Das Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für Startup-Unternehmen aufzuzeigen. Außerdem soll gezeigt werden, wie sich Startups unkonventionell finanzieren lassen und welche Faktoren den Erfolg von Startups bestimmen.
Startup-Unternehmen haben in den vergangenen Jahren immer häufiger für Schlagzeilen gesorgt und befinden sich aktuell immer noch im Fokus der Medien. Heute zählen ehemalige Startup Unternehmen wie Facebook, Google oder Apple zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen weltweit. In der New Economy machen Startup-Unternehmen wie Snapchat, Uber oder Airbnb mit Milliarden Nutzern auf sich aufmerksam. Startup Unternehmen starten meist mit geringem Startkapital und müssen sich am Markt noch etablieren. Daher sind sie auf Beteiligungen von etablierten Unternehmen bzw. Investoren angewiesen. Zu diesen Investoren gehören bspw. Business Angels und Venture Capital Unternehmen, die sich durch ihre Investitionen Anteile am Unternehmen sichern. Ihre Aufgabe besteht darin, Unterstützung des Startup Unternehmens zu leisten. Startup Unternehmen sind für ein überproportionales Wachstum bekannt, sind jedoch mit einem sehr hohen Risiko behaftet. Um die Risiken einschätzen zu können, sind etablierte Unternehmen an einer möglichst genauen Bewertung des Startups interessiert. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young berichtet im Start-up-Barometer Deutschland 2018, dass das Investitionsvolumen von Venture Capital auf knapp 4,3 Milliarden Euro gestiegen ist und somit immer häufiger Investitionen von Startup-Unternehmen durchgeführt werden. Angesicht dieser Tatsache soll in dieser Arbeit untersucht werden, durch welche Möglichkeiten Startups finanziert werden können. Ferner sollen die Erfolgsfaktoren für Startups erläutert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung, Motivation und Zielsetzung
2. Grundlagen zu Startups
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Finanzierungsphasen eines Startups
2.2.1. Seed-Stage
2.2.2. Startup-Stage
2.2.3. Growth-Stage
2.2.4 Later-Stage
2.2.4. Steady-Stage
2.3. Barrieren für Startups
2.4. Erfolgsfaktoren
2.4.1. Erfolgsfaktoren nach Kollmann
2.4.2. Erfolgsfaktoren nach Faltin
3. Finanzierungsmöglichkeiten für Startups
3.1. IHK, KFW und ESF
3.2. Crowdfunding
3.3. Business Angels
3.4. Venture Capital
4. Fallstudie
5. Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfragen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten von Startup-Unternehmen und identifiziert kritische Erfolgsfaktoren, um Gründern eine Orientierungshilfe für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu bieten.
- Analyse der verschiedenen Finanzierungsphasen von Startups
- Identifikation und Erläuterung zentraler Erfolgsfaktoren
- Gegenüberstellung klassischer und alternativer Finanzierungsquellen
- Untersuchung der Bedeutung immaterieller Werte für den Erfolg
- Praxisnahe Evaluation der Herausforderungen durch eine Fallstudie
Auszug aus dem Buch
2.4.1. Erfolgsfaktoren nach Kollmann
Kollmann identifiziert insgesamt fünf Erfolgsfaktoren für Startups. Kollmann postuliert, dass Management, Finanzen, Prozesse, Marktzugang/Netzwerk und das Produkt/die Dienstleistung eines Start-Ups die entscheidenden Erfolgsfaktoren darstellen. Im Folgenden werden die einzelnen Faktoren erläutert.
Unter Management versteht Kollmann vor allem den kompetenten Gründer sowie das Team. Dabei sind nicht nur die Kompetenzen der einzelnen Gründungsmitglieder wichtig, sondern auch ihre Persönlichkeiten bzw. das Interesse am Unternehmen, am Produkt und am Projekt. Analytisches Denken und technisches Know-How sind in der Moderne von großer Bedeutung und für Start-Ups nach Kollmann existenzentscheidend.
Bezüglich des Produktes ist es wichtig, dass es eine Funktion erfüllt, ein Problem löst und im Allgemeinen einem Kunden als nützlich kommuniziert werden kann, sodass der Kunde bereit ist für das Produkt zu bezahlen. Um die Anforderungen der modernen Kunden zu erfüllen, ist es zudem wichtig, regelmäßig Feedback einzuholen und den Service/das Produkt stetig zu verbessern.
Mit Marktzugang/Netzwerk sind der Einzug sowie die Etablierung des Produktes auf dem Markt und der Aufbau eines Kundenstammes gemeint. Hier sind Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikation entscheidende Werkzeuge, um den Platz im Markt zu sichern. Die besondere Stärke von Start-Ups ist hierbei die hohe Flexibilität, die große, eingesessene Unternehmen nicht haben. So können Start-Ups schnell auf Bedürfnisse der Kunden reagieren und Produktanpassungen entsprechend kurzfristig realisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung, Motivation und Zielsetzung: Einführung in die Relevanz von Startups und Definition der Forschungsfragen zur Finanzierung und Erfolgsfaktoren.
2. Grundlagen zu Startups: Definition des Startup-Begriffs, Aufteilung der Finanzierungsphasen sowie Analyse von Barrieren und theoretischen Erfolgsfaktoren.
3. Finanzierungsmöglichkeiten für Startups: Darstellung verschiedener Finanzierungsoptionen von staatlichen Förderprogrammen bis hin zu Venture Capital.
4. Fallstudie: Empirische Untersuchung der Herausforderungen und Finanzierungspraktiken deutscher Startups basierend auf einer PwC-Studie.
5. Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfragen: Synthese der Erkenntnisse zur Beantwortung der eingangs formulierten Fragen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Finanzierungssituation und Bedeutung immaterieller Werte für den langfristigen Erfolg.
Schlüsselwörter
Startups, Finanzierung, Venture Capital, Business Angels, Erfolgsfaktoren, Entrepreneurship, Crowdfunding, Unternehmensgründung, Finanzierungsphasen, Marktzugang, Innovationsmanagement, Kapitalbedarf, Risikokapital, Immaterielle Werte, Controlling
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Finanzierungsmöglichkeiten für Startup-Unternehmen und den entscheidenden Erfolgsfaktoren, die für den Markteinstieg und das Wachstum junger Unternehmen relevant sind.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Lebenszyklen von Startups, den Finanzierungsformen (von Eigenfinanzierung bis zu Venture Capital) und den Erfolgsfaktoren nach theoretischen Modellen sowie einer praktischen Fallstudie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über verfügbare Finanzierungsmöglichkeiten zu geben und zu zeigen, welche Faktoren – jenseits des reinen Kapitals – maßgeblich zum Erfolg eines Startups beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Literaturanalyse mit der Auswertung einer empirischen Studie (PwC) kombiniert, um die theoretischen Aspekte durch Praxisdaten zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Phasen, Erfolgsfaktoren), Finanzierungsmöglichkeiten und eine Fallstudie zu den Herausforderungen von Startups detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Startups, Finanzierung, Venture Capital, Erfolgsfaktoren, Entrepreneurship und immaterielle Werte beschreiben.
Was unterscheidet Business Angels von Venture Capital Gesellschaften laut der Arbeit?
Während Business Angels meist als aktive Privatpersonen in frühen Phasen investieren, agieren Venture Capital Gesellschaften als institutionelle Fonds, die oft erst in späteren Phasen bei höherem Kapitalbedarf einsteigen.
Welche Rolle spielen immaterielle Werte laut dem Fazit der Arbeit?
Die Arbeit schlussfolgert, dass immaterielle Werte – wie Team-Kompetenz und Vision – zunehmend entscheidender für den Erfolg werden und oft eine Alternative zur reinen Fremdfinanzierung darstellen können.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Finanzierungsmöglichkeiten für Startups und ihre Erfolgsfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944725