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Die Theorie der Dekonstruktion von Jacques Derrida und ihre Anwendung auf politische Prozesse

Title: Die Theorie der Dekonstruktion von Jacques Derrida und ihre Anwendung auf politische Prozesse

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephan Dietze (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Einleitung
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit einem der großen politischen Philosophen unserer Zeit –
Jacques Derrida. Da es nicht möglich sein wird auf alle Themenfelder seiner Arbeit
einzugehen, beschränkt sich die Arbeit auf zwei Schwerpunkte. Den ersten Schwerpunkt
bildet seine Theorie der Dekonstruktion. Um diese verständlich zu beschreiben, wird im
ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit auf die Schrift und ihre Wirkung für Derrida
eingegangen, welche gleichzeitig das Fundament für seine Theorie darstellt.
Im zweiten Kapitel wird dann der Begriff Dekonstruktion behandelt. Der Dekonstruktivismus
entstand in Verbindung mit dem Begriff „différance“. Da eine Auseinandersetzung mit seiner
Theorie der Dekonstruktion ohne die Erklärung des Begriffes „différance“ nicht möglich ist,
wird auch auf diese ‚Wortschöpfung’ einzugehen sein.
Im dritten Kapitel soll es um die Dekonstruktion und ihre Funktion für die Politik gehen.
Hierbei wird die Derridasche Theorie des Dekonstruktivismus auf komplexe Themenfelder
der Politik, unter Berücksichtigung des Derridaschen Verständnisses des „Schurken“
umgelegt.
Der vierte Teil der Arbeit zeigt auf, welche Bedeutung dem Begriff „Schurken“ in der
heutigen Politik für Derrida zukommt. Verdeutlicht wird dies am Beispiel des Umgangs der
Vereinten Nationen mit den sog. „Schurkenstaaten“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Derrida und die Schrift

2 Derrida und die Dekonstruktion

2.1 Der Bruch mit der Metaphysik

2.2 Die „Différance“

3 Dekonstruktion und Politik

3.1 Der politische Ansatz der Dekonstruktion

3.2 Derrida und Demokratie

3.3 Die kommende Demokratie

3.4 Der Schurke

4 Die Vereinten Nationen und die sog. „Schurkenstaaten“

4.1 Wir, die wir Schurkenstaaten sind

4.2 Der Irak-Krieg

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Jacques Derridas Theorie der Dekonstruktion auf aktuelle politische Prozesse zu übertragen, wobei insbesondere die Instrumentalisierung von Begriffen wie „Schurkenstaaten“ durch Supermächte kritisch hinterfragt wird.

  • Theorie der Dekonstruktion und der Begriff der „Différance“
  • Die Funktion und Anwendung der Dekonstruktion in der Politik
  • Das Konzept der kommenden Demokratie nach Derrida
  • Die kritische Analyse der „Schurkenstaaten“-Rhetorik
  • Machtstrukturen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Der politische Ansatz der Dekonstruktion

Wie kann aber der theoretische Ansatz der Dekonstruktion einen Einfluss auf die Politik nehmen? „Ein dekonstruktives Fragen, […] ist in seiner ganzen Spannbreite ein Fragen, welches das Recht und die Gerechtigkeit betrifft. Es betrifft die Grundlagen des Rechts, der Moral und der Politik, ohne selber aber ein be-gründendes Verfahren zu sein oder sich gegen die Begründung zu richten.“

Durch das Fragen, durch ein ‚dekonstruktives Fragen’ kann also die Dekonstruktion einen Einfluss auf die Politik haben. Die Art und Weise der Fragen im Bezug auf die Dekonstruktion ist vielfältig und kann nicht direkt beschränkt werden. Der klare Bezug zum Recht, der Moral und der Politik liegt für Derrida in der Philosophie. Erst wenn die Fragen der Metaphysik aufgebrochen werden, kann gefragt werden wie die Politik funktioniert und wie sie umsetzbar ist. Es geht nicht darum, was das Politische ist. Es geht darum, wie das Politische zustande kam und wie es in der heutigen Gesellschaft umgesetzt wird. Diese Antworten geben der Dekonstruktion in der Politik einen neuen Handlungsspielraum.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung erläutert die Schwerpunkte der Arbeit, die sich auf die Theorie der Dekonstruktion, deren Anwendung auf die Politik und die Problematisierung des Begriffs „Schurkenstaaten“ konzentrieren.

1 Derrida und die Schrift: Dieses Kapitel legt das Fundament für Derridas Theorie, indem es die Rolle der Schrift als „Spur“ und ihre Bedeutung gegenüber dem gesprochenen Wort untersucht.

2 Derrida und die Dekonstruktion: Hier wird der Dekonstruktivismus durch die Auseinandersetzung mit der Metaphysik und dem zentralen Begriff der „Différance“ theoretisch hergeleitet.

2.1 Der Bruch mit der Metaphysik: Der Abschnitt erläutert Derridas Forderung, sich von festen strukturalistischen Sprachwertemodellen und vorgefertigten Oppositionen zu lösen.

2.2 Die „Différance“: Das Kapitel analysiert den von Derrida geprägten Begriff und zeigt auf, wie er durch unhörbare Differenzen in der Schrift traditionelle metaphysische Deutungsmuster unterwandert.

3 Dekonstruktion und Politik: Dieser Teil schlägt die Brücke von der Theorie zur politischen Praxis, indem er die Hinterfragung von Rechts- und Gerechtigkeitskonzepten thematisiert.

3.1 Der politische Ansatz der Dekonstruktion: Der Text beschreibt, wie ein dekonstruktives Fragen dazu dient, die Grundlagen von Recht und politischer Macht kritisch zu beleuchten.

3.2 Derrida und Demokratie: Das Kapitel untersucht die komplexe Beziehung zwischen Derridas Theorie und dem Begriff der Demokratie, insbesondere im Kontext von Souveränität und Volk.

3.3 Die kommende Demokratie: Der Abschnitt entfaltet Derridas Vision einer Demokratie, die als ständiger Prozess ohne fixen, perfekten Endzustand gedacht werden muss.

3.4 Der Schurke: Hier wird die historische und aktuelle Bedeutung des Begriffs „Schurke“ analysiert, um seine Rolle im gesellschaftlichen Ausgrenzungs- und Kontrollmechanismus zu verstehen.

4 Die Vereinten Nationen und die sog. „Schurkenstaaten“: Dieses Kapitel untersucht die Machtverteilung innerhalb der UNO und wie das Vetorecht der Siegermächte deren Interessen dient.

4.1 Wir, die wir Schurkenstaaten sind: Der Text analysiert, wie die USA nach 1990 den Begriff „Schurkenstaat“ instrumentalisierten, um politische Gegner zu stigmatisieren.

4.2 Der Irak-Krieg: Das Kapitel illustriert anhand des Irak-Krieges, wie Begriffe zur Legitimierung militärischer Interventionen außerhalb demokratischer Konsensfindung genutzt werden.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Derridas Dekonstruktion ein wertvolles Instrument ist, um eingefahrene politische Sichtweisen und Machtparadoxien neu zu bewerten.

Schlüsselwörter

Jacques Derrida, Dekonstruktion, Différance, politische Philosophie, Demokratie, kommende Demokratie, Schurkenstaaten, UNO, Sicherheitsrat, Metaphysik, Gerechtigkeit, Souveränität, Macht, Irak-Krieg, politische Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Philosophie von Jacques Derrida, insbesondere mit der Anwendung seiner Theorie der Dekonstruktion auf aktuelle weltpolitische Prozesse.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Dekonstruktion, das Konzept der „Différance“, die Funktion von Sprache und Schrift in der Politik sowie die kritische Analyse von Machtmechanismen in Demokratien und internationalen Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Derridas dekonstruktive Methode dazu beitragen kann, politische Begriffe und Narrative – wie den „Schurkenstaat“ – zu demaskieren und ein neues Verständnis für politische Veränderungen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-politische Analyse durchgeführt, die auf der hermeneutischen Interpretation von Primär- und Sekundärliteratur zu Derrida sowie auf der Anwendung dekonstruktiver Fragestellungen auf reale politische Phänomene basiert.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der Dekonstruktion, deren Übertragung auf das Demokratieverständnis und die praxisnahe Kritik an der Außenpolitik der USA sowie der Struktur der Vereinten Nationen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist stark charakterisiert durch Begriffe wie „Dekonstruktion“, „Différance“, „Kommende Demokratie“, „Schurkenstaaten“ und die Kritik an einer „Metaphysik der Präsenz“ in der Politik.

Wie unterscheidet sich Derridas Verständnis von Souveränität von traditionellen Ansichten?

Traditionell wird Souveränität oft als festes, in sich geschlossenes Machtkonzept verstanden; Derrida hinterfragt dies, indem er die Unberechenbarkeit und die notwendige ständige Neu-Aushandlung von Machtansprüchen betont.

Warum spielt der Buchstabe „a“ in Derridas Begriff „Différance“ eine solch zentrale Rolle?

Das „a“ ist ein grafischer Eingriff, der im gesprochenen Französisch nicht hörbar ist, aber den Sinn des Wortes durch den bewussten Verstoß gegen die phonozentrische Tradition destabilisiert und somit das dekonstruktive Spiel mit der Schrift verdeutlicht.

Inwiefern ist das Veto der UN-Sicherheitsratsmitglieder laut der Analyse problematisch?

Die Analyse kritisiert das Vetorecht als Werkzeug, das es den ständigen Mitgliedern ermöglicht, ihre Partikularinteressen gegen demokratische Mehrheitsentscheidungen durchzusetzen und damit den Anspruch der UNO als demokratische Organisation zu untergraben.

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Details

Title
Die Theorie der Dekonstruktion von Jacques Derrida und ihre Anwendung auf politische Prozesse
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie)
Course
Politische Philosophie der Gegenwart
Grade
1,0
Author
Stephan Dietze (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V94559
ISBN (eBook)
9783640101191
ISBN (Book)
9783640113965
Language
German
Tags
Theorie Dekonstruktion Jacques Derrida Anwendung Prozesse Politische Philosophie Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Dietze (Author), 2008, Die Theorie der Dekonstruktion von Jacques Derrida und ihre Anwendung auf politische Prozesse , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94559
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