Ist Genmanipulation am Menschen moralisch vertretbar?

Ethische Fragen zur Anwendung von CRISPR-Technologie


Bachelorarbeit, 2019

49 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

1 Einleitung

2 Was ist die CRISPR-Technologie?

3 Ethische Positionen
3.1 Definition der kategorischen Argumentationen
3.1.1 Deontologischer Ansatz
3.1.2 Ansatz der Diskursethik
3.2 Definition der konsequentialistischen Argumentationen
3.2.1 Ansatz der utilitaristischen Argumentation
3.2.2 Ansatz des Präferenzutilitarismus

4 Ethische Diskussion zur CRISPR-Technologie
4.1 Individuum und Gesellschaft
4.2 Natürlichkeit

5 Fazit

Literaturverzeichnis:

1 Einleitung

Im November 2018 äußerte sich der evangelische Theologe und Präsident des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, zu der wenige Tage zuvor per Youtube-Video übermittelten Botschaft, dass eine gezielte Keimbahnintervention erfolgreich am Menschen vorgenommen wurde, mit den Worten:

„Sollte es sich bewahrheiten, dass mit Hilfe der Genschere CRISPR ein genmanipuliertes Baby erzeugt worden ist, wäre dies für die Wissenschaft ein Super-GAU“ (Dabrock, zitiert nach www.deutschlandfunkkultur.de; Stand: 18.06.2019, 18:43 Uhr)1.

Viele Kollegen und Kolleginnen Dabrocks schlossen sich dieser Einschätzung an und forderten, wie Dabrock, ein Moratorium2 mit globaler Gültigkeit, um klinische Experimente mit menschlichen Stammzellen zu unterbinden.

Bislang blieb zwar der von Dabrock verkündete wissenschaftliche Super-GAU (noch) aus, doch in China erblickten in der Tat im November 2018 zwei als Zwillinge geborene Mädchen das Licht der Welt, deren Genome von dem Biophysiker Jiankui He manipuliert wurden, wie die chinesische Regierung im Januar 2019 bestätigte3. Diese Zwillinge sind die ersten technisch genmanipulierten Menschen auf der Erde und stellen insofern sowohl eine Zäsur in der biologischen Entwicklungsgeschichte des Menschen dar, denn der technische Eingriff, den He am menschlichen Organismus vorgenommen hat, hatte einen neuen organischen Entwicklungsschritt zur Folge als auch eine sozialpolitische und ethische Zäsur, d.h. eine Zäsur in der kulturellen Entwicklungsgeschichte. Unabhängig davon, ob es „nur“ bei diesen beiden genmanipulierten Menschen bleiben wird4, löste dieses Experiment eine Debatte in den Natur- und Geisteswissenschaften aus, allen voran im Bereich der Ethik: Die Debatte um die Frage, inwiefern es legitim bzw. nicht legitim ist eine Keimbahnintervention beim Menschen vorzunehmen.5

Derartige Diskussionen um ethische Aspekte bei neuen biologischen und/oder medizinischen Forschungen zum menschlichen Genom gab es in der Vergangenheit immer wieder, bspw. bei der Einführung der Präimplantationsdiagnostik (im Folgenden auch: PID) (vgl. Ranisch 20186 ). Insbesondere im Bereich der Humangenetik reichen die Motivationen sich mit dem Themengebiet zu beschäftigen aber von Ängsten über den Verlust des „natürlichen“ Menschen bis hin zu den wie Sciencefiction anmutenden Spekulationen über eine Welt mit transhumanen oder gar posthumanen Wesen.7 Doch vor allem sind es die realitätsbezogenen Szenarien über den Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten der invasiven Veränderung organischer Materialität, die den Gesprächsstoff für die ethischen Diskussionen über die Zulässigkeit oder Ablehnung genetischer Eingriffe bieten. Eine Gesellschaft muss sich, bspw. im Rahmen einer Technikfolgenabschätzung, bei der Einführung einer neuen biotechnologischen Errungenschaft zwangsläufig mit den sozialen Folgen dieser Technik, d.h. den Möglichkeiten, den Erwartungen und auch mit den Risiken des Eingriffs für die gesellschaftliche Entwicklung auseinandersetzen. Der Fokus des ethischen Diskurses liegt auch auf den Auswirkungen der artifiziell vorgenommenen Veränderung für nachfolgende Generationen. Unter Einbezug historischer Prozesse und Ereignisse, wie die menschenverachtenden Experimente, die im Nationalsozialismus durchgeführt wurden, sind ethische Überlegungen also notwendig anzustellen.

Dabei stehen sich zwei philosophisch-ethische Strömungen hinsichtlich ihrer philosophischen Auffassungen und Erkenntnisse nahezu diametral entgegen und unterscheiden sich deutlich in Ansätzen und Vorgehensweisen: Die deontologisch und die teleologisch argumentierende Ethik.

