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Die Sprechstimme der Lehrkraft. Einflussfaktoren, Schulungsmöglichkeiten und Sprachhygiene

Title: Die Sprechstimme der Lehrkraft. Einflussfaktoren, Schulungsmöglichkeiten und Sprachhygiene

Bachelor Thesis , 2020 , 60 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Polling (Author)

Rhetoric / Elocution / Oratory
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Diese Arbeit soll insbesondere Lehrerinnen und Lehrern aufzeigen, inwiefern die Sprechstimme eine fundamentale Rolle für ihren beruflichen Alltag spielt. Außerdem soll eine stärkere Auseinandersetzung mit diesem Thema gefördert werden.

Dabei wird zunächst erklärt, wie die menschliche Stimme entsteht und welche Faktoren darauf Einfluss haben. Der menschliche Körper ist ein stark zusammenhängendes Konstrukt, sodass oftmals nicht eindeutig bestimmt werden kann, welche einzelne Ursache für eine Veränderung des Stimmklangs sorgt. Des Weiteren werden verschiedene Stimmstörungen aufgezeigt, die besonders häufig im Lehrerberuf auftreten und auch welche prophylaktischen Maßnahmen diese Störungen vorbeugen. Viele praktische Übungen und Beispiele werden genannt, die direkt aktiv in den Alltag einer jeder Lehrkraft integriert werden könnten.

Die Arbeit befasst sich außerdem mit der Frage, ob Lehrkräfte in ihrer pädagogischen Ausbildung genügend über den Einsatz der Sprechstimme und deren Hygiene aufgeklärt werden. Dazu wurde eine Umfrage mit 100 Lehrpersonen an Grundschulen durchgeführt. Auch eine Logopädin, als Expertin im Bereich der Stimmbildung, liefert in einem Interview Antworten aus ihrer persönlichen Sicht. Sie kann außerdem die Fragen, die im Laufe des ersten theoretischen Teils der Arbeit entstehen, replizieren. In besonderem Maße soll die Problematik, die sich bei dem Thema für den Lehrerberuf stellt, mit der Beantwortung folgender Fragestellung aufgezeigt werden: Sind prophylaktische Maßnahmen für eine gesunde Stimme für Lehrkräfte und vor allem für angehende Lehrkräfte und Referendare sinnvoll?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Stimme

2.1. Die Stimmerzeugung – Wie funktioniert die Stimme?

2.2. Stellungen der Stimmlippen

2.3. Die Klangformung und Artikulation

2.4. Die Relevanz der Atmung für die Stimme

2.5. Körperhaltung und Körperspannung

3. Stimmstörungen bei Lehrkräften

3.1. Symptome, Ursachen und Auswirkungen

3.2. Organische, funktionelle, hormonelle & psychogene Stimmstörungen

4. Stimmprophylaktische Maßnahmen und Übungen

4.1. Stimme aufwärmen

4.2. Übungen zur Wahrnehmung des Körpers

4.3. Übungen zur Körperhaltung

4.4. Übungen für eine effektive Atmung

4.5. Übungen für eine deutliche Artikulation

4.6. Resonanzübungen

4.7. Entspannungsübungen

4.8. Kurzfristige Maßnahmen

4.9. Übertragungen in den Alltag

5. Stimmhygiene

6. Methodik

6.1. Interview mit einer Logopädin

6.2. Ergebnisse der wissenschaftlichen Befragung

7. Diskussion

8. Schlusswort

8.1. Fazit

8.2. Weiterführende Forschungsfragen und Lösungsmöglichkeiten

9. Anhänge

Anhang 1: Fragebogen des Interviews mit der Logopädin

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Sprechstimme als fundamentales Arbeitsinstrument für Lehrkräfte und analysiert, inwiefern präventive Stimmprophylaxe für den Berufsalltag von Lehrkräften und Referendaren sinnvoll ist, um stimmliche Fehlbelastungen zu vermeiden.

  • Anatomische und physiologische Grundlagen der menschlichen Stimme und Artikulation.
  • Häufige Stimmstörungen bei Lehrkräften sowie deren Ursachen und Auswirkungen.
  • Praktische Stimmprophylaxe-Übungen für Atmung, Körperhaltung und Artikulation.
  • Ergebnisse einer empirischen Umfrage zum Wissenstand von Grundschullehrkräften über Stimmhygiene.
  • Experteninterviews zu präventiven Maßnahmen und Alltagstipps für den Unterricht.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Stimmerzeugung – Wie funktioniert die Stimme?

Stimme entsteht durch die Interaktion von Körperhaltung, Atmung und Stimmlippenbewegung (Gutzeit, S. 2008, S. 14). Der Kehlkopf ist für den Ablauf der Stimmgebung zuständig und entscheidet, ob die Stimme klar oder rau, tief oder hoch klingt. Der auch als Larynx bekannte Kehlkopf, kann auch als „das obere Ende der elastischen Luftröhre“ (Fiukowski, H. 2004, S. 31) beschrieben werden.

Durch die Bewegung und Schwingung der beiden Stimmlippen, die am Kehlkopf verankert sind, wird die Stimme produziert. Der Kehlkopf ist innen im Wesentlichen hohl und setzt sich aus vielen Knorpeln und Bändern zusammen. Außerhalb, wird er von fast 60 Muskeln und vielen Nervensträngen umrahmt (Gutzeit, S.2008, S. 20f), welche dazu beitragen, dass sich die Position und Struktur der Stimmlippen im Kehlkopf verändert. Der Aufbau und Querschnitt sind aus Abbildung 1 zu entnehmen. Hauptsächlich ist der Kehlkopf dafür zuständig, mit dem Kehldeckel die Luftröhre rechtzeitig zu schließen, damit keine Fremdkörper, wie Speisen oder Flüssigkeiten hineingelangen. Beim Schlucken bewegt sich der Kehldeckel kontinuierlich und wird von der Zunge bewegt (Puffer, H. 2010, S. 52). Beim Schluckprozess steigt der Kehlkopf im Hals nach oben, beim Gähnen oder bei einer tiefen Einatmung sinkt er nach unten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Sprechstimme als das wesentliche Kapital von Lehrkräften und leitet die Fragestellung zur Notwendigkeit prophylaktischer Maßnahmen ein.

2. Die Stimme: Erläutert die anatomischen Prozesse der Stimmerzeugung, die Bedeutung der Atmung sowie den Einfluss von Körperhaltung und Körperspannung.

3. Stimmstörungen bei Lehrkräften: Analysiert Symptome und Ursachen verschiedener Stimmstörungen, die durch die berufliche Belastung von Lehrkräften entstehen.

4. Stimmprophylaktische Maßnahmen und Übungen: Bietet einen umfassenden Katalog an praktischen Übungen zur Stimmwahrnehmung, Atmungsoptimierung und Artikulation.

5. Stimmhygiene: Fasst Regeln und Verhaltensweisen zusammen, um die Stimme langfristig zu schonen und vor äußeren Einflüssen zu schützen.

6. Methodik: Beschreibt das qualitative Vorgehen mittels Experteninterview einer Logopädin sowie die quantitative Durchführung einer Lehrerbefragung.

7. Diskussion: Synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen und bewertet die Notwendigkeit von präventivem Stimmtraining.

8. Schlusswort: Zieht ein Fazit zur Leitfrage und skizziert Forschungsbedarfe sowie Lösungsmöglichkeiten für die Lehrerausbildung.

9. Anhänge: Enthält das detaillierte Transkript des Interviews sowie die Rohdaten der Befragung.

10. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Stimmprophylaxe, Lehrkräfte, Stimmschonung, Stimmstörungen, Artikulation, Atmung, Stimmbildung, Körperhaltung, Prävention, Logopädie, Sprecherziehung, funktionelle Dysphonie, Lehrerberuf, Atemwurf, Stimmhygiene.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Bachelorarbeit untersucht die Sprechstimme von Lehrkräften als zentrales berufliches Arbeitswerkzeug und analysiert, wie Stimmstörungen durch präventive Maßnahmen und gezieltes Training vermieden werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Anatomie der Stimme, die Ursachen stimmlicher Überlastung im Lehrerberuf, die physiologisch korrekte Atmungs- und Haltungsschulung sowie die Notwendigkeit einer besseren Verankerung von Stimmbildung in der Lehrerausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass prophylaktische Maßnahmen für angehende Lehrkräfte sinnvoll und notwendig sind, um ihre stimmliche Gesundheit langfristig zu erhalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Verfasserin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse mit einem qualitativen Interview einer erfahrenen Logopädin und einer quantitativen Online-Befragung von 100 Lehrpersonen.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detaillierte Übungsprogramme zu Stimmaufwärmung, Körperwahrnehmung, Atmung und Artikulation vorgestellt, die Lehrkräfte direkt in ihren Alltag integrieren können.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Stimmprophylaxe, Sprechberuf, Dysphonie, Lehrerausbildung, funktionelle Stimmstörung und Atemwurf sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Warum ist das "Gähnen" laut Arbeit eine Übung für Lehrkräfte?

Gähnen löst Verspannungen im Artikulationsbereich, fördert die Entspannung und kann dabei helfen, das für die Atemstütze wichtige Zwerchfell zu aktivieren.

Welche Rolle spielt die psychische Verfassung für die Stimme?

Die Arbeit unterstreicht, dass Stress und Anspannung die Stimme negativ beeinflussen und zu unökonomischer, flacher Hochatmung führen können, weshalb seelischer Ausgleich für die Stimmgesundheit essenziell ist.

Was empfiehlt die befragte Logopädin für akute Unterrichtssituationen?

Die Expertin empfiehlt, Disziplin nicht durch Schreien einzufordern, sondern Hilfsmittel wie Glöckchen zu nutzen, auf dem Schreibtisch Wasser bereitzuhalten und auf eine bewusste Atmung vor dem Sprechen zu achten.

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Details

Title
Die Sprechstimme der Lehrkraft. Einflussfaktoren, Schulungsmöglichkeiten und Sprachhygiene
College
University of Education Heidelberg
Course
Sprecherziehung ÜSB
Grade
1,3
Author
Julia Polling (Author)
Publication Year
2020
Pages
60
Catalog Number
V944942
ISBN (eBook)
9783346282842
ISBN (Book)
9783346282859
Language
German
Tags
Sprecherziehung Stimme Lehrkraft Unterricht Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Polling (Author), 2020, Die Sprechstimme der Lehrkraft. Einflussfaktoren, Schulungsmöglichkeiten und Sprachhygiene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944942
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