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Die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen. Gründe und Veränderungsansätze

Title: Die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen. Gründe und Veränderungsansätze

Term Paper , 2020 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mirja Harlos (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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In der vorliegenden Arbeit werde ich mich dem Thema Frauen in Führungspositionen intensiv widmen und Ursachenforschung betreiben. Dazu schauen wir uns erst die verantwortlichen Ursachen an, um nur einige Einflussnehmer aufzugreifen. Anschließend schauen wir, was Quotenregelungen bisher bewirkt haben und ziehen zum Schluss ein Fazit.
Auf der ganzen Welt existieren weiterhin Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Besonders im beruflichen Kontext lassen sich viele Unterschiede finden. Diese Ungleichheiten zeigen sich auf verschiedenen Ebenen, wie z. B. auf der Führungsebene. 2012 und 2013 erhielten Frauen in den USA mehr Bachelor- und Masterabschlüsse, sowie Doktortitel als Männer. Der Markt an kompetenten Arbeitskräften wächst zunehmend. Schauen wir uns hingegen die Zahlen aus Großkonzernen an, so lässt sich ernüchternd feststellen, dass diese weibliche Kompetenz es schwer hat, in den Führungsebenen anzukommen, obwohl sie mit dem notwendigen Wissen versorgt wären. Im gemeinnützigen Sektor finden wir vermehrt Frauen in Führungspositionen, jedoch sind sie dort nicht genug repräsentiert. Weltweit finden wir Frauen zu weniger als einem Viertel in den oberen Führungspositionen in Unternehmen vertreten, ein Drittel der Unternehmen hat keine Frauen in Führungspositionen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen

2.1 Geschlechterstereotypen

2.1.1 Rollenkongruenztheorie

2.2 Sozialkognitive Lerntheorie und Selbstwirksamkeit

2.3 Queen Bee Syndrom

2.4 Cinderella Komplex

2.5 Frauen und die Mutterrolle

3. Quotenregelungen

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen im 21. Jahrhundert und analysiert dabei sowohl psychologische Barrieren als auch die Auswirkungen legislativer Maßnahmen wie der Frauenquote.

  • Geschlechterstereotypen und deren Einfluss auf die Karriereentwicklung
  • Psychologische Phänomene wie das Queen Bee Syndrom und der Cinderella Komplex
  • Die Rolle der Selbstwirksamkeit und sozial-kognitiver Lernprozesse
  • Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Mutterrolle
  • Die Wirksamkeit von Quotenregelungen in der Unternehmenspraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschlechterstereotypen

Stereotypisierungen sind menschlich und erfüllen einen Sinn. Niemand kann sich von ihnen freisprechen. Auch wenn sie eher negativ behaftet sind, veranlassen sie uns dazu, weniger nachzudenken und weniger Entscheidungen treffen zu müssen. Da das Gehirn möglichst wenige Entscheidungen am Tag treffen will, nehmen uns Stereotypen die Denkarbeit ab und wir bleiben beim vorgefertigten Meinungsbild, bis wir uns durch einen verlängerten Denkprozess vom Gegenteil überzeugen lassen (Kahnemann, 2011). Durch Verlass auf diese einfach gestrickten Bilder entstehen viele Probleme. Sie veranlassen uns zu Generalisierungen über eine bestimmte Gruppe von Menschen und diese können sowohl deskriptiv als auch präskriptiv sein. Deskriptive Geschlechterstereotypen beschreiben die Glaubenssätze, die auftreten, wenn wir darüber nachdenken, wie Männer oder Frauen sind. Präskriptiv bedeutet, was wir von ihnen erwarten, bzw. was wir glauben, wie sie sein sollten (Heilmann, 2012).

Geschlechterstereotypen sind Glaubenssätze über Interessen, Kompetenzen und Geschlechterrollen. Männer werden häufiger für unabhängig, aggressiv, entscheidend und kraftvoll gehalten. Als hübsch, freundlich, hilfsbereit und um andere besorgt werden Frauen charakterisiert (Kollmeyer, Schober & Spiel, 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die weltweite Diskrepanz zwischen weiblichen Bildungsabschlüssen und deren geringer Präsenz in oberen Führungsebenen und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen dieser Unterrepräsentation.

2. Ursachen: Dieses Kapitel identifiziert verschiedene psychologische und gesellschaftliche Faktoren, die den Aufstieg von Frauen begrenzen, darunter Stereotypen, Lernmodelle und Rollenbilder.

2.1 Geschlechterstereotypen: Hier wird erläutert, wie verallgemeinerte Glaubenssätze über Männer und Frauen zu einer unbewussten Abwertung weiblicher Kompetenz in Führungskontexten führen.

2.1.1 Rollenkongruenztheorie: Dieses Kapitel beschreibt den Konflikt, der entsteht, wenn weibliches Verhalten nicht mit traditionellen Erwartungen an eine Führungsperson übereinstimmt.

2.2 Sozialkognitive Lerntheorie und Selbstwirksamkeit: Das Kapitel analysiert, wie frühe Prägung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten die beruflichen Ambitionen von Mädchen und Frauen beeinflussen.

2.3 Queen Bee Syndrom: Es wird das Phänomen untersucht, bei dem Frauen in männerdominierten Berufen sich von anderen Frauen distanzieren, um ihre eigene Position zu sichern.

2.4 Cinderella Komplex: Dieses Kapitel beschreibt das unbewusste Streben von Frauen nach einer rettenden externen Instanz und die damit einhergehende Angst vor der eigenen Unabhängigkeit.

2.5 Frauen und die Mutterrolle: Hier wird die Doppelbelastung von arbeitenden Müttern sowie die mangelnde familienpolitische Unterstützung als Karrierenachteil thematisiert.

3. Quotenregelungen: Das Kapitel analysiert die Einführung und Effektivität gesetzlicher Frauenquoten in verschiedenen Ländern, insbesondere deren Wirkung auf Aufsichtsräte und Vorstände.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein gesellschaftliches Umdenken sowie bessere strukturelle Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Schlüsselwörter

Frauenquote, Führungspositionen, Geschlechterstereotypen, Rollenkongruenztheorie, Selbstwirksamkeit, Queen Bee Syndrom, Cinderella Komplex, Unterrepräsentation, Karriere, Familienpolitik, Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Sozialkognitive Lerntheorie, Diversität, Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Gründe für die geringe Anzahl von Frauen in Führungspositionen und beleuchtet sowohl die Barrieren als auch mögliche Lösungsansätze wie die Frauenquote.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen Geschlechterstereotypen, psychologische Barrieren, die Sozialisation in der Kindheit sowie die politische und unternehmerische Umsetzung der Frauenquote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, warum trotz hoher Qualifikationen so wenige Frauen in Führungsebenen gelangen und welche Faktoren diesen Aufstieg behindern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Theorien, Studien und gesetzlicher Regelungen zur Gleichstellung im beruflichen Kontext.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse – von psychologischen Theorien bis hin zu gesellschaftlichen Rollenerwartungen – und eine kritische Betrachtung der gesetzlichen Frauenquote.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Rollenkongruenztheorie, Cinderella Komplex, Selbstwirksamkeit und strukturelle Unterrepräsentation.

Welche Rolle spielt der sogenannte Cinderella Komplex für die Karriere von Frauen?

Der Cinderella Komplex beschreibt die unbewusste Erwartungshaltung, von außen „gerettet“ zu werden, was zu einer passiven Haltung führt, anstatt aktiv Beförderungen einzufordern.

Warum wird das Queen Bee Syndrom als kritisch für Frauen in Führungspositionen angesehen?

Es wird als kritisch angesehen, da Frauen, die sich von anderen weiblichen Kolleginnen abgrenzen, um Anerkennung in männerdominierten Strukturen zu finden, die gegenseitige Unterstützung und Solidarität innerhalb der Gruppe verhindern.

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Details

Title
Die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen. Gründe und Veränderungsansätze
College
Klagenfurt University
Grade
1,0
Author
Mirja Harlos (Author)
Publication Year
2020
Pages
11
Catalog Number
V945062
ISBN (eBook)
9783346279903
Language
German
Tags
unterrepräsentation frauen führungspositionen gründe veränderungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirja Harlos (Author), 2020, Die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen. Gründe und Veränderungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945062
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