In der vorliegenden Arbeit ist die leitende Frage, ob sich pro und contra Argumente bzgl. des Keimbahneingriffs am oben genannten Fall der experimentell angewandten CRISPR-Technologie in den beiden philosophischen Strömungen finden lassen und welche Argumentationsstränge zu einer ethischen Positionierung von pro oder contra der Erbgutmanipulation sich dabei herauskristallisieren.

Hierzu werden zunächst die biologischen Grundlagen zur CRISPR-Technologie und das zugrundeliegende technische Verfahren erläutert (Kapitel 2). Das sich anschließende Kapitel widmet sich der beiden philosophisch-ethischen Ansätze (Kapitel 3). Hierbei wird eine Unterscheidung in die kategorische Position (Kapitel 3.1) und konsequentialistische Position (Kapitel 3.2) vorgenommen und die philosophischen Ansätze beschrieben. Im Hauptteil dieser Arbeit geht es um die philosophische Diskussion der Argumente pro oder contra der Keimbahnintervention mit Hilfe der CRISPR-Technologie im oben genannten Szenario der geborenen Zwillinge mit HIV-Resistenz (Kapitel 4). Ein Fazit (Kapitel 5) als abschließender Teil beinhaltet die sich aus der Diskussion der ethischen Ansätze ergebende Beurteilung des Experiments sowie auch weiterführende Aspekte, die im Anschluss an die Diskussion für die CRISPR-Technologie relevant sind.

2 Was ist die CRISPR-Technologie?

In den letzten Jahren ist der Begriff CRISPR/cas9 sowohl in den geisteswissenschaftlichen als auch in den öffentlichen Diskurs eingedrungen. Aber was genau beschreibt dieser Begriff eigentlich? Um diese Frage zu beantworten, empfiehlt es sich, einen Blick auf den hauptsächlich damit in Verbindung gebrachten Anwendungsbereich der CRISPR-Technologie zu werfen: Das genome editing, oder zu Deutsch die Genomeditierung. Hierunter ist die zielgerichtete Manipulation des Erbguts bei Lebewesen zu verstehen, die in lebenden Zellen vorgenommen wird und somit eine Modifikation der DNA bewusst durch menschliches Eingreifen ermöglicht. Daher sind unter genome editing „alle Eingriffe zu subsumieren, die eine sequenzspezifische Veränderung im Genom bewirken, z. B. durch Einfügen oder Entfernen einer Nukleotidsequenz oder durch Veränderung einer solchen“ (Hardt 2019: 14). Hierzu stehen den Forschern dieses molekularbiologischen Bereichs seit etwa 40 Jahren verschiedene Techniken zur Verfügung wie bspw. Zinkfingernukleasen (ZFN), Restriktionsenzyme oder transkriptionsaktivatorartige Effektornukleasen (TALENS).8 Allen diesen Techniken ist gemeinsam, dass sie letztendlich auf der Wirkung von Restriktionsenzymen, genauer Restriktionsendonukleasen, basieren, die bereits in den 1960er Jahren in der Molekularbiologie eine revolutionäre Entdeckung waren: Restrikionsenzyme unterscheiden sich in Endonukleasen und Exonukleasen, wobei Endonukleasen die Eigenschaft besitzen DNA-Moleküle resp. DNA-Stränge innerhalb des Polynucleotidstrangs (hier speziell Desoxyribonukleinsäure, also DNS bzw. im englischen Deoxyribonucleic acid, also DNA) zu schneiden. Dafür docken sich diese Enzyme an spezifische Sequenzen auf der DNA an. Nachdem sich die Basenpaare angeheftet haben zerteilen sie das Genom und erzeugen dadurch einen (Doppel-)‌Strangbruch der DNA. Exonukleasen spalten terminale Nukleinsäuren, d.h. Nukleinsäuren die am Ende eines DNA-Stranges liegen.

Um nun die Neuerung der CRISPR-Technologie gegenüber diesen Vorgängern zu verstehen wird im Folgenden ein kurzer Einblick in die mittlerweile immerhin über 25-jährige Geschichte der Entwicklung dieser Technik gegeben.

