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Das „Revolving Door“ Prinzip – Einfluss amerikanischer Think Tanks auf die US- Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel der „RAND Corporation“

Title: Das „Revolving Door“ Prinzip – Einfluss amerikanischer Think Tanks auf die US- Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel der „RAND Corporation“

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Politikwissenschaftler B.A. Sebastian Feyock (Author)

Politics - Region: USA
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Das „Revolving Door“ Prinzip – Einfluss amerikanischer Think Tanks auf die US Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel der „RAND Corporation“

Think Tanks gehören in den USA zum politischen Alltagsgeschäft. Eine der bedeutendsten Ideenagenturen ist die RAND Corporation, welche sich vor allem auf Fragen der Rüstungs- sowie der Außen- und Sicherheitspolitik spezialisiert hat. Unklar ist meist, welchen Einfluss Think Tanks konkret auf die praktische Politikgestaltung ausüben können. Üblich ist außer einfacher Lobbyarbeit auch die Rekrutierung politischer Eliten und deren Installation in wichtigen politischen Ämtern („Revolving Door“ Prinzip). Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss die RAND Corporation auf die Politik der Bush jr. Administration ausübt, und versucht anhand eines Fallbeispiels Antworten auf diese Frage zu geben. Es zeigt sich, dass durchaus Parallelen zwischen unterbreiteten Vorschlägen seitens RAND und der Politikpraxis der US-Regierung zu beobachten sind.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „Revolving Door“ Prinzip in der Politikberatung

3. Die RAND Corporation

3.1. Organisation und Selbstverständnis der RAND Corporation

4. Umsetzung von Vorschlägen seitens RAND in konkrete Politik

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss US-amerikanischer Think Tanks auf die Außen- und Sicherheitspolitik unter der Administration von George W. Bush, wobei das „Revolving Door“-Prinzip am Beispiel der RAND Corporation analysiert wird. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die Politikberatung durch Think Tanks eine direkte Umsetzung in die praktische US-Politik findet.

  • Mechanismen des „Revolving Door“-Prinzips
  • Strukturen und Arbeitsweise der RAND Corporation
  • Einfluss von Think Tank-Studien auf Regierungsentscheidungen
  • Fallbeispiel: Wiederaufbaupolitik im Irak
  • Vergleich der Politikberatungskulturen in den USA und Deutschland

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel Wiederaufbau

RAND befasst sich in einer 2003 veröffentlichten Studie mit der Rolle der USA beim Wiederaufbau von Staaten nach Kriegsende. Es werden verschiedene Fallstudien durchgeführt, an deren Ende stets eine Zusammenfassung zu finden ist, in welcher erklärt wird, was genau aus jedem einzelnen Fall zu lernen ist. Vom Fall Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ist demnach zu lernen, dass es durchaus möglich ist, eine funktionierende Demokratie in einem besiegten Land zu installieren. Kriegsverbrechertribunale fördern die Geschwindigkeit des Neubeginns. Diese Taktik kann auch im Nachkriegsirak beobachtet werden, auch wenn sich die Verhandlung gegen den Ex-Diktator Saddam Hussein hinzieht. Des Weiteren darf bezweifelt werden, ob seine Verurteilung durch ein auf die Schnelle berufenes irakisches Gericht zu einem Stimmungsumschwung zu Gunsten der US-Streitkräfte führen wird. Ebenfalls sollte der Studie nach auf Reparationszahlungen verzichtet werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auch aus dem Fall Japan sind wichtige Erkenntnisse zu ziehen. So kommt die Studie zu dem Schluss: „Democracy can be transferred to non-western societies […] Unilateral nation-building can be easier than multilateral efforts” (Dobbins u.a. 2003: 51). Diese Erkenntnisse finden sich deutlich in der Irakpolitik der Regierung Bush jr. wieder. Der Irakfeldzug wurde vor allem von der Vorstellung geleitet, auch in einem islamischen Land könne erfolgreich eine demokratische Regierung eingesetzt werden. Somit also in einem nicht-westlichen Land. Vor allem die Wirtschaftspolitik nach Kriegsende zieht Erkenntnisse aus dem deutschen Fall. Es wurde auf jegliche Reparationszahlungen verzichtet und auf der anderen Seite die komplette Wirtschaft auf den Handel mit Öl ausgerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Politikberatung ein und verdeutlicht die Unterschiede zwischen den US-amerikanischen Think Tanks und dem deutschen System sowie das Konzept der „Revolving Door“.

