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In der Corona-Pandemie moralisch handeln und glücklich leben? Immanuel Kant über den guten Willen, Aristoteles über Glückseligkeit

Titel: In der Corona-Pandemie moralisch handeln und glücklich leben? Immanuel Kant über den guten Willen, Aristoteles über Glückseligkeit

Hausarbeit , 2020 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Yvonne Schröder (Autor:in)

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Januar 2020. Ein Virus namens Covid-19 breitet sich rasant auf der gesamten Erdkugel aus und verändert das Leben jedes einzelnen Menschen. Wie ist also ein glückliches und erfülltes Leben überhaupt und vor allem in solch einer Situation möglich, und wie handelt man moralisch? Dieses Virus ist in ca. 5% der Fälle tödlich, seine Ausbreitungsgeschwindigkeit exponentiell. Folglich werden durch die einzelnen Regierungen weltweit hektisch Maßnahmen ergriffen. Temporäre Ausgangsbeschränkungen, Verbote von sozialen Kontakten und das Tragen eines Mundschutzes gehören von nun an zum Alltag. Diese Vorkehrungen werden einerseits getroffen, damit sich die stark ansteigende Infektionszahl verlangsamt und dadurch andererseits möglichst wenig Toden aus der aktuellen Pandemie resultieren. Solche Einschränkungen führen zu einer geringeren Lebensqualität vieler Bürger. Einige protestieren gegen diese Maßnahmen und fordern mehr Freiheiten in ihrem alltäglichen Leben.
Die Suche nach einem glücklichen Leben ist wohl so alt wie die Philosophie selbst. „Jede Kunst und jede Lehre, desgleichen jede Handlung und jeder Entschluß, scheint ein Gut zu erstreben, weshalb man das Gute treffend als dasjenige bezeichnet hat, wonach alles strebt.“ – Aristoteles Nikomachische Ethik. Schon vor Jahrtausenden, etwa zur Zeit der alten Griechen befasste sich Aristoteles mit der Suche nach dem höchsten Gut und der Glückseligkeit. Er erarbeitete auf diese Frage eine umfassende Antwort in seinem Werk „Nikomachische Ethik“, welches bis heute Grundlage für viele Theorien ist. Auch Immanuel Kant verfasste im Jahr 1785 sein Werk „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, in der er das höchste Gut mit seiner Theorie des „guten Willens“ beschreibt. Der schmale Grad zwischen einer moralisch guten Tat und dem Ausleben der eigenen Gelüste soll im Folgenden mit Hilfe von dieser beiden Anschauungen diskutiert werden. Zum einen wird das Werk von einer sehr alten Sichtweise des Aristoteles durchleuchtet und anschließend mit einer neueren Betrachtung, die des Immanuel Kants, verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Aristoteles – Glückseligkeit als höchstes Gut

Immanuel Kant – der gute Wille ist das höchste Ziel

Vergleich von Kant und Aristoteles

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage nach moralisch richtigem Handeln und einem erfüllten Leben vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Dabei werden die gegensätzlichen ethischen Ansätze von Aristoteles (Glückseligkeit als höchstes Gut) und Immanuel Kant (der gute Wille als höchstes Ziel) kontrastierend gegenübergestellt und auf die Herausforderungen moderner Krisenzeiten angewendet.

  • Die Philosophie der Eudaimonie nach Aristoteles
  • Die deontologische Ethik und der kategorische Imperativ Kants
  • Moralische Handlungsleitlinien in Krisenzeiten
  • Vergleich der Konzepte von Tugend, Pflicht und Vernunft
  • Die Rolle von Freundschaft und Gemeinschaft in der Ethik

Auszug aus dem Buch

Aristoteles – Glückseligkeit als höchstes Gut

Wie handelt man moralisch richtig? Eine Richtlinie, an denen sich ein jeder Orientierung verschaffen kann, war das Ziel, welches Aristoteles in seinem Werk „Nikomachische Ethik“ verfolgte.

Wie bereits zitiert, scheint jede Handlung ein Gut zu erstreben, (…) wonach alles strebt. Mit diesem höchsten Gut verbindet Aristoteles eindeutig die Eudaimonia, die Glückseligkeit. Diese ist das Ziel unseres Handelns und der Schlüssel zu einem glücklichen Leben. Doch was meint Aristoteles mit der Glückseligkeit?

Sie bezieht sich auf eines jedes Handeln, welches sich durch „praktische Klugheit“ auszeichnet und die Tugend eines Charakters beschreibt. „Die Tugend macht, dass man sich das rechte Ziel setzt, die Klugheit, dass man die rechten Mittel dazu wählt.“ (Aristoteles, 2019, S. 203f.)

Bezüglich der Tugenden unterscheidet er „die eine[] dianoetische oder Verstandestugend[], die andere[] ethische oder sittliche Tugend[].“ (Aristoteles, 2019, S. 37) Unter der „Verstandestugend“ (Aristoteles, 2019, S. 37) versteht Aristoteles Weisheit, Verstand und Klugheit. Mit sittlicher Tugend meint er Großzügigkeit und Besonnenheit. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Verstandstugend durch Belehren intensiviert werden kann und ethische Tugend auf die gewohnten Verhaltensmuster eines Menschen abzielt. Doch wie zeichnet sich nun ein tugendhaftes Verhalten aus?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Corona-Pandemie und führt in die moralische Fragestellung ein, wie in einer solchen Krise ein glückliches Leben möglich ist.

Aristoteles – Glückseligkeit als höchstes Gut: Dieses Kapitel erläutert die aristotelische Tugendethik, bei der die Eudaimonia als höchstes Ziel durch ein Handeln in der "Mitte" und praktische Klugheit erreicht wird.

Immanuel Kant – der gute Wille ist das höchste Ziel: Hier wird Kants Konzept des kategorischen Imperativs und des guten Willens als einziger moralischer Maßstab vorgestellt, bei dem die Pflicht über persönlichen Neigungen steht.

Vergleich von Kant und Aristoteles: Dieser Abschnitt stellt die beiden Philosophen gegenüber und arbeitet die Differenzen in Bezug auf Vernunft, Gefühle, Freundschaft und das Verständnis von moralischen Normen heraus.

Schluss: Das Fazit überträgt die ethischen Theorien auf das Verhalten in der Pandemie und stellt fest, dass beide Philosophen trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze zur Zurückhaltung und Rücksichtnahme in der Gemeinschaft mahnen.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Immanuel Kant, Corona-Pandemie, Glückseligkeit, Eudaimonia, guter Wille, Kategorischer Imperativ, Tugendethik, Deontologie, Pflicht, Vernunft, Moral, Ethik, Gemeinschaft, Handlungsleitlinien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht moralische Handlungsoptionen während der Corona-Pandemie anhand der klassischen Ethik von Aristoteles und Immanuel Kant.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Suche nach dem höchsten Gut, die Bedeutung von Tugend und Pflicht, die Rolle der Vernunft sowie die soziale Verantwortung in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie man unter den Einschränkungen einer Pandemie moralisch korrekt handelt und ob ein glückliches Leben unter diesen Umständen philosophisch begründbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine komparative Analyse, bei der die theoretischen Ansätze der beiden Philosophen durch eine Literaturanalyse durchleuchtet und anschließend miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kernkonzepte von Aristoteles (Nikomachische Ethik) und Kant (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten) und stellt diese gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Glückseligkeit, Guter Wille, Kategorischer Imperativ, Tugend, Pflicht und deontologische Ethik.

Wie unterscheidet sich Kants Pflichtbegriff von Aristoteles' Tugendlehre in der Pandemie?

Während Kant betont, dass man Pflichten auch gegen eigene Neigungen befolgen muss, plädiert Aristoteles eher für ein maßvolles Handeln innerhalb der Gemeinschaft, das das menschliche Wohl im Blick behält.

Welches Fazit ziehen die Philosophen für das Verhalten in der Pandemie?

Beide kommen zu dem Schluss, dass Rücksicht auf die Gemeinschaft unerlässlich ist, wobei Kant ein strenges Handeln aus Pflicht fordert und Aristoteles ein bedachtes Handeln im Sinne eines sozialen Maßes empfiehlt.

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Details

Titel
In der Corona-Pandemie moralisch handeln und glücklich leben? Immanuel Kant über den guten Willen, Aristoteles über Glückseligkeit
Hochschule
Technische Universität München
Note
1,0
Autor
Yvonne Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V945005
ISBN (eBook)
9783346279828
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corona-pandemie immanuel kant willen aristoteles glückseligkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Schröder (Autor:in), 2020, In der Corona-Pandemie moralisch handeln und glücklich leben? Immanuel Kant über den guten Willen, Aristoteles über Glückseligkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945005
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Leseprobe aus  11  Seiten
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