Rohstoffe für Ägypten waren Erze, Stein, Edelsteine, Elfenbein und Felle, die über den Nil aus Nubien bezogen wurden. Byblos wurde zum wichtigen ägyptischen Vorposten an der Levante. Zuerst entstanden hier zentrale Organisationen, aus denen heraus sich soziale Eliten bildeten. Später bildeten sich aus diesen Eliten Herrschaftsstrukturen. Der symmetrische Austausch von Waren wurde zunehmend asymmetrisch. Ein zentralisierter Territorialstaat entstand12.

Während in der frühen Bronzezeit die Stadtstaaten unabhängig waren und sich entfalten konnten, gerieten sie in der mittleren Bronzezeit, Ende des 3. Jahrtausends, in die Auseinandersetzungen zwischen den benachbarten Reichen Ägypten und Mesopotamien. Als Sargon von Akkad Mesopotamien einte und damit ein Reich mit der Hauptstadt Akkad und ihm als König errichtete, rückte die Levante in seinen Einflussbereich. Städte wie Ebla und Mari gerieten in seine Abhängigkeit und wurden tributpflichtig13. Außer Ägypten und Mesopotamien waren weitere Kontrahenten in dieser Auseinandersetzung die Hethiter, die Mitanni und die Amurriter, die semitische Halbnomaden waren und ab 1815 v. Chr. als Dynastie an der Spitze von Städten wie Mari standen. Am Ende der mittleren Bronzezeit wurde Mari durch die Babylonier unter Hammurapi 1757 v. Chr., Ebla durch die Hethiter zwischen 1625 und 1600 v. Chr. zerstört und eingenommen14. Die Reichsbildungen von Akkad und Ur (Ur-III-Zeit um 2000 v. Chr.) fanden unter identischen Bedingungen statt. Ein Stadtstaat (Akkad, Ur) bildete das hegemoniale Zentrum, das sich dann in eine Peripherie ausdehnte, die politisch stark zerteilt war, wie es in der Levante und ihren kleinen Stadtstaaten zu finden ist. Durch die politische Fragmentierung des Gebietes entstand in der Levante ein Machtvakuum, das dazu führte, dass die umliegenden großen Machtzentren Mesopotamien und Ägypten und später die Hethiter und Amurriter diese Peripherie nach ihren Interessen umzustrukturieren versuchten. Bei der Gestaltung des Umlandes ging es in erster Linie um die Sicherung der Handelswege, die für die Rohstoffzufuhr notwendig war. Bei dieser Interessenlage bildeten sich zwischen den großen Machtzentren Konflikte um die strategisch wichtigen Handelsplätze in der Levante.

Probleme in der Peripherie hatten auch Auswirkungen auf das Zentrum. So führte die wachsende Mobilität der Nomaden dazu, dass den Königen die Kontrolle über das Umland entglitt, was wiederum eine Schwächung der Vorherrschaft bedeutete. Die Voraussetzung für diesen Machtzuwachs war die geregelte Rohstoffzufuhr. War sie nicht mehr gewährleistet, war die Macht der Könige geschwächt. Die Könige von Ur versuchten sich durch eine 280 km lange Landmauer zu schützen, welche jedoch durch Unruhen und Konflikte, die die Stadt von innen schwächte, keinen dauerhaften Schutz bot. Erschwerend für die südmesopotamischen Reiche kam die Tatsache hinzu, dass sich das Umland durch die Einflussnahme großer Reiche nach und nach veränderte. Ab dem 2. Jahrtausends v. Chr. entstanden im Norden und Westen, in Syrien und Obermesopotamien komplexe Gesellschaften, die sozial differenziert strukturiert waren. Eine über der Gesellschaft stehende Kultorganisation war der Tempel. Diese Institution lenkte eine dreigliedrige Gesellschaft, die zu einem überwiegenden Teil mit der Produktion von Dingen beschäftigt war, die dem Lebensnotwendigen dienten, wie z. B. Viehzucht und Ackerbau. Darüber stand eine Minderheit, die in Handel, Gewerbe und Bau beschäftigt war. Über dieser Gruppe stand eine exklusive Elite, die Aufgaben organisierte und delegierte. Der Tempel war zuerst lokales Machtzentrum und vereinte Kult und Herrschaft in sich. Er übernahm die Aufgabe der religiösen Rituale und war gleichzeitig Machtzentrum, das z. B. Güter aus Abgaben und Landwirtschaftsüberschüssen sammelte und verteilte. Die Institution Palast löste den Tempel als lokales Machtzentrum ab. Er hatte keine Kultaufgaben, sondern war reines Herrschaftszentrum. Kult und Herrschaft waren ab diesem Zeitpunkt getrennt15.

Zu diesen differenzierten Gesellschaften gehörten Ebla, Mari und Aleppo- Jamchad. Durch die wachsende Komplexität dieser Stadtstaaten war es für die südmesopotamischen Reiche schwerer geworden, die Rohstoffzufuhr direkt zu kontrollieren. Der Fernhandel wurde zu einem politischen Machtfaktor. Es fand eine Entwicklung der Zentren nach Norden statt. Assyrien und Nordbabylonien wuchsen im Zuge dieser Verschiebung an verkehrsgünstigen Knotenpunkten des Fernhandels. An den Handelsrouten zwischen Syrien und dem Iran entstand Assur unter der Herrschaft von Samši-Adas. Außerdem entstand das babylonische Reich unter Hammurabi. Als Folge entstand Anatolien als neue Peripherie. Der Handel mit Anatolien war fest in assyrischer Hand. Aus dem Iran wurde Zinn geliefert, aus Assyrien und Babylonien kamen Stoffe, die gegen Silber aus Anatolien getauscht wurden16. Durch militärische Aufrüstung und ständige Bereitschaft, in einem Krisengebiet zu intervenieren, kamen diese Großreiche an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Diese Heeresstärke war notwendig um den

,, ...asymmetrischen Austausch mit der gewandelten Peripherie aufrecht [zu erhalten7“17

Daraus entstanden extreme Herrschaftspraktiken wie Massendeportationen und Versklavungen. Hegemonie hing in dieser Phase von mehr Voraussetzungen ab als in der ersten Siedlungsphase der frühen Bronzezeit.

In der späten Bronzezeit (ab ca. 1500 v. Chr.) kamen zu Mesopotamien, Assyrien und Ägypten weitere Machtzentren hinzu, die wiederrum komplexer und expansiver wurden. Hatti (das Hethiterreich) und Mittani waren weitere Machtzentren an der Peripherie, die durch den Fernhandel erschlossen worden waren. In Kleinasien konnten die Eisenerzvorkommen durch bessere Verhüttung effektiver ausgebeutet werden. In der Folge verbesserte sich auch die Produktivität der Landwirtschaft, was die Bevölkerungszahl anhaltend wachsen ließ. Nachdem Mittani in sich zusammengefallen war, konkurrierten Ägypten, die Hethiter und Assur um die Vorherrschaft im Gebiet zwischen Syrien und Palästina18. Die Ägypter übernahmen unter Thutmosis I. (1504-1492 v. Chr.) die Kontrolle über die Levante und dehnten ihr Einflussgebiet bis an den Euphrat aus. Der Orontes bildete eine weitere Grenze des pharaonischen Gebietes in der Levante. Pharao Amenophis II. (1428-1397 v. Chr.) überschritt ihn in einem Feldzug. Es entstanden die drei ägyptischen Provinzen Kanaan, das dem heutigen Palästina entspricht, Upe im Nordosten und Amurru im Norden. Unter König Suppiluliuma gelang es den Hethitern, die Mitanni zu verdrängen und durch Eheallianzen mit dem ägyptischen Königshaus die Macht auch in die Levante auszudehnen. Die Mittani hatten zuvor eine Allianz mit den Ägyptern angestrebt, um dem Wiedererstarken des Hethiterreiches entgegenzuwirken. Ugarit, das im Norden der Levante in einer fruchtbaren Ebene nahe der Küste lag, wurde durch Verträge an das hethitische Reich gebunden, in denen ihm Unterwerfung im Austausch gegen Sicherheit und Wohlstand aufgezwungen wurde. Durch die Nähe zum Hafen von Mahandu (Minet-el-Beida), der zu einem Netz von Häfen gehörte, konnte sich Ugarit am Mittelmeerhandel beteiligen. Durch die Fruchtbarkeit der Böden, auf denen Anbau von Weizen, Wein und Ölbäumen möglich war, konnte mit diesen Agrarprodukten sowie mit Wolle, Pferden, Metallen und Sklaven gehandelt werden. Die Funde in Ugarit umfassen Vasen aus Zypern, Alabaster aus Ägypten und Elfenbein aus Afrika und Indien. Sie lassen auf eine ausgedehnte Handelstätigkeit mit diesen Ländern schließen.

Ugarit war ein wichtiger Handelsplatz und einer der ersten Orte, an dem das alphabetische Schriftsystem entwickelt wurde. Es vereinfachte die Transaktionen, die ein Handel mit verschiedensten Gebieten mit sich brachte. Die Hauptsiedlungsperiode in Ugarit endete zu Beginn des 13. Jh. v. Chr.19.

Nach dem Zusammenbruch des Reiches Mittani konnte der assyrische König Assu-Uballit I. (1353-1318 v. Chr.) die Souveränität Assyriens wieder herstellen und eigenständige diplomatische Beziehungen mit Ägypten aufnehmen. Nach Nomadeneinfällen aus dem Iran und innerer politischer Zersplitterung war Assyrien in die Abhängigkeit von Babylonien geraten, was das Ende des altassyrischen Reiches (1. Hälfte 17. Jh. v. Chr.) zur Folge hatte. Unter Tukulti-Ninurta I. (1233­1197 v. Chr.) gelang Assyrien der vorläufige Höhepunkt seiner Macht durch diplomatische Beilegung einer drohenden Auseinandersetzung mit dem Hethiterreich, Herrschaft über Babylonien und Konsolidierung des Reiches im Norden und Westen. In der Auseinandersetzung mit aramäischen Kleinstaaten schrumpfte Assyrien jedoch wieder auf die Gegend um Assur zurück. Bis zum Ende Assyriens im 7. Jh. v. Chr. spielte aber die Schrift und Sprache der Aramäer in der assyrischen Kultur eine wesentliche Rolle20.

Kurz nach 1200 v. Chr. waren Zentren wie Hattuša in Anatolien , Ugarit in der nördlichen Levante, mykenische Festungsstädte der Peloponnes und des griechischen Festlandes sowie die ägyptischen Königsstädte Memphis und Theben zerstört. Die Ursachen hierfür waren zum einen die Seevölker, von denen in den Inschriften des letzten Pharaos des neuen Reiches, Ramses III. (1187-1156 v. Chr.), berichtet wird. In dem Text aus der Reliefdarstellung heißt es:

,, Die Fremdländer - sie machten ein Bündnis auf ihren Inseln [...]; nicht hielt irgendein Land vor ihren Armeen stand; [und die Länder] von Hatti, Qadi, Qarqemis, Arzawa und Alasa waren nun entwurzelt auf [einen Schlag]. [Es wurde] ein Lager [aufgeschlagen] an einem Orte innerhalb von Amurru; sie vernichteten seine Leute und sein Land, als ob sie nie existiert hätten; sie kamen heran [...], vorwärts nach Ägypten; ihr Bund bestand aus den palastu, den tjkkr, den skrs, den danu(na) und wss; die vereinten Länder - sie legten ihre Hände auf die Länder bis zum Umkreis der Erde; ihre Herzen waren zuversichtlich und vertrauensvoll; sie sprachen zueinander: >Unsere Pläne gelingen!< “21

Dem Eindruck, dass die erwähnten Völker, unter ihnen die danu(na) (möglicherweise Angreifer eines Stammes aus Griechenland, die in der Ilias als danaoi22 bezeichnet werden), gleichzeitig in Ägypten einfielen, widersprechen jedoch Berichte aus der Zeit vor Ramses III. Unter Ramses II. (1279-1213 v. Chr.) wurden „Libyer“ und „Krieger des Meeres“ erwähnt, die Ägypten von außen bedrohten. Überfälle häuften sich unter seinem Sohn Merneptah (1213-1203 v. Chr.) und im Nildelta waren Piraten von unterschiedlicher Herkunft zu finden. Auf einer Inschrift des Merneptah auf der Israel-Stele in Theben-West ist von Getreidelieferungen des Pharao an das Hethiterreich die Rede. Grund hierfür war offensichtlich eine Hungersnot. Aus ugaritischen Texten stammen Berichte von Invasoren, die Ugarit von der Seeflanke her angriffen. Da Kampfspuren in Hattusa, Ugarit und anderen Zentren fehlen, wird von einer kampflosen Aufgabe dieser Städte durch die Bewohner ausgegangen. Des Weiteren wird von Einwanderungswellen und daraus resultierenden Konflikten z. B. der Danaer und Trojaner in den Homerischen Epen berichtet. Innere Konflikte der Zentren in der Levante und der angrenzenden Großreiche könnten Ursache für die Krise dieser Gebiete ab 1200 v. Chr. für den Zerfall der Zentren gewesen sein . Die Vasallenstädte in der Levante ersuchten bereits 1350 v. Chr. wegen Einfällen von Amoritern und entwurzelten Bauern um Beistand durch Ägypten, der jedoch ausblieb. Beide Bevölkerungsgruppen hatten sich zu marodierenden Banden zusammengefunden und waren eine Ursache für die Krise der Machtzentren. Bauern flüchteten aus ihren angestammten Gebieten. Diese Landflucht wurde vermutlich durch die hohen Abgaben ausgelöst. Durch die neue nomadische Lebensweise der Bauern, die in der Folge nicht mehr ihre Felder bestellten, kam es zu Versorgungsengpässen mit Getreide. Hungersnöte und Bevölkerungsrückgang folgten.

Die Assyrer errangen bei Diyarbakir in der heutigen Südwesttürkei einen vernichtenden Sieg über die Hethiter, die von König Tudhiliya IV. (1237-1209 v. Chr.) regiert wurden. Bedingt durch die Schwächung der hethitischen Machtstellung strebten die Sekundogenituren in Syrien und im südlichen Kleinasien mehr Autonomie von der Zentrale in Hattusa an . Usurpationen gegen Tudhaliya verursachten einen blutigen Bürgerkrieg, der dazu führte, dass sich die gesamte Ordnung der östlichen Großreiche und ihrer Vasallenstädte in einer Krise verdichtete, die zur Auflösung dieser Reiche führte. Mesopotamien war weiterhin auf eine zentrale Macht angewiesen, da die Landwirtschaft nur mit intensiver23

Bewässerung betrieben werden konnte. Dazu war eine zentrale Organisationsstruktur notwendig. Im Gegensatz dazu konnte in der kleinräumigen Levante Regenfeldbau betrieben werden, durch den dezentrale Machtstrukturen begünstigt wurden und die selbstorganisierte Bürgergemeinde eines überschaubaren Stadtstaates konnte sich bilden und festigen. Ergebnis dieser Entwicklung war Phönizien24

Nachfolgend setzte sich im südlichen Küstenabschnitt der Levante das Volk der Philister durch, die Palästina bevölkerten25. Desweiteren wurden nomadisierende Stämme der hapiru, der Hebräer, in der Levante sesshaft26. Die Aramäer siedelten ab der Bronzezeit zwischen Nordsyrien und Mesopotamien und waren eine Randgruppe im System der kanaanäischen, hethitischen, hurritischen und assyrischen Palastzentren. Sie waren hauptsächlich Viehzüchternomaden, daneben aber auch sesshafte Ackerbauern in Dorfgemeinschaften, deren Stammesführer in Nachbarschaft zu der Bürokratie der Palastzentren allmählich eine Führungselite bildeten. Wichtige Zentren waren Damaskus , Hamath und Bit Aguši, die jedoch unter Tiglatpilesar III. (743 v. Chr.) in die Tributoberherrschaft der Assyrer gerieten. Ebenfalls unter Assyrische Oberherrschaft gerieten die Nachfolgestaaten der Hethiter, die Luwier, die im südlichen Kleinasien siedelten. Trotz assyrischer Vorherrschaft behielten sie ihre kulturelle Eigenständigkeit27.

2. Die Handelsmacht Phönizien

Ein Volk, dass in der Bibel als Kanaanäer und bei den Griechen als phoinikes bezeichnet wird, schaffte es, seine Strukturen bruchlos fortzusetzen. Im Gegensatz zu den zerstörten Zentren der Assyrer, Hethiter und Ägypter konnten sich die phönizischen Städte auch am Ende der Spätbronzezeit gegen rivalisierende ethnische Gruppen behaupten und blieben bestehen. Um 1100 v. Chr. bestanden im Mittelabschnitt des levantinischen Küstenstreifens die Städte Arados, Byblos, Sidon und Tyros. Sie waren im Fernhandel aktiv und handelten mit der bedeutenden Ressource Zedernholz aus dem Libanongebirge28. Nach dem Zusammenbruch der Palastzentren im Zuge des Seevölkersturmes kam auch der Fernhandel fast zum Erliegen. Auch der Warenaustausch zwischen der Levante und der Ägäis war unterbrochen29. Anhand einer literarischen Überlieferung auf Papyrus, dem Bericht des Wen Amun, der als ägyptischer Handlungsreisender vom Nil an die phönizische Küste reiste, um Zedernholz zu beschaffen, wird die veränderte Situation im Fernhandel deutlich. Beim Empfang Wen Amuns in Byblos verlangte dieser vom Stadtherrn Zekerbaal die Lieferung des benötigten Holzes. Nach dem Verständnis Wen Amuns erwartete dieser als Vertreter der übergeordneten Macht Ägypten, die bisher die Oberhoheit über die phönizische Küstenregion inne hatte, das Zedernholz als Tribut. Zekerbaal brachte die Veränderung in den Herrschaftsverhältnis mit den Worten zum Ausdruck:

“Wenn der Herrscher Ägyptens der Herr meines Eigentums wäre und ich auch sein Vasall, hätte er mir dann mit den Worten: ‘Führe den Auftrag des Amun aus! ‘ Silber und Gold bringen lassen? Waren es etwa Geschenke, die er meinem Vater übersandt hat? Was aber mich, mich selbst, betrifft: Bin ich etwa dein Vasall? Oder bin ich etwa der Vasall dessen, der dich gesandt hat?“30.

Er erkannte damit die Oberherrschaft Ägyptens nicht mehr an. Zekerbaal erreichte schließlich, dass das Zedernholz nur im Austausch von Gold, Silber, Stoffen, Papyrus, Rinderhäuten, Tauwerk, Linsen und Fisch nach Ägypten geliefert wird. Phönizien gewann gegenüber den ehemaligen Herrschern die Verfügungsgewalt über die eigene Ressource Holz. Sie konnte nun eigenständig über sie verfügen und musste sie nicht mehr als Tribut an einen Oberherrn abführen. Die bisherige Bedeutung des Handels auf Grundlage von Schutz und Tribut war nun außer Kraft gesetzt. Phönizien erreichte damit Souveränität und konnte über die Gewinne aus dem Fernhandel frei verfügen31. Zu dem bedeutenden Rohstoff Holz kam als weiteres begehrtes Handelsobjekt der Purpurfarbstoff, der aus der Purpurschnecke
gewonnen wurde, hinzu, der in der klassischen Antike berühmt wurde. Erstmals wird der Purpur bei Homer erwähnt:

„ Wo sie die Peploi, die reichverzierten, bewahrte, die Werke Von sidonischen Frauen “32

Peploi waren knöchellange Gewänder der griechischen Frau mit Gürtel und reichem Faltenwurf33, wie in (2) zu sehen ist:

(2) Peplos

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Später wurden mit Purpur gefärbte Gewänder bei Ovid erwähnt:

“quid de veste loquar? Nec, nunc segmenta require nec quae de Tyrio murice, lana, rubes. (Was soll ich über Kleidung sagen? Weder verlange ich jetzt Goldbesatz, noch dich, Wolle, die du rot bist durch tyrische Purpurschnecken.)“34

Da der Boden in der levantinischen Küste nicht so ertragreich war wie in der mesopotamischen Ebene, entstand für Phönizien die Möglichkeit, dies mit Hilfe der Erträge aus dem Fernhandel auszugleichen. Ein Hinweis darauf ist die Forderung Zederbaals an Wen Amun nach Fisch und Linsen im Tausch gegen das Zedernholz.

[...]


1 Herodot 5, 58. Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien. http://titus.unifrankfurt.de/didact/idg/grie/ grbeisp.htm. Abgerufen am 01.01.2008.

2 Binst, Oliver (Hrg.) (1999). Die Levante. Köln. S. 15

3 Vgl. Hrouda, Barthel (1997). Mesopotamien. Die antiken Kulturen zwischen Euphrat und Tigris. München. S. 14

4 Vgl. Sommer, Michael (2005). Die Phönizier. Stuttgart. S. 10

5 Vgl. Marquis, Philippe (1999). Die Bronzezeit in : Oliver Binst (Hrsg.). Die Levante. Köln. S. 15

6 Vgl. Sommer (2005) S. 10 f.

7 Vgl. Marquis(1999) S. 18

8 Vgl. Marquis (1999) S. 19

9 Vgl. Sommer(2005) S. 10 f.

10 Vgl. Marquis (1999) S. 23 f.

11 Vgl. Marquis (1999) S. 26 f.

12 Vgl. Sommer (2005) S. 13

13 Vgl. Philippe (1999) S. 19

14 Vgl. Marquis (1999) S. 28 f.

15 Vgl. Sommer (2005) S. 20

16 Vgl. Hrouda, Barthel (1997). Mesopotamien. Die antiken Kulturen zwischen Euphrat und Tigris. München. S. 36

17 Vgl. Sommer (2005) S. 12

18 Vgl. Sommer (2005) S. 10 f.

19 Vgl. Marquis (1999) S. 42 f.

20 Vgl. Hrouda (1997) S. 36 f.

21 Edel, E. (1985). Der Seevölkerbericht aus dem 8. Jahr Ramses' III. (Medinet Habu Taf. 46. 15-18). Übersetzung und Struktur in; Festschrift G. Mokhtar, Bd. 1, Kairo , S. 223-237.

22 Zu den Danaern vgl. Latacz, Joachim (2001). Troia und Homer. München, Berlin. S. 160 f.

23 Vgl. Sommer (2005) S. 45 f.

24 Vgl. Sommer (2005) S. 46 f.

25 Vgl. Sommer (2005) S. 56 f.

26 Vgl. Sommer (2005) S. 60 f.

27 Vgl. Sommer (2005) S. 65 f.

28 Vgl. Sommer (2005) S. 69 f.

29 Vgl. Sommer (2005) S. 73 f.

30 Wenamun. (1984). Der Reisebericht des Wen Amun. In Blumenthal, Elke: Altägyptische Reiseerzählungen. Leipzig. S. 2,10 f.

31 Vgl. Sommer (2005) S. 74f

32 Homer. Ilias VI 289 f. Übersetzung in: Hampe, Roland (2005). Stuttgart

33 Vgl. http://www.pompeion.de/pompeion.htm. Abgerufen am 19.04.2008.

34 Ovid. Ars amatoria III in: Gibson, Roy, K. (2003) Cambridge. S. 169 f. Übersetzung Sommer (2005) S. 76

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Details

Titel
Die Beziehungen zwischen den Griechen und der Levante und die Entstehung des griechischen Alphabets
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Alte Geschichte)
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
68
Katalognummer
V94380
ISBN (eBook)
9783640103195
ISBN (Buch)
9783640177776
Dateigröße
2853 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beziehungen, Griechen, Levante, Entstehung, Alphabets, Phönizisches Alphabet, Griechisches Alphabet
Arbeit zitieren
Tanja Malottke (Autor), 2008, Die Beziehungen zwischen den Griechen und der Levante und die Entstehung des griechischen Alphabets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94380

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Titel: Die Beziehungen zwischen den Griechen und der Levante und die Entstehung des griechischen Alphabets


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