Im Jahr 1987 beschreibt eine Gruppe japanischer Forscher*innen, um den Molekularbiologen und Biotechniker Yoshizumi Ishino, im „Journal of Bacteriology“, einer mikrobiologischen Fachzeitschrift, eine bestimmte genetische Sequenz im Stamm K12 von Escherichia coli, die durch kurze, repetitive, palindromische Abschnitte, unterbrochen von variablen Einschüben (sogenanten Spacern), charakterisiert ist (Hardt 2019: 16f). Diese Bestandteile machen CRISPR aus bzw. dessen Beschaffenheit, denn das englische Akronym CRISPR steht ausgeschrieben für clustered regularly interspaced short palindromic repeats (zu deutsch etwa: in regelmäßigen Abständen gruppierte kurze palindrome Wiederholungen).9

In den sich anschließenden Jahren entwickelt sich rund um solche Sequenzen zunächst ein gemäßigtes wissenschaftliches Interesse. Als nächster Höhepunkt dieser Forschung werden in den 1990er Jahren auch in den Genomen anderer Prokaryoten ähnliche Sequenzen identifiziert (z.B. Groenen et al. 1993; Mojica et al. 1995), was dazu führt, dass die CRISPR-Technlogie auf ein immer höheres Interesse im wissenschaftlichen Diskurs stößt. Man beginnt, die Ähnlichkeiten und Unterschiede dieser Sequenzen zu taxonomischen Zwecken zu nutzen (Goyal et al. 1997). Erste vergleichende Datenbanken werden angelegt.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends wird sich in der molekularbiologischen Forschung mit der Frage zur Funktion der gefundenen Sequenzen beschäftigt. Bei ihren Nachforschungen stießen Forscher auf mit diesen Sequenzen assoziierte Gene, sogenannte CRISPR-associated genes (cas) und die damit verbundenen, über den Vorgang der Transkription und Translation erzeugten, Proteine (Cas) (z.B. Jansen et al. 2002, Haft et al. 2005). In diesen Cas-Proteinen finden sich verschiedene bekannte Sequenzmotive wieder, mit denen Cas-Proteine an die DNA binden können. Es werden dabei Proteine mit Helikase-, Exoribonuklease- und Endonuklease-Motiven beschrieben. Parallel zu dieser Entdeckung stellten Forscher fest, dass variable Sequenzabschnitte zwischen den repetitiven Elementen, sogenannte Spacer, exogenen Ursprungs sind (vgl. Hardt 2019: 17f). Sie stammen aus DNA-Bereichen verschiedener Bakteriophagen, also aus bakterieninfizierenden Viren (Bolotin et al. 2005; Mojica et al. 2005; Pourcel et al. 2005). Diese beiden Forschungsergebnisse „führten zu der Annahme, dass die Spacer-Abschnitte Teile des Genoms von Viren vergangener Infektionen sein und somit zu einem adaptiven Immunsystem der Bakterien gegen Viren und Plasmide gehören könnten, vergleichbar mit dem Mechanismus des eukaryontischen Abwehrsystems durch Herstellung spezifischer monoklonaler Antikörper“ (Hardt 2019: 17). Die Forschungsthese, dass der CRISPR-Bereich zusammen mit dem sehr gut erforschten Protein Cas9 spezifische Endonuklease-Aktivität aufweist, konnte damit bestätigt werden. Bestimmte Abschnitte der Bakteriophagen-DNA (oder RNA) werden erkannt, gespalten und damit der Befall der Bakterienzelle durch den Bakteriophagen verhindert. CRISPR/Cas9 wird damit zu einem Teil der bakteriellen „Immunabwehr“ (siehe auch Barrangou et al. 2007; Makarova et al. 2006).

Mit dem Jahr 2012 änderte sich die weltweite Wahrnehmung dieses bis dato eher der bakteriellen Mikrobiologie zugeschriebenen Forschungsinteresses, als die Arbeitsgruppen unter der Leitung von Jennifer A. Doudna von der University of California in Berkeley und Emmanuelle Charpentier von der umeå universitet in Schweden einen Artikel im Wissenschaftsmagazin Science durch Martin Jinek et. al veröffentlichen, in dem sie die Verwendung von CRISPR-Cas9 zu Zwecken des Genome Editing behandeln und als Methode entwickeln (Jinek et. al 2012). Fortan etabliert sich in den öffentlichen Medien der Begriff „Genschere“, der zwar ebenfalls auf die oben beschriebenen, bisherigen „Vorgänger“ der CRISPR-Technik anzuwenden wäre, jedoch ist es speziell CRISPR/Cas9, das so betitelt wird. Denn die neue Methode verspricht eine höhere Effizienz, eine kostengünstigere Reproduktion und eine einfachere Programmierung zum gezielten Schneiden der DNA und damit einhergehend eine einfachere Anwendungsmöglichkeit, so wie eine haushaltsübliche Schere ebenfalls von (fast) jedem benutzt werden kann. Anfang 2013 zeigen dann die beiden US-amerikanischen Arbeitsgruppen von Feng Zhang vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und George M. Church von der Harvard University unabhängig voneinander, dass die Methode auch in humanen Zelltypen eingesetzt werden kann (Le Cong et al. 2013; Mali et al. 2013). Im Jahr 2015 schließlich hat das chinesische Forschungsteam um den Wissenschaftler Junjiu Huang nicht überlebensfähige10 menschliche Embryonen mit der CRISPR-Technik bearbeitet. Es sollte der Beta-Thalassämie-Defekt11 per Genschere korrigiert werden. Die Forschung ist stark umstritten, da der Erfolg zur Heilung dieser Blutkrankheit eher überraschend gering ausfiel. Denn von 86 behandelten Embryonen konnte „[d]as korrekte Gen an entsprechender Stelle […] nur in vier Fällen nachgewiesen werden und in diesen wiederum lag ein Mosaik vor.“ (Hardt 2019: 21)12.

