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Fanverhalten und Fanprojekte im Vergleich Fußball und Eishockey

Zielgruppen, Problemverhalten, Interventionsstrategien

Title: Fanverhalten und Fanprojekte im Vergleich Fußball und Eishockey

Diploma Thesis , 2008 , 73 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Diplom Sozialarbeiter Daniel Metz (Author)

Social Work
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1. Einleitung
1.1. Problemstellung

„Arminen-Ordner schwer verletzt“, „Randale: Begegnung kurz vor dem Abbruch“, „Randale und 13 Verletzte“, „Nach Fan-Randale drohen harte Strafen“ – solche und ähnliche Schlagzeilen kann man immer häufiger in den Medien in Deutschland finden . Auflagenstarke Berichte über unerfreuliche Ereignisse wie sie im Rahmen von Fußballspielen immer häufiger vorkommen und immerzu spricht man von den Fans, die doch keine seien, und man distanziert sich von solchen sogenannten Fans. Sie prügeln, zünden Rauchbomben und schmeißen Leuchtraketen auf das Spielfeld – das ist das Bild, das die Medien gerne zeichnen, wenn es um Fußballfans geht. Dieses Bild setzt sich in den Köpfen der Menschen fest. Es kommt zu verallgemeinernden Aussagen über tausende von Menschen, die Woche für Woche in die Fußballstadien pilgern und sich das Spiel ihrer Mannschaft, ihres Vereins, anschauen, dafür bezahlen und ihre Mannschaft unterstützen. Es kommt auf Grund solcher Vorfälle immer wieder die Forderung nach vermehrten und härteren Strafen gegenüber den sogenannten Problemfans, die sich im Fußballstadion aufhalten. Sie sollen verbannt werden, ausgeschlossen werden, da sie mit dem Fußball nichts zu tun haben und schon gar nicht Fans im herkömmlichen Sinne seien. Neuerdings stehen auch immer vermehrt die Fanprojekte der Vereine, im Hinblick auf ihre Arbeit, unter Beobachtung und auch von diesen werden immer häufiger Erfolge in ihrer Arbeit erwartet.
Schaut man hingegen zu anderen Mannschaftssportarten wie dem Eishockey, das ebenso Fangruppen beherbergt, so stößt man in den wenigsten Fällen auf Medienberichte, die eine Gewaltthematik haben oder über Ausschreitungen unter den Fans berichten. Auch bei Besuchen wird man feststellen können, dass im Vorfeld beispielsweise weniger Polizei anwesend ist als bei Fußballspielen. Auch hört man keine Forderungen danach, dass man bestimmte Fans ausschließen oder aus den Stadien vertreiben will. Ein recht hoher und markanter Unterschied, der einem direkt auffallen wird, wenn man die beiden Sportarten miteinander vergleicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Vorgehensweise

2. Definitionen

2.1. Fans

2.2. Subkulturen von Fans

2.2.1. Hooligans

2.2.2. Ultras

2.2.3. Groundhopper

2.3. Fanprojekte

3. Zielgruppen, Problemverhalten und Interventionsstrategien

3.1. Zielgruppen

3.1.1. Sportzuschauer allgemein

3.1.2. Der Fußball- und der Eishockeyzuschauer

3.1.3. Zielgruppen der Fanprojekte

3.1.3.1. Zielgruppen der Fußballfanprojekte

3.1.3.2. Zielgruppen der Eishockeyfanprojekte

3.2. Problemverhalten

3.3. Interventionsstrategien

3.3.1. Intervention der Polizei

3.3.2. Intervention der Verbände und Vereine

3.3.3. Intervention der Fanprojekte

3.3.4. Zusammenspiel der verschiedenen Institutionen

3.4. Zusammenfassung des Kapitels

4. Fanprojekte in der Praxis - Ein Vergleich

4.1. Das Fußballfanprojekt „Fanprojekt Leverkusen e.V.“

4.2. Das Eishockeyfanprojekt „Haie-Fanprojekt“

4.3. Berlin – Das Fanprojekt für Fußball- und Eishockeyfans

4.4. Zusammenfassung des Kapitels

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht und vergleicht das Fanverhalten sowie die Arbeit von Fanprojekten im professionellen Fußball und Eishockey in Deutschland, um Unterschiede in der Fankultur, dem Auftreten von Gewalt und den präventiven sowie repressiven Interventionsstrategien herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Fankulturen und Fanstrukturen (Ultras, Hooligans, etc.) in beiden Sportarten.
  • Analyse des Problemverhaltens der Zuschauer und dessen Ursachen.
  • Darstellung der verschiedenen Interventionsansätze von Polizei, Vereinen und Fanprojekten.
  • Praxisvergleich konkreter Fanprojekte (Leverkusen, Kölner Haie, Berlin).
  • Diskussion über das Zusammenspiel unterschiedlicher Institutionen bei der Gewaltprävention.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Hooligans

Seit der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2002 in Frankreich kennt man wohl, vor allem durch die Ereignisse in Lens, den Begriff der Hooligans.

Über die Entstehung des Begriffes Hooligan gibt es keine einheitliche Meinung. Eine Variante geht davon aus, dass es ein englischer Kunstbegriff für das Wort Straßenrowdy sei. Eine weitere Version ist, dass das irische Wort „Hooley’s Gang“, eine Bande Straßenkrimineller, zum Wort Hooligan wurde. Eine dritte und letzte Variante: Es gab eine irische Familie, namens Houlihan, „die landesweit wegen ihrer gewalttätigen und trinkfesten Mitglieder bekannt war“.

Weitläufig werden Hooligans, von Medien und offiziellen Stellen, als brutale Schläger, rechtsextreme Jugendliche und vor allem Menschen gesehen, die keinerlei Bezug zu ihrem Verein mehr haben und nur auf Randale und Prügeleien aus sind. Sicher mag das zu einem gewissen Grad auch stimmen, allerdings steckt hinter der Gewalt, die bei Hooligans die zentrale Rolle einnimmt, viel mehr als nur blinde Prügelei oder ein rechtsextremer Hintergrund. Meier schreibt hierzu: „Hooliganismus wird als eine gewalttätige Subkultur verstanden, deren innersubkulturellphysisch gewalttätiger Aktionismus auf keiner ideologischen oder theoretischen Grundlage basiert.“ Somit wird die Subkultur der Hooligans versucht von dem Vorurteil zu lösen, dass Hooligans politischen oder rechtsradikalen Interessen unterliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die medial oft stigmatisierte Gewalt bei Fußballfans und setzt diese in Kontrast zum Eishockeysport, um Forschungsfragen zur Fanarbeit abzuleiten.

2. Definitionen: Es werden die verschiedenen Formen des Fanseins sowie spezifische Subkulturen wie Hooligans, Ultras und Groundhopper theoretisch definiert und eingeordnet.

3. Zielgruppen, Problemverhalten und Interventionsstrategien: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Motive der Sportzuschauer, vergleicht das Problemverhalten in Fußball und Eishockey und untersucht Interventionsstrategien von Polizei, Vereinen und Fanprojekten.

4. Fanprojekte in der Praxis - Ein Vergleich: Anhand der Fallbeispiele Leverkusen, Kölner Haie und Berlin wird die praktische Arbeit und Struktur von Fanprojekten gegenübergestellt.

5. Ausblick und Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Unterschiede im Gewaltpotenzial und der institutionalisierten Fanarbeit zwischen den beiden Sportarten resümiert werden.

Schlüsselwörter

Fußball, Eishockey, Fans, Fanprojekte, Hooligans, Ultras, Gewaltprävention, Fanverhalten, soziale Arbeit, Polizei, Interventionsstrategien, Stadionverbote, Fanbetreuung, Jugendkultur, Stadion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden Blick auf das Fanverhalten und die professionelle Fanarbeit im Fußball und Eishockey in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Aspekte sind die Definition und Einordnung von Fankulturen, die Analyse von Gewaltursachen und die Darstellung der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen (Polizei, Vereine, soziale Träger).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, warum es beim Fußball spezifische Gewaltphänomene gibt und wie Fanprojekte präventiv darauf reagieren, während das Eishockey andere Strukturen aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung konkreter Praxisbeispiele, um einen systemischen Vergleich der Institutionen und Fankulturen zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Fan-Subkulturen, eine Analyse von Zielgruppen und Problemverhalten sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Interventionsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltprävention, Fanprojekte, Fanverhalten, Ultras, Hooligans und Stadionverbote charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Gewaltproblematik im Fußball vom Eishockey?

Im Fußball ist ein starkes, gruppendynamisches Störerverhalten und eine hohe mediale Präsenz von Gewalt zu beobachten, während dies beim Eishockey aufgrund eines anderen Fanverständnisses und fehlender einschlägiger Polizeidokumentationen kaum der Fall ist.

Was macht das "Fanprojekt Berlin" zu einem Sonderfall?

Es fungiert als Bindeglied für Anhänger beider Sportarten (Fußball und Eishockey) und zeichnet sich durch eine besonders enge, kooperative Zusammenarbeit mit der Polizei aus.

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Details

Title
Fanverhalten und Fanprojekte im Vergleich Fußball und Eishockey
Subtitle
Zielgruppen, Problemverhalten, Interventionsstrategien
College
University of Siegen
Grade
2,5
Author
Diplom Sozialarbeiter Daniel Metz (Author)
Publication Year
2008
Pages
73
Catalog Number
V94484
ISBN (eBook)
9783640097234
Language
German
Tags
Fanverhalten Fanprojekte Vergleich Fußball Eishockey
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sozialarbeiter Daniel Metz (Author), 2008, Fanverhalten und Fanprojekte im Vergleich Fußball und Eishockey, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94484
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