Nachhaltigkeit bei Kreuzfahrtunternehmen am Beispiel AIDA Cruises


Hausarbeit, 2016

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

2. Bedeutung und Kriterien der Nachhaltigkeit

3. Das Unternehmen AIDA Cruises
3.1. Unternehmensvorstellung
3.2. Nachhaltigkeit bei AIDA Cruises

4. Gegenüberstellung der zuvor untersuchten Nachhaltigkeitsprinzipien mit den umgesetzten Kriterien von AIDA Cruises

5. Fazit und Ausblick

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gewichtung der Handlungsfelder im Nachhaltigen Tourismus

Abbildung 2: Abwasserabgabe Seeseitig bzw. an Land

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Die Kreuzfahrttourismus ist einer der am stärksten wachsenden Sektoren des Tourismus. Im Jahr 2016 sind allein in Deutschland zwei Millionen Menschen mit dem Kreuzfahrtschiff verreist,1 das sind 11,3 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr.2 Weltweit werden im Jahr 2017 insgesamt 25,8 Millionen Kreuzfahrtpassagiere erwartet.3 Von 1995 bis 2016 sind in Deutschland die Passagierzahlen auf Fluss- und Hochseekreuzfahrten um 809 Prozent gestiegen, von 309 000 Passagieren im Jahr 1995 auf 2,5 Millionen im Jahr 2016.4 Und die Passagierzahlen steigen weiter an, die Kreuzfahrtindustrie erlebt voraussichtlich auch in den nächsten Jahren wachsende Passagierzahlen, so dass 2018 sechzehn neue Kreuzfahrtschiffe auf den Markt treten werden.5 Darunter auch die AIDAnova, das dann dreizehnte Kreuzfahrtschiff der AIDA Flotte. Doch ist diese Reiseform auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit vertretbar? Die Bedeutung der Nachhaltigkeit nimmt in Zeiten von endlichen Ressourcen zu und auch in der Art der Reisegestaltung und bei der Auswahl des Reiseverkehrsmittels spielt die Nachhaltigkeit heute eine Rolle. Deshalb gilt es herauszufinden, inwiefern Nachhaltigkeit und Kreuzfahrttourismus vereinbar sind oder ob diese sich widersprechen. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll deshalb untersucht werden, ob Kreuzfahrtunternehmen, am Beispiel von AIDA Cruises, die Nachhaltigkeit im Kreuzfahrttourismus fördern. Dazu werden die Kriterien und die Bedeutung der Nachhaltigkeit erläutert. Da diese Hausarbeit mit dem Beispiel des Kreuzfahrtunternehmens AIDA Cruises arbeitet, wird auch ein kurzer Überblick über das Kreuzfahrtunternehmen gegeben, bevor die Nachhaltigkeitsleitlinien von AIDA Cruises dargestellt werden. Anschließend werden die Nachhaltigkeitsleitlinien von AIDA anhand der zuvor dargestellten Nachhaltigkeitskriterien überprüft. Ziel dieser Hausarbeit ist es herauszufinden, ob die Handlungen von AIDA Cruises den Prinzipien der Nachhaltigkeit entsprechen.

2. Bedeutung und Kriterien der Nachhaltigkeit

Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Bedeutung und dem Begriff der Nachhaltigkeit im Tourismus und stellt die gängigen Nachhaltigkeitskriterien dar.

Der Begriff des nachhaltigen Handelns findet seinen Ursprung in der Forstwirtschaft. Im Jahr 1713 formulierte Carlowitz erste Ideen zu diesem Thema.6 Der Kerngedanke des nachhaltigen Handelns liegt dabei darin, dass „[...]einerseits die Befriedigung der aktuellen Bedürfnisse der Menschen nötig sei, dies aber nicht die Befriedigung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen gefährden dürfe, weshalb sich heutiges Handeln stets an seiner ‚Generationen-Verträglichkeit‘ messen lassen müsse.“7 Dies impliziert, dass eine nachhaltige Entwicklung, die Interessen zukünftiger Generationen berücksichtigt und dementsprechende Handlungen voraussetzt.

Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit wird seit Anfang der 1990er-Jahre auch im Tourismus übernommen.8 Internationale Bedeutung erlangte das Konzept der Nachhaltigkeit durch die „Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung“ (1992), den Brundtlandt-Report (1987) sowie die UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung von 1992.9

In der Literatur existieren unterschiedliche Kriterien der Nachhaltigkeit und verschiedene Auffassungen zu deren Wechselwirkungen untereinander. Durchgesetzt haben sich dabei vor allem das Konzept des „Drei-Säulen-Modells“, dass 1994 von der Enquete-Kommission zum „Schutz des Menschen und der Umwelt“ formuliert wurde10 oder das „Vier-Säulen-Modell“.

