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Machen Institutionen einen Unterschied? Die Effekte von War Time Institutions auf das Ende innerstaatlicher Konflikte

Title: Machen Institutionen einen Unterschied? Die Effekte von War Time Institutions auf das Ende innerstaatlicher Konflikte

Term Paper , 2020 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julian Klose (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Summary Excerpt Details

Auf Basis der Typologie von Arjona wird in der Arbeit untersucht, welchen Effekt war time institutions auf das Ende von innerstaatlichen Gewaltkonflikten haben und welche Eigenschaften dies erklären können. Im ersten Teil der Arbeit werden 56 Rebellengruppen identifiziert und anhand der Typologie von Arjona kategorisiert. Anschließend wird mit Hilfe von Fallstudien untersucht, wie sich die Ausprägungen der Gruppe auf das Konfliktende auswirken. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Eigenschaften von war time institutions die Ergebnisse des ersten Teils erklären können. Auf der Basis der Theorie von Arjona wird argumentiert, dass das Konfliktende eher zugunsten der Rebellen ausfällt, je effektiver und legitimer die Bevölkerung die jeweilige Rebelleninstitution wahrnimmt. Im Ergebnis wird argumentiert, dass Rebellen mit einem mittleren Niveau von rebel governance höhere Erfolgsaussichten haben, wenn sie effektive und legitime Institutionen etablieren.
Die Forschung fokussiert sich bei den innerstaatlichen Gewaltkonflikten vor allem auf die Faktoren, welche das Handeln der beteiligten Akteure bestimmen. Seit einigen Jahren werden dabei auch verstärkt die Effekte von Institutionen in den Blick genommen. Dabei existieren verschiedene Ansätze um Rebel Governance zu konzeptualisieren und erklären. Arjonas Typologie konzeptualisiert "war time institutions" anhand von zwei Fragen: Existiert ein social contract zwischen Bevölkerung und Rebellen und wie stark greifen Letztere in lokale Angelegenheit ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. ZUSAMMENFASSUNG

II. EINLEITUNG

III. QUANTITATIVE FALLSTUDIE

1. THEORETISCHER RAHMEN UND OPERATIONALISIERUNG

1.1 DEFINITION UND OPERATIONALISIERUNG REBEL GOVERNANCE

1.2. DEFINITION & OPERATIONALISIERUNG OUTCOME

1.2.1 DAS NON-STATE ACTORS IN ARMED CONFLICT DATASET

1.2.2 OUTCOME-INDIKATOREN

2. METHODIK

2.1 REBEL GOVERNANCE

2.2 OUTCOME

2.3 REBEL GOVERNANCE OUTCOME

3. ERGEBNISSE

3.1 ALLGEMEIN

3.2 OUTCOME REBELOCRACIES

3.3 OUTCOME ALIOCRACIES

4. DISKUSSION

IV. QUALITATIVE FALLSTUDIE

1. THEORIE

2. METHODIK UND FALLAUSWAHL

3. FALLUNTERSUCHUNG

3.1 DIE KHMER-ROUGE (1970-1975)

3.2 ORGANASI PAPUA MERDEKA (1965-1969)

3.3 TIBET (1950-1959)

3.4 FMLN (1980-1991)

V. FAZIT UND DISKUSSION

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von war time institutions (Rebel Governance) auf das Ende von innerstaatlichen Gewaltkonflikten. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob und wie verschiedene Ausprägungen der Rebel Governance das outcome von Bürgerkriegen beeinflussen.

  • Konzeptualisierung von Rebel Governance (Rebelocracies vs. Aliocracies)
  • Empirische Untersuchung von 56 Rebellengruppen anhand eines eigenen Datensatzes
  • Analyse der Wirkung von Institutionen auf die Konfliktausgänge
  • Qualitative Fallstudien zur Überprüfung theoretischer Wirkungsmechanismen

Auszug aus dem Buch

Definition und Operationalisierung Rebel governance

Rebel governance lässt sich als politische Strategie von Rebellion definieren, in welcher Rebellen politische Organisationen benutzen, um Beziehungen zur Zivilbevölkerung aufbauen und verwalten. In der Praxis kann rebel governance verschiedene Formen annehmen (Huang 2016: 51 f., Weinstein 2007: 164)

Arjona (2014b) stellt bei ihrer Konzeptualisierung auf die Form der social order ab. Anders als Weinstein, stellt sie auf die Form der Handlung ab, wie die Rebellenorganisation mit der Bevölkerung interagiert (Arjona et al. 2015: 3). Social order entsteht, wenn eine predictability in Kriegsgebieten durch institutionelle Arrangements sichergestellt ist. War time social order ist demnach gekennzeichnet durch ein “set of rules that structure human interaction in a given community during wartime, allowing for that predictability to exist” (Arjona 2014b: 1374). Anders als Weinstein sind für sie jedoch zwei Kriterien ausschlaggebend für das Vorhandensein von social order:

1. Das Vorhandensein eines social contract zwischen Rebellen und Bevölkerung

2. Das Ausmaß der Intervention in lokale Angelegenheiten

Zusammenfassung der Kapitel

I. ZUSAMMENFASSUNG: Ein kurzer Überblick über die Forschungsfrage, die methodische Vorgehensweise und die zentralen Ergebnisse der Studie.

II. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von Rebel Governance in Bürgerkriegen und Darstellung der zentralen Forschungsfrage.

III. QUANTITATIVE FALLSTUDIE: Empirische Analyse von 56 Rebellengruppen, um Korrelationen zwischen institutionellen Formen und Konfliktausgängen zu identifizieren.

IV. QUALITATIVE FALLSTUDIE: Detaillierte Untersuchung von vier ausgewählten Fallbeispielen zur Überprüfung der in Teil III aufgestellten Thesen.

V. FAZIT UND DISKUSSION: Zusammenfassung der Ergebnisse, Diskussion der Implikationen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Rebel Governance, Bürgerkrieg, innerstaatliche Gewaltkonflikte, Rebelocracies, Aliocracies, Institutionen, Social Contract, Konfliktausgang, State Building, war time institutions, Rebellengruppen, politische Ordnung, quantitative Analyse, Fallstudien, Konfliktbeendigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der institutionellen Ausgestaltung von Rebellengruppen (Rebel Governance) und dem Ausgang von innerstaatlichen Gewaltkonflikten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Typologie von war time institutions, die Interaktion zwischen Rebellen und Zivilbevölkerung sowie die statistische und qualitative Analyse von Konfliktverläufen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu erklären, welche Eigenschaften von Rebelleninstitutionen dazu führen, dass ein Konflikt mit einem Sieg der Rebellen, einem Friedensschluss oder anderen Ergebnissen endet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine deskriptiv-statistische quantitative Fallstudie an 56 Rebellengruppen mit einer komparativen Prozessanalyse von vier ausgewählten Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die quantitative Kategorisierung der Gruppen in rebelocracies und aliocracies, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Fälle Khmer-Rouge, OPM, Tibet und FMLN.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rebel Governance, Rebelocracies, Aliocracies, Social Contract, Konfliktausgang und State Building sind die zentralen Begriffe der Analyse.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Rebelocracies und Aliocracies?

Die Unterscheidung basiert auf dem Grad der Intervention in lokale Angelegenheiten und dem Vorhandensein eines social contract; Rebelocracies greifen hierbei breiter in die Gesellschaft ein als Aliocracies.

Welche Bedeutung hat die "Stärke" der Rebellengruppe für das Ergebnis?

Die relative Stärke gegenüber der Regierung wird als Kontrollvariable betrachtet, um sicherzustellen, dass die institutionelle Ausgestaltung tatsächlich einen eigenen Erklärungsgehalt für den Konfliktausgang hat.

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Details

Title
Machen Institutionen einen Unterschied? Die Effekte von War Time Institutions auf das Ende innerstaatlicher Konflikte
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Grade
1,0
Author
Julian Klose (Author)
Publication Year
2020
Pages
24
Catalog Number
V945731
ISBN (eBook)
9783346282170
ISBN (Book)
9783346282187
Language
German
Tags
Rebellen Innerstaatliche Konflikt Gewalt Regierung GOVERNANCE CHINA Kambodscha Philippinen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Klose (Author), 2020, Machen Institutionen einen Unterschied? Die Effekte von War Time Institutions auf das Ende innerstaatlicher Konflikte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945731
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