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Chancen und Grenzen des Bildeinsatzes zur Vermittlung von Geschichte am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald (Gymnasium, Klasse 9)

Title: Chancen und Grenzen des Bildeinsatzes zur Vermittlung von Geschichte am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald (Gymnasium, Klasse 9)

Research Paper (undergraduate) , 2020 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Diese Arbeit befasst sich mit der Problematik, eine Lerngruppe ohne notwendiges Vorwissen zur Geschichte des Nationalsozialismus innerhalb von nur einem Tag mittels fotografischer Bildquellen sowohl inhaltlich als auch persönlich im Rahmen eines vertrauensvollen und respektvollen Umgangs auf eine Fahrt in die Gedenkstätte vorzubereiten, im Gesamtverlauf der Woche Wege des historischen Lernens zu eröffnen und den potenziellen Umfang eines außer- schulischen Lernorts zielgerichtet und individuell zu reduzieren. Die Problematik verteilt sich über zwei Aspekte – die Lernausgangslage der Lerngruppe und die kurze Vorbereitungsphase für die eintägige Fahrt zum außerschulischen Lernort der Gedenkstätte Buchenwald.
Die thematische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus erfolgt in der Regel durch den Geschichtsunterricht während des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 9. Da die Schule jedoch mittlerweile auch wieder das G9-Konzept anbietet, existiert ebenso eine G9-Klasse, die zwar thematisch der Projektfahrt in die Gedenkstätte zugeordnet, allerdings inhaltlich an das G9-Kerncurriculum angebunden ist, das die Behandlung des Nationalsozialismus erst in der Jahrgangsstufe 10, also ein Schuljahr später, vorsieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung der Problematik

a. Lernausgangslage der Klasse 9 in Bezug auf die Projektwoche

b. Chancen und Grenzen außerschulischer Lernorte

3. Planung der methodischen Vorgehensweise unter fachdidaktischen Aspekten

a. Zielsetzung

b. Der Einsatz von Bildquellen im Geschichtsunterricht

c. Bildauswahl

d. Beispielhafte Erkenntniswerte und Gesprächsanlässe der Fotografien

4. Praktisches Vorgehen

a. Vorbereitung der Gedenkstättenfahrt

b. Arbeit mit Bildquellen in der Gedenkstätte

c. Nachbereitung der Gedenkstättenfahrt

5. Projektwochenevaluation

a. Auswertungsergebnisse der Projektwochenevaluation

b. Kritikpunkte der Evaluation

6. Schlussbemerkung

7. Literaturverzeichnis

I. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie historische fotografische Bildquellen genutzt werden können, um eine Lerngruppe der Jahrgangsstufe 9 ohne fachliches Vorwissen innerhalb einer Projektwoche auf eine eintägige Fahrt in die Gedenkstätte Buchenwald vorzubereiten, den Lernort anschaulich zu erschließen und eine individuelle, interessengeleitete Auseinandersetzung zu ermöglichen.

  • Didaktische Reduktion und methodische Planung von Gedenkstättenfahrten
  • Einsatz fotografischer Bildquellen zur Motivierung und Kompetenzförderung
  • Verbindung von historischer Fotografie mit dem heutigen Gedenkort
  • Förderung historischer Urteils- und Wahrnehmungskompetenz
  • Evaluation von Lerneffekten durch affektive und kognitive Bildzugänge

Auszug aus dem Buch

Die Besonderheit fotografischer Quellen

Fotografien gehören zu den Bildquellen, die wohl durch „die Genauigkeit des fotografischen Abbildes“ (Hamann 2013, S. 187) die größte dokumentarische Authentizität suggerieren. Die Eigenschaft der Mimesis, der Wirklichkeitstreue der Abbildung, sei wertvoll für das historische Arbeiten und Lernen. Nicht zuletzt deshalb gelten Fotografien auch als die „echtesten, unmittelbarsten Urkunden“ (ebd.), die von der Vergangenheit zeugen (vgl. ebd.). Im Gegensatz dazu, stellen aber auch diese Bildquellen keine neutralen Träger des Abgebildeten dar (vgl. Hamann 2006, S. 4). Eine Fotografie ist das Ergebnis subjektiv getroffener Entscheidungen, die einen hohen Grad an Selektivität vorweisen (vgl. ebd., S. 5). Was eine Fotografie zunächst nicht offenbart, sind Zeitpunkt und Ort der Erstellung. Ebenso wenig gibt sie Auskunft darüber, was sich außerhalb des Bildausschnittes befindet, wie lange der festgehaltene Moment wohl andauerte (vgl. Hamann 2013, S. 189) oder inwieweit der Abgebildete inszeniert oder manipuliert wurde.

Visuelle NS-Quellen weisen weiterhin Probleme in Quantität, Qualität und dem Bereich der Bildwirkung auf (vgl. ebd., S. 193). Gerade im Hinblick auf den Holocaust und das Konzentrationslagersystem sind fotografische Quellen stark reglementiert. Die wenigen Aufnahmen aus Konzentrationslagern vermitteln i. d. R. die NS-konforme Perspektive zu propagandistischen Zwecken (vgl. ebd.). Nur sehr selten finden sich heimlich angefertigte Aufnahmen aus Perspektive der Häftlinge.3 Dieser Umstand schränkt das geschichtsdidaktische Prinzip der Multiperspektivität stark ein, was unbedingt in die Analyse der Quellen miteinbezogen werden muss.

Um das didaktische Prinzip trotz der geringen Quellenlage zu stützen und zu erweitern, bietet sich die Hinzunahme von Aufnahmen der Alliierten an, die zwar erst nach Befreiung des jeweiligen Lagers entstanden und damit nur eine gestelltes Bild der Zustände dokumentieren, dennoch sehr nahe an die Zustände des aktiven Lagers gelangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Ausgangslage der Projektwoche, die thematische Anbindung an den Nationalsozialismus und die Forschungsfrage zur Vorbereitung der Fahrt mittels Bildquellen.

2. Darstellung der Problematik: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Lernausgangslage der Klasse 9 sowie die allgemeinen Chancen und Grenzen beim Besuch von außerschulischen Lernorten.

3. Planung der methodischen Vorgehensweise unter fachdidaktischen Aspekten: Hier werden Ziele definiert, die theoretischen Grundlagen des Einsatzes von Bildquellen im Geschichtsunterricht dargelegt und die Auswahl der Fotografien begründet.

4. Praktisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt konkret die Durchführung der Vorbereitungsphase, die Gestaltung der Führung in der Gedenkstätte Buchenwald sowie die nachbereitende Reflexion.

5. Projektwochenevaluation: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Evaluationsbögen analysiert, interpretiert und kritisch reflektiert.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke für eine optimierte künftige Durchführung.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

I. Anhang: Enthält ergänzende Dokumente wie verwendete Evaluationsbögen und methodische Hilfsmittel.

Schlüsselwörter

Buchenwald, Gedenkstätte, Geschichtsunterricht, Bildquellen, Fotografie, Projektwoche, Nationalsozialismus, Außerschulischer Lernort, Historisches Lernen, Bildinterpretation, Didaktische Reduktion, Quellenkritik, Kompetenzförderung, Gedenkstättenpädagogik, Anschaulichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Gestaltung einer Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald für eine neunte Klasse, wobei der Fokus auf dem Einsatz von fotografischen Bildquellen zur Vor- und Nachbereitung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Nationalsozialismus, die methodische Arbeit mit historischen Fotografien, das Lernen an außerschulischen Orten sowie die Förderung von historischem Verständnis und emotionaler Auseinandersetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, auf welchen Ebenen Bildquellen genutzt werden können, um eine Lerngruppe ohne Vorwissen inhaltlich und persönlich auf den Besuch einer Gedenkstätte vorzubereiten und den Lernort trotz fehlender baulicher Originalität anschaulich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf geschichtsdidaktische Prinzipien, insbesondere das Dreischritt-Verfahren der Bildinterpretation (vorikonografisch, ikonografisch, ikonologisch) nach Sauer, und evaluiert die Praxiserfahrung durch Evaluationsbögen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Planung der methodischen Vorgehensweise, die Auswahl konkreter Bildbeispiele, das praktische Vorgehen bei der Vorbereitung und Führung vor Ort sowie die methodische Reflexion des gesamten Prozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Buchenwald, Bildquellen, Geschichtsunterricht, Außerschulischer Lernort, Historisches Lernen und Didaktische Reduktion.

Warum wurde die "Didaktische Reduktion" als zentrales Konzept gewählt?

Da der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald zeitlich begrenzt ist und das Areal sowie die Thematik einen enormen Umfang aufweisen, ist eine Reduktion notwendig, um die Lernenden nicht zu überfordern und einen individuellen, ertragreichen Zugang zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die emotionale Komponente der Fotografien?

Die Fotografien dienen als „Mittel zur Motivation“, um die Schüler affektiv anzusprechen, Neugier zu wecken und eine Betroffenheit zu erzeugen, die als Ausgangspunkt für einen tiefergehenden Lernprozess und die historische Auseinandersetzung fungiert.

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Details

Title
Chancen und Grenzen des Bildeinsatzes zur Vermittlung von Geschichte am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald (Gymnasium, Klasse 9)
College
Studienseminar für Gymnasien Fulda
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
32
Catalog Number
V944753
ISBN (eBook)
9783346285263
ISBN (Book)
9783346285270
Language
German
Tags
Bildquellen Projektunterricht Nationalsozialismus Gedenkstätte Buchenwald Methodik Quellenarbeit Fotografien Historisches Lernen Problemorientierung Außerschulischer Lernort Historischer Lernort Holocaust Zweiter Weltkrieg Unterrichtsplanung Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Chancen und Grenzen des Bildeinsatzes zur Vermittlung von Geschichte am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald (Gymnasium, Klasse 9), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944753
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