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EVA als Instrument zur Steuerung von Unternehmen

Title: EVA als Instrument zur Steuerung von Unternehmen

Seminar Paper , 2007 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susann Bartsch (Author)

Business economics - Controlling
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Nach Aussage der amerikanischen Unternehmensberatung Stern Stewart & Co ist „in einer Marktwirtschaft. Wertsteigerung das ultimative Ziel einer Unternehmung und sollte daher oberste Priorität haben!“
Bereits im Jahr 1986 veröffentlichte der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Alfred Rappaport sein Buch mit dem Titel „Creating Shareholder Value. The New Standard for Business Performance“, welches bis heute als Standardwerk der wertorientierten Unterneh-mensführung betrachtet wird. Seitdem richten immer mehr Unternehmen ihr Ziel auf eine nachhaltige Wertsteigerung und orientieren sich somit am Shareholder Value. An der Spitze der Shareholder Value-Bewegung steht der „Economic Value Added“-Ansatz ¬– kurz EVA –, dessen Analyse und Bewertung im ständigen Mittelpunkt dieser Arbeit stehen. EVA stellt das in der Praxis am häufigsten verwendete Verfahren zur Beurteilung und Steuerung der Wert-entwicklung eines Unternehmens und einzelner Geschäftsbereiche dar.
Diese Arbeit soll aufzeigen, warum die wertorientierte Unternehmenssteuerung die Gewinnmaximierung als primäres Unternehmensziel immer mehr ablöst. Zudem wird in diesem Zusammenhang erläutert, wie EVA es schafft, den Interessenkonflikt zwischen Aktionären und Managern zu beseitigen. Neben grundlegenden Bestandteilen werden auch die Basisgrößen des EVA, seine Berechnungsmöglichkeiten und Vorzüge dargelegt und es wird geklärt, wie die Kennzahl auch als Vergütungssystem vorteilhaft eingesetzt werden kann. Richtet ein Unternehmen seine unternehmerische Tätigkeit konsequent auf die positive Ent-wicklung des Unternehmenswertes, entspricht diese Vorgehensweise dem Konzept des Share-holder Value , welches den (Markt)Wert des Eigenkapitals bezeichnet.
Im Mittelpunkt des Shareholder Value-Ansatzes steht allein der Anteilseigner und dessen In-teresse an der Verbesserung seiner Vermögensposition.
Aber aus welchem Grund weicht ein Unternehmen immer mehr vom Grundgedanken der Ge-winnmaximierung – als eigentliche Zielsetzung der Unternehmensführung – ab und handelt fast ausschließlich im Sinne der Aktionäre?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSPOLITIK

2.1 SHAREHOLDER VALUE STATT GEWINNMAXIMIERUNG

2.2 MARKTWERTORIENTIERTES UNTERNEHMENSCONTROLLING

3. GRUNDLAGEN DES E(CONOMIC) V(ALUE) A(DDED)

3.1 BEGRIFF UND WESEN DES EVA

3.2 BRÜCKE ZWISCHEN BUCHHALTUNG UND EVA

3.3 EVA-ANPASSUNGSSPEKTRUM

4. BERECHNUNG DES EVA

4.1 CAPITAL CHARGE- UND VALUE SPREAD-FORMEL

4.2 BASISGRÖßEN DES EVA

4.2.1 Ermittlung des operativen Gewinns nach Steuern und vor Zinsen (NOPAT)

4.2.2 Ermittlung des investierten Kapitals (NOA)

4.2.3 Bestimmung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC)

5. EVA ALS ENTLOHNUNGSINSTRUMENT

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Economic Value Added (EVA) als zentrales Instrument der wertorientierten Unternehmenssteuerung. Das primäre Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie EVA die klassische Gewinnmaximierung als Unternehmensziel ablösen kann und dabei den Interessenkonflikt zwischen Management und Aktionären durch eine konsequente Ausrichtung am Unternehmenswert auflöst. Im Rahmen der Analyse werden die theoretischen Grundlagen, die methodische Berechnung sowie die praktische Anwendung des EVA als Steuerungskennzahl und Entlohnungsinstrument dargelegt.

  • Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung und Shareholder Value.
  • Konzeptionelle Einordnung des EVA als Residualgewinnkonzept.
  • Methodische Vorgehensweise bei der Berechnung von NOPAT, NOA und WACC.
  • Implementierung von EVA-Bonussystemen als Anreizinstrument für das Management.