Im November 2018 verkündete, wie eingangs erwähnt, der Forscher Jiankui He die Geburt der in der globalen Medienlandschaft genannten „CRISPR-Babies“, deren Vater mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (im Folgenden HI-Virus oder HIV) infiziert ist. Unter Zuhilfenahme der CRISPR-Technologie fand eine klinisch durchgeführte experimentelle Keimbahnintervention durch He statt, die es ermöglichen sollte, dass die als Zwillinge geborenen Kinder mit einer HIV-Resistenz zur Welt kommen. Als Ansatz diente He, das Gen CCR5 13 zu manipulieren, da es in der AIDS-Forschung bereits seit längerem in Verdacht steht, die Bindungsstelle für die HI-Viren, die CCR5-Rezeptor-Proteine, zu bilden. Ob die beiden Mädchen, die von He mit den Pseudonymen Lulu und Nana „getauft“ wurden, wissenschaftlich nachgewiesen gegen das HI-Virus resistent sind, ist bislang unklar.14

Dennoch stellt dieses Experiment den aktuellen Höhepunkt genmanipulierender Forschung dar, weil er an überlebensfähigen menschlichen Lebewesen vorgenommen wurde.

Nach diesem Einblick in die historische Entwicklung der CRISPR-Technologie und der Klärung, was die CRISPR-Technologie ist bzw. wie die biologisch-technische Funktion Anwendung findet, soll im Folgenden auf die Diskussion um das klinische Experiment von Jianku He näher eingegangen werden.15

Zu dem Experiment von He stellt sich u.a. die Frage, wie es einzuordnen ist innerhalb der Genomeditierung. D.h., gilt es als medizinisch notwendig oder ist es eine Anwendung im Bereich des Enhancements?

He selbst sagt in seinem auf YouTube publizierten Video16, dass die Anwendung der CRISPR-Technologie nicht im Bereich des human enhancement vorgenommen werden sollte, sondern dass es bei genetischen Eingriffen immer um das Heilen von Krankheiten gehen muss. Für ihn selbst steht somit der medizinisch notwendige Eingriff im Vordergrund. Jedoch auch die medizinisch notwendige Betrachtung bringt eine naheliegende im medizinischen Bereich selbst liegende Problematik mit sich: Da sich das HIV seit spätestens der achtziger Jahre in den Industrienationen deutlich verbreitet hat, wurde auch die Forschung zum Verstehen des Erregers massiv gefördert und ausgebaut. Die Erkenntnisse darüber, dass Menschen bspw. auf natürliche Weise immun sein können gegen das HI-Virus, ist nicht zuletzt dieser Forschung zu verdanken. Zudem wurde neben dem Verstehen der Wirkungsweise und Infizierung des HI-Virus fieberhaft nach Medikamenten gesucht die mit der Krankheit einhergehenden Leiden zu mindern bzw. das Virus unschädlich zu machen. Daher ist HIV und die damit verbundene Krankheit AIDS ein sehr gut erforschter Bereich, sodass es nicht zwingend notwendige Eingriffe ins Genom braucht, um einen Ansatz einer Heilung herbeizuführen. Die pharmakologischen Mittel sind recht erfolgreich in der Bekämpfung des HI-Virus. Daher plädiert auch der Deutsche Ethikrat sowie Vertreter*innen der akademischen Debatte, wie Jürgen Habermas17, dass eine Anwendung der CRISPR-Technologie lediglich bei unheilbaren Krankheiten, bspw. Erbkrankheiten zum Einsatz kommen sollte (insofern die Technik sicher ist).18

Eine andere Problematik ist, dass He sowohl den Begriff des Enhancements als auch den Terminus „medizinische notwendig“ nicht weiter erläutert. Er scheint von einer möglichen Einteilung auszugehen, wie sie auch Annika Hardt im Anschluss an Juengst in ihrer Ausarbeitung zur Technikfolgenabschätzung der CRISPR-Technologie diskutiert, nämlich „Therapie und Enhancement anhand des Krankheitsbegriffes voneinander zu trennen“ (Hardt 2019: 75). Diese Unterscheidung so zu treffen bringt vielfältige und komplexe Kritikpunkte mit sich, die hier nicht sämtlich besprochen werden können.19 In der folgenden Diskussion wird daher von der zwar simplifizierten, aber allgemeinverständlichen Annahme ausgegangen, dass ein medizinisch notwendiger Eingriff zur Heilung bzw. Linderung von einer (wie auch immer spezifisch umschriebenen) Krankheit ausgeht, der Begriff Enhancement hingegen eine Optimierung im Sinne einer nicht notwendigen Steigerung respektive Optimierung körperlicher und/oder geistiger Eigenschaften, Fähigkeiten, Funktionen oder die Veränderung des („natürlichen“) Phänotyps umfasst.20 Zudem wird die Annahme vorausgesetzt, dass es sich bei CRISPR/Cas9, wie He in seinem Video postuliert, um eine sichere Technik handelt, die keine Anwendungsfehler oder negative, gesundheitliche Spätfolgen in sich birgt.21 Auch sogenannte Off-Target-Effekte, dass das Genom an der falschen Stelle geschnitten wird und/oder DNA-Basen dann an der falschen Stelle eingefügt werden, bedürfen in der weiter unten geführten Diskussion keine Betrachtung, da es nicht um die Analyse der Anwendung der CRISPR-Technik im Sinne einer Technikfolgenabschätzung und damit einhergehend der Risiken in der Anwendung, sondern um die grundsätzliche Erörterung geht, inwiefern Argumente zweier philosophisch-ethischer Positionen pro und/oder contra der Keimbahnintervention im spezifisch vorliegenden Fall der Geburt der beiden Mädchen Lulu und Nana angebracht werden können. Dazu werden einerseits kategorische und andererseits konsequentialistische Positionen herangezogen, die im nächsten Abschnitt grundsätzlich dargestellt werden, um sie anschließend auf den spezifischen Fall der „CRISP-Babies“ beziehen zu können. Die beiden genannten Bereiche der Ethik sind der Angewandten Ethik zuzuordnen, insofern sie sich auf konkrete Problemfelder von Handlungen beziehen lassen. Wie Nikolaus Knoepffler darlegt, heißt eine Ethik „‘angewandte‘, wenn sie konkret wird“ (Knoepffler 2010, S. 50). Den beiden Bereichsethiken ist somit unter der Konkretheitsprämisse der angewandten Ethik gemeinsam, dass sie sich mit konkreten Handlungen von Subjekten auseinandersetzen und diese bewerten.22

3 Ethische Positionen

3.1 Definition der kategorischen Argumentationen

Mit der kategorischen Position kann „ein Gebot oder Verbot einer Handlung aufgrund des Eingriffs an sich abgeleitet und nicht etwa im Hinblick auf dessen Konsequenzen begründet“ (Hardt 2019: 87) werden. Die innere Einstellung und die Verpflichtung zu einem (evtl. auch metaphysisch begründeten,) kategorisch festgelegten Konzept trägt dabei absolute Geltung. Die nachstehende Darlegung zweier kategorischer Argumentationslinien, nämlich der Deontologischen Ethik und der Diskursethik, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weitere Ansätze innerhalb kategorischer Argumentationsstränge gibt. Die Auswahl erfolgt aufgrund des „gemeinsamen Nenners“, der die im Subjekt liegende Vernunftebene herausstellt und als formale Pflicht begreift, wodurch die beiden Ansätze innerhalb der Formalen Pflichtethiken verortet werden können (siehe Knoepffler 2010: 49). Spirituelle und/oder religiöse Argumente bzgl. metaphysisch-transzendenter oder auch ontologischer Fragestellungen danach, was Leben generell ist und ab wann von menschlichem Leben pränatal gesprochen werden kann, werden im Folgenden jedoch nicht berücksichtigt.23

3.1.1 Deontologischer Ansatz

Die Deontologie respektive die deontologische Ethik (griechisch: δέον (deon) das Erforderliche, das Gesollte, die Pflicht) bezeichnet eine ethische Position, in der die Beurteilung von Handlungen nicht (allein) nach ihren Konsequenzen erfolgt. Es treten hierbei intrinsische Motivationen in den Vordergrund der Beurteilung von Handlungen. Die Deontologie wird auch als Pflichtethik definiert (Knoepffler, 2010: 49), da sie sich an vorgegebene Rahmenbedingungen respektive Grundüberzeugungen orientiert, denen sich die handelnden Personen grundsätzlich und aus innerer Überzeugung verpflichten. Dies können allgemein philosophische Postulate sein sowie religiöse Weltanschauungen/Dogmen. Gesellschaftlich-rechtliche Aspekte wie bspw. die Verfassung eines Staates (in Deutschland: das Grundgesetz) können hierunter ebenfalls gezählt werden. Allen Anschauungen gemeinsam ist, dass sie als übergeordnete (oder auch als übersinnlich empfundene) Kategorien einen Leitfaden zur Handlungsweise bzw. ‑absicht der Subjekte vorgeben, wodurch von anderen als auch von den handelnden Personen selbst ein Verstoß gegen diesen Leitfaden negativ und ein Handeln im Sinne dieses Leitfadens als positiv beurteilt werden kann (vgl. Hardt 2019: 87). In moralischen Kategorien ausgedrückt hieße dies: Eine Handlung ist als gut zu bezeichnen, wenn sie nach den Grundsätzen des Handlungsrahmens erfolgt und als schlecht zu beurteilen, wenn sie von den gesetzten Richtlinien abweicht bzw. dagegen verstößt. Es kommt in der Betrachtung der deontologischen Ethik somit nicht auf die Folgen der Handlung an, sondern auf die intrinsische Motivation der Handelnden.24 Der Deutsche Ethikrat nimmt hierzu – bezogen auf Eingriffe in die menschliche Keimbahn – allerdings kritisch Stellung:

„Kennzeichen einer deontologischen Ethik ist nicht der Ausschluss der Folgenbetrachtung, sondern die Zurückweisung der Ausschließlichkeit der Folgenbetrachtung. Schon weil sich aus den Folgen nicht selten die Gründe für die Rechtfertigung einer Ausführungs- oder Unterlassungshandlung ergeben, ist eine deontologische Beurteilung auch auf die Handlungsfolgen bezogen.“ (Deutscher Ethikrat, 2019: 88).

In der Diskussion zum Keimbahneingriff von He wird weiter unten noch auf diese deontologische Beurteilung von Handlungskonsequenzen eingegangen werden. Festzuhalten in einem grundsätzlichen Sinne gilt allerdings hier schon, dass „nicht ausgeschlossen [ist], dass Konsequenzen im Rahmen deontologischer Ethik bei der Beurteilung der moralischen Qualität von Handlungen auch eine Rolle spielen. Gesagt ist nur, dass sie nicht alles sind, was moralisch zählt“ (Schmidt 2011: 43, Herv. i. O.).

Das im Folgenden dargelegte Verständnis der deontologischen Ethik und dessen Argumente, beziehen sich (insofern nicht anders angegeben) auf eine bei Michael Quante vorgenommene Engführung der deontologischen Konzeption. Quante definiert:

„(i) Das Ziel der Ethik ist die Befolgung des ethisch Richtigen.
(ii) Das ethisch Gute hängt ab vom ethisch Richtigen.
(iii) Das ethisch Richtige ergibt sich unabhängig von den Folgen.“ (Quante, 2017: 129).

[...]


1 Der Artikel ist zu finden unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/erste-genmanipulierte-babys-in-china-wissenschaftler.1008.de.html?dram:article_id=434274 (Stand: 18.06.2019; 18:43 Uhr).

2 Die Forderung des Deutschen Ethikrats ist in der Pressemitteilung unter https://www.ethikrat.org/mitteilungen/2019/ethikrat-keimbahneingriffe-derzeit-zu-risikoreich-aber-ethisch-nicht-grundsaetzlich-auszuschliessen/ (Stand: 04.07.2019; 13:04 Uhr) einzusehen.

3 Nachzulesen unter: https://www.sueddeutsche.de/wissen/bestaetigung-crispr-babys-china-1.4296824 (Stand: 04.07.2019; 14:50 Uhr).

4 Der Forscher kündigte bereits die Geburt eines weiteren genmanipulierten Kindes an, das voraussichtlich im August 2019 zur Welt kommen wird. Einen Überblick über die bisherigen Veröffentlichungen und das Agieren der chinesischen Regierung auf die Kritik an Hes Studien sind zu finden unter: https://www.heise.de/tr/artikel/Drittes-CRISPR-Baby-in-China-geboren-4477487.html?fbclid=IwAR3iNMsqd0NgdHaBGhsrSZVY8An4BZkHJi-RZMO3GHipsWoqZPOy_QJRxyQ (Stand: 25.07.2019; 09:53 Uhr).

5 So bspw. der Deutsche Ethikrat, der eine Stellungnahme zu dem Keimbahneingriff herausgegeben hat. Abrufbar unter https://www.ethikrat.org/pressekonferenzen/veroeffentlichung-der-stellungnahme-eingriffe-in-die-menschliche-keimbahn/ (Stand: 04.07.2019; 16:27 Uhr).

6 Ranisch, R. (2018): CRISPR-Eugenik? – Kritische Anmerkungen zur historischen Bezugnahme in der gegenwärtigen Verhandlung der Genom-Editierung. In: Ranisch, R.; Müller, A.; Hübner, C.; Knoepffler, N. (Hg.): Genome Editing - Quo vadis? Ethische Fragen zur CRISPR/Cas-Technik. Königshausen & Neumann.

7 Loh, J. (2019). Trans-und Posthumanismus. Junius Verlag.

8 Einen detaillierten Überblick über die Technik bietet bspw. die Informationsseite der Max-Planck-Gesellschaft: https://www.mpg.de/11032967/genom-editierung-methoden (Stand: 11.06.2019; 21:18 Uhr).

9 Das Akronym CRISPR wird allerdings erst viel später, nämlich im Jahr 2002, von dem niederländischen Forscher Ruud Jansen geprägt und seither international als Name dieser Technik verwendet. Siehe: Jansen, R./ Embden, J.D./ Gaastra, W.L./ Schouls, M. (2002): Identification of genes that are associated with DNA repeats in prokaryotes. Mol Microbiol 43: 1565–1575.

10 Bei nicht überlebensfähige Embryonen weisen die Zygoten drei Zellkerne auf, weshalb sie als nicht zu einem Menschen entwicklungsfähig zu bezeichnen sind. Für nähere Details siehe Hardt, 2019.

11 Die Beta-Thalassämie ist eine autosomal-rezessiv vererbbare Blutkrankheit, bei der eine Synthesestörung der Beta-Ketten des Proteinanteils im Hämoglobin der Erythrozyten des Menschen vorliegt. Bei einer schweren Form der Erkrankung (die sogenannte „Cooley-Anämie“) bleiben die Betroffenen ein Leben lang bluttransfusionsabhängig, wodurch es zu einer Erhöhung des Eisengehalts im Körper kommen kann, was schwerwiegende Organschädigungen verursacht. Nähere Details siehe https://www.kinderblutkrankheiten.de/content/erkrankungen/rote_blutzellen/anaemien_blutarmut/thalassaemie/ (Stand: 16.06.2019; 21:12 Uhr).

12 Ein (genetisches) Mosaik liegt vor, wenn ein Genmuster Zellen mit unterschiedlichen Karyotypen (Erscheinungsbild des Chromosomensatzes) aufweist, obwohl sie von derselben befruchteten Eizelle abstammen. Nähere Details siehe Hardt 2019.

13 Das Gen CCR5 wird auch C-C-Motiv-Chemokin-Rezeptor 5 genannt. Bei einer natürlichen Immunität gegen HIV, der sogenannten (homozygoten) CCR5-Delta-32-Mutation fehlen dem Gen 32 Basenpaare wodurch ein vorzeitiges Stopcodon das CCR5-Rezeptor-Protein im Zytoplasma verbleibt und nicht an die Zelloberfläche gelangt. Die artifizielle Mutationsauslösung durch He erfolgte, indem bei einem der Zwillinge 15 Basenpaare auf dem Gen CCR5 entfernt wurden und dasselbe Mädchen zudem ein unverändertes, intaktes CCR5 -Gen auf der anderen Genkopie aufweist. „Das andere Mädchen hat auf seinen beiden Genkopien unterschiedliche Mutationen: vier gelöschte Basenpaare auf der einen und ein zusätzlich eingefügtes Basenpaar auf der anderen.“ (https://www.srf.ch/kultur/wissen/crispr-babys-in-china-hat-er-sie-behandelt-oder-krank-gemacht (Stand: 16.06.2019; 21:55 Uhr)).

14 Mehrere Artikel der Wochen- und Tagespresse, kommen alle zu demselben Schluss: Es ist unklar, ob die Technik das gewünschte Ergebnis der HIV-Immunität bewirkt hat. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die durch die CRISPR-Technologie initiierte CCR5-Mutation nicht der natürlichen CCR5-Mutation (Delta-32-Veränderung) entspricht und somit andere, bislang unbekannte und unerforschte Folgen haben kann bzw. negative Nebenwirkungen aufweist. Siehe bspw: https://www.tagesspiegel.de/wissen/mutation-schuetzt-und-schadet-zugleich-immun-gegen-hiv-aber-frueher-tot/24416082.html (Stand: 23.07.2019; 12:04 Uhr) oder https://www.zeit.de/news/2018-11/26/weltweites-entsetzen-ueber-genmanipulierte-babys-in-china-181126-99-965755 (Stand: 23.07.2019; 12:07 Uhr).

15 In dieser Arbeit wird sich dem klinischen Experiment von He dergestalt gewidmet, dass es die ethischen und philosophischen Aspekte beleuchtet und zunächst ganz allgemein Begrifflichkeiten analysiert. Zur Auseinandersetzung auf der Ebene zum Ablauf des Experiments bspw. im Sinne der wissenschaftlichen Aufklärung der Probanden (die Eltern von Lulu und Nana) merken Julian Savulescu und Peter Singer kritisch an: „Although the parents were offered the choice of having either gene‐edited or ‐unedited embryos transferred, it is not clear whether they understood that editing was not necessary to protect their child from HIV, nor what pressure they felt under. There has been valid criticism of the process of obtaining informed consent.[...] The information was complex and probably unintelligible to lay people.“ (Savulescu 2019: 221). Die wissenschaftliche Verfahrensweise und Einhaltung von wissenschaftsethischen Standards kann hier nicht diskutiert werden. Siehe hierzu: Savulescu, J., & Singer, P. (2019). An ethical pathway for gene editing. Bioethics, 33(2), 221-222. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1111/bioe.12570 (Stand: 07.07.2019; 13:03 Uhr).

16 Abzurufen unter: https://www.youtube.com/watch?v=th0vnOmFltc (Stand: 07.07.2019; 19:08 Uhr).

17 Zur ethischen Position von Jürgen Habermas siehe Kapitel 3.2 sowie Kapitel 4 in dieser Arbeit.

18 Ab wann eine genetische Technik/ein genetisches Verfahren als ungefährlich bzw. einsatzbereit zur Anwendung am Menschen ist, unterliegt der Einschätzung nach der Grundlagenforschung und präklinischen Tests. Der Diskurs hierzu findet im Rahmen einer Risikodiskussion innerhalb der Technikfolgenabschätzung statt (siehe hierzu generell Hardt 2019 sowie Deutscher Ethikrat 2019) und ist nicht Gegenstand dieser Arbeit. Auch rechtliche Aspekte wie bspw. Patentrechtliche Hürden oder die nationalen, europäischen oder globalen Gesetze zum Keimbahneingriff werden hier nicht weiter behandelt.

19 Für die gesamte Diskussion siehe Hardt 2019, Kapitel 3.2.1 Zu den Begriffen Therapie und Enhancement.

20 So wird bspw. bei Sturma und Heinrichs allgemein der Begriff Enhancement folgendermaßen beschrieben: „Als >Enhancement< wird in der Bioethik der Einsatz pharmakologischer oder biotechnischer Mittel zur Verbesserung, Leistungssteigerung oder Verschönerung bei Gesunden verstanden“ (Sturma, D., & Heinrichs, B. (Eds.). (2015). Handbuch Bioethik. Springer-Verlag.: 249).

21 Dass die CRISPR-Technologie keine sichere Technik ist, belegen unter anderem die Ausführungen des Deutschen Ethikrats sowie weitere klinische Studien in Tierversuchen.

22 Die detaillierte Auseinandersetzung mit dem Begriff Angewandte Ethik ist beispielsweise bei Walter Schweidler zu finden: „‚Angewandt‘ ist in dem hier einschlägigen Sinn zunächst einmal nicht als Partizip Perfekt einer Vorgangsbeschreibung zu verstehen, wie etwa ‚angezündet‘ oder ‚angeschimmelt‘, sondern dient zur Kennzeichnung einer intentionalen Relation, also einer Beziehung zwischen unserem Bewusstsein und einem spezifischen Gegenstand, auf den es sich richtet – so wie man etwa von einer ‚angenommenen‘ Ursache oder einer ‚anzunehmenden‘ Absicht spricht. Die ‚Anwendung‘ spielt sich also ‚in‘ uns ab und ist zugleich notwendig bezogen auf einen Gegenstand (das Wort ‚Gegenstand‘ im weitesten, ganz formalen Sinne verstanden, so wie man vom Gegenstand unseres Wünschens oder einer Unterredung spricht) ‚außer‘ uns“ (Schweidler, 2018: 12).

23 Eine Auseinandersetzung mit diesem Bereich innerhalb der Angewandten Ethik benötigt eine sehr fundierte Vorkenntnis und Begründung. Zudem müssten zum Teil divergierende Ansätze diskutiert werden, um eine angemessene Darstellung geben zu können. Dies würde den Umfang der vorliegenden Arbeit allerdings sprengen.

24 Siehe hierzu ausführlicher: Quante, M. (2017): Einführung in die Allgemeine Ethik, 6., aktualisierte Auflage.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Ist Genmanipulation am Menschen moralisch vertretbar?
Untertitel
Ethische Fragen zur Anwendung von CRISPR-Technologie
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,8
Autor
Jahr
2019
Seiten
49
Katalognummer
V946300
ISBN (eBook)
9783346284655
ISBN (Buch)
9783346284662
Sprache
Deutsch
Schlagworte
genmanipulation, menschen, ethische, fragen, anwendung, crispr-technologie
Arbeit zitieren
Christian Nehl (Autor), 2019, Ist Genmanipulation am Menschen moralisch vertretbar?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946300

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