Die hier vorliegende Exegese behandelt den Text in Markus 11, 1-11, dem Einzug Jesu in Jerusalem. Die Arbeit wird zum Proseminar „Grundwissen Neues Testament“ angefertigt und verfasst.
Bei dem vorliegenden Text des Einzuges Jesu nach Jerusalem in Markus 11, 1-11 handelt es sich um eine sehr bekannte Textstelle des Neuen Testaments. Weiterhin ist es eine zentrale und wichtige Passage, da es eine Einführung in den Prozess von Jesu Leiden, Sterben und Auferstehung ist.
Der Einzug Jesu in Jerusalem ist, besonders in Bezug zu Ostern, eine elementare Textstelle und wird daher oft in Predigten am Palmsonntag erwähnt. Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostersonntag und steht damit am Beginn der Karwoche, also der Leidenszeit Christi. Somit macht es Sinn, den Einzug Jesu in Jerusalem am Anfang dieser Zeit zu predigen, da der Einzug ja auch der Anfang der Passionsgeschichte ist.
Gliederung
1. Einleitung
2. Textsicherung
2.1 Abgrenzung der Perikope
2.2 Sozialgeschichtliche und historische Fragen, Realien
2.3 Zwischenfazit
3. Strukturanalyse
3.1 Textlinguistische Betrachtungen
3.2 Formkritik
3.3 Pragmatische Analyse
3.4 Zwischenfazit
4. Analyse des innovativen Potentials
4.1. Synoptischer Vergleich
4.2. Vergleich mit dem Johannesevangelium
4.3. Traditionsgeschichte und religionsgeschichtlicher Vergleich
4.4. Zwischenfazit
5. Die Frage nach der Wirkabsicht
5.1 Kompositions- und Redaktionskritik
5.2 Ergebnissicherung und Fazit
5.3 Hermeneutischer Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit führt eine exegetische Analyse der biblischen Perikope vom Einzug Jesu in Jerusalem (Markus 11, 1-11) durch, um das Verständnis für die dort beschriebene Vollmacht Jesu und die historische sowie theologische Einordnung dieses Ereignisses zu schärfen. Die Autorin untersucht dabei sowohl die sprachliche Struktur als auch den innovativen Charakter des Geschehens im Vergleich zu anderen Evangelien und zeitgenössischen Quellen.
- Exegetische Analyse der Perikope Markus 11, 1-11
- Strukturanalyse und textlinguistische Untersuchungen
- Synoptischer Vergleich und Traditionsgeschichte
- Untersuchung der Wirkabsicht und der Theologie des Evangelisten Markus
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die hier vorliegende Exegese behandelt den Text in Markus 11, 1-11, dem Einzug Jesu in Jerusalem. Die Arbeit wird zum Proseminar „Grundwissen Neues Testament“ angefertigt und verfasst.
Bei dem vorliegenden Text des Einzuges Jesu nach Jerusalem in Markus 11, 1-11 handelt es sich um eine sehr bekannte Textstelle des Neuen Testaments. Weiterhin ist es eine zentrale und wichtige Passage, da es eine Einführung in den Prozess von Jesu Leiden, Sterben und Auferstehung ist.
Der Einzug Jesu in Jerusalem ist, besonders in Bezug zu Ostern, eine elementare Textstelle und wird daher oft in Predigten am Palmsonntag erwähnt. Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostersonntag und steht damit am Beginn der Karwoche, also der Leidenszeit Christi. Somit macht es Sinn, den Einzug Jesu in Jerusalem am Anfang dieser Zeit zu predigen, da der Einzug ja auch der Anfang der Passionsgeschichte ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den biblischen Text vor und verortet ihn im Kontext der Passionsgeschichte sowie des Proseminars.
2. Textsicherung: In diesem Kapitel wird die Perikope eingegrenzt, Begriffe erläutert und erste lebensweltliche Problemstellungen geklärt.
3. Strukturanalyse: Hier wird der Aufbau des Textes mittels Textlinguistik, Formkritik und einer pragmatischen Analyse untersucht, um die Erzählstruktur und Wirkabsicht zu erschließen.
4. Analyse des innovativen Potentials: Dieses Kapitel vergleicht den markinischen Text mit den anderen Evangelien und außerbiblischen Quellen, um das Besondere und Innovative an dieser Erzählung hervorzuheben.
5. Die Frage nach der Wirkabsicht: Der letzte Teil analysiert die Komposition des Evangelisten Markus und bietet eine hermeneutische Reflexion über den aktuellen Bezug des Textes.
Schlüsselwörter
Exegese, Markus 11, Einzug Jesu, Jerusalem, Passionsgeschichte, Perikope, Textlinguistik, Formkritik, Messias, Vollmacht, Synoptischer Vergleich, Traditionsgeschichte, Tempelreinigung, Religionsgeschichte, Hermeneutik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung des Einzugs Jesu in Jerusalem nach Markus 11, 1-11.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die sprachliche Struktur des Textes, der Vergleich mit anderen Evangelien sowie die Einordnung in den theologischen Kontext des Markusevangeliums.
Welches ist das primäre Ziel der Analyse?
Das Ziel ist es, die Vollmacht Jesu in diesem Textabschnitt herauszuarbeiten und zu verstehen, warum dieser Text für den Übergang in die Passionsgeschichte so bedeutsam ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Autorin nutzt Methoden der historisch-kritischen Exegese, insbesondere Textlinguistik, Formkritik, synoptischen Vergleich sowie Traditionsgeschichte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Strukturanalyse, einen Vergleich mit anderen Evangelien sowie eine Untersuchung der redaktionellen Absichten des Autors.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Exegese, Perikope, Messias-Erwartung, Vollmacht und das spezifisch "Innovative" am Wirken Jesu im Markusevangelium.
Warum unterscheidet sich die Erzählung bei Markus von anderen?
Markus konzentriert sich stark auf die Ereignisse vor dem Einzug, wie die Beschaffung des Füllens, und lässt Reaktionen des Volkes im Vergleich zu Paralleltexten teils anders erscheinen, um das Augenmerk auf Jesu Vollmacht zu legen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Rolle des Volkes?
Die Autorin stellt fest, dass das Volk Jesus als politischen Befreier missverstand, was zu einer Enttäuschung führte, die wiederum die spätere Verhaftung Jesu begünstigte.
Welchen hermeneutischen Ausblick gibt die Arbeit?
Die Autorin sieht den Text als wertvolle Basis für Predigten und Unterrichtsentwürfe, um auch Kindern die wahre Identität Jesu und seine göttliche Vollmacht zu verdeutlichen.
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- Inka Lucht (Author), 2008, Exegese: Jesu Einzug in Jerusalem, Markus 11, 1-11, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94477