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Migrationspartnerschaften und der Marshall-Plan mit Afrika

Title: Migrationspartnerschaften und der Marshall-Plan mit Afrika

Term Paper , 2020 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Felix Dirsat (Author)

Earth Science / Geography - Geopolitics
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In der vorliegenden Hausarbeit sollen die Migrationspartnerschaften, die die Europäische Union mit den afrikanischen Partnerländern eingerichtet hat sowie die damit einhergehenden Fonds seit November 2015 wie beispielsweise der EU-Nothilfe-Treuhandfonds untersucht werden. Außerdem wird ein neuer initiiertes Projekt, der Marshall-Plan mit Afrika und der damit einhergehenden Compact-with-Africa-Intitiative, betrachtet und in seiner Wirkung zur nachhaltigen Migrations- und Fluchursachenbekämpfung diskutiert. Es soll in erster Linie untersucht werden, inwiefern Migrationspartnerschaften und insbesondere der Marshall-Plan mit Afrika der G20 dazu beitragen, die Migrations- und Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen.
Die Migration von Flüchtlingen und Migrant*innen aus afrikanischen Ländern wird vor allem in der Öffentlichkeit „als besonders massiv, stark steigend und ausschließlich negativ wahrgenommen“. Durch die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 wurde dies besonders deutlich und auch die Europäische Union verfolgt seither verstärkt Maßnahmen, um die Migration und Flucht aus den afrikanischen Herkunfts- und Transitländern sowie deren Ursachen zu bekämpfen. Dies erfolgte zu Beginn jedoch primär durch „eine Strategie der Eindämmung und Auslagerung“ (ebd.), sodass zunächst eine Versicherheitlichung an den Grenzen Europas stattfand und viel weniger Bemühungen gezeigt wurden, die Ursachen vor Ort zu suchen und zu bekämpfen. Doch um den Migrationsdruck innerhalb der afrikanischen Bevölkerung zu mindern und dem Bevölkerungswachstum Afrikas stand zu halten, sollten nachhaltige Maßnahmen zur Migrations- und Fluchtursachenbekämpfung entwickelt und durch die Europäische Union umgehend umgesetzt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Afrika als Partner- und Chancenkontinent Europas

3. Migrationspartnerschaften

3.1 EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika

3.2 Einsatz des EUTF in den Partnerschaftsländern

3.3 Kritik

4. Marshall-Plan mit Afrika

4.1 Compact-with-Africa-Initiative

4.2 Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit der von der Europäischen Union und den G20 etablierten Migrationspartnerschaften sowie des Marshall-Plans mit Afrika bei der nachhaltigen Bekämpfung von Flucht- und Migrationsursachen.

  • Analyse des EU-Nothilfe-Treuhandfonds (EUTF) und dessen Umsetzung in afrikanischen Partnerländern.
  • Untersuchung der Compact-with-Africa-Initiative und ihrer entwicklungspolitischen Relevanz.
  • Kritische Bewertung der Zielkonflikte zwischen kurzfristiger Migrationskontrolle und langfristiger Entwicklungshilfe.
  • Evaluation der Rolle von Privatinvestitionen für die wirtschaftliche Stabilisierung afrikanischer Staaten.

Auszug aus dem Buch

3.3 Kritik

Die Migrationspartnerschaften der Europäischen Union mit ihren afrikanischen Partnerländern sowie die damit einhergehenden Finanzinstrumente wie der EUTF erfahren in ihrer Umsetzung und Durchführung große Kritik.

Die Europäische Kommission sehe den EUTF als innovatives Finanzinstrument, da vor allem eine schnelle Handlungsfähigkeit seitens der Europäischen Union gegeben sei (BARTELS 2018, S. 13). Vorteilhaft sieht auch Kipp (2018) die flexible Nutzung der Gelder in den afrikanischen Partnerländern, da somit angemessener auf die Dynamik der Wanderungsbewegungen reagiert werden könne. Jedoch kritisiert er, dass die Ziel- und Interessenskonflikte innerhalb der EU-Migrationspolitik bestehen bleiben und es zu einer unterschiedlichen Schwerpunktsetzung in der Umsetzung komme (KIPP 2018, S. 12). Beispielsweise sei die Vergabe der Gelder, die aus dem EUTF stammen nicht an die Zustimmung der afrikanischen Partnerländer gebunden, wie dies beim Europäischen Entwicklungsfond der Fall sei, aus dem ein Großteil der Gelder, aus denen der EUTF besteht, stamme (BARTELS 2018, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik der Migration aus afrikanischen Ländern und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die Migrationspartnerschaften und den Marshall-Plan mit Afrika kritisch zu untersuchen.

2. Afrika als Partner- und Chancenkontinent Europas: Dieses Kapitel stellt die wirtschaftlichen Potenziale sowie die demografischen Herausforderungen Afrikas dar und begründet das zunehmende Interesse der EU und G20 an einer Kooperation.

3. Migrationspartnerschaften: Es werden die Entstehung des Migration Partnership Frameworks sowie die Funktion und Finanzierung des EU-Nothilfe-Treuhandfonds detailliert analysiert.

3.1 EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika: Der Abschnitt fokussiert sich auf die Ziele, die Konzeption und die finanziellen Rahmenbedingungen des Treuhandfonds.

3.2 Einsatz des EUTF in den Partnerschaftsländern: Hier wird untersucht, wie und in welchen Bereichen (z.B. Grenzschutz, Sicherheit, Fluchtursachenbekämpfung) die Mittel des Fonds in den afrikanischen Staaten konkret eingesetzt werden.

3.3 Kritik: Dieses Kapitel beleuchtet die Mängel und Zielkonflikte der Migrationspartnerschaften sowie die mangelnde Beteiligung der afrikanischen Partnerländer an der Projektplanung.

4. Marshall-Plan mit Afrika: Das Kapitel führt in das Konzept des Marshall-Plans mit Afrika ein und erläutert dessen entwicklungspolitischen Ansatz sowie die Rolle der G20.

4.1 Compact-with-Africa-Initiative: Hier wird die spezifische Initiative zur Förderung von Privatinvestitionen in afrikanischen Reformländern vorgestellt und deren Funktionsweise beschrieben.

4.2 Kritik: Es werden die Schwächen des Marshall-Plans sowie der Compact-with-Africa-Initiative hinsichtlich ihrer Zielerreichung und der vernachlässigten Bildungs- und Strukturfragen diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass beide Konzepte bisher primär kurzfristige Maßnahmen sind und eine nachhaltige Fluchtursachenbekämpfung bisher nicht leisten konnten.

Schlüsselwörter

Migrationspartnerschaften, Marshall-Plan mit Afrika, EU-Nothilfe-Treuhandfonds, EUTF, Compact-with-Africa-Initiative, Fluchtursachenbekämpfung, Migrationskontrolle, Privatinvestitionen, Wirtschaftswachstum, Entwicklungspolitik, G20, Afrikanische Länder, Infrastruktur, Reformpartnerschaften, Europäische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Strategien der Europäischen Union und der G20, um durch spezielle Migrationspartnerschaften und Investitionspläne Flucht- und Migrationsursachen in afrikanischen Ländern nachhaltig zu bekämpfen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der EU-Nothilfe-Treuhandfonds (EUTF) sowie die Compact-with-Africa-Initiative im Rahmen des sogenannten Marshall-Plans mit Afrika.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, inwiefern diese Konzepte tatsächlich dazu beitragen, Migrationsursachen nachhaltig zu bekämpfen, anstatt lediglich kurzfristige migrationspolitische Interessen der EU zu verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, bei der er bestehende Studien, Berichte und Konzepte (wie den Valletta-Aktionsplan oder die Agenda 2063) im Kontext der Migrationspolitik auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Migrationspartnerschaften und deren Finanzinstrumente (EUTF) sowie deren konkrete Umsetzung in afrikanischen Ländern untersucht. Anschließend folgt die Analyse des Marshall-Plans mit Afrika und der Compact-with-Africa-Initiative.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Migrationspartnerschaften, EUTF, Marshall-Plan mit Afrika, Fluchtursachenbekämpfung, Privatinvestitionen und entwicklungspolitische Ziele.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Privatinvestitionen im Marshall-Plan?

Der Autor stellt fest, dass der Fokus auf Privatinvestitionen im Ansatz zwar richtig ist, aber die kritischen sozialen Bereiche wie Bildung und staatliche Funktionen vernachlässigt werden, wodurch das Ziel einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung gefährdet ist.

Warum kommt der Autor zu einer eher kritischen Schlussfolgerung?

Das Fazit zeigt auf, dass die untersuchten Instrumente bisher vorrangig als kurzfristige Maßnahmen zur Eindämmung von Migration fungieren und die tiefgreifenden, komplexen Fluchtursachen durch die gewählten Ansätze nicht nachhaltig beseitigt werden.

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Details

Title
Migrationspartnerschaften und der Marshall-Plan mit Afrika
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,7
Author
Felix Dirsat (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V944706
ISBN (eBook)
9783346286154
ISBN (Book)
9783346286161
Language
German
Tags
Migrationspartnerschaften EUTF Marshall Plan Afrika Europa Europäische Union Compact with Africa Initiative Nothilfe Treuhandfonds External Investment Plan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Dirsat (Author), 2020, Migrationspartnerschaften und der Marshall-Plan mit Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944706
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