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Produktionstechniken der Musikbranche in den siebziger Jahren

Titel: Produktionstechniken der Musikbranche in den siebziger Jahren

Akademische Arbeit , 2015 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marc Glücks (Autor:in)

Musik - Musik der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit thematisiert Produktionstechniken und Vorgehen in der Musikproduktion in den 1970er Jahren.
Die von mir gewählte Epoche umfasst grundsätzlich eine Kombination aus den Genres Funk und Pop und bewegt sich zeitlich in den siebziger Jahren. Ich habe mich dabei stilistisch an dem Titel Superstition von Stevie Wonder (1972) orientiert, diesen aber nicht nachproduziert, sondern versucht den selben Vibe zu erzeugen und all-gemeine Einflüsse des damaligen Pop-Funk-Sounds in der Produktion aufzugreifen. Funk entwickelte sich zwischen 1950 und 1970 aus Einflüssen von Soul, Blues und Jazz zu einer eigenständigen Musikrichtung. Typisch für Funk sind die Verwendung von Blechbläsern, speziell Saxophone und Trompeten. Ebenso wird das Genre durch eine repetitive Rhythmik mit einem durchgängigen Off-Beat charakterisiert, bei der der Gesang sich oft so stark an die Grundrhythmik anpasst, dass er eher als perkussives Element denn als melodisches funktioniert. Weitere typische Instrumente sind der E-Bass, Rhythmus-Gitarren und Hammond-Orgeln.
Pop in den 1970er Jahren war in der Regel tanzbar, funktionierte daher gut in der Disco und strahlte eine allgemeine Leichtigkeit aus, die der Zeit entsprach.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kurze Beschreibung des Musik-Genres, der gewählten Audioproduktion und dessen Ursprünge

2. Eingrenzung und kurze Beschreibung der Epoche inklusive gesellschaftlicher, politischer, künstlerischer und wirtschaftlicher Hintergründe mit Fokus auf das gewählte Genre

3. Beschreibung der audiotechnischen Möglichkeiten in der Epoche

3.1 technische Möglichkeiten und Grenzen

3.2 Aufzeichnungs- und Wiedergabemedien

3.3 Pulte, Mikrofone, Verstärker, Effektgeräte

3.4 Tonqualität

4. Beschreibung typischer Instrumente der Epoche und des Genres und deren Einsatzweise

5. Beschreibung des künstlerischen Einsatzes von Tontechnik in dieser Epoche und dem gewählten Genre

5.1 Effekteinsatz

5.2 Dynamik und Pegelverhältnisse

5.3 Frequenzstaffelung

5.4 Panorama

5.5 Mikrofontechniken

6. Beschreibung der geplanten Produktion / Produktionsweise

6.1 Equipment

6.2 Spurenplan

6.3 Klangideal/eventueller Vorbildsong

6.4 Liste von „Regeln“, die für die Produktion gelten

6.5 Was wird epochentypisch, „original“ umgesetzt?

6.6 An welchen Stellen müssen welche Kompromisse eingegangen werden?

7. Selbstreflexion

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Charakteristika der Audioproduktion in den 1970er-Jahren zu analysieren und diese Erkenntnisse in einer praktischen Musikproduktion unter Verwendung moderner digitaler Mittel (In-the-Box) zu simulieren und zu reflektieren.

  • Historische und gesellschaftliche Einordnung der 1970er-Jahre mit Fokus auf Funk- und Popmusik.
  • Analyse der damaligen audiotechnischen Standards wie Bandmaschinen, Mischpulte und Effektgeräte.
  • Künstlerische Aspekte der Tontechnik, einschließlich Dynamik, Panorama und Mikrofonierung.
  • Dokumentation einer praktischen Umsetzung in Anlehnung an den Stil von Stevie Wonder.
  • Kritische Selbstreflexion über die Authentizität digital erzeugter Sounds im Vergleich zur analogen Ära.

Auszug aus dem Buch

3.1 technische Möglichkeiten und Grenzen

Während noch zwei Jahrzehnte zuvor kaum von Abmischen im heutigen Sinne gesprochen werden konnte (Mono, 3- oder 4-Spur-Format), sah die Situation in den Siebzigern schon ganz anders aus. So wurde der zum Vorbild genommene Song Superstition bereits auf 16 Spuren recorded, die wie folgt aufgesplittet waren: 8 Kanäle für Clavinet, 1 Kanal für den Bass, drei Drumkanäle (Kick, Overheads links und rechts), zwei Vocal-Kanäle, und zwei Kanäle für die Horn-Sektion. Auf den Vocals wurde vermutlich ein Leveling-Amplifier genutzt.

Die Spurenzahl des Stevie-Wonder-Hits entspricht dem Standard der anfänglichen 1970er Jahre. Nachdem die Technik des Multitrack-Recordings in den 1960ern populär geworden war, hatte sie sich in den 1970 durchgehend etabliert. Schon 1974 wurde in den Armstrong Studios in Sidney die erste 24-Spur-Bandmaschine installiert, die sich bereits ein bis zwei Jahre später als Standard durchgesetzt hatte, so dass Einschränkungen in der Spurenzahl im Vergleich zu heute zwar nötig waren, aber längst nicht mehr so drastisch ausfielen wie in den vorigen Jahrzehnten. Zu Ende der 70s hatten sich 32 Tracks etabliert.

War es in den 60ern aufgrund des Fehlens von Pan-Pots (Stereo war so neu, dass diese noch nicht entwickelt waren) noch üblich, alle Spuren entweder hart links oder hart rechts zu pannen, so wurde in den 70er Jahren bereits auf die gleichmäßige Verteilung der verschiedenen Spuren im Stereo-Panorama geachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kurze Beschreibung des Musik-Genres, der gewählten Audioproduktion und dessen Ursprünge: Vorstellung der Funk- und Pop-Einflüsse der 1970er-Jahre sowie des kreativen Vorbilds Stevie Wonder.

2. Eingrenzung und kurze Beschreibung der Epoche inklusive gesellschaftlicher, politischer, künstlerischer und wirtschaftlicher Hintergründe mit Fokus auf das gewählte Genre: Beleuchtung des Zeitgeists der 70er, geprägt von Emanzipation, Anti-Kriegs-Bewegungen und wirtschaftlichen Krisen.

3. Beschreibung der audiotechnischen Möglichkeiten in der Epoche: Technische Analyse von Multitrack-Recording, analoger Hardware und dem Übergang zu ersten digitalen Aufzeichnungsverfahren.

4. Beschreibung typischer Instrumente der Epoche und des Genres und deren Einsatzweise: Untersuchung prägender Instrumente wie E-Gitarre, Bläser, Clavinet und Hammond-Orgel im Kontext der Funkmusik.

5. Beschreibung des künstlerischen Einsatzes von Tontechnik in dieser Epoche und dem gewählten Genre: Analyse technischer Gestaltungsmittel wie Hall, Kompression, Dynamik und Mikrofonierung in den 70ern.

6. Beschreibung der geplanten Produktion / Produktionsweise: Detaillierte Dokumentation des Setups, des Spurenplans und der angewandten Regeln für die digitale Simulation der 70er-Jahre-Produktion.

7. Selbstreflexion: Kritische Evaluierung des eigenen Projekts hinsichtlich der erreichten Authentizität und der technischen Limitierungen beim digitalen Mixing.

Schlüsselwörter

Audioproduktion, 1970er Jahre, Funk, Pop, Stevie Wonder, Superstition, Multitrack-Recording, Analoge Technik, Mischpult, Effekte, Dynamik, Mikrofonierung, In-the-Box, Klangideal, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Analyse der Audioproduktion der 1970er-Jahre und deren praktischer Anwendung in einer modernen digitalen Studioumgebung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die zeitgenössische Musikgeschichte, technische Produktionsstandards der 70er Jahre, Instrumentierung und die künstlerische Gestaltung durch Tontechnik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den speziellen Sound der 1970er-Jahre durch "In-the-Box"-Produktion am PC möglichst authentisch zu simulieren und die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor kombiniert eine theoretische Literaturanalyse der 70er-Jahre-Audiotechnik mit einer praktisch-gestaltenden Forschungsarbeit (Project-based Learning).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Analyse der Epoche sowie die Beschreibung und Reflexion eines eigenen Musikproduktionsprojekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Audioproduktion, Funk, Analoge Technik und Sound-Simulation definiert.

Wie wurde die Simulation der analogen Bandmaschine erreicht?

Die Simulation erfolgte durch den gezielten Einsatz spezifischer Software-Plugins wie Nebula3Free und iZotope Vinyl sowie durch die bewusste Integration von Störgeräuschen.

Warum wurde Stevie Wonders "Superstition" als Referenz gewählt?

Der Titel dient als stilistische Orientierung für den "Drive" der Musik und die Instrumentierung der 70er-Jahre, ohne dabei das Original kopieren zu wollen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Produktionstechniken der Musikbranche in den siebziger Jahren
Hochschule
( Middlesex University in London )  (SAE Institute Berlin)
Veranstaltung
History Vorlesung
Note
1,3
Autor
Marc Glücks (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V945555
ISBN (eBook)
9783346283689
ISBN (Buch)
9783346283696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musikproduktion 70er History
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Glücks (Autor:in), 2015, Produktionstechniken der Musikbranche in den siebziger Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945555
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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