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Die Wiedergeburt der Liebe. Natursymbolik und Liebesentwicklungen in Adalbert Stifters "Nachsommer"

Titel: Die Wiedergeburt der Liebe. Natursymbolik und Liebesentwicklungen in Adalbert Stifters "Nachsommer"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ina Müller (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Nachsommer von Adalbert Stifter und arbeitet die Motive der Liebe heraus. Ziel der Arbeit ist es, die Natursymbolik zu analysieren und parallel dazu die Verbindung zu den Liebesentwicklungen zu ziehen. Zudem soll überprüft werden, inwiefern sie sich entwickeln. Das Ergebnis der Arbeit ist von Bedeutung, da Stifters Erzählung schon oftmals in anderen Kontexten behandelt wurde, jedoch noch nicht aus diesem Betrachtungswinkel. Es erschließt sich dadurch ein neues Forschungsgebiet.

Die zweigeteilte Handlung in Naturgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung der im Zentrum stehenden Figuren, die Stifter im Werk kunstvoll darlegt, stechen bereits beim ersten Lesen des Textes heraus. So wurde schnell deutlich, dass dies das übergeordnete Thema der Arbeit sein soll. Es gilt also, durch die folgende Analyse, einen Zusammenhang zwischen der Natursymbolik und den beiden Liebesentwicklungen zu finden und zu untersuchen, wie Stifter diesen Zusammenhang gestaltet. Als Anhaltspunkte und zum untergeordneten Thema werden hierzu die drei großen Leitmotive Rose, Marmor und Kaktus hinzugezogen, da diese markante Stellen der Liebesentwicklungen in einen der Natur entlehnten Kontext stellen.
Durch den im Analyseteil zu überprüfenden Zusammenhang zwischen der Natursymbolik und der dargestellten Liebe soll weiterhin untersucht werden, ob es auch eine Verbindung zwischen den zwei Liebesentwicklungen gibt.

In der literarischen Geschichte der Gärten, spricht man seit der Renaissance vom locus amoenus, dem lieblichen Ort, der einerseits eine schöne, romantische Landschaft verkörpert, aber auf der anderen Seite erotische Phantasien weckt und einen Lustgarten verkörpert. Der Rosengarten, der bei Stifter ausführlichst behandelt wird, ist auch als locus amoenus zu sehen. Allerdings hat er eine nachsommerliche Facette. Er spiegelt nicht die Liebe in ihrer Hochphase wider, sondern übermittelt innerhalb einer Binnenerzählung des Werkes, retrospektivisch eine schon verblasste Liebe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Natursymbolik bezüglich der Liebesentwicklungen

2.1 Untersuchung des Leitsymbols der Rose

2.2 Untersuchung des Leitsymbols des Marmors

2.3 Untersuchung des Leitsymbols des Kaktus

3. Auswertung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit Adalbert Stifter in seinem Werk "Der Nachsommer" Natursymbolik einsetzt, um die Liebesentwicklungen der Figuren darzustellen und in einen Zusammenhang zu bringen. Die zentrale Hypothese ist dabei die Annahme, dass die junge Liebe zwischen den Charakteren Heinrich und Natalie als eine "Wiedergeburt" der alten, verblassten Liebe zwischen Risach und Mathