Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert vor Chr. Was war seine Form und Funktion?

Title: Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert vor Chr. Was war seine Form und Funktion?

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ayline Zeimet (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Welche Funktion hatte der Ostrakismos innerhalb der athenischen Demokratie? Unter welchen Umständen
wurde ein Ostrakismos durchgeführt? Diesen Fragen geht die vorliegende Arbeit nach.

Um diese Fragestellungen beantworten zu können, ist es demnach von großer Bedeutung, im ersten Kapitel den Fokus auf den Ostrakismos zu legen. Im Einzelnen werden in diesem Kapitel sowohl die Durchführung und die Funktion des Ostrakismos als auch die Einführung und das Ende des Scherbengerichts näher betrachtet. Um zu klären, unter welchen Umständen ein Ostrakismos stattfand, werden im zweiten Kapitel Beispiele bekannter Ostrakismosopfer aufgeführt. Am Ende dieser Arbeit werden in einem Fazit die Fragestellungen, im Rückblick auf das Erarbeitete, beantwortet werden.

Der Begriff "Demokratie", griechisch „Herrschaft des Volkes“, hatte in der Antike eine andere Bedeutung als heute. Zu dieser Zeit wurde sie als eine direkte Demokratie praktiziert, was bedeutet, dass die Rechtsbürger sich versammelten und selbst über Angelegenheiten ihres Stadtstaates, der Polis, entschieden. Aus heutiger Sicht ist eine solche Demokratie nicht mehr praktizierbar, wodurch die repräsentative Demokratie in den Vordergrund gerückt ist, bei der die Bürger Repräsentanten auf Zeit wählen, die ihre Interessen vertreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ostrakismos

2.1. Die Einführung des Ostrakismos

2.2. Die Durchführung des Ostrakismos

2.3. Die Funktion des Ostrakismos

2.4. Die Blütezeit des Ostrakismos

2.5. Das Ende des Ostrakismos

3. Beispiele von bekannten Ostrakismosopfern

3.1. Der Ostrakismos des Aristeides

3.2. Der Ostrakismos des Themistokles

3.3. Der Ostrakismos des Hyperbolos

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische Phänomen des Ostrakismos im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr., um dessen spezifische Funktion innerhalb der direkten Demokratie sowie die tatsächlichen Umstände seiner Anwendung zu beleuchten.

  • Historische Einordnung der kleisthenischen Reformen und der Einführung des Scherbengerichts.
  • Analyse der administrativen Durchführung und der rechtlichen Rahmenbedingungen der Ostrakisierung.
  • Untersuchung der Funktionen: Schutz vor Tyrannis, Wiederherstellung demokratischer Gleichheit und Machtbegrenzung.
  • Fallstudien zu den politischen Hintergründen der Verbannung von Aristeides, Themistokles und Hyperbolos.
  • Kritische Reflexion über den Missbrauch des Verfahrens durch politische Intrigen und Stimmungsmache.

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Ostrakismos des Themistokles

Themistokles stammte aus einer attischen Familie, die zwar Ansehen genoss, jedoch nicht zur Führungselite gehörte. Im Jahr 493 v. Chr. bekleidete er das höchste städtische Amt, das Archontat. Die wichtigste Leistung während seines Amtes war der Ausbau von Piräus zu einem Kriegshafen, was bei konservativen Kreisen der athenischen Bevölkerung Widerstand auslöste. In den folgenden Jahren setzte sich Themistokles erfolgreich gegen seine Gegner durch und trieb so seinen Aufstieg weiter voran. Besonders die grundlegenden veränderten Rahmenbedingungen, welche die kleisthenische Reform mit sich brachte, wusste der Politiker für seinen Aufstieg zu nutzen. Auch wenn Themistokles in der Neuzeit als großer Staatsmann, Schöpfer der staatlichen Kriegsflotte und Wegbereiter der athenischen Seemacht angesehen wurde, wurde er wegen wachsender Gegnerschaft um 470 v. Chr. ebenfalls durch das Scherbengericht aus Athen verbannt.

Mit Hilfe dieses Gedichts lassen sich Gründe für seine Ostrakisierung erkennen. Dabei ist festzuhalten, dass es sich hier nicht um politische Beweggründe für ein Ostrakismos handelte, sondern um persönliche Differenzen. Im weiteren Verlauf der Quelle beschreibt Plutarch die Zunahme des Neids des Volkes gegen Themistokles, wodurch Neid erneut als Hauptmotiv der Verbannung in den Vordergrund rückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der direkten Demokratie in Athen und stellt den Ostrakismos als zentrale politische Maßnahme im Kontext der kleisthenischen Reformen vor.

2. Der Ostrakismos: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, das konkrete Abstimmungsverfahren auf der Agora sowie die verschiedenen politisch-rechtlichen und sozialen Funktionen des Scherbengerichts.

3. Beispiele von bekannten Ostrakismosopfern: Anhand der Biographien von Aristeides, Themistokles und Hyperbolos wird die Praxis der Verbannung und deren oft subjektive oder manipulative Motivlage verdeutlicht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Ostrakismos zwar theoretisch dem Schutz der Demokratie dienen sollte, in der Praxis jedoch häufig als Instrument für persönliche Rivalitäten missbraucht wurde.

Schlüsselwörter

Ostrakismos, Athen, Antike, Scherbengericht, Kleisthenes, Demokratie, Verbannung, Aristeides, Themistokles, Hyperbolos, Volksversammlung, Politische Rivalität, Tyrannis, Agora, Polis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Institution des Ostrakismos, auch Scherbengericht genannt, im Athen des 5. Jahrhunderts vor Christus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Entstehung des Verfahrens unter Kleisthenes, die operative Durchführung sowie die Funktionen des Ostrakismos als Schutzmechanismus der attischen Demokratie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, welche Funktion der Ostrakismos innerhalb der athenischen Demokratie erfüllte und unter welchen Umständen er tatsächlich zur Anwendung kam.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Verfasserin?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse antiker Autoren, insbesondere der Werke von Aristoteles und Plutarch, ergänzt durch moderne Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Durchführung des Verfahrens sowie einen empirischen Teil, der drei prominente Fallbeispiele analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ostrakismos, athenische Demokratie, politische Macht, Volksversammlung und das Wirken der Demagogen.

Warum spielt der Begriff der „Überlegenheit“ bei Aristoteles eine zentrale Rolle für den Ostrakismos?

Aristoteles sieht im Ostrakismos ein Mittel, um Personen, die durch Reichtum oder großen politischen Einfluss eine Vormachtstellung erlangen, präventiv zu verbannen und so eine mögliche Tyrannis zu verhindern.

Welche Rolle spielte das Scherbengericht bei der Verbannung von Hyperbolos?

Der Fall des Hyperbolos dient als Beispiel für einen Missbrauch des Gesetzes, da die Abstimmung aus persönlichen politischen Intrigen zwischen Alkibiades und Nikias resultierte und nicht aus einer ernsthaften Gefahr für die Verfassung.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert vor Chr. Was war seine Form und Funktion?
College
University of Trier
Grade
2,3
Author
Ayline Zeimet (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V945370
ISBN (eBook)
9783346281241
ISBN (Book)
9783346281258
Language
German
Tags
ostrakismos athen jahrhundert form funktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ayline Zeimet (Author), 2019, Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert vor Chr. Was war seine Form und Funktion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945370
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint