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Heiko Kleves Aspekte einer postmodernen sozialen Arbeit. Wissenschaftliche Theoriebildung der sozialarbeiterischen Praxis

Title: Heiko Kleves Aspekte einer postmodernen sozialen Arbeit. Wissenschaftliche Theoriebildung der sozialarbeiterischen Praxis

Academic Paper , 2019 , 18 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Victoria Resino (Author)

Social Work
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Diese Hausarbeit widmet sich den von Heiko Kleve ins Werk gesetzten Aspekten einer Sozialen Arbeit in der Postmoderne. Der erste Teil reflektiert die geschichtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Theorieansatzes. Es werden außerdem die
zentralen Aspekte erörtert. Zudem wird der wissenschaftliche Kontext, in dem Kleves Arbeit einzuordnen und zu verstehen ist, dargelegt. Im Anschluss daran wird der Theorieansatz hinsichtlich Kriterien wissenschaftlicher Theoriebildung überprüft. Im darauffolgenden Teil wird ein Fallbeispiel aus Kleves Perspektive analysiert. Abschließend erfolgt eine prägnante Zusammenfassung sowie ein kurzes Fazit.
Die Forderung nach einer wissenschaftlichen Theoriebildung zur Wissenschaft der sozialarbeiterischen/ sozialpädagogischen Praxis löste bis in die Gegenwart anhaltende Bemühungen zur Bestimmung und Definitionsbildung von Sozialer Arbeit als Wissenschaft aus. Seit Jahrzehnten verläuft der im deutschsprachigen Raum geführte Diskurs zur Wissenschaft der Sozialen Arbeit in höchstem Maße kontrovers. Mit der Intension, mögliche methodische Vorgehensweisen für die Praxis abzuleiten, wird die berufliche Wirklichkeit systematisch reflektiert. Diese Vorgehensweisen können eine Grundlage bieten, durch die Sozialarbeiter/-innen ein spezifisches Professionsverständnis entwickeln können.
Heiko Kleve eröffnet mit seinem Buch „Postmoderne Sozialarbeit. Ein systemisch-konstruktivistischer Beitrag zur Sozialarbeitswissenschaft“ erneut die Diskussion um Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit und zeigt Konzepte und Ansätze vor, durch die ein neues Verständnis der Sozialen Arbeit in der Postmoderne geschaffen werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund

3. Gesellschaftlicher Hintergrund

4. Theoriekern und zentrale Aussagen

5. Wissenschaftstheoretische Zuordnung

6. Kritische Theorieprüfung

7. Fallanwendung

8. Zusammenfassung/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Theorieansatz von Heiko Kleve zur "postmodernen Sozialarbeit" auseinander. Ziel ist es, die geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergründe zu reflektieren, den wissenschaftstheoretischen Kontext einzuordnen und das Konzept auf seine Eignung zur wissenschaftlichen Theoriebildung sowie seine Anwendbarkeit in der Praxis zu prüfen.

  • Reflexion geschichtlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen der Sozialen Arbeit.
  • Systemisch-konstruktivistische Fundierung der Theorie.
  • Analyse des Begriffs der "strukturellen Ambivalenz" in der Sozialen Arbeit.
  • Methodische Anwendung des systemischen Case-Managements anhand eines Fallbeispiels.
  • Kritische Würdigung der normativ-ethischen Ebene innerhalb des Theorieansatzes.

Auszug aus dem Buch

7. Fallanwendung

Als Nächstes erfolgt die Analyse des Falls „Frau H.“ durch Heranziehen der von Kleve entwickelten Ansätze postmoderner Sozialer Arbeit. Mithilfe der Betrachtung aus postmodern-sozialarbeiterischer Perspektive soll veranschaulicht werden, wie die Praxis Sozialer Arbeit mit strukturellen Ambivalenzen konfrontiert wird. Zunächst erfolgt eine punktierte Vorstellung des Falls „Familie H./W.“, um herausgearbeitete Aspekte darauffolgend mit dem Ansatz der postmodernen Sozialen Arbeit zu verknüpfen.

Familie H./W. besteht aus sechs Familienmitgliedern. Die Eltern, Frau H. (23 Jahre, Hausfrau) und Herr W. (32 Jahre, arbeitssuchend) haben zu Beginn der Hilfeplanung drei gemeinsame Kinder: Töchter Anja (7 Jahre) und Lena (5 Jahre) sowie Sohn Björn (1 ½). Im Verlauf der Betreuung wird Frau H. erneut schwanger und bringt Tochter Emmy zur Welt. Die Familie lebt mit mehreren Haustieren in einer Dreizimmerwohnung, die sich über zwei Stockwerke erstreckt. Dort herrsche große Unordnung sowie ein unangenehmer Geruch.

Im August kommt es zum Erstkontakt, als Frau H. in Eigeninitiative die offene Sprechstunde des Städtischen Sozialdienstes (StSD) wahrnimmt. Sie beschreibt Probleme, welche die Familiensituation belasten. Ihren beiden Töchtern werde ein Kindertagesstättenplatz verwehrt, da sie aufgrund von Verdauungsstörungen noch Windeln tragen. Außerdem zeigten alle drei Kinder Symptome einer Entwicklungsstörung auf. Frau H. berichtet zudem von Problemen in der Beziehung zwischen Herrn W. und ihr. Gründe dafür seien laut ihrer Aussage die Vernachlässigung von Pflichten seitens Herrn W., sein Alkoholproblem sowie seine generelle psychische Verfassung. Des Weiteren erwähnt Frau H., dass es bereits mehrfach zu Handgreiflichkeiten ihr gegenüber gekommen sei. Bezüglich finanzieller Angelegenheiten trage Frau H. die Verantwortung, da Herr W. keinen guten Umgang mit Geld pflege. Überdies fühle sie sich überfordert und alleingelassen mit der Situation. Der Hilfebeginn erfolgt im September.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Debatte um die wissenschaftliche Fundierung Sozialer Arbeit ein und stellt Heiko Kleves Ansatz der "postmodernen Sozialarbeit" als theoretischen Rahmen dieser Untersuchung vor.

2. Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel verortet die Entstehung der professionellen Sozialen Arbeit in der Zeit um die Jahrhundertwende und beschreibt den Wandel von mildtätigen Ansätzen hin zur Professionalisierung.

3. Gesellschaftlicher Hintergrund: Es wird die enge Verflechtung von Sozialer Arbeit und gesellschaftlichem Wandel, insbesondere durch Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen, thematisiert.

4. Theoriekern und zentrale Aussagen: Das Kapitel erläutert den Begriff der "strukturellen Ambivalenz" als zentrales Merkmal postmodernen Denkens und beschreibt die Soziale Arbeit als System zur Bearbeitung dieser Ambivalenzen.

5. Wissenschaftstheoretische Zuordnung: Hier erfolgt die Verknüpfung von Kleves Ansatz mit der Systemtheorie Luhmanns sowie konstruktivistischen Theorien, um eine multiperspektivische Sichtweise auf Soziale Arbeit zu begründen.

6. Kritische Theorieprüfung: Der theoretische Ansatz wird auf seine Erfüllung sozialarbeitswissenschaftlicher Anforderungen hin untersucht, wobei insbesondere die normativ-ethische Ebene hinterfragt wird.

7. Fallanwendung: Anhand des Falls "Familie H./W." wird das systemische Case-Management-Modell nach Kleve praktisch angewendet und auf die Bewältigung von Ambivalenzen hin analysiert.

8. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit resümiert das Potenzial der postmodernen Sozialen Arbeit, widersprüchliche soziale Realitäten durch eine reflexiv-ambivalente Haltung adäquater zu bearbeiten.

Schlüsselwörter

Postmoderne Sozialarbeit, Heiko Kleve, Ambivalenz, Systemtheorie, Konstruktivismus, Sozialarbeitswissenschaft, Fallanwendung, Case-Management, Struktur, Professionalisierung, Ambivalenzreflexion, Identität, Theorie-Praxis-Verhältnis, soziale Wirklichkeit, Polykontexturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der "postmodernen Sozialarbeit" von Heiko Kleve und untersucht dessen Relevanz für die Praxis und Theorie der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftstheoretischen Fundierung durch Konstruktivismus und Systemtheorie, dem Umgang mit Ambivalenzen sowie der methodischen Fallarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Kleves Theorieansatz zu systematisieren, kritisch auf seine wissenschaftliche Konsistenz zu prüfen und die Anwendbarkeit des Modells anhand eines Fallbeispiels zu demonstrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursive Theorieanalyse sowie die Anwendung eines systemisch-konstruktivistischen Fallanalysemodells (Sechs-Phasen-Modell).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des geschichtlichen und theoretischen Kontextes, die kritische Theorieprüfung sowie die praktische Anwendung des Modells auf den Fall "Familie H./W.".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Postmoderne, Ambivalenz, Systemtheorie, Konstruktivismus und Sozialarbeitswissenschaft.

Wie geht der Autor mit dem Begriff der Ambivalenz um?

Ambivalenz wird nicht als zu lösendes Problem gesehen, sondern als konstitutives "Markenzeichen" der postmodernen Gesellschaft, das von Sozialarbeitern ausgehalten und reflektiert werden muss.

Warum ist laut Kleve eine "transversale Vernunft" notwendig?

Sie dient dazu, die systemischen Verflechtungen unterschiedlicher Rationalitäten in einer pluralistischen Gesellschaft produktiv zu machen und den flexiblen Wechsel zwischen verschiedenen Diskursen zu ermöglichen.

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Details

Title
Heiko Kleves Aspekte einer postmodernen sozialen Arbeit. Wissenschaftliche Theoriebildung der sozialarbeiterischen Praxis
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
2.0
Author
Victoria Resino (Author)
Publication Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V945523
ISBN (eBook)
9783346284051
ISBN (Book)
9783346284068
Language
German
Tags
Postmoderne Sozialarbeit Soziale Arbeit Heiko Kleve Konstruktivismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Victoria Resino (Author), 2019, Heiko Kleves Aspekte einer postmodernen sozialen Arbeit. Wissenschaftliche Theoriebildung der sozialarbeiterischen Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945523
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