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriff und Wesen des EVA

Die Abkürzung EVA steht für den englischsprachigen Begriff „Economic Value Added“ und bedeutet soviel wie „wirtschaftliche Wertschöpfung“ oder „Wertbeitrag“. EVA stellt eine Bemessungsgrundlage für die Leistungsfähigkeit dar und dient damit als absolute Kennzahl der Erfolgsanalyse eines Unternehmens- oder Unternehmensbereiches.15

Entwickelt wurde die Kennzahl EVA von der international führenden Unternehmensberatung Stern Stewart & Co, die Unternehmen darin unterstützt, kontinuierlich Wert zu schaffen.16 EVA ist ein eingetragenes Warenzeichen der Stern Stewart & Co. und basiert auf dem 1992 erschienenen Werk „The Quest for Value – A Guide for Senior Managers“,17 obgleich die Wurzeln des EVA bereits in den Anfängen der Marktwirtschaft selbst zu finden sind.18

EVA unterscheidet sich von den meisten anderen Maßstäben, weil die Kennzahl den Gewinn mit den gesamten Kapitalkosten der Unternehmung – also Fremd- und Eigenkapitalkosten – belastet.19 Dabei bezeichnen die Kapitalkosten die „Mindestverzinsung“20, die erwirtschaftet werden muss, um den Erwartungen der Kapitalgeber gerecht zu werden.21 Geht der erzielte Gewinn über die Deckung der Kapitalkosten hinaus, hat das Unternehmen einen Übergewinn22 erzielt und somit Wert geschaffen.23 Dieser Übergewinn wird mit der Zahl EVA dargestellt, welche aufgrund dessen auch den Namen Übergewinn- bzw. Residualgewinnkonzept erhalten hat.24 (siehe Anhang, Abb. 7 und Abb. 8) Der zusätzliche Gewinn kann – je nach Bedarf – entweder ebenfalls an Anteilseigner ausgeschüttet oder neu investiert werden.25

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung motiviert die Relevanz der wertorientierten Unternehmensführung und stellt den Economic Value Added als zentralen Ansatz für die Praxis dar.

2. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSPOLITIK: Dieses Kapitel erläutert die Abkehr von der reinen Gewinnmaximierung hin zur Shareholder-Value-Orientierung und die Rolle von Controllingsystemen.

3. GRUNDLAGEN DES E(CONOMIC) V(ALUE) A(DDED): Hier werden der Begriff EVA, seine historische Herkunft sowie die theoretische Herleitung als Residualgewinnkonzept beschrieben.

4. BERECHNUNG DES EVA: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte mathematische Analyse der Kennzahl sowie der notwendigen Basisgrößen NOPAT, NOA und WACC.

5. EVA ALS ENTLOHNUNGSINSTRUMENT: Es wird dargestellt, wie EVA als Vergütungsanreiz genutzt werden kann, um das Management zu langfristig orientiertem, wertschaffendem Handeln zu motivieren.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Bedeutung von EVA als Steuerungs- und Kontrollinstrument für den Unternehmenswert zusammen.

Schlüsselwörter

Economic Value Added, EVA, Shareholder Value, Unternehmenswert, Wertorientierte Unternehmensführung, Kapitalkosten, WACC, NOPAT, NOA, Residualgewinn, Controlling, Unternehmenssteuerung, Anreizsystem, Bonussystem, Performance-Messung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Relevanz des Economic Value Added (EVA) als Steuerungsinstrument, das eine wertorientierte Unternehmenspolitik ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Shareholder-Value-Philosophie, die mathematische Berechnung des EVA sowie seine Verwendung als Vergütungsmodell für Führungskräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie EVA Interessenkonflikte zwischen Managern und Aktionären beseitigt und als effektive Kennzahl für nachhaltige Wertsteigerung dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der gängigen betriebswirtschaftlichen Fachliteratur sowie auf die Methodik der Stern Stewart & Co. zur Berechnung des EVA.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Herleitung der Berechnungsformeln (Capital Charge und Value Spread) sowie die praktische Nutzung in Anreizsystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Economic Value Added, Residualgewinn, Kapitalkosten, Shareholder Value und wertorientiertes Controlling definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Gewinn und EVA relevant?

Im Gegensatz zum reinen Jahresüberschuss berücksichtigt der EVA die Kosten des gesamten eingesetzten Kapitals (Eigen- und Fremdkapital), was ein objektiveres Bild der tatsächlichen Wertschöpfung gibt.

Wie unterscheidet sich der EVA-Bonus von traditionellen Systemen?

Traditionelle Systeme sind oft kurzfristig und durch fixe Unter-/Obergrenzen begrenzt, während der EVA-Bonus durch eine Bonusbank auf eine dauerhafte Wertsteigerung abzielt.

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Details

Title
EVA als Instrument zur Steuerung von Unternehmen
College
Leipzig University of Applied Sciences  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Susann Bartsch (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V94608
ISBN (eBook)
9783640106745
ISBN (Book)
9783640113972
Language
German
Tags
Instrument Steuerung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Bartsch (Author), 2007, EVA als Instrument zur Steuerung von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94608
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