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Das Griechentum der makedonischen Herrscher im klassischen Zeitalter. Wie griechisch waren ihre Könige?

Title: Das Griechentum der makedonischen Herrscher im klassischen Zeitalter. Wie griechisch waren ihre Könige?

Term Paper , 2018 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nico Busch (Author)

World History - Antiquity
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In dieser Arbeit geht es um den griechischen Charakter der makedonischen Könige im klassischen Zeitalter. Dabei wird vor allem die Frage, ob und wie "griechisch" sie waren anhand verschiedener Aspekte, wie z.B. ihrer Abstammung und der Sprache, beleuchtet werden. Aber auch die verschiedenen Meinungen über ihre Ethnizität innerhalb Griechenlands, vor allem aus Athen und die Maßnahmen, die die makedonischen Könige dagegen getroffen haben, werden Gegenstand der Untersuchung zur Beantwortung der Frage sein.

Der griechische Charakter der ganz am Rand der griechischen Welt gelegenen Makedonen ist nicht nur in heutiger Zeit ein Diskussionsthema, sondern war es auch schon im klassischen Zeitalter. Unter König Philipp II. gelang es den Makedonen die Vorherrschaft über die griechische Welt zu erlangen und zu einer Gefahr für die übrigen Poleis zu werden. Daher mussten sich die Makedonen häufig den Vorwurf gefallen lassen, sie seien keine echten Griechen oder sie wurden sogar als Barbaren diffamiert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale der griechischen Identität

3 Herkunft der makedonischen Könige

3.1 Makedon-Gründungsmythos

3.2 Gründungsgeschichte nach Herodot

4 Sprache in Makedonien und am Königshof

5 Religion und Kulte

6 Hellenisierungspolitik

7 Sichtweise griechischer Autoren und Redner

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den griechischen Charakter der makedonischen Könige im klassischen Zeitalter. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit diese Herrscher als Griechen anzusehen waren, wobei insbesondere die Abstammung, die Sprache, religiöse Gepflogenheiten und die politische Wahrnehmung durch athenische Redner kritisch analysiert werden.

  • Analyse der antiken Kriterien für griechische Identität
  • Untersuchung der herrscherlichen Abstammungsmythen (Argos-Bezug)
  • Bedeutung der Sprache und des Gebrauchs der attischen Koine
  • Religiöse Identität und Teilnahme an panhellenischen Kulten
  • Politischer Instrumentalisierung des „Barbaren“-Vorwurfs durch Athen

Auszug aus dem Buch

3.2 Gründungsgeschichte nach Herodot

Einen Beweis für die griechische Abstammung der makedonischen Könige liefert Herodot. Er berichtet in einem seiner Werke, in welchem er Alexander I. näher vorstellt, dass der erste König Makedoniens Perdikkas zusammen mit seinen Brüdern aus der griechischen Stadt Argos auf der Peloponnes nach Makedonien gekommen war und dort den Königsthron erworben hat. Außerdem überliefert er eine ganze Herrscherliste, die von eben diesem Perdikkas bis in seine Gegenwart zu Alexander I. reicht. Des Weiteren ergänzt Herodot, dass die drei Brüder Nachfahren des Temenos sind, dem mythologischen König von Argos, und gleichzeitig Urenkel von Herakles. Somit wird hier sowohl eine genealogische Verbindung zu den übrigen Griechen bezeugt, als auch eine Einbettung der makedonischen Könige in die griechische Götterwelt vorgenommen. Was den Wahrheitsgehalt dieser Episode angeht, kann davon ausgegangen werden, dass diese Geschichte konstruiert ist. Mehrere Forscher behaupten, dass Herodot seine Informationen direkt vom makedonischen Hof während eines Aufenthaltes dort, entweder von Alexander I. selbst oder von seinem Nachfolger, erhalten hatte. Somit wäre die ganze Geschichte nur zu Propagandazwecken erfunden worden. Wie viel Wahrheitsgehalt also tatsächlich in der Gründungsgeschichte steckt, kann nur vermutet werden, zumal es auch fast keine anderen Quellen gibt, anhand denen man es überprüfen könnte.

In jedem Fall spiegelt aber diese Geschichte den Wunsch des Königsgeschlechts der Argeaden wider, als Griechen anerkannt zu werden. Dabei spielt auch der Zeitpunkt eine Rolle, an welchem die Geschichte verfasst wurde. Nach dem griechischen Sieg in den Perserkriegen, wo Makedonien an der Seite der Perser gekämpft hatte, wollte sich König Alexander I. mit den Griechen gutstellen und tat einiges dafür, um als Grieche anerkannt zu werden. Für dieses Argument spricht auch, dass es vor den Perserkriegen keine anderen makedonischen Versuche gab, eine Abstammungsverbindung zu den Griechen herzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Kontroverse um den griechischen Status der Makedonen und Vorstellung der zentralen Fragestellung.

2 Merkmale der griechischen Identität: Definition der antiken Kriterien für Griechentum basierend auf Herodot (Blut, Sprache, Religion, Sitten).

3 Herkunft der makedonischen Könige: Analyse der mythologischen und historischen Herkunftslegenden, insbesondere der Verbindung zur Stadt Argos.

4 Sprache in Makedonien und am Königshof: Untersuchung der linguistischen Indizien für griechische Identität durch Namen und die offizielle Einführung der attischen Koine.

5 Religion und Kulte: Erörterung der Teilhabe an panhellenischen Heiligtümern und der Verehrung griechischer Gottheiten am makedonischen Hof.

6 Hellenisierungspolitik: Bewertung der aktiven Förderung griechischer Kultur durch die Könige von Archelaos bis Philipp II.

7 Sichtweise griechischer Autoren und Redner: Analyse der politischen Instrumentalisierung des „Barbaren“-Vorwurfs in der athenischen Rhetorik.

8 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass die makedonischen Könige trotz politischer Polemik einen stark ausgeprägten griechischen Charakter aufwiesen.

Schlüsselwörter

Makedonien, griechische Identität, Antike, Argeaden, Philipp II., Alexander I., Herodot, Hellenisierung, Panhellenismus, Demosthenes, Argos, attische Koine, Ethnizität, klassisches Zeitalter, Monarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit die Könige des antiken Makedoniens als Teil der griechischen Welt angesehen wurden oder ob sie als „Barbaren“ galten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Forschungsschwerpunkte sind die Abstammungslegenden der makedonischen Könige, die sprachlichen Gegebenheiten, die religiöse Praxis sowie die politische Rhetorik athenischer Redner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild des „Griechentums“ der makedonischen Herrscher zu zeichnen und zu prüfen, inwieweit dieses durch historische Quellen belegbar oder politisch konstruiert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die Primärquellen der Antike (u.a. Herodot, Isokrates, Thukydides) mit moderner fachwissenschaftlicher Literatur in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Kriterien für griechische Identität, vergleicht Gründungsgeschichten, diskutiert die Bedeutung von Sprache und Religion und untersucht die politische Propaganda Athens gegen Makedonien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Hellenisierung, Argeaden, Identität, Panhellenismus, attische Koine und die historisch-politische Differenzierung zwischen Herrschern und Bevölkerung.

Welche Rolle spielte König Philipp II. bei der Hellenisierung?

Er fungierte als aktiver Förderer, indem er nicht nur griechische Kultur am Hof institutionalisierte, sondern auch durch sein politisches Handeln den griechischen Charakter Makedoniens unterstrich.

Warum wird Herodot als Quelle so intensiv diskutiert?

Herodot liefert zentrale Berichte über die Abstammung der makedonischen Könige, wobei deren historischer Wahrheitsgehalt aufgrund potenzieller Hofpropaganda kritisch hinterfragt werden muss.

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Details

Title
Das Griechentum der makedonischen Herrscher im klassischen Zeitalter. Wie griechisch waren ihre Könige?
College
University of Mannheim
Grade
1,7
Author
Nico Busch (Author)
Publication Year
2018
Pages
14
Catalog Number
V945506
ISBN (eBook)
9783346280817
ISBN (Book)
9783346280824
Language
German
Tags
griechentum herrscher zeitalter könige
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Busch (Author), 2018, Das Griechentum der makedonischen Herrscher im klassischen Zeitalter. Wie griechisch waren ihre Könige?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945506
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