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Sprache in Werbung. Wie sich Texte zu Bioprodukten von denen zu Nicht-Bioprodukten unterscheiden

Titel: Sprache in Werbung. Wie sich Texte zu Bioprodukten von denen zu Nicht-Bioprodukten unterscheiden

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Leitfrage gilt in dieser Arbeit, inwieweit sich Verpackungstexte von Bio-Produkten von denen der Nicht-Bio-Produkte unterscheiden, um eine gesonderte Stellung im Werbemarkt zu erhalten.
Wichtig zur Erarbeitung dieser Thematik ist die systematische und schrittweise Herangehensweise. Es wird zunächst untersucht, welche Produkte aus der Lebensmittelbranche gewählt wurden, nachdem anschließend Kaufentscheidungen und Kaufmotive geklärt werden, da sie entscheidend für die Werbung sind, und diese darauf eingehen muss. Daraufhin soll eine semantische Analyse folgen. Sie ist zudem Einleitung in den linguistisch geprägten Analyseteil, bei dem in zweiter Hinsicht auch pragmatische Mittel, derer sich die Verpackungstexte bedienen, aufgeführt werden. Dieser Teil führt zu der persuasiven Bearbeitung der gewählten Beispieltexte, da diese als Abschluss für die Ausarbeitung dienen soll. Jedoch wird die gesamte Thematik nochmals in einem Fazit zusammengefasst, wobei die wichtigsten Ergebnisse aufgegriffen werden.

Das Werben um Kunden gehört zum Alltag eines Konsumenten genauso wie der morgendliche Kaffee. Um nicht in unterschiedlichen Umwelteindrücken unterzugehen, hierbei ist die Vielzahl der Werbung und Anzeigeflächen gemeint, muss sich die Werbung verschiedener Strategien bedienen. Beim Einkaufen ist es zu aller erst die Verpackung, die einem Konsumenten ins Auge fällt. Möchte dieser sich genauer über ein Produkt informieren, so liest er sich neben Zutatenliste auch den Verpackungstext durch. Diese Texte lassen sich neben herkömmlichen Lebensmitteln auch auf Bio-Lebensmittelverpackungen finden und weisen teilweise signifikante Unterschiede auf, weshalb sich die folgende Ausarbeitung mit dieser Thematik auseinandersetzten möchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der Thematik mit anschließender Betrachtung der Kaufmotive

2.1 Warum eine Beschäftigung mit dem beigestellten Fließtext einer Verpackung?

2.2 Entscheidungsbeeinflussung des Konsumenten

2.3 Kaufmotive des Konsumenten

2.3.1 Preda. Das Retten von Kindern als moralische Erhebung des Einzelnen?

3. Eine Analyse aus pragmatischer Perspektive

3.1 Textform- und funktion

3.2 Sprechhandlungstypen

4. Argumente

4.1 Konventionalisierte Schlussregeln

4.2. Inhaltlichen Argumentationsstrategien

5. Persuasive Kommunikation der Verpackungstexte

6. Semantische Aufwertung

6.1 Steigernde Kompositionen

6.2 Entkonkretisierung

6.3 Aufwertende Appellative

6.4 Benennung der Waren mit Hochwertwörtern

6.5 Charakterisierung durch hoch-wertende oder superlativische Adjektive

6.6 Superlativ und Komparativ

6.6.1 Superlativ

6.6.2 Bestimmter Artikel

6.6.3 Sinngemäß superlativische Ausdrücke

6.6.4 Komparativ

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht linguistisch-pragmatisch, inwieweit sich Verpackungstexte von Bio-Produkten von denen konventioneller Lebensmittel unterscheiden, um eine gesonderte Positionierung im Werbemarkt zu erzielen. Dabei werden neben kaufentscheidenden Motiven insbesondere die verwendeten Sprechakte, Argumentationsstrategien und semantischen Aufwertungsmechanismen analysiert.

  • Analyse von Konsumentenverhalten und Kaufmotiven
  • Pragmatische Untersuchung von Sprechhandlungstypen in Werbetexten
  • Vergleich von Argumentationsmustern bei Bio- und Nicht-Bio-Produkten
  • Untersuchung persuasiver Strategien und Kommunikationsfunktionen
  • Analyse semantischer Aufwertungsverfahren wie Superlative und Hochwertwörter

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprechhandlungstypen

In dem folgenden Teil der Arbeit werden einzelne Sprechakte aus den ausgewählten Verpackungstexten analysiert und in Vergleich gesetzt. Bei dieser Analyse orientieren wir uns an dem Vorgehen von Dieter Flader, der in seinen Aufzeichnungen „Strategien der Werbung“ drei charakteristische Sprechhandlungstypen vorstellt, die vermehrt in werbenden Texten integriert sind: Die Behauptungshandlung, die Empfehlungshandlung und die Präskriptionshandlung. Bevor mit einer genauen Analyse begonnen wird ist es notwendig, einige wichtige Termini der Pragmatik darzustellen.

Sprechakte können nach Searl in bestimmte Sprechaktklassifikationen eingeordnet werden. Hierbei sind für unsere Analyse vor allem die Assertiva und die Direktvia relevant, da sie eine hohe Frequenz in werbenden Texten aufweisen. Hinsichtlich assertive Sprechakte legt der Sprecher fest, dass die durch die Äußerung ausgedrückte Proposition, also der ausgesagte Inhalt des Sprechaktes, wahr ist. Der illokutionäre Akt wäre hier eine Behauptung, Feststellung oder Mitteilung (Finkbeiner, S.18). Der illokutionäre Akt ist die „Komponente die beschriebt, als was die Äußerung gelten soll […]“ (ebd., S.14). Sie ist somit kontextvariabel. Bei direktiven Sprechakten ist der illokutionäre Akt meistens ein Befehl, eine Aufforderung oder ein Bitten. Mit diesem Sprechakt versucht der Sender den Empfänger zu einer bestimmten Handlung zu bringen (ebd., S. 18). Sprechakte sind an Präsuppositionen, Propositionen, die im Kontext erfüllt seien müssen, um bestimmte Teile einer Äußerung überhaupt sinnvoll verstehen zu können, gekoppelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung von Verpackungstexten für die Kaufentscheidung und definiert die Leitfrage hinsichtlich der Unterschiede zwischen Bio- und Nicht-Bio-Produkten.

2. Vorstellung der Thematik mit anschließender Betrachtung der Kaufmotive: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Fließtextes auf Verpackungen und analysiert verschiedene psychologische Kaufmotive wie Gesundheit, Geschmack und ethischen Konsum.

3. Eine Analyse aus pragmatischer Perspektive: Hier werden die Texte hinsichtlich ihrer Textform, Funktion und der verwendeten Sprechhandlungstypen nach der Theorie von Flader untersucht.

4. Argumente: Dieses Kapitel widmet sich den strategischen Argumentationsmustern und untersucht, inwieweit die Verpackungstexte produkt-, sender- oder empfängerbezogene Argumente verwenden.

5. Persuasive Kommunikation der Verpackungstexte: Es erfolgt eine Betrachtung der persuasiven Teilfunktionen wie Aufmerksamkeitssuche, Verständlichkeit und Erinnerung, die dazu dienen, den Konsumenten zum Kauf zu bewegen.

6. Semantische Aufwertung: Dieses Kapitel analysiert linguistische Mittel zur Aufwertung von Produkten, darunter Kompositionen, Hochwertwörter, Adjektive sowie Superlative und Komparative.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei insbesondere die stärkere Verwendung von Werten und emotionaler Argumentation bei Bio-Produkten hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Verpackungstext, Werbesprache, Bio-Lebensmittel, Kaufmotive, Sprechakte, Persuasion, Argumentationsstrategien, Semantische Aufwertung, Konsumentenverhalten, Werbekommunikation, Assertiva, Direktiva, Hochwertwörter, Lebensmittelwerbung, Marketing.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht linguistische und pragmatische Unterschiede in den Verpackungstexten von Bio-Lebensmitteln gegenüber konventionellen Produkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Kaufmotiven, der Struktur der Werbesprache, argumentativen Strategien und sprachlichen Mitteln zur semantischen Aufwertung von Waren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Leitfrage lautet, inwieweit sich die Verpackungstexte von Bio-Produkten von denen der Nicht-Bio-Produkte linguistisch unterscheiden, um sich eine besondere Stellung im Werbemarkt zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine linguistisch-pragmatische Analyse, basierend auf Theorien von Autoren wie Nina Janich, Dieter Flader und Ruth Römer, angewandt auf ausgewählte Textkorpora.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sprechaktanalyse, eine Untersuchung der Argumentationsstrategien und eine detaillierte semantische Analyse verschiedener Aufwertungsformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neben der Werbekommunikation vor allem die Begriffe Persuasion, Sprechhandlungstypen, Argumentationsmuster sowie verschiedene Klassen der semantischen Aufwertung.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Bio-Produkten und herkömmlichen Waren?

Der Autor beobachtet, dass Bio-Produkte stärker auf emotionale und empfängerbezogene Argumente setzen, um einen höheren Preis und ethische Aspekte zu rechtfertigen.

Welche Rolle spielen „Hochwertwörter“ in der Analyse?

Hochwertwörter dienen der positiven Bewertung von Produkten, wobei der Autor besonders deren Verschiebung hin zu „Schlüsselwörtern“ im aktuellen Sprachgebrauch hervorhebt.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprache in Werbung. Wie sich Texte zu Bioprodukten von denen zu Nicht-Bioprodukten unterscheiden
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
32
Katalognummer
V944741
ISBN (eBook)
9783346310750
ISBN (Buch)
9783346310767
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprache werbung texte bioprodukten nicht-bioprodukten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Sprache in Werbung. Wie sich Texte zu Bioprodukten von denen zu Nicht-Bioprodukten unterscheiden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944741
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Leseprobe aus  32  Seiten
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