Spezialanwendungen der Druckverfahren


Diplomarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ZUSAMMENFASSUNG

ABSTRACT

1 EINLEITUNG
2 DRUCKVERFAHREN
2.1 Hochdruck
2.2 Tiefdruck
2.3 Flachdruck
2.4 Siebdruck

3 TAPETEN
3.1 Historische Entwicklung der Tapeten
3.2 Hauptverfahren der Tapetenherstellung
3.2.1 Leimdruck
3.2.2 Flexodruck
3.2.3 Tiefdruck
3.2.4 Acrylschaumdruck
3.2.5 Prägedruck
3.2.6 Rotationssiebdruck
3.3 Tapetenarten
3.3.1 Papiertapeten
3.3.1.1 Simplex-Papiertapeten
3.3.1.2 Duplex-Papiertapeten
3.3.1.3 Hochprägetapeten
3.3.1.4 Prägedrucktapeten
3.3.2 Tapeten aus Materialkombinationen
3.3.2.1 Vinyl-Tapeten
3.3.2.2 Acryl-Schaumtapete ohne Flitter
3.3.2.3 Acryl-Schaumtapete mit Flitter
3.3.2.4 Granulat-Tapeten
3.3.2.5 Struktur-Profil-Tapeten
3.3.2.6 Vlies-Tapeten
3.4 Sonstige Tapetenarten
3.4.1 Textiltapeten
3.4.2 Velours-Tapeten
3.4.3 Bild-Tapeten
3.4.4 Metalltapeten
3.4.5 Naturwerkstoff-Tapeten
3.5 Wichtige Tapetensymbole
3.5.1 Waschbarkeits-Symbole
3.5.2 Lichtbeständigkeits-Symbole
3.5.3 Ansatz-Symbole
3.5.4 Verarbeitungs-Symbole
3.5.5 Entfernbarkeits-Symbole

4 TEXTILIEN
4.1 Historische Entwicklung des Textildrucks
4.2 Druckarten
4.2.1 Pflatsch- oder Schleifdruck
4.2.2 Auf- oder Direktdruck
4.2.3 Reserve- oder Batikdruck
4.2.4 Ätz- oder Dévorantdruck
4.3 Vorbehandlung
4.3.1 Mechanische Vorbehandlung
4.3.1.1 Schmirgeln
4.3.1.2 Sengen
4.3.1.3 Rauen
4.3.1.4 Gaufrieren
4.3.2 Chemische Vorbehandlung
4.3.2.1 Entschlichten
4.3.2.2 Abkochen
4.3.2.3 Bleichen
4.3.2.4 Mercerisieren
4.3.2.5 Laugieren
4.3.2.6 Chloren
4.3.2.7 Walken
4.3.2.8 Karbonisieren
4.4 Druckfarben und Farbstoffe
4.4.1 Geschichte der Druckfarben und Farbstoffe
4.4.2 Natürliche Druckfarben und Farbstoffe
4.4.3 Synthetische Druckfarben und Farbstoffe
4.4.3.1 Basische oder kationische Farbstoffe
4.4.3.2 Saure oder anionische Farbstoffe
4.4.3.3 Küpenfarbstoffe
4.4.3.4 Dispersionsfarbstoffe
4.4.3.5 Pigmentfarbstoffe
4.4.3.6 Reaktivfarbstoffe
4.4.3.7 AZO-Farbstoffe
4.4.3.8 Direktfarbstoffe
4.4.3.9 Metallkomplex-Farbstoffe
4.5 Drucktechniken
4.5.1 Modeldruck
4.5.2 Druck mit Metallformen
4.5.2.1 Plattendruck
4.5.2.2 Rouleauxdruck
4.5.2.2.1 Herstellung von Rouleauxdruckwalzen
4.5.2.2.1.1 Aufkupferung
4.5.2.2.1.2 Gravur
4.5.2.2.1.3 Verchromung
4.5.3 Schablonen- und Siebdruck
4.5.3.1 Bürst- und Spritzdruck
4.5.3.2 Pigment- und Bronzedruck
4.5.3.3 Siebdruck
4.5.3.3.1 Handsiebdruck
4.5.3.3.2 Maschinensiebdruck
4.5.3.3.2.1 Druck mit flachen Sieben
4.5.3.3.2.2 Druck mit rotierenden Sieben
4.5.4 Transferdruck
4.5.5 Flockdruck
4.5.5.1 Flockmaterialien
4.5.5.1.1 Mahlflock aus Kunstseide
4.5.5.1.2 Mahlflock aus Polyamid
4.5.5.1.3 Mahlflock aus Baumwolle
4.5.5.1.4 Schnittflock aus Kunstseide
4.5.5.1.5 Schnittflock aus Polyester
4.5.5.1.6 Schnittflock aus Polyamid
4.5.5.2 Flockdruckverfahren
4.5.5.2.1 Aufstreuen
4.5.5.2.2 Aufblasen mit Luft
4.5.5.2.3 Vibration
4.5.5.2.4 Elektrostatik
4.5.5.2.5 Elektrostatik und Pneumatik
4.5.5.2.6 Elektrostatik und Vibration
4.5.5.3 Weitere Arbeitsschritte des Flockdrucks
4.5.5.3.1 Klebstoffauftrag
4.5.5.3.2 Trocknung
4.5.5.3.3 Reinigung
4.5.6 Historische Sonderformen
4.5.6.1 Bandhana
4.5.6.2 Echt-Batik
4.5.6.3 Golgas
4.5.6.4 Yuzen
4.5.6.5 Kasuri
4.6 Nachbehandlung
4.6.1 Verhängen und Entwickeln
4.6.2 Dämpfen
4.6.3 Fixieren durch Hitze
4.6.4 Waschen
4.6.5 Entwässern und Trocknen
4.6.6 Reinigen von Weißböden
4.7 Pflegesymbole
4.7.1 Wasch-Symbole
4.7.2 Chlor-Symbole
4.7.3 Bügel-Symbole
4.7.4 Chemische Reinigungs-Symbole
4.7.5 Trocknungs-Symbole

5 ANHANG:
5.1 Anhang A: Literatur- und Quellenverzeichnis
5.2 Anhang B: Abbildungsverzeichnis
5.3 Anhang C: Danksagungen

STICHWORTVERZEICHNIS

ZUSAMMENFASSUNG

Unter dem Begriff „Spezialanwendungen der Druckverfahren“ versteht man im Allgemeinen das Bedrucken von Bedruckstoffen wie Tapeten, Textilien, Bodenbelägen, Keramiken, Tuben, Dosen, Schildern und so weiter.

Im Gegensatz zu anderen Bereichen des modernen Lebens, in denen klassische Methoden der Fertigung meistens durch modernere, durch Computereinsatz unterstützte Methoden, vollständig ersetzt werden, können gerade im Printbereich klassische (historisch verwurzelte, lang erprobte und bewährte Verfahren) und alternative Methoden (jene die auf dem letzten Stand der Technik beruhen), je nach Bedruckstoff nebeneinander existieren oder einander ergänzen.

