Indikationsspezifische Trainingsplanung einer Schulterluxation nach dem 4-Phasenmodell für einen 3-monatigen Makrozyklus


Hausarbeit, 2020

26 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krankheitsbild Schulterluxation
2.1 Anatomie Schultergelenk

3. Definition „Sportrehabilitation“
3.1 Phasenmodell der Wundheilung
3.2 Das 4-Phasen-Modell der Rehabilitation
3.3 Das 5-Stufen-Modell

4. Anamnese/Diagnose
4.1 Berufsanamnese
4.2 Allgemeine/biometrische Daten

5. Tests
5.1 Motorische Tests
5.2 Muskelfunktionstest
5.3 Krafttest

6. Trainingsgrundlagen
6.1 Superkompensation und Trainingsprinzipien
6.2 Kontraindikationen

7. Trainingsplanung
7.1 ILB-Methode
7.2 Motivation und Compliance
7.3 Warm Up/Aufwärmen
7.4 Cool Down/Abwärmen
7.5 Dehnen
7.6 Regeneration

8. Trainingsdurchführung
8.1 Makrozyklus/Mesozyklus/Mikrozyklus
8.1.1 Makrozyklus
8.2 Mesozyklusplanung
8.2.1 Trainingsplan 1 - 1. Mesozyklus
8.2.2 Trainingsplan 2 - 2. Mesozyklus
8.2.3 Trainingsplan 3 - 3. Mesozyklus
8.3 Begründung meiner Übungsauswahl

9. Auswertung Re-Test

10. Fazit

11. Abbildungsverzeichnis

12. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nach verschiedenen Verletzungen diverser Beschwerdebilder folgt oft eine Physiotherapie. Nach Abschluss der „Physio-Phase“ haben die Patienten eine Belastbarkeit von 70-80% wiedererlangt. Dies zeigt, dass die Physiotherapie ihr Ziel erreicht hat. Nach dieser Phase kommt die Tätigkeit des Fachtrainers für Sportrehabilitation ins Spiel – das rehabilitative Training im Gesundheits- oder Fitnessstudio kann beginnen und dem Patienten helfen, die vollständige Wiederherstellung zu erlangen. An dieser Stelle darauf Aufmerksam machen, dass die Aufgabe eines Fitnesstrainers in der Nachbehandlung liegt, die die kurzfristige Heilbehandlung eines Arztes und die Therapie eines Physiotherapeuten und den Fortschritt der Heilung bzw. das Abklingen von akuten Schmerzen voraussetzt. Ich erstelle eine indikationsspezifische Trainingsplanung nach dem Phasenmodell der Nachbehandlung für einen Makrozyklus für 3 Monate. In diesem Fall ist mein Kunde bei einem Rugby Spiel durch einen Zusammenprall unglücklich gelandet. Hierbei ist seine Schulter luxiert.

2. Krankheitsbild Schulterluxation

Bevor es ans Eingemachte geht, sollte man ein paar Informationen zu diesem Krankheitsbild wissen, wie den Aufbau und der Funktion des Schultergelenks und auch über eine Luxation.Unter einer Schulterluxation versteht man die Ausrenkung des Schultergelenks. Sie ist eine der häufigsten Luxationen der großen Gelenke. Sie entsteht durch ein gewaltsames Auseinanderziehen der Gelenkflächen über das physiologische Maß hinaus. Durch eine Hebelwirkung springt der Oberarmkopf aus der Pfanne. Bewegungsschmerz-und Einschränkungen sind die Symptome. Da die Gelenkflächen nicht wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, ist eine Reposition eines Arztes notwendig, eine sogenannte „Zurückschiebung“. Anschließend trägt man ca. 3 Wochen zur Ruhigstellung eine Schulterschlaufe damit die Schulter gestützt ist. Ziele der Therapie sind Schmerzlinderung, Wiederherstellung der Beweglichkeit im erlaubten Bewegungslimit (insbesondere nach einer OP) durch Muskeltraining, Koordinationstraining und Stabilisation des Schultergelenks zur Vorbeugung einer erneuten Luxation. Für den Trainingsbeginn sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

- Eine Abduktionsstellung von 90° sollte aktiv gehalten werden können
- Bei aktiver Außenrotation und Abduktion darf der Patient kein Instabilitätsgefühl mehr haben
- Leichte Bewegungseinschränkung der Außenrotation ist in Ordnung und völlig normal

Quelle: Lehrbrief Sportrehabilitation Academy of Sports

2.1 Anatomie Schultergelenk

Um das Krankheitsbild anschaulicher und verständlicher zu machen, möchte ich ein bisschen Anatomie über das Schultergelenk geben. Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk und ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Es ermöglicht komplexe Bewegungen des Armes in allen 3 Achsen (Anteversion, AB-und Adduktion und Innen-und Außenrotation. Das Gelenk wird durch Bänder und Muskeln stabilisiert, ist aber vor allem für Luxationen und andere Verletzungen sehr anfällig. Als Nachteil entstehen dadurch aber auch schnell Luxationen oder Muskel-und Sehnenrisse im Bereich der Rotatorenmanschette. Im Schultergelenk liegt der Kopf des Oberarmknochens (Caput humeri) mit der Gelenkfläche des Schulterblatts (Scapula). Mit enthalten im Schultergelenk sind diverse Knöcherne Strukturen und Gelenkflächen, eine Gelenkkapsel, Schleimbeutel, Bänder und Muskulaturen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 – Anatomie des Schultergelenks

Quelle: www.gelenk-klinik.de

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 – Anatomie des Schultergelenks 2.

Quelle: https://www.liebscher-bracht.com/schmerzlexikon/schulterschmerzen/

Die primäre muskuläre Stabilisierung des Schultergelenks erfolgt durch die tiefliegenden Muskeln, die das Gelenk wie ein Manschette umschließen – die sogenannte Rotatorenmanschette:

- Obergrätenmuskel (Außenrotator)
- Untegrätenmuskel (Außenrotator)
- kleiner Rundmuskel (Außenrotator)
- Unterschulterblattmuskel (Innenrotator)

Auf diesem Röntgenbild lässt sich gut erkennen, wie der Oberarmkopf die Pfanne verlassen hat (Luxation):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 – Schulterluxation

Quelle: Lehrskript 2

3. Definition „Sportrehabilitation“

Unter dem Begriff Sportrehabilitation versteht man die Wiederherstellung (Rehabilitation) durch gezielte Maßnahmen aus den Bereichen Koordination, Muskelkraft, Muskelausdauer, und Beweglichkeit im Zusammenarbeit mit therapeutischen Anwendungen die Genesung nach Verletzungen von Beispielsweise Rupturen, Luxationen usw. Die Aufgabe ist einen zielorientierten und indikationsspezifischen Trainingsplan zu erstellen und ihn durchzuführen. Dabei können immer wieder Kontraindikationen auftauchen, die man dann berücksichtigen muss. Ebenfalls dazu gehört die Durchführung verschiedener Tests um Fortschritte zu dokumentieren und dem Kunden die Ergebnisse „schwarz auf weiß“ zu zeigen, um ihm damit auch motivieren zu können.

3.1 Phasenmodell der Wundheilung

In der Regel unterteilt man die Wundheilung in drei Phasen. Durch bestimmte Vorgänge ist jede Phase charakterisiert, jedoch bauen sie aufeinander auf indem sie ineinander verlaufen. Die erste Phase ist die Entzündungsphase: sie dauert etwa eine Woche. Ziel der Phase ist es, das verletzte Gewebe zu entfernen um die Regeneration zu fördern. Schon nach dem 3. Tag setzt die Proliferationsphase ein, diese bildet neues Bindegewebe und unterstützt somit den Regenerationsvorgang. Während dieser Phase kann auch eine leichte Belastung stattfinden, um die Durchblutung und den Stoffwechsel anzuregen. Nach 2-3 Wochen setzt die Maturationsphase sein. Das Narbengewebe passt sich an die Gewebestruktur-und Funktion an – diese Phase kann Monate bis Jahre dauern. Abhängig sind System-und lokale Faktoren. Während der Maturationsphase sind leichte Belastungen erwünscht, da sie sich positiv auf den Heilungsprozess auswirkt.

3.2 Das 4-Phasen-Modell der Rehabilitation

Phase 1 und 2 erfolgen durch Physio- und Sporttherapeuten. Sind diese abgeschlossen folgen Phase 3 und 4, welche in der Therapie oder im Fitnessstudio/Gesundheitsstudio mithilfe eines Fachtrainers für Sportrehabilitation erfolgen. Also kann man sagen, wo der Therapeut seine Arbeit beendet, fängt der Fachtrainer an. Jedoch muss der Kunde dafür eine Mindestbelastbarkeit von 70-80% aufweisen. Das 4-Phasen-Modell der Rehabilitation von I. Froböse, CG. Wilke und G. Nellessen-Martens zeigt den Verlauf der Wiedererlangung der Belastbarkeit.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Indikationsspezifische Trainingsplanung einer Schulterluxation nach dem 4-Phasenmodell für einen 3-monatigen Makrozyklus
Note
1,5
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V945584
ISBN (eBook)
9783346283887
ISBN (Buch)
9783346283894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trainingsplanung, Sportrehabilitation 4-Phasenmodell, Nachbehandlung, 3 monatszyklus, indikationsspezifisch
Arbeit zitieren
Elisa Ruch (Autor), 2020, Indikationsspezifische Trainingsplanung einer Schulterluxation nach dem 4-Phasenmodell für einen 3-monatigen Makrozyklus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945584

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Indikationsspezifische Trainingsplanung einer Schulterluxation nach dem 4-Phasenmodell für einen 3-monatigen Makrozyklus



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden