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Dem Leben widerstehen. Das Konzept der Resilienz

Title: Dem Leben widerstehen. Das Konzept der Resilienz

Term Paper , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Loth (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Diese soziologische Hausarbeit stellt das Konzept der Resilienz, also der menschlichen Widerstandsfähigkeit gegenüber Widrigkeiten, vor. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die Fähigkeit zur Resilienz bei Kindern gelegt. Es werden der Sinn und praktische Nutzen des Konzeptes diskutiert. Die Pionierstudie von Emmy E. Werner et al. wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Die Arten von Faktoren, welche die Fähigkeit "Resilienz" bestimmen, werden ausführlich analysiert.

Als Basis der Arbeit dient eine breit gefächerte Anzahl wissenschaftlicher Quellen aus den Gebieten der soziologischen Sozialisationsforschung, Psychologie, Pädagogik und der systemischen Therapie. Die Auseinandersetzung mit amerikanischen Resilienzforschern stellt den Bezug zur Psychologie her, aus welcher das Konzept stammt. Der Schlussteil gibt nochmals einen Ausblick auf die Anwendungsgebiete diese Resilienzkonzepts.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist „Resilienz” ?

1.1 Die Wortbedeutung

1.2 Voraussetzungen und Entwicklung in der Forschung

1.3 Entstehung des Begriffes „Resilienz“

1.4 Definitionsmöglichkeiten

1.5 Resilienz als Eigenschaft?

1.6 Der Erwerb von Resilienz

2. Die „Kauai Longitudinal Study"

2.1 Aufbau und Ergebnisse

2.2 Die Besonderheiten dieser Studie

2.3 Förderliche Faktoren

2.4 Abschließende Bemerkungen

3. Einflussfaktoren

3.1 Ressourcen

3.2 Schutzfaktoren

3.3 Risikofaktoren

4. Der Nutzen des Resilienzkonzepts

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Resilienz, insbesondere dessen Anwendung und Bedeutung im Kontext kindlicher Entwicklungsprozesse unter widrigen Lebensumständen.

  • Begriffsherkunft und wissenschaftliche Definitionen von Resilienz
  • Analyse der Kauai Longitudinal Study als Pionierstudie
  • Identifikation und Differenzierung von Risiko- und Schutzfaktoren
  • Bedeutung von Ressourcen für die Krisenbewältigung
  • Nutzen und praktische Anwendung des Resilienzkonzepts in Prävention und Beratung

Auszug aus dem Buch

2. Die „Kauai Longitudinal Study"

Wenn man die einschlägige Fachliteratur zum Thema Resilienz studiert stößt man immer wieder auf den Namen Emmy E. Werner und liest von ihrer entwicklungspsychologischen Längsschnittstudie mit Kinder der hawaiianischen Insel Kauai. Diese Studie wird hervor gehoben als Pionierleistung und Meilenstein für die Resilienzforschung und als „one of the most ambitious studies of resilience“. Es stellt „eines der aufregendsten Forschungsprojekte“ dar. Was macht diese Studie so besonders, dass sie in Fachkreisen so hervorgehoben erwähnt wird?

2.1 Aufbau und Ergebnisse

Diese Untersuchung führte Werner ab 1955 gemeinsam mit „Kinderärzten, Psychologen und Mitarbeitern der Gesundheits- und Sozialdienste“ durch. Diese Forschungsgruppe begann eine Geburtskohorte von 689 asiatischen und polynesischen Kinder ab der pränatalen Periode zu beobachten. Von Interesse waren dabei die biologischen und psychosozialen Risikofaktoren, sowie stressige Ereignisse und Schutzfaktoren, welche Einfluss auf die Entwicklung dieser Kinder ausübten. Die Forscher beobachten diese Individuen postpartum und im Alter von 1, 2, 10, 18, 32, und 40 Jahren.

Die Entwicklung war bei 30 Prozent dieser Kinder durch hohe Risiken gefährdet. Werner benennt als Risiken „[…] chronische Armut …, geburtsbedingte Komplikationen …, elterliche Psychopathie und dauerhafte Disharmonie...“ innerhalb der Familie.

Welche Folgen hatten diese Risiken ?

„Zwei Drittel dieser Kinder, die im Alter von zwei Jahren schon vier oder mehr Risikofaktoren ausgesetzt waren, entwickelten dann auch schwere Lern- und Verhaltensprobleme in der Schulzeit, wurden straffällig und hatten psychische Probleme im Jugendalter.

Auf der anderen Seite entwickelte sich ein Drittel dieser Kinder trotz der erheblichen Risiken, denen sie ausgesetzt waren, zu leistungsfähigen, zuversichtlichen und fürsorglichen Erwachsenen.“

Dieses letzte Drittel sind die resilienten Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Sozialisation und erste Herleitung des Resilienzbegriffs bei Kindern.

1. Was ist „Resilienz” ?: Theoretische Einordnung des Begriffs, seiner Etymologie sowie der Entwicklung in der Forschung von einer Eigenschaft hin zu einer erwerbbaren Fähigkeit.

2. Die „Kauai Longitudinal Study": Präsentation der wegweisenden Langzeitstudie von Emmy E. Werner und Darstellung der förderlichen Faktoren resilienter Kinder.

3. Einflussfaktoren: Differenzierte Betrachtung von Ressourcen, Schutzfaktoren und Risikofaktoren sowie deren komplexes Zusammenspiel.

4. Der Nutzen des Resilienzkonzepts: Diskussion über die praktische Relevanz des Konzepts für Beratungs- und Präventionsprogramme.

5. Resümee: Zusammenfassende kritische Reflexion des Resilienzbegriffs und dessen Bedeutung für die Soziologie und Praxis.

Schlüsselwörter

Resilienz, Sozialisation, Kauai Longitudinal Study, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Ressourcen, Salutogenese, psychische Robustheit, Krisenbewältigung, Prävention, Entwicklung, Kindheit, Interaktion, Anpassung, Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Resilienz bei Kindern und untersucht, wie sich trotz widriger Umstände eine gesunde Entwicklung vollziehen kann.

Welche Themenfelder werden beleuchtet?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Resilienzbegriffs, die empirische Grundlage durch die Kauai Longitudinal Study sowie die Analyse von Schutz- und Risikofaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept der Resilienz kritisch zu hinterfragen und aufzuzeigen, dass Resilienz keine angeborene Eigenschaft ist, sondern eine im Lebenslauf erworbene Fähigkeit.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich empirischer Studien, insbesondere der Längsschnittstudie von Emmy E. Werner.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Vorstellung der Kauai-Studie sowie die systematische Aufarbeitung von Ressourcen und Faktoren, die psychische Widerstandsfähigkeit beeinflussen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Resilienz, Schutzfaktoren, Ressourcen, Sozialisation und Krisenbewältigung charakterisiert.

Was unterscheidet resiliente Kinder in der Kauai-Studie von nicht-resilienten Kindern?

Resiliente Kinder zeichneten sich unter anderem durch ein positives Temperament, enge Bindungen zu Bezugspersonen und die Fähigkeit aus, soziale Unterstützung sowie Ressourcen effektiv zu nutzen.

Ist Resilienz laut der Arbeit eine dauerhafte Eigenschaft?

Nein, die Arbeit stellt klar, dass Resilienz keine konstante Eigenschaft ist, sondern ein dynamischer Prozess, der sich im Kontext der Individuum-Umwelt-Interaktion verändert.

Warum wird das Konzept der Resilienz als "Hilfe zur Selbsthilfe" bezeichnet?

Weil Interventionen, die auf Resilienz abzielen, die Betroffenen befähigen sollen, ihre eigenen Potenziale zur Krisenbewältigung zu entdecken und zu nutzen.

Inwiefern ist das Bild des "elastischen Materials" für den Menschen problematisch?

Das Bild ist problematisch, da der Mensch – im Gegensatz zu einem Werkstoff – durch Krisen psychische Spuren davonträgt, auch wenn er sich am Ende wieder anpasst.

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Details

Title
Dem Leben widerstehen. Das Konzept der Resilienz
College
http://www.uni-jena.de/  (Soziologie)
Course
Strukturen sozialisatorischer Interaktion
Grade
1,3
Author
Franziska Loth (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V94474
ISBN (eBook)
9783640181469
ISBN (Book)
9783640189830
Language
German
Tags
Konzept Resilienz Strukturen Interaktion Schutzfaktoren Risikofaktoren Ressourcen Kauai Lonigtudinal Study Emmy E. Werner B. Hildenbrand Widerstandfähigkeit Sozialsisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Loth (Author), 2008, Dem Leben widerstehen. Das Konzept der Resilienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94474
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