Unternehmerische Tätigkeiten sind ohne Personalpolitik und Unternehmenskommunikation nur schwer vorstellbar. Mit Hilfe von Corporate Identity, einem wichtigen Instrument der Unternehmenskultur, gewinnt ein Unternehmen Mitarbeiter und Kunden. Corporate Identity ermöglicht diesem in erster Linie dessen interne Strukturen aufzubauen und diese stets zu pflegen. Sie ist deshalb eine unverzichtbare Notwendigkeit.
Corporate Identity kostet viel Zeit und Geld. Deshalb ist es lohnenswert, sich eingehend mit diesem Thema zu befassen. Dazu sind nicht nur die Unternehmerinnen und Unternehmer aufgefordert, sondern alle, die in einem Betrieb mitarbeiten.
Diese Projektarbeit richtet sich deshalb an all jene, die Verantwortung für ihre Rolle im Unternehmen übernehmen und sich zu diesem Zweck mit diesem Thema vertraut machen.
Corporate
Dieser Begriff stammt aus der englischen Sprache und bedeutet gemeinsam, geschlossen, gesellschaftlich und kooperativ. Außerdem bezeichnet „Corporate“ auch eine Kooperation, einen Verein, eine Gruppe, ein Unternehmen oder einen Zusammenschluss.
Es handelt sich hierbei um eine Organisation oder eine Gemeinschaft als Ganzes.
Identity
Der englische Begriff „Identity" wird allgemein mit Identität, aber auch mit Gleichheit oder Persönlichkeit übersetzt. Der Begriff „Identität" ist von dem lateinischen Wort
„idem" abgeleitet, das übersetzt ‚dasselbe’ bedeutet.
Corporate Identity wird – je nach Quelle und Definition – als Firmenimage, Unternehmensidentität oder Unternehmenspersönlichkeit bezeichnet.
4.2 Definition
Für Corporate Identity gibt es keine allgemeingültige Definition und in der Literatur
existieren unterschiedliche Ansätze.
Kurz gesagt ist Corporate Identity eine „unverwechselbare Unternehmensidentität".
Im ganzheitlichen Ansatz, in dem Corporate Identity als Instrument verstanden wird, mit dem bestimmte Unternehmensziele erreicht werden sollen, entsteht Corporate
Identity durch den strategisch geplanten Zusammenhang von Erscheinungsbild, Verhalten und Kommunikation.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Vorwort
3. 4identity – unsere eigene Corporate Identity
4. Corporate Identity – Begriffsdefinition
4.1 Erklärung der Begriffe Corporate und Identity
4.2 Definition
5. Kulturdefinition
6. Corporate Culture
6.1 Definition
6.2 Entstehung einer Kultur
6.3 Bedeutung einer Unternehmenskultur
6.4 Möglichkeiten zur Umsetzung der gesamten Corporate Identity
6.5 Aufbau einer Kultur
6.5.1 Aufbau einer Kultur nach Sonja Sackmann (2002):
6.5.2 Aufbau einer Kultur nach Gerry Johnson (1998):
6.6 Leitlinien für einen bewussten Kulturentwicklungsprozess
6.7 Nutzen einer Kultur
6.8 Auswirkungen einer Unternehmenskultur
6.9 Einfluss des Managements auf die Unternehmenskultur
6.10 Überprüfung der Unternehmenskultur
6.11 Unterschied Unternehmenskultur und Corporate Identity
7. Leitbild
8. Corporate Identity
8.1 Gründe für die zunehmende Bedeutung von Corporate Identity
8.2 Historische Entwicklung von Corporate Identity
8.3 Vor- und Nachteile von Corporate Identity
9. Corporate Design
9.1 Definition
9.2 Bestandteile des Corporate Designs
10. Corporate Communication
10.1 Definition
10.2 Bestandteile
10.2.1 Interne Kommunikationsgruppen
10.2.2 Externe Kommunikationsgruppen
10.3 Personalpolitik
10.3.1 Definition
10.3.2 Instrumente des Personalwesens
10.3.3 Hauptfunktionen der Personalwirtschaft
1. Personalplanung
2. Personalcontrolling
3. Personalbeschaffung
4. Personalreduzierung
5. Personalentwicklung
6. Personalführung
10.4 Ökonomische Ziele der Personalwirtschaft
10.5 Soziale Ziele der Personalwirtschaft
10.6 Wechselwirkung Personalpolitik und Corporate Identity
10.7 Gemeinsames Ziel von Personalwesen und Corporate Identity
11. Corporate Behaviour
11.1 Definition
11.2 Bestandteile
11.2.1 Handeln gegenüber Mitarbeitern
11.2.2 Verhalten gegenüber Marktpartnern
11.2.3 Verhalten gegenüber Aktionären und Geldgebern
11.2.4 Verhalten gegenüber Staat, Öffentlichkeit, Umwelt
11.3 Corporate Citizenship
11.4 Schwerpunkt Mitarbeiter
12. Mitarbeitermotivation
12.2 Bedürfnispyramide nach Maslow
12.3 Arbeitsmotivation
12.4 Mitarbeitermotivation und Corporate Identity
12.5 Instrumente zur Mitarbeitermotivation
12.5.1 Ideenmanagement
12.5.1.1 Betriebliches Vorschlagswesen (BVW):
12.5.1.2 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
12.5.1.3 Innovationsförderung:
12.5.2 Anreizsysteme
12.5.3 Arbeitszufriedenheit und Arbeitsklima
14. Firmenportraits
15. Umsetzung des Manuals
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Corporate Identity, Unternehmenskultur und Personalpolitik, mit dem Ziel, ein praktisches Manual für Gründer von Klein- und Mittelbetrieben zu entwickeln, das Mitarbeitermotivation und Identifikation stärkt.
- Grundlagen von Corporate Identity und Unternehmenskultur
- Die drei Säulen: Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Behaviour
- Mitarbeitermotivation als Instrument der Personalpolitik
- Analyse und Best-Practice-Beispiele aus Vorarlberger Unternehmen
Auszug aus dem Buch
6. CORPORATE CULTURE
Der Begriff Corporate Culture stammt aus dem Englischen und beschreibt die Unternehmenskultur. Eines vorweg: es gibt keine eindeutige Definition von Unternehmenskultur.
Aus unterschiedlichen Meinungen zur Zusammensetzung der Corporate Culture hat sich 4identity für folgende Definition entschieden: Jede Organisation entwickelt durch ihr Verhalten, ihre Denkhaltungen und Paradigmen sowie ihre Einstellungen gegenüber Werten und Normen, eine eigene Kultur. Diese Kultur prägt natürlich auch das Verhalten im Betrieb und das Verhalten nach außen.
Die Schwierigkeit einer Kultur ist, dass sie weder sichtbar noch greifbar ist. Die Unternehmenskultur ist der unsichtbare Kern eines jeden Unternehmens, welcher das Denken, Handeln und Empfinden der Mitarbeiter und Führungskräfte maßgeblich beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
6. Corporate Culture: Dieses Kapitel thematisiert die Entstehung, Definition und Bedeutung einer Unternehmenskultur sowie deren Einfluss auf das Verhalten im Unternehmen.
7. Leitbild: Es wird die Rolle des Leitbildes als unternehmerische Zielvorstellung erläutert, die auf der Unternehmenskultur basiert und zukünftige Strategien vorgibt.
8. Corporate Identity: Dieses Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung sowie die historische Entwicklung von Corporate Identity und stellt Vor- sowie Nachteile gegenüber.
9. Corporate Design: Hier werden die grafischen Mittel beschrieben, mit denen ein Unternehmen sein Leitbild visuell nach außen transportiert, um Einprägsamkeit und Wiedererkennung zu schaffen.
10. Corporate Communication: Das Kapitel erläutert die Gesamtheit der Kommunikationsinstrumente zur internen und externen Darstellung des Unternehmens, inklusive der Rolle der Personalpolitik.
11. Corporate Behaviour: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf das Verhalten des Unternehmens nach innen gegenüber Mitarbeitern und nach außen gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen.
12. Mitarbeitermotivation: Hier werden psychologische Modelle der Motivation sowie praktische Instrumente wie Ideenmanagement und Anreizsysteme untersucht, um die Identifikation der Mitarbeiter zu steigern.
Schlüsselwörter
Corporate Identity, Unternehmenskultur, Personalpolitik, Corporate Design, Corporate Communication, Corporate Behaviour, Mitarbeitermotivation, Unternehmensleitbild, Personalentwicklung, Führungskultur, Arbeitszufriedenheit, Ideenmanagement, Identifikation, Unternehmenserfolg, Klein- und Mittelbetriebe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen dieser Projektarbeit?
Die Arbeit analysiert, wie Corporate Identity, Unternehmenskultur und Personalpolitik zusammenwirken, um die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu fördern.
Welche drei Säulen bilden die Basis der Corporate Identity?
Die Arbeit definiert die zentralen Bestandteile als Corporate Design (visuelles Erscheinungsbild), Corporate Communication (Kommunikationskultur) und Corporate Behaviour (Verhalten).
Welches übergeordnete Ziel verfolgt das Projekt?
Das primäre Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Manuals, das Gründern von Klein- und Mittelbetrieben konkrete Hilfestellungen für die Mitarbeitermotivation bietet.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Neben einer umfassenden theoretischen Literaturrecherche wurden Experteninterviews mit vier Vorarlberger Unternehmen geführt, um Best-Practice-Ansätze zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Identität und Kultur sowie in praktische Kapitel zu Personalmanagement, Motivationsinstrumenten und spezifischen Firmenportraits.
Welche Schlagworte charakterisieren den Inhalt?
Wesentliche Begriffe sind Identifikation, Unternehmenskultur, Motivationsstrategien und die ganzheitliche Steuerung eines Unternehmens durch Corporate Identity.
Wie definiert die Arbeit das Verhältnis zwischen Unternehmenskultur und Corporate Identity?
Die Autoren verstehen die Unternehmenskultur als den gewachsenen Kern einer Organisation, während Corporate Identity als ein steuerndes Instrument dient, um diese Kultur zu gestalten.
Welche Bedeutung haben die Firmenportraits für das Endergebnis?
Die Interviews mit den Unternehmen dienen als empirische Basis, um die theoretischen Konzepte auf ihre praktische Anwendbarkeit in der Realität zu überprüfen.
Warum ist das "Corporate Behaviour" laut der Arbeit so entscheidend?
Es wird betont, dass ein Unternehmen nicht an seinen Aussagen, sondern an seinem tatsächlichen Handeln gemessen wird; daher ist ein stimmiges Verhalten essenziell für die Glaubwürdigkeit.
Was besagt die Maslow-Bedürfnispyramide in diesem Kontext?
Sie dient als Modell, um zu erklären, wie Unternehmen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter adressieren können, um die Arbeitsmotivation und die Selbstverwirklichung innerhalb des Betriebes zu steigern.
- Quote paper
- S. Canal (Author), C. Alge (Author), S. Pfeiffenberger (Author), S. Senoner (Author), 2007, Berührungspunkte zwischen Corporate Identity, Unternehmenskultur und Personalpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94500