Das „Drei-Säulen-Modell“ „[…]basiert auf der Annahme, dass die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles, als Ziele gleichrangig nebeneinander stehen.“11 Unter der ökologischen Dimension versteht man die Ressourcenerhaltung bzw. -schonung, die Verringerung der ökologischen Belastungen in der Luft, an Land und im Wasser, die Beachtung der ökologischen Verträglichkeit des Ökosystems sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Abfallentsorgung.12 Die Ökonomische Dimension umfasst „[…] die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Tätigkeiten über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können.“13 Des Weiteren spielen u.a. die Sicherung der ökonomischen Ergiebigkeit durch Wertschöpfung, die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und die „gerechte“ Verteilung der wirtschaftlichen Vorteile eine primäre Rolle.14 Die soziokulturelle Dimension beschreibt vor allem die Bewahrung des kulturellen Erbes der besuchten Destination, die Bedürfnisbefriedigung bei den Touristen sowie die Bevölkerungspartizipation. Dabei kann zwischen der Kultur im Zielgebiet, dem Wohlbefinden der Einheimischen und der Bedürfnisbefriedigung der Gäste differenziert werden.15

Oftmals wird die kulturelle Dimension mit der sozialen Dimension zu einer soziokulturellen Dimension verbunden. Diese Zusammenfassung der Dimensionen hat zur Folge, dass die kulturellen Aspekte oftmals vernachlässigt werden. Diese sind jedoch für einen nachhaltigen Tourismus ebenso von Bedeutung.16 Daher hat sich ergänzend zu dem „Drei-Säulen-Modell“ ein Modell entwickelt, dass neben den ökologischen und ökonomischen Dimensionen der Nachhaltigkeit, den Bereich der soziokulturellen Dimension in die soziale Dimension und die kulturelle Dimension aufteilt. Steck beschreibt dieses „Vier-Säulen-Modell“ dabei wie folgt: „Nachhaltiger Tourismus muss soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Verträglichkeitskriterien erfüllen. Nachhaltiger Tourismus ist langfristig, in Bezug auf heutige wie auf zukünftige Generationen, ethisch und sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig.“17 Soziale Nachhaltigkeit fordert in diesem Zusammenhang besonders die Berücksichtigung von Menschenrechten, während es bei der kulturellen Dimension vor allem darum geht, andere Kulturen zu respektieren und jegliche Form der Ausbeutung zu vermeiden.18 Das primäre Ziel des Konzepts der Nachhaltigkeit liegt jedoch in der ökologischen Sicherung, weshalb dieser Dimension im touristischen Nachhaltigkeitskonzept eine tragende Rolle zukommt. Dieses Ziel wird demnach primär verfolgt, während dabei auch auf den ökonomischen Nutzen geachtet werden muss, um die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens zu sichern. In der Literatur wird ein Ranking der Dimensionen eines Nachhaltigen Tourismus beschrieben, bei dem die ökologische Dimension über den anderen Dimensionen angeordnet wird. Dabei sei zu erwähnen, dass in der Praxis häufig die ökonomische Dimension vorrangig verfolgt wird.19 Jedoch ist keine der Dimensionen vernachlässigbar, um einen nachhaltigen Tourismus zu erzielen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Gewichtung der Handlungsfelder im Nachhaltigen Tourismus20

Ein Unternehmen, in diesem Fall das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises, kann sich im Sinne des nachhaltigen Handelns „[…] an folgenden Handlungsprinzipien orientieren:

1. Umverteilung der vorhandenen Wertschöpfung und Ressourcen
2. Suffizienz als konsumptive Selbstbegrenzung oder durch Substitution nachhaltiger Produkte
3. Effizienz durch Senkung des Ressourcen-Einsatzes pro Output-/Nutzeneinheit
4. Konsistenz durch möglichst geschlossene Stoffkreisläufe oder Wiederverwendbarkeit
5. Vermeidung von Aktivitäten, Produkten und Strukturen, welche ökologisch nicht tragfähig sind.“21

Im Folgenden wird es als sinnvoll erachtet mit dem „Vier-Säulen-Modell“ zu arbeiten und hieran in Kapitel 4, die Gegenüberstellung der Nachhaltigkeitskriterien vorzunehmen.

3. Das Unternehmen AIDA Cruises

3.1. Unternehmensvorstellung

AIDA - Vier Buchstaben, doch wo stammen sie her und was bedeuten sie? Erstmals wurden der Markenname und der typische Schmollmund am Bug im Jahre 1996 auf einem Neubauschiff, der AIDAcara, der damaligen deutschen Seerederei der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel hierbei war es, eine neue, moderne Marke zu schaffen, die die bereits bekannten und beliebten Cluburlaube auch auf See anbietet. Im Gange mehrerer internationaler Firmenzusammenschlüsse gehört die Marke AIDA Cruises seit April 2003 zum neu entstandenen Weltmarktführer für Kreuzfahrten, der Carnival Corporation & PLC.22 Die deutsche Niederlassung befindet sich im Rostocker Stadthafen23 und zum 1. September 2015 wurde Felix Eichhorn zum Präsidenten ernannt. Zusammen mit Dr. Ali Arnaout bilden sie die Geschäftsleitung der AIDA Cruises.24 Im Jahr 2016 hat die Firma einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Vergleich mit den führenden Reiseveranstaltern in Deutschland steht AIDA auf Platz 5 im Ranking.25 Insgesamt arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter aus 40 Ländern für AIDA Cruises, davon etwa 8.000 an Bord und 1000 an Land.26

Insgesamt gehören zwölf Kreuzfahrtschiffe mit 25.208 Betten zur Flotte. Das neuste Schiff, die AIDAperla, mit einer Gesamtlänge von 300m wurde am 30. Juni 2017, in Palma de Mallorca von Lena Gerke getauft. Im Vergleich dazu steht die schon genannte AIDAcara mit einer Länge 193,34m. Eine weitere beeindruckende Zahl ist die Anzahl der Kabinen. Die AIDAcara besitzt 590 Kabinen, während sich 1.643 Kabinen auf der AIDAperla befinden.27 Hier ist die Entwicklung des Kreuzfahrtmarktes ersichtlich.

AIDA-Schiffe legen in Häfen in der Nordsee, der Ostsee, den Atlantikinseln, im Mittelmeer, in der Karibik, in Südostasien, im Arabischen Golf, in Zentralamerika und im Indischen Ozean an. Seit Februar 2017 fahren die drei kleinsten AIDA-Schiffe unter anderem unter dem Slogan "AIDA selection" und bieten Kreuzfahrten zu exklusiveren und exotischeren Destinationen an, wie ca. 117tägige Weltreisen.28

Im Jahre 2018 wird ein neues Kreuzfahrtschiff der AIDA Cruises in Papenburg auslaufen, die AIDAnova und mit mehr als 2500 Kabinen das neue Flaggschiff der Flotte sein. Aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ wird die AIDAnova bestechen, so ist sie das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das dank des Einsatzes von vier Dual-Fuel-Motoren - sowohl im Hafen als auch auf See, mit dem derzeit umweltfreundlichsten und emissionsärmsten fossilen Treibstoff betrieben werden kann.29

3.2. Nachhaltigkeit bei AIDA Cruises

AIDA Cruises veröffentlicht jedes Jahr einen unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsbericht30, der auf der firmeneigenen Website gelesen und heruntergeladen werden kann. In unserer Hausarbeit nehmen wir Bezug auf den Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, dieser war der Aktuellste während unserer Recherchearbeiten. Besonders eingegangen wird auf die Nachhaltigkeitsphilosophie und -strategie und die dabei einzuhaltenden Standards. Nicht nur die Seite an Bord und auf See, sondern auch die Nachhaltigkeitsaspekte an Land, im Hauptsitz in Rostock, werden erläutert. In unserer wissenschaftlichen Arbeit möchten wir allerdings nur auf die Nachhaltigkeitsaspekte an Bord der AIDA Schiffe eingehen.

AIDA Cruises schreibt zu Anfang: „Nachhaltiges Handeln ist für AIDA Cruises eine Frage der Verantwortung.“31 Dieses wird damit begründet, dass sich das Unternehmen aktiv für die Umwelt engagiert, indem in effiziente Technologien investiert wird und es einen umweltfreundlichen Ressourcen-Kreislauf nutzt. Auch soziale Verantwortung wird als Teil des nachhaltigen Handelns großgeschrieben. Hierzu zählt, dass die Sicherheit und die Zufriedenheit der Gäste jederzeit gewährleistet werden soll. Ein stetiges Wachstum ist in der Kreuzfahrtbranche aktuell zu erkennen. AIDA Cruises möchte in Zukunft als ein Vorreiter in nachhaltiger Entwicklung in der Branche gelten. Um die internationalen Standards und Gesetze einzuhalten, setzt AIDA Cruises in systematische und effektive Management-Systeme. Diese Systeme sollen die Bereiche Umwelt, Gesundheit und die Sicherheitsstandards auf See nachhaltig schützen.

Zu den internationalen Standards werden zusätzlich noch unternehmensinterne Standards aufgeführt. Hierbei steht die Zufriedenheit der Gäste an oberster Stelle, die mit Servicestandards an Bord und durch eine gute Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter gewährleistet werden soll.

Um den Klimaschutz und die Umwelt weitestgehend zu schützen will AIDA Cruises auch in Zukunft noch mehr in nachhaltiges, unternehmerisches Handeln investieren. Hierzu zählt auch das Bewusstsein der Reisenden.32 In einer der aktuell jüngsten Schiffe, der „AIDAprima“, wurden die modernsten Umwelttechnologien an Bord bereits berücksichtigt. AIDAprima ist das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das mit einem speziellen Motor („Dual-Fuel-Motor“) ausgestattet ist. Dieser sorgt für einen geringeren Flüssigerdgasverbrauch im Hafen. Neben Landstromanschlüssen verfügt das Schiff auch über ein System, welches die Abgase reduziert.33 Auch im Bereich zur Reduzierung der Antriebsenergien investiert AIDA immer stärker. Im Jahr 2015 konnte der Energieverbrauch pro Person an Bord gesenkt werden und lag bei 18,89 kg. Dieser Wert ergibt sich aus den Anteilen von Schweröl, Gasöl und dem Schweröl Low Sulphur.34 Zum Vergleich, TUI Cruises hat in demselben Jahr einen Verbrauch von 19,42 kg pro Passagier.35 Hieran lässt sich erkennen, dass AIDA tatsächlich „umweltbewusst“ agiert, und das Konzept der Reduzierung des Treibstoffverbrauchs Wirkung zeigt.

AIDA Cruises setzt immer mehr neue Technologien bei ihren Schiffen ein, um somit kontinuierlich die Ökobilanz zu verbessern.36 Die Schiffe werden vermehrt mit Landstromanschlüssen nachgerüstet. Somit soll in Zukunft das Laufen der Motoren im Hafen vermieden werden. AIDA ist für die Zukunft vorbereitet und schreibt: „Sobald die Infrastruktur aufgebaut wird, können wir somit flexibel agieren.“37 Weitere neue Technologien sollen in Zukunft stärker genutzt werden, um im Bereich Umweltschutz nachzurüsten. Mit der innovativen MALS-Technologie kann nun bei den neuesten AIDA-Schiffen und bei Neubauten Antriebsenergie eingespart werden, ebenfalls trägt sie auch zur einer Senkung des Treibstoffverbrauches bei.38

Die Schiffe haben zusätzlich seit 2015 ein neues Energiemanagementsystem an Bord:

„Mit dem innovativen Energiemonitoring- und Managementsystem EMMA von ABB setzen wir seit 2015 flottenweit neue Standards für das Energiemanagement an Bord unserer Schiffe.“39 Hierbei soll die Entscheidungsfindung im Prozess der Energieverbesserung unterstützt werden und es können jederzeit Änderungen, die den Energieverbrauch beeinflussen, vorgenommen werden. Im jüngsten Schiff der AIDA Flotte werden neueste Technologien für effizienteres Fahren eingesetzt. Dies sieht man auch beim Umgang mit den dauerhaft eingeschalteten Klimaanlagen an Bord. Da die Klimaanlage den größten Energieverbrauch an Bord verursacht, wird mit neuester Technologie die Abwärme der Maschinen genutzt, um gekühlte Luft zu erzeugen.40

Das Unternehmen hat auch erkannt, dass die Luftverschmutzung durch die Kreuzfahrtbranche ein großes Problem für die Umwelt darstellt. AIDA schreibt in ihrem Nachhaltigkeitsbericht: „Für uns gilt, die beste Tonne Treibstoff ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen.“41 Deshalb investieren sie immer mehr in Anlagen zur Abgasnachbehandlung und die Einsetzung von Flüssigerdgas (LNG). Dieser gehört derzeit zur umweltschonendsten Variante von Brennstoff. Das sogenannte „Green Cruising“ Konzept soll ab 2019 bei den neuen Generationen der AIDA Schiffe eingeführt werden, sodass diese in Zukunft mit 100 Prozent LNG fahren.

Auch das Abfallmanagement spielt eine wichtige Rolle an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Deswegen wählt AIDA Cruises nach den umweltfreundlichsten Kriterien die Abfallentsorgung aus, die bei jeder Reiseroutenplanung mitberücksichtigt wird.42 Der Müll wird direkt an Bord getrennt, gepresst, entwässert oder zerkleinert. AIDA nutzt Entsorgungsunternehmen in den anlaufenden Häfen, um dort ihren Müll umweltgerecht abgeben zu können. Auch hier ist es AIDA Cruises wichtig, den Müllverbrauch an Bord zu senken. Der anfallende Abfall konnte von 4,6 auf 3,9 Kilogramm pro Person reduziert werden.43 Hingegen liegt bei den „Mein Schiff“-Schiffen derzeit ein deutlich höherer Verbrauch von 9,01 Kilogramm pro Person vor.44 Das Einsetzen von Mehrwegprodukten und die Verwendung von großen Fässern kann den Müllverbrauch erheblich reduzieren.

[...]


1 Vgl. Deutscher ReiseVerband, Der deutsche Reisemarkt, 2017, S. 48

2 Vgl. Cruise Lines International Association, CLIA 2016 - Statistics & Markets Europe, 2016, S.3

3 Vgl. Cruise Lines International Association , 2017 Cruise Industry Outlook, 2016, S. 7

4 Vgl. Deutscher ReiseVerband , Der deutsche Reisemarkt, 2017, S. 47

5 Vgl. o.A., Diese neuen Kreuzfahrtschiffe starten 2018, 2017

6 Vgl. Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 65

7 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 65 f. in Bezug auf Müller, H., Regionalentwicklung, 1995, S.12

8 Vgl. Eisenstein, B., Grundlagen des Destinationsmanagements, 2014, S. 58

9 Vgl. Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 66

10 Vgl. Schmied, M. u. a., Traumziel Nachhaltigkeit, 2009, S. 24

11 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 71

12 Vgl. Eisenstein, B., Grundlagen des Destinationsmanagements, 2014, S. 59

13 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 66

14 Vgl. Eisenstein, B., Grundlagen des Destinationsmanagements, 2014, S. 59

15 Vgl. Eisenstein, B., Grundlagen des Destinationsmanagements, 2014, S. 59

16 Vgl. Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 74

17 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 74 in Bezug auf Steck, B., Tourismus, 1999, S.11

18 Vgl. Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 66 f.

19 Vgl. Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 74 in Bezug auf Krippendorf, J., Frage, 1997, S.62

20 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 75

21 Schmoll, E./Pfriem, R./Kirstges, T., Künstliche Ferienwelten im Fokus der Nachhaltigkeit - Genesis statt Ausverkauf der Paradiese?, 2014, S. 75 f. in Bezug auf Paech, N./ Pfriem, R., Konzepte, 2004, S.21ff.

22 Vgl. Carnival Corporation & PLC, Our Brands

23 Vgl. AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A., Impressum

24 ebenda

25 Vgl. Statista GmbH, Umsatz von AIDA Cruises von 2005 bis 2016 (in Millionen Euro)

26 Vgl. AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A., Zahlen und Fakten

27 Vgl. Woessner, P., Die AIDA Flotte stellt sich vor, 2017

28 Vgl. AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A., AIDAselection

29 Vgl. AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A., AIDAnova auf der Meyer Werft in Papenburg auf Kiel gelegt

30 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016

31 Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 8

32 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 13

33 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 14

34 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 21

35 Vgl. TUI Cruises, Umweltbericht 2016, S. 17

36 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 14

37 Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 19

38 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 20

39 Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 21

40 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 22

41 Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 22

42 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 24

43 Vgl. Krämer, Theite, AIDA Cruises, Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2016, S. 25

44 Vgl. TUI Cruises, Umweltbericht 2016, S. 20

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Nachhaltigkeit bei Kreuzfahrtunternehmen am Beispiel AIDA Cruises
Hochschule
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V944961
ISBN (eBook)
9783346280510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Kreuzfahrt, Kreuzfahrtbranche, AIDA, TUI, Tourismus, Entwicklung
Arbeit zitieren
Esther Ott (Autor), 2016, Nachhaltigkeit bei Kreuzfahrtunternehmen am Beispiel AIDA Cruises, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/944961

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