In dieser Diplomarbeit werden zu Beginn die klassischen Druckverfahren Hoch-, TiefFlach-, und Siebdruck kurz beschrieben um in den folgenden Kapiteln die Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Anwendung dieser in Bezug auf Spezialdruckverfahren leichter feststellen zu können. Konkret geht diese Arbeit im Rahmen der Spezialdruckverfahren auf die Teilgebiete Tapeten und Textilien ein.

Das Kapitel über Tapeten enthält zu Beginn Informationen über deren historische Entwicklung. In weiterer Folge wird auf die beliebtesten sich am Markt befindlichen Tapetenarten, deren Bestandteile, Herstellungstechniken und jeweiligen Charakteristika eingegangen. Abschließend werden noch Symbole, die im Zusammenhang mit der Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen, als auch im Bezug auf die Verarbeitung der Tapete stehen, erläutert.

Bei dem Kapitel über den Textildruck erfolgt anfangs eine Erläuterung der historischen Entwicklung. In Folge werden die unterschiedlichen Druckarten vorgestellt, sowie die möglichen Behandlungen von Textilien vor dem eigentlichen Druck beschrieben. Als nächstes werden die zur Verfügung stehenden Farbgruppen erklärt und die wichtigsten Drucktechniken erläutert, auf die eine Beschreibung der möglichen Behandlungsschritte nach dem eigentlichen Druck folgt. Zum Schluss werden noch die wichtigsten Pflegesymbole bei Textilien behandelt.

ABSTRACT

The term „special-applications of printing-technologies” means in general printing on materials like wallpaper, textiles, floor covering, ceramics, tubes, cans, signs and so on.

In contrary to other parts of modern life in which conventional techniques are being more and more replaced by modern, mostly computer aided techniques, in the area of printing conventional techniques (time tested and approved techniques) and cutting edge techniques (techniques which are based on the latest technical achievements) are able to coexist and complement one another.

In the first chapter of this Diploma Thesis the conventional printing techniques, relief-, gravure-, surface- and screen-printing are described shortly to allow a comparison of analogies and differences to the special-applications in the following chapters and to recognize them easier. Printing on wallpaper and textiles are exemplified in detail in the context of this thesis on special-application of printing technologies.

The chapter on wallpaper starts with their historical development followed by a detailed comment on the best liked types of wallpaper on the market, their constituents, their production engineering and their typical characteristics. Moreover the symbols stating the resistance on environmental impacts, which are completing this chapter, are explained.

In the chapter on textile printing at first the historical development is mentioned in detail. Furthermore the different techniques are explained as well as the possible treatments prior to printing are stated. Next the available pigments are illustrated and facts on the most important printing-techniques are given followed by a description of the possible treatments after the printing-process. At the end the most important symbols for care are discussed.

1 Einleitung

Täglich sind wir in unserem Alltag mit den vielfältigsten bedruckten Materialien konfrontiert. Sei es bedrucktes Papier, wie etwa die Tageszeitung zum Frühstück oder die Tapete an der Wand, Metall, wie zum Beispiel die Verkehrs- und Informationstafeln entlang der Straße oder auch Getränkedosen, Plastik, wie die Folien in die unsere Nahrung verpackt ist oder auch die verschiedensten Stoffe, die uns kleiden.

All diese Dinge sind für uns so selbstverständlich geworden, dass wir uns kaum Gedanken darüber machen wie diese unterschiedlichsten Materialien überhaupt bedruckt werden. Wie aufwendig oder einfach ist der Druckvorgang. Auf welche Dinge muss geachtet werden, um ein qualitativ hochwertiges Endprodukt herstellen zu können. Sind spezielle Farben und Maschinen notwendig, um sie bedrucken zu können, und welche Verfahren existieren dafür überhaupt?

Im Bereich der herkömmlichen Anwendungen der Druckverfahren sind diese Fragen mittels Nachschlagen in in großer Menge vorhandener Fachliteratur relativ einfach zu beantworten. Im Bereich der Spezialanwendungen von Druckverfahren, etwa dem Bedrucken von Tapeten, Bodenbelägen, Textilien, Keramikgegenständen, Blechdosen Blech- oder Kunststofftuben, PC-Tastaturen etc., sind diese Fragen mangels einschlägiger Fachliteratur und restriktiver Informationspolitik von Unternehmensseite bereits bedeutend schwieriger zu beantworten.

In den Bereichen des Tapeten- und Textildrucks werden in der vorliegenden Diplomarbeit die oben angeführten Fragen nach einer kurzen Erläuterung der Hauptdruckverfahren, die vorwiegend dem Überblick und der späteren leichteren Erkennung von Eigenheiten und Unterschieden der jeweiligen Verfahren dient, beantwortet. Aus Platzgründen muss hierbei bei manchen Teilgebieten auf zu große Detailtiefe verzichtet werden. Für eine etwaige auftauchende, speziellere Fragestellung sei an dieser Stelle auf die in Anhang A angeführte Fachliteratur verwiesen, die eine vertiefende Behandlung einzelner Teilgebiete ermöglicht.

Ich hoffe, mit dieser Diplomarbeit einen Überblick über die Techniken, Verfahren und Materialien im Bereich des Tapeten-, beziehungsweise Textildrucks geschaffen und die wesentlichsten Fragen zu diesen beiden Themen beantwortet zu haben.

2 DRUCKVERFAHREN

Um über Druckverfahren sprechen zu können, muss zuerst der Begriff „Drucken“ selbst einmal erläutert werden. Nach Kipphan bedeutet Drucken „ein Vervielfältigen, bei dem zur wiederholbaren Wiedergabe von Informationen (Bild, Grafik, Text) Druckfarbe auf einen Bedruckstoff unter Verwendung eines Druckbildspeichers (z.B. einer Druckform) aufgebracht wird.“(Kipphan; 2000)

Wie wir in der Folge sehen werden, können die unterschiedlichsten Materialien als Bedruckstoff dienen. Je nach zum Einsatz kommenden Materialien und gewünschtem Endprodukt, muss ein genau auf diese Gegebenheiten abgestimmtes Druckverfahren angewendet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Übersicht der vier Hauptdruckverfahren

Zweck dieses Kapitels ist es nicht, die in vier Haupt- und zahllosen Untergruppen unterteilbaren, gängigsten Druckverfahren bis ins Detail zu erklären. Vielmehr dient es dazu, einen kurzen Überblick über die vier Hauptgruppen der Druckverfahren (Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck und Siebdruck, teilweise auch als Durchdruck bezeichnet), zu geben und die wesentlichsten Merkmale dieser in Erinnerung zu rufen, um in den nachfolgend aufgezeigten Spezialanwendungen sowohl identische als auch divergente Verfahrensweisen, beziehungsweise Eigenheiten der jeweiligen Spezialanwendung, feststellen zu können.

Um detaillierteste Informationen über Druckverfahren zu erhalten, sei an dieser Stelle an die im Literaturverzeichnis aufgeführte Fachliteratur verwiesen: (Kipphan; 2000),(van der Linden; 1990) und (Panek 2002.)

2.1 Hochdruck

Die ältesten erhaltenen europäischen Drucke, die mit diesem Verfahren hergestellt wurden, stammen aus der Zeit um 1400, wobei erste Versuche sicher schon wesentlich früher stattgefunden haben. Die Farbe, die beim Hochdruck Verwendung findet, kann sowohl auf Wasser als auch auf Öl basieren.

Für alle Druckverfahren, die zum Hochdruck zu zählen sind, gilt, dass die druckenden Elemente der Druckform höher liegen als die nichtdruckenden, woher sich auch der Name ableitet. Die sich aus der Druckform auf gleiche Höhe abhebenden druckenden Elemente (= Bildelemente) werden, je nach Verfahren, entweder per Handwalze oder durch die Auftragwalze der Druckmaschine mit einer Farbschicht konstanter Dicke versehen. Anschließend erfolgt dann die Farbübertragung von der Druckform auf den Bedruckstoff. Der Bedruckstoff wird bei diesem Verfahren so stark gegen die Druckform gepresst, dass dabei die Farbe auf der Druckform zum Teil an den Rand der druckenden Formelemente geschoben wird, es entsteht ein für den Hochdruck typisches Erkennungsmerkmal: der Quetschrand. Das zweite wesentliche Merkmal stellt die so genannte Schattierung dar, die sich ebenfalls aufgrund des großen Druckes bildet. Sie ist auf der Rückseite, also auf der nichtbedruckten Seite, vor allem bei schrägem Lichteinfall sichtbar (vgl. Kipphan; 2000 und van der Linden; 1990)

2.2 Tiefdruck

Beim Tiefdruck liegen, im Gegensatz zum Hochdruck, die bildgebenden Teile der Druckform vertieft in der Druckform, wohingegen die nichtdruckenden Teile auf konstantem Niveau liegen. Die Entdeckung des Tiefdruckverfahrens wird Kunstschmieden im Mittelalter zugeschrieben. Diese entwickelten seit altersher Methoden, um vertiefte Abbildungen in Metallen mit andersfarbigen Metallen auszufüllen. Um die Qualität und Wirkung ihrer Arbeit beurteilen zu können, füllten sie die tieferliegenden Stellen mit Russ und stellten von der Arbeit einen Abdruck auf Pergament oder Papier her. Außerhalb Westeuropas wurden bisher keine Spuren von frühen Tiefdruckverfahren gefunden.

Beim Tiefdruck muss die Druckplatte, die eine glatte Oberfläche aufweisen muss, am Rand abgeflacht sein, um den Bedruckstoff beim eigentlichen Druckprozess nicht zu beschädigen. Vorwiegend werden Druckplatten aus Metall, die eine Dicke von 1 bis 3 Millimeter aufweisen, verwendet. Am häufigsten bestehen die Platten aus Kupfer, bei speziellen Anwendungen kommen aber auch Stahl, Messing, Bronze, Zink und Kunststoffe zum Einsatz. Das Druckbild selbst kann entweder auf mechanischem (= gravieren) oder chemischem Weg (= ätzen) auf die Druckplatte übertragen werden.

Zu den Merkmalen des Tiefdrucks zählt der Plattenton. Dieser entsteht aufgrund der Tatsache, dass auch bei guter Reinigung der Druckplatte eine, wenn auch sehr geringe,

2.2 Tiefdruck

Menge der Druckfarbe auf der Platte zurückbleibt und diese dann beim Druck auf den Bedruckstoff übertragen wird. Ein weiteres Merkmal ist der Plattenrand. Er entsteht dadurch, dass die meist metallische Druckplatte ihre Facettenränder auf dem Bedruckstoff abzeichnet (vgl. van der Linden; 1990)

Für sämtliche Unterarten des Tiefdruckes, bis auf den Tampondruck, gilt, dass ihre Verbreitung deutlich geringer ist als die aller anderen Druckverfahren. Bei der Herstellung von Sicherheitsdrucken spielt aber der Tiefdruck, nicht zuletzt dank dieser Tatsache, aber eine wesentliche Rolle (vgl. Panek; 2002)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Prinzipien der vier Hauptdruckverfahren

2.3 Flachdruck

Als Entdecker dieser Technik gilt der aus Prag stammende Alois Senefelder, der das heute noch unter dem Namen Lithographie bekannte, ursprüngliche, vorwiegend im künstlerischen Bereich zur Anwendung kommende Verfahren hauptsächlich zum Druck von Partituren einsetzte. Seine erste große Arbeit war der Druck von Mozarts Zauberflöte im Jahre 1798.

Der Flachdruck verwendet fetthaltige Farben, die auf den fettfreundlichen (= lipophil), aber Wasser abstoßenden (= hydrophob) druckenden Stellen der Druckplatte haften, während die nichtdruckenden Stellen durch Befeuchtung mittels Wasser oder speziellem Feuchtmittel frei von Druckfarbe gehalten werden. Da die Druckform, anders als bei den Hoch- und Tiefdruckverfahren, kein Relief aufweist, sondern druckende und nichtdruckende Bildteile auf einer Ebene liegen, spricht man beim Flachdruckverfahren auch von einem chemischen Druckverfahren. Unter den

2.3 Flachdruck

Flachdruckverfahren, spielt heute insbesondere das Offsetverfahren, speziell bei der Produktion von Printmedien, die bedeutendste Rolle. Aufgrund der Tatsache, dass bei dieser Methode das Druckbild an einen Gummizylinder abgegeben und dann erst von diesem auf den Bedruckstoff übertragen wird, zählt man den Offsetdruck zu den indirekten Druckverfahren.

Als Merkmale des Flachdrucks können, aufgrund fehlender oder schwer erkennbarer eigener Charakteristika, das Fehlen von typischen Eigenschaften des Hochdrucks und des Tiefdrucks bezeichnet werden. (vgl Kipphan; 2000), (Panek; 2002), (van der Linden; 1990) und (Wikipedia; März 2004; 1; Offsetdruck; http://de.wikipedia.org /wiki/Offsetdruck)

2.4 Siebdruck

Durch verwenden einer Druckform, deren druckende Bildteile farbdurchlässig sind, erzeugt man beim Siebdruck das Druckbild. Auf die Druckform wird eine pastöse (=dickflüssige) Farbe aufgetragen und mit Hilfe eines Rakels maschinell oder per Hand durch die offenen, farbdurchlässigen Stellen auf den Bedruckstoff gedruckt. Die Druckform, auch Siebdruckschablone oder einfach Sieb genannt, ist ein zumeist aus einem aus Kunststoff oder Metallfäden bestehenden, auf einen Rahmen gespanntes Gewebe. Die ältesten, bekannten Siebe stammen aus dem alten China und wurden aus geflochtenen Pferdeschweifen, später auch aus Naturseide, hergestellt. Heute weisen die zur Anwendung kommenden Siebe eine Fadendichte von 10 bis zu 200 Fäden pro Zentimeter auf. Die am häufigsten verwendeten Gewebe liegen bei einer Fadendichte zwischen 90 und 120 Fäden pro Zentimeter.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Handrakel mit Gummilippe und Holzgriff

Ursprünglich zum Bedrucken von Textilien (= Filmdruck) und Vervielfältigen von großformatigen Texten und Musiknoten, die in der Liturgie Verwendung fanden eingesetzt, erlebte der Siebdruck nach dem zweiten Weltkrieg seine Blütezeit als Dekorations-, Funktional- und Kennzeichnungsdruck. Ebenso bedienten sich namhafte Künstler wie Roy Liechtenstein, Andy Warhol sowie auch Keith Haring früh der Siebdrucktechnik. (Warhols berühmte Campbell Soup ist beispielsweise im Siebdruck entstanden).

Ebenso wäre unsere heutige computerisierte Welt ohne den Siebdruck nicht möglich. Kleinste Stromleiterbahnen und Schaltkreise werden mittels speziellen Siebdrucks auf die Leiterplatten aufgedruckt. Die Fertigung von Solarzellen mittels abgewandeltem Siebdruckverfahren steht kurz vor der Serienreife. Der Siebdruck kommt überall dort zum Einsatz, wo sich andere Druckverfahren wegen Materialbeschaffenheit oder Form des Bedruckstoffes nicht eignen, zum Beispiel bei den sich erhitzenden Drähten bei Autoheckscheibenheizungen, Tachoscheiben, Stoffdrucken, Handyschalen, beim Bedrucken von CDs, bei der Herstellung von Verkehrs- und Hinweisschildern, beim Bedrucken von Glas etc. Diese Anwendungen sind noch nahezu endlos fortsetzbar und sind ohne den Siebdruck nicht herstellbar.

Als ein sicheres Erkennungsmerkmal des Siebdrucks gilt, dass die Gewebestrukturen an den Begrenzungen der druckenden Elemente, wenn auch teilweise nur unter mikroskopischer Betrachtung, sichtbar sind. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass alle nicht mit anderen Druckverfahren bedruckbaren Bedruckstoffe mittels Siebdruck ihre Motive erhalten haben. (vgl Kipphan; 2000), (van der Linden; 1990) und (Wikipedia, März 2004, 2; Siebdruck;http://de.wikipedia.org /wiki/Siebdruck)

3 TAPETEN

Von allen existenten Gestaltungsmitteln, die der Veredelung beziehungsweise der Verschönerung von Wandflächen dienen, spielt die Tapete (von lat. tapetum bzw. mlat. tapeta = Teppich) (vgl Wikipedia; März 2004; 3; Tapete; http://de.wikipedia.org /wiki/Tapete) nach wie vor die größte Rolle. Erklärt man den Fachbegriff „Tapete“, so ist darunter jegliche Art der Wandverkleidung zu verstehen deren Oberfläche aus beliebigem Material, z.B. Papier, Textil oder PVC, deren Rückseite jedoch aus tapezierbarem Papier besteht (vgl. Coswig, 1997) Auf dem Markt befindet sich eine enorme Anzahl unterschiedlich hergestellter Tapeten mit einer ebenso großen Anzahl von unterschiedlichen Eigenschaften. Die jeweiligen Charakteristika einer Tapete hängen stark von der Wahl des Bedruckstoffes, sowie von der Wahl der Fertigungsmethode ab.

Allen Tapetentypen gemein ist jedoch, dass sie gewissen Mindestanforderungen in Masse, Mindest-Wasserbeständigkeit und Farbbeständigkeit gegen Licht genügen müssen. So ist der Flächeninhalt einer Tapetenrolle beispielsweise mit 5,326 m2 +/3% festgelegt, und die Breite einer Rolle muss sich zwischen 50 und 53 cm bewegen. Für nähere Informationen hierzu siehe bitte folgende internationale Normen: DIN EN 233, DIN EN 234, DIN EN 235, DIN EN 259 und DIN EN 266.

3.1 Historische Entwicklung der Tapeten

Wandschmuck ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Die Anfänge sind bis heute als Felsbilder oder Höhlenmalereien erhalten geblieben. Ab dem 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Renaissance, begannen die Menschen, die Wände mit Stoffen und Leder zu schmücken.

Als direkter Vorläufer der heutigen Tapeten gelten die sogenannten Dominotiers oder Domino-Papiere, die bereits im 17. Jahrhundert in Frankreich und England produziert wurden. Bedruckt wurden diese zunächst mit Holzmodeln, die nach dem Prinzip des Hochdrucks arbeiten. Eine Technik, die bereits vom Stoffdruck her bekannt war. Die Motive der Holzmodel ergaben im Zusammendruck einen Rapport (vgl. . Kerzenjeger, März 2004, 1, Geschichte der Tapete, http://www.kerzenjeger.ch/tapeten.htm)

Definition Rapport:

Bezeichnung für ein sich sowohl in Länge und Breite in gleicher Weise wiederholendes gedrucktes Muster oder Motiv bei Geweben, Drucken etc (vgl. Buurman et al; 2002). Das Aneinanderpassen der Muster muss besonders beim nebeneinander Verarbeiten, z.B. beim Tapetenkleben, berücksichtigt werden.

3.1 Historische Entwicklung von Tapeten

Die gesamte Produktion fand zu Beginn in kleineren Werkstätten statt, die sowohl das Papier, als auch die Farben und Druckformen und -motive selbst herstellten. Der wichtigste Pionier auf dem Gebiet der industriellen Fertigung von Tapeten war wohl Jean-Baptist Reveillon (1775-1811) aus Frankreich. Er bedruckte erstmals ganze Rollen im Stück. Diese wurden übrigens nicht nur als Wandschmuck eingesetzt, auch der erste Heissluftballon der Gebrüder Montgolfier verwendete die Tapetenbahnen als Hülle.

(vgl. Kerzenjeger, März 2004, 1, Geschichte der Tapete,http://

www.kerzenjeger.ch/tapeten.htm)

Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hielt mit dem Industriezeitalter auch die maschinelle Fertigung Einzug in der Tapetenerzeugung, wobei als bedeutendste Errungenschaft die Fertigung im Leimdruckverfahren, eine rotative Drucktechnik, angesehen werden kann. Mit fortschreitender technischer Entwicklung hielten auch neue Druckverfahren wie z.B. Flexo- beziehungsweise Tiefdruck Einzug in die Tapetenherstellung.

3.2 Hauptverfahren der Tapetenherstellung

Die meisten Tapetenarten erhalten ihr endgültiges Aussehen durch den Druck des Tapetenmusters. Dies geschieht meist im Rotationsdruck. Die fortschreitende technische Entwicklung von Druckmaschinen, -verfahren und der dabei verwendeten Farben und Papiere gestattet es, heute Tapeten für alle Ansprüche herzustellen. Folgende in Abb.4 aufgeführte Verfahren werden angewendet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Hauptverfahren der Tapetenherstellung

3.2.1 Leimdruck

Das zur Herstellung von Papiertapeten ursprünglich zur Anwendung kommende Verfahren ist der Leimdruck, der zu den Hochdruckverfahren zählt. Der Name leitet sich vom Bindemittel der bei diesem Verfahren eingesetzten Farben her.

Auf den Trommeln der Leimdruckmaschinen (rotatives Verfahren) konnten bis zu 18 Farben in einem Arbeitsgang aufgedruckt werden. Für jede Farbe des Musters ist eine Druckwalze erforderlich. Die hochliegenden, druckenden Teile der Motive auf den massivhölzernen Druckwalzen bestanden aus Metallstegen, meist Messing, die kunstvoll von Formstechern gebogen und danach auf der Walze appliziert wurden. Sollten größere farbige Flächen gedruckt werden, wurde stattdessen Filz für diese Motivteile verwendet. Für einfache Muster kommt der Leimdruck auch heute noch zum Einsatz. Anstatt aus Holz bestehen die heutigen Druckwalzen jedoch aus Kunststoff oder Gummi, aus denen die nichtdruckenden Teile ausgefräst werden (vgl.

Printprocess, März 2004, 1, Lexikon, http://www.printprocess.net/fr01/templates /lexikon.asp?con_language=de&buchstabe=L)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Leimdruck, schematische Darstellung

Man unterscheidet bei im Leimdruckverfahren hergestellten Tapeten mehrere Untervarianten, die unterschiedlich aufwendig in der Herstellung und damit auch unterschiedlich teuer sind. Der preiswerteste Typ ist die "Naturell-Tapete", bei der die Papierschicht nur zu etwa 75 Prozent mit Farbe bedruckt ist. Die Begriffe „Decker“bzw. „Fond-Tapete“ bezeichnen komplett bedruckte Tapeten. Genereller Vorteil der Leimdruck-Tapeten ist, dass durch die Farbe das Papier gegen Vergilben geschützt ist. Als Erkennungsmerkmal dienen die weichen Übergänge im Druckbild und das leichte Ineinanderfliessen der Farben. Hauptsächlich werden mit dem Leimdruckverfahren Papier- und Kunststofftapeten bedruckt. Bei Einsatz speziell abgestimmter Farben

3.2.1 Leimdruck

können aber auch Textiltapeten mit diesem Verfahren bedruckt werden. Der Leimdruck kommt aber heute bei der Tapetenerzeugung nur mehr vereinzelt zum Einsatz.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Leimdrucktapete

3.2.2 Flexodruck

Der Flexodruck zählt, wie auch der in 2.2.1 beschriebene Leimdruck, zu den rotativen Hochdruckverfahren. Seinen Namen verdankt er der ausschließlichen Verwendung von elastischen, flexiblen Druckwalzen. Diese sind so gestaltet, dass alle druckenden Teile erhöht stehen, während alle nicht druckenden Teile tiefer liegen, wie z. B. beim Stempel. Die nichtdruckenden Teile werden mit einem Laser aus der meist aus einer Gummimischung bestehenden Walze herausgeschnitten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Flexodruck, schematische Darstellung

3.2.2 Flexodruck

Neben Papiertapeten werden auch Kunststofftapeten in diesem Verfahren bedruckt. Mit den dabei zum Einsatz kommenden lösungsmittelhaltigen Farben lässt sich, im Gegensatz zu den Leimfarben, auch lasierend übereinander drucken. Das Motiv, beziehungsweise Muster, einer in diesem Verfahren bedruckten Tapete kann daher mehr Farben (z. B. nach dem Mischprinzip Gelb + Cyan = Grün) enthalten als Farbwerke eingesetzt werden. Die dabei eingesetzten Farben selbst sind größtenteils bereits wasserbasierend und somit umweltfreundlich (vgl. Ib-Ditzel; März 2004; 1; Aufbau und Inhaltsstoffe einzelner Tapetenarten; http://www.ib-ditzel.de /id_lexikon02.htm#Tapetenarten). Der Flexodruck findet, ebenso wie der Leimdruck, nur mehr begrenzt Anwendung.

3.2.3 Tiefdruck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Tiefdruck, schematische Darstellung

Der Tiefdruck, genauer: der Kupfertiefdruck, ein Druckverfahren, das auch bei der Herstellung von Zeitschriften angewendet wird, ermöglicht, Muster fotografisch getreu wiederzugeben. Zum Tiefdruck zählen all jene Verfahren, bei denen, im Gegensatz zum Hochdruck, die druckenden Elemente vertieft in der Druckformoberfläche liegen.

Von der Mustervorlage werden Farbauszüge angefertigt, die auf fotomechanischem Wege gerastert auf die Druckzylinder geätzt oder eingraviert werden. Je nach Feinheit des Musters und gewünschtem Farbauftrag gibt es Tiefdruckwalzen mit unterschiedlicher Rasterung. Unter Rasterung versteht man die Zahl der Vertiefungen pro cm. In der Regel werden beim Tapetendruck Walzen mit einem sogenannten 60er

3.2.3 Tiefdruck

Raster, d.h. mit 60 Näpfchen (= Vertiefungen/cm) oder 3600 Näpfchen/cm2 verwendet. Beim eigentlichen Druckvorgang saugt dann der Bedruckstoff die Farbe aus den Vertiefungen der Näpfchen (vgl. van der Linden;1990). Durch das Übereinanderdrucken von sechs Hauptfarben lassen sich feinste Farbverläufe erzielen, die in dieser Art bei anderen Druckverfahren nicht möglich sind.

Durch spezielle Oberflächenbehandlungen wie bedrucken, ätzen, oxidieren, prägen, handkolorieren, lassen sich reizvolle Reflexe erzielen.

Die unter dem Namen Metallic-Tapeten bekannten Wandverkleidungen sind hingegen metallisch bedampfte, also nicht bedruckte, Kunststoff-Folien, die auf ein Trägermaterial kaschiert werden. Die Aluminiumauflage ist hier extrem dünn und durch die Kunststoff-Folie isoliert, sodass hier keine elektrische Leitfähigkeit auftritt.

3.2.4 Acrylschaumdruck

Bei dieser Art der Produktion kommt vorwiegend spaltbares (= Schichten lassen sich voneinander trennen) Duplexpapier zum Einsatz. Duplexpapiere bestehen im Gegensatz zu Simplexpapieren, deren Namen sich aufgrund ihrer Herstellung auf einer mit nur einem Sieb ausgestatteten Papiermaschine ableitet, aus zwei Schichten. Beide Schichten, die obere Zellstoffschicht und die darunterliegende holzhaltige oder aus Recyclingfasern bestehende Schicht, werden direkt auf der Papiermaschine auf zwei Sieben zusammen hergestellt und getrocknet (vgl. Ib-Ditzel; März 2004; 1; Aufbau und Inhaltsstoffe einzelner Tapetenarten; http://www.ib-ditzel.de/id_lexikon02. htm#Duplexpapier).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9: Acrylschaumtapete, Papier mit Muster bedruckt nach 1. Arbeitsgang

3.2.4 Acrylschaumdruck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 10: Acrylschaumtapete, fertige Tapete nach 2. Arbeitsgang

Beim Acrylschaumdruck, der eigentlich eine Spezialform des Tiefdrucks ist, wird zuerst das Papier mit einem Muster im Tiefdruckverfahren bedruckt, das letzte Druckwerk, dessen Walze tiefer geätzt ist, enthält jedoch keine Farbe, sondern einen auf Wasser basierenden Acrylschaum. In der Trockenpartie wird das Wasser verdunstet und der Acrylschaum bei einer Temperatur von ca. 150o Celsius aufgeschäumt. Nach dem Aufschäumen erfolgen das Abkühlen, der Kantenschnitt und Schließlich das Aufrollen auf Verkaufslänge.

Das genannte Verfahren kann natürlich auch in zwei Arbeitsgänge zerlegt werden. In diesem Fall wird zuerst auf einer Tiefdruckmaschine das Muster auf das Papier gedruckt und dieses danach auf Großrolle als Halbfertigware wieder aufgerollt. Diese Großrolle wird dann in einer eigenen Acryl-Druckmaschine, die mit einem oder mehreren Acryldruckwerken ausgestattet sein kann, mit der Acrylpaste versehen. Die weiteren Schritte sind mit dem oben genannten einstufigen Verfahren ident. (vgl Coswig 1997).

3.2.5 Prägedruck

Mit dem Prägedruckverfahren, das zu den Hochdruckverfahren zählt, hergestellte Tapeten besitzen eine reliefartige Oberfläche sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite. Die Verformung der Tapete erfolgt unter großem Druck zwischen zwei Walzen, die meist aus Stahl gefertigt sind, wobei eine davon eine Positiv-, die andere eine Negativprägung des gewünschten Musters aufweist. Die Erhöhungen beziehungsweise Vertiefungen der beiden Walzen „greifen“ beim eigentlichen Druck perfekt ineinander (siehe Abb. 8) und übertragen so das Motiv auf die Tapete, die zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt wird.

Die leichte, über die gesamte Tapetenfläche eingebrachte Prägestruktur wird auch als Gaufrierung bezeichnet. Hauptsächlich dient sie dazu, die Tapetenbahn leichter tapezierbar zu machen, da sie sich durch die leichte dreidimensionale Verformung der

3.2.5 Prägedruck

Wand besser verschieben lässt und somit eine eventuell unregelmäßige Wandfläche besser ausgleicht. Darüber hinaus hat die Prägung natürlich auch gestaltenden Charakter und macht eine bedruckte Papiertapete weniger glänzend (vgl. Ib-Ditzel; März 2004; 1; Aufbau und Inhaltsstoffe einzelner Tapetenarten; http://www.ib- ditzel.de/id_lexikon02.htm#Gaufrierung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 11: Prägedruck, schematisierte Darstellung

Es gibt große qualitative Unterschiede bei Prägetapeten. Diese Qualitätsunterschiede sind der Tapetenrolle beim Kauf nicht anzumerken; erst nach der Tapezierung und dem anschließenden Trocknen stellt sich heraus, ob die Struktur der Tapete überhaupt noch sichtbar ist oder ob durch den Trocknungsprozess das Papier mitsamt seiner Prägestruktur an die Wand gesaugt wurde. Um diesen Nachteil zu umgehen, gibt es schon seit einigen Jahren sogenannte duplierte Prägetapeten. Dabei werden zwei Papierbahnen miteinander mit wasserhaltigen Klebstoffen verklebt und noch feucht geprägt.

3.2.6 Rotationssiebdruck

Aufgrund seiner Besonderheit, vielfältigste Materialien bedrucken zu können, wird der Rotationssiebdruck in der Tapetenerzeugung vorwiegend für in der Herstellung anspruchsvolle Tapeten, z. B. Vinyl-, Textil-, oder Metalltapeten, eingesetzt.

Beim Rotationssiebdruck wird mit einem perforierten Rundsieb, dessen Bespannung aus einem Polyestergewebe, das hoch reißfest, abriebfest, dimensionsstabil und farbabweisend ist, (vgl Wikipedia, März 2004, 2; Siebdruck; http://de.wikipedia.org /wiki/Siebdruck) gedruckt. Die pastose (= dickflüssige) Farbe, die meist auf Basis von PVC, Weichmachern, Füllstoffen und Farbpigmenten aufgebaut ist, wobei als flüssige Bestandteile zumeist höher siedende Benzine verwendet werden, wird in die

3.2.6 Rotationssiebdruck

Siebschablone hineingepumpt und mit Hilfe einer Rakel durch die offenen Maschen des Siebes auf das zu bedruckende Trägermaterial aufgedruckt. (siehe Abb. 12). Pro Farbauftrag benötigt man eine Schablone und ein Farbwerk.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 12: Rotationssiebdruck, schematisierte Darstellung

Der Rotationssiebdruck eignet sich besonders zur Produktion von größeren Stückzahlen von Papier- und Vinyl- beziehungsweise Struktur-Vinyltapeten. Für kleinere Auflagen oder besonders große Muster eignet sich hingegen der Flachsiebdruck.

3.3 Tapetenarten

Aufgrund der enormen auf dem Markt erhältlichen Anzahl von Tapeten, die sich sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrem Herstellungsprozess voneinander unterscheiden, ist eine Einteilung in verschiedene Arten nicht eindeutig möglich. In einigen Werken werden Tapeten nach dem ihrer Herstellung zu Grunde liegenden Druckverfahren klassifiziert, andere Autoren bevorzugen die Unterteilung nach

Materialien (vgl Kaufmann; März 2004; 1; Tapetenarten;http://www.

kaufmanngmbh.ch/tapetenarten.html). In dieser Arbeit erfolgt ebenfalls keine eindeutige, unumstößliche Zuordnung. In der nachfolgenden Einteilung von Tapetenarten werden diese, aus Übersichtsgründen, lediglich in zwei Hauptgruppen eingeteilt. Die erste Hauptgruppe bilden Tapeten, die ganz aus Papier bestehen, im Gegensatz dazu setzt sich die zweite Hauptgruppe aus Tapeten zusammen, welche aus Materialkombinationen bestehen.

3.3 Tapetenarten

3.3.1 Papiertapeten

Sie bestehen ganz aus Papier, wobei sie aus einer oder mehreren Schichten gleichen oder unterschiedlichen Papieren zusammengesetzt sein können. Tapeten, die nur aus einer Schicht bestehen, werden als Simplex-Papiertapeten, solche die aus mehreren Schichten aufgebaut sind, werden als Duplex-Papiertapeten bezeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 13: Papiertapeten, Übersicht

3.3.1.1 Simplex-Papiertapeten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 14: Simplex-Papiertapete, links ohne, rechts mit Gaufrage

Simplex-Papiertapeten können entweder aus einer Schicht holzfreiem oder = holzhaltigem Papier gefertigt sein. Holzfreie (= Papiere aus Zellstoff und mineralischen Füllstoffen, Bezeichnung = h’f) (vgl. Panek; 2002) Tapeten zeichnen sich durch eine sehr gute Lichtechtheit aus, haben jedoch den Nachteil, dass sie, je

3.3.1.1 Simplexpapiertapeten

nach Stärke, mehr oder weniger transparent sind. Ein weiteres Manko einschichtiger, holzfreier Tapeten ist, dass sie bei ihrer Verarbeitung eine möglichst ebene, gut vorbehandelte Fläche erfordern, da die eventuell vorhandenen farblichen Unterschiede oder Unebenheiten sich später als Schattierungen auf der Tapete abzeichnen würden. Dieser Nachteil kann jedoch durch eine zusätzliche Prägung der bereits bedruckten Tapete ausgeglichen werden.

3.3.1.2 Duplex-Papiertapeten

Duplex-Papiertapeten können ebenfalls aus holzhaltigem (= Papier aus einer Mischung aus gebleichten Zellstoffen (chemisch aufbereitet) und Holzschliff (mechanisch aufbereitet, Bezeichnung = h’h) (vgl. Panek; 2002)), holzfreiem oder, was in der Praxis am häufigsten vertreten ist, aus je einer Schicht dieser Papiere aufgebaut sein. Somit kombinieren Duplex-Papiertapeten den Vorteil der Lichtechtheit von holzfreien Papieren mit dem der Opazität (= Undurchsichtigkeit) von holzhaltigen, wobei die holzfreie Schichte jeweils die oberste bildet.

3.3.1.3 Hochprägetapeten

Hochprägetapeten werden, im Gegensatz zu reinen Prägedrucktapeten (siehe 2.3.2.4), immer in 2 Arbeitschritten hergestellt und bestehen meist aus zwei Papierschichten von unterschiedlicher Grammatur (= Flächenbezogene Masse eines Papieres oder Kartons in Gramm pro Quadratmeter, (vgl. Panek; 2002). Im ersten Arbeitsschritt wird ein meist 70 oder 80 g/m2 schweres Papier mit dem gewünschten Muster bedruckt. Im folgenden Maschinengang wird ein meist 90 oder 100 g/m2 schweres holzhaltiges Papier gegenkaschiert und dann geprägt. Die Prägung kann im Rapport oder rapportlos erfolgen. Die Hochprägetapete ist die qualitativ anspruchvollste Papiertapete.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 15: Hochprägetapete auf Duplexpapier mit Tiefdruckmuster, links ohne, rechts mit Prägung

3.3.1.3 Hochprägetapeten

In den letzten Jahren hat eine Unterart der Hochprägetapete an Bedeutung gewonnen, die Weißpräge- oder auch Rauhprägetapete. Für ihre Herstellung werden besonders hohe Papiergewichte für Ober- und Unterbahn verwendet. Die Grammatur dieser Papiere liegt bei 200 bis 230 g/m2. (Fachlich richtig müssten sie also eigentlich schon als Pappe bezeichnet werden.) Auf das Bedrucken der Oberbahn mit Motiven wird bewusst verzichtet, es kommen lediglich Prägemotive zum Einsatz, woher sich auch der Name Weißprägetapete ableitet. (vgl Coswig 1997)

3.3.1.4 Prägedrucktapeten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 16: Prägedrucktapete

Prägedrucktapeten werden im Prinzip ebenso wie Hochprägetapeten hergestellt. (siehe 2.3.1.3) Der einzige, wesentliche Unterschied liegt darin, dass sowohl der Druck als auch die Prägung in einem Arbeitsgang erfolgen, und das Muster nicht schon vorher mittels Tiefdruck auf die Tapete aufgebracht wurde. Qualitativ steht die Prägedrucktapete mit der Hochprägetapete auf einer Stufe.

3.3.2 Tapeten aus Materialkombinationen

Im Gegensatz zu den Tapeten, deren Schichten rein aus Papier bestehen (siehe 2.3.1), existiert eine Vielzahl von Tapeten, bei denen verschiedenste Materialien in Ober- und Unterschicht miteinander kombiniert auftreten. Die Illustration in Abb. 17 stellt eine Übersicht von derartigen Tapeten dar, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ziel ist es nicht, alle auf dem Markt vertretenen Tapetenarten restlos aufzuführen. Es sollen vielmehr die am häufigsten in der Praxis angewendeten angeführt und beschrieben werden.

3.3.2 Tapeten aus Materialkombinationen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 17: Tapeten aus Materialkombinationen, Übersicht

3.3.2.1 Vinyl-Tapeten

Vinyltapeten sind hoch wasserbeständig, scheuerbeständig, und gut lichtbeständig.

(vgl; Vanrheinberg; März 2004; Tapeten; http://www.vanrheinberg.de/maler /tapeten.html) Flachvinyltapeten und Kompakt-Vinyltapeten haben, im Vergleich zu Papier-Tapeten, eine etwas reduzierte Wasserdampfdurchlässigkeit. Tapeten dieser Art werden in diverse Unterarten wie zum Beispiel Flachvinyltapeten (= ohne Relief), Kompaktkvinyltapeten, Strukturvinyltapeten und Hartvinyltapeten unterteilt. Im nachfolgenden wird, um sich nicht zu sehr in Details zu verlieren, der den meisten Vinyl-Tapeten zu Grunde liegende Herstellungsprozess erläutert, wobei je nach Unterart leichte Abweichungen in der Produktion existieren. (Bei Flachvinyltapeten entfällt zum Beispiel die Prägung.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 18: Kompakt-Vinyl-Tapete, bedruckt und geprägt

3.3.2.1 Vinyltapeten

Als Basismaterial für Vinyl-Tapeten dient ein mit PVC beschichtetes, holzhaltiges Papier, das meist eine Grammatur von 90 g/m2 besitzt. Als Faustregel gilt, dass die PVC-Paste ungefähr die gleiche Masse/m2 aufweist, wie das Papier (vgl. Coswig 1997).

Exkurs - PVC-Pasten/Beschichtungen

Neben 40 bis 60 Prozent PVC (= Polyvinylchlorid) in Pulverform, das den Hauptanteil ausmacht, enthalten PVC-Beschichtungen für Tapeten verschiedenste Zusatzstoffe. Diese dienen sowohl der Verbesserung der Verarbeitung als auch der Oberflächengestaltung. Kalzium-/Zink- sowie Kalium-/Zink-Verbindungen beispielsweise dienen als Katalysator (= Substanz, deren Vorhandensein einen Prozess ermöglicht, verbessert, intensiviert oder beschleunigt ablaufen lässt, ohne selbst wesentlich von diesem Prozess betroffen zu sein; vgl Wikipedia; März 2004; 4; Katalysator; http://de.wikipedia.org/wiki/Katalysator) beim Aufschäumungsprozess (vgl. PVCH; März 2004; 1; Vielseitig dekorativ;www.pvch.ch/pdf /produktinfo_tapeten.pdf).

Das mit PVC-Paste beschichtete Papier wird im Tiefdruckverfahren mit einem Muster bedruckt (siehe 2.2.3) und anschließend heiß verformt.

Dieses, Heißprägung genannte, Verfahren kann nur eingesetzt werden, wenn die Kunststoffschicht relativ dick und thermoplastisch (= bei Hitze verformbar) ist. Die noch glatte Tapete wird entweder in einem Heizkanal oder auf Heizzylindern auf die Plastifizierungstemperatur der auf die Tapete aufgetragenen Paste gebracht. Danach wird im heißen, also thermoplastischen, Zustand der Beschichtung die Prägestruktur mit einer gekühlten Prägewalze eingepresst (vgl. Ib-Ditzel; März 2004; 1; Aufbau und

Inhaltsstoffe einzelner Tapetenarten; http://www.ib-ditzel.de/id_lexikon02. htm#Heißprägung .) Die Prägung des Motivs kann „wild“ über das gedruckte Muster oder aber als Rapportprägung durchgeführt werden. Bei letzterer stimmt der Rapport des Musters der Prägewalze genau mit jenem der Tiefdruckwalze überein.

Alle Vinyltapeten sind aufgrund ihres Aufbaus trocken spaltbar abziehbar, das heißt, dass die Oberbahn der Tapeten ohne vorheriges Anfeuchten problemlos abziehbar ist, während die Unterbahn als Makulatur (als Ausgleich von eventuellen Unebenheiten) an der Wand verbleibt.

3.3.2.2 Acryl-Schaumtapete ohne Flitter

Bei der Produktion dieser Tapeten wird vor allem spaltbares Duplexpapier eingesetzt. Das Papier wird zunächst mit einem Muster, meist im Tiefdruckverfahren, bedruckt. Das letzte Druckwerk hat eine tiefer geätzte Walze und druckt im Rapport auf Wasser basierende Acryl-Schaumpaste auf. Nach dem Auftrag der Paste wird mittels Hitzeeinwirkung in einem Trockenkanal das Wasser verdunstet und das Acryl bei

3.3.2.2 Acrylschaumtapete ohne Flitter

einer Temperatur von ungefähr 150oC aufgeschäumt. Nach dem Aufschäumen erfolgen noch Abkühlen, Kantenbeschnitt und Aufrollen auf Verkaufslänge. AcrylSchaumtapeten können auch im Siebdruckverfahren hergestellt werden.

3.3.2.3 Acryl-Schaumtapete mit Flitter

Die Herstellung der Tapete selbst erfolgt nach dem in 2.3.2.2 beschriebenen Verfahren. Hingegen erfolgt bei diesem Typus vor dem Aufschäumen noch das haltbare Aufbringen von Flitter. Dies kann grundsätzlich in zwei Verfahren passieren.

Beim ersten Verfahren wird ein spezieller Klebstoff mittels eines Druckzylinders auf die bereits angetrocknete Acryl-Schaumpaste gedruckt, darauf wird mittels einer speziellen Vorrichtung der Flitter gestreut. Das zweite Verfahren hingegen druckt den in den Klebstoff vermengten Flitter mittels Druckzylinder auf die Tapete auf. Bei beiden Verfahren erfolgen als abschließende Produktionsschritte, wie bei der herkömmlichen Acryl-Schaumtapete, das Aufschäumen der Acryl-Schaumpaste, das Abkühlen, der Kantenschnitt sowie das Aufrollen auf Verkaufslänge (vgl. Coswig, 1997)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 19: Acryl-Schaumtapete mit Flitter

3.3.2.4 Granulat-Tapeten

Unter dem Begriff Granulattapeten werden alle mit zum Beispiel Keramik- oder Porzellanpartikeln, Granit- oder Quarzgestein oder unterschiedlichen Kunststoffgranulaten beschichteten Tapeten, die mit Spezialkleister verklebt werden müssen, zusammengefasst (vgl. Buurman et al; 2002). Auch bei diesem Tapetentypus kommt spaltbares, im Tiefdruckverfahren mit Muster versehenes Duplexpapier als Träger zum Einsatz. Vor dem Aufbringen des Granulates kann, je nach gewünschtem Aussehen des Endproduktes, noch eine Gaufragestation durchlaufen werden, um der Tapete ein stoffliches Aussehen zu verleihen. Die mit Klebstoff bedruckte, eventuell gaufrierte,

3.3.2.4 Granulat-Tapeten

Bahn wird auf eine Streuvorrichtung geführt, wo ein entsprechendes Granulat, abhängig vom Muster, aufgetragen wird. (Bei Acryl- und Vinyl-Tapeten besteht grundsätzlich ebenso die Möglichkeit, Granulat einzustreuen.

3.3.2.5 Struktur-Profil-Tapeten

Bei der Fabrikation dieser Tapeten wird zumeist ein 120 g/m2 schweres, spaltbares Duplexpapier im Siebdruckverfahren mit bis zu sechs Farben mit besonders präparierten PVC-Schaumgrundpasten bedruckt. Zwischen jeder Druckstation ist ein Angelieren (= teilweises Festwerden, Schaum wechselt in einen geleeähnlichen Zustand) bei 160o Celsius in einem Heißluftkanal erforderlich. Nach dem letzten Druckwerk wird die Tapetenbahn in einem Gelierofen auf eine Temperatur zwischen 200o und 210o Celsius erhitzt, um die PVC-Paste aufzuschäumen. Bei diesem Vorgang entstehen die für diese Tapetenart typischen reliefartigen Muster und Strukturen. Ist der Aufschäumungsprozess abgeschlossen, wird die Bahn gekühlt, geschnitten und auf Verkaufslänge aufgerollt.

Struktur-Profil-Tapeten werden in 4 Arten eingeteilt:

- Einfache Struktur-Profil Tapeten

Zu dieser Art werden Tapeten zugeordnet, die ein Erscheinungsbild aufweisen, das einer Raufaser oder Putzstruktur gleicht. Zu beachten ist aber der wesentliche Unterschied zu der eigentlichen Raufasertape, die in der Regel zu über 90 % aus Recyclingfasern besteht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 20: einfache Struktur-Profil-Tapete

Exkurs - Raufasertapete

Raufasertapeten bestehen meist aus mehreren Papierlagen, wobei in die oberste Schicht Holzmehl, kleine Holzspäne oder auch Textilfasern eingepresst werden, welche je nach Größe und Form eine feine bis grobe Struktur ergeben. Je höher

3.3.2.5 Struktur-Profil-Tapeten

die Anzahl der Schichten, desto weißer wirkt die Tapete. Grund hierfür ist, dass die ins Material eingebrachten Fasern oder Späne durch eine Papierschicht abgedeckt sind. Derzeit befinden sich rund zehn unterschiedliche Strukturvarianten auf dem Markt. Raufasertapeten weisen im Normalfall keine Colorierung auf, üblicherweise wird die Dispersionsfarbe erst nach dem Tapezieren auf die Tapete gemalt (vgl. Buurman et al; 2002).

- Hochwert-Struktur-Profil-Tapeten

Hier handelt es sich im wesentlichen um mehrfarbige, gemusterte Struktur-ProfilTapeten.

- Struktur-Profil-Granulat-Tapeten

Diese Tapetenart wird nach dem letzten Druckwerk zusätzlich noch mit Granulat (siehe 2.3.2.4) oder Flitter (siehe 2.3.2.3) bestreut. Das Granulat kann, je nach gewünschtem Muster, ein- oder mehrfarbig sein.

- Rückseitenbeschichtete Struktur-Profil-Tapete

Alle vorhin genannten Arten von Struktur-Profil-Tapeten können eine, exakt auf den Verwendungszweck und die Beschaffenheit der Wand, auf die sie appliziert werden sollen, abgestimmte Rückseitenbeschichtung aufweisen. Eine detaillierte Auflistung aller existenten Beschichtungen würde in diesem Zusammenhang jedoch zu weit führen.

3.3.2.6 Vlies-Tapeten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 21: Vliestapete, geprägt

[...]

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Spezialanwendungen der Druckverfahren
Hochschule
Fachhochschule St. Pölten  (Medientechnik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
110
Katalognummer
V94390
ISBN (eBook)
9783640151370
ISBN (Buch)
9783640155552
Dateigröße
19372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spezialanwendungen, Druckverfahren
Arbeit zitieren
Joachim Endres (Autor), 2004, Spezialanwendungen der Druckverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94390

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