2. Das „Revolving Door“ Prinzip in der Politikberatung: Hier werden die Gründe für die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den USA erläutert und die Funktion von Think Tanks als Rekrutierungsinstanzen für Regierungsämter beleuchtet.

3. Die RAND Corporation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der RAND Corporation als gemeinnützige Organisation.

3.1. Organisation und Selbstverständnis der RAND Corporation: Es wird die interne Struktur, das Budget und die thematische Schwerpunktsetzung auf Rüstungs- und Sicherheitspolitik des Instituts beschrieben.

4. Umsetzung von Vorschlägen seitens RAND in konkrete Politik: Der Abschnitt untersucht anhand der Fallbeispiele zum Wiederaufbau die praktische Wirksamkeit von RAND-Empfehlungen auf die Außenpolitik der Bush-Administration.

5. Schluss: Zusammenfassend wird bewertet, inwiefern die Ergebnisse auf die Bundesrepublik übertragbar sind und welche demokratiepolitischen Gefahren von der Machtkonzentration einzelner Denkfabriken ausgehen könnten.

Schlüsselwörter

RAND Corporation, Politikberatung, Revolving Door, USA, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Think Tank, Irak-Krieg, Nation-Building, George W. Bush, Politikberatung, Elitenrekrutierung, Demokratisierung, Einflussnahme, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Think Tanks in den USA und untersucht, wie diese Organisationen durch das „Revolving Door“-Prinzip politischen Einfluss auf die Administration ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Politikberatungssystem in den USA, die Funktionsweise von Think Tanks, die Rekrutierung politischer Eliten und der Einfluss wissenschaftlicher Konzepte auf die Außen- und Sicherheitspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie es der RAND Corporation gelingt, durch das Prinzip der „Revolving Door“ erkennbaren Einfluss auf die aktive US-Politik auszuüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fallstudienbasierte Analyse angewandt, bei der die Publikationen der RAND Corporation mit den tatsächlichen politischen Entscheidungen der Bush-Administration verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem „Revolving Door“-Prinzip, dem Profil der RAND Corporation und der praktischen Umsetzung von RAND-Empfehlungen in der Irak-Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind RAND Corporation, Politikberatung, Revolving Door, US-Außenpolitik, Nation-Building und Elitenrekrutierung.

Inwieweit lässt sich das US-System der Politikberatung auf Deutschland übertragen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Übertragung aufgrund der abweichenden Rolle politischer Parteien im deutschen System nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Welche Rolle spielt die RAND Corporation in der Irak-Politik?

RAND lieferte laut Analyse entscheidende Studien zum Nation-Building, deren Empfehlungen – etwa der Verzicht auf Reparationen oder ein unilaterales Vorgehen – in der Praxis durch die Bush-Administration umgesetzt wurden.

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Details

Title
Das „Revolving Door“ Prinzip – Einfluss amerikanischer Think Tanks auf die US- Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel der „RAND Corporation“
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
3,0
Author
Politikwissenschaftler B.A. Sebastian Feyock (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V94488
ISBN (eBook)
9783640103386
ISBN (Book)
9783640120109
Language
German
Tags
Einfluss Sicherheitspolitik Revolving Door Außenpolitik Think Tank RAND USA Politik Lobbying International Relations Bush Administration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Politikwissenschaftler B.A. Sebastian Feyock (Author), 2005, Das „Revolving Door“ Prinzip – Einfluss amerikanischer Think Tanks auf die US- Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel der „RAND Corporation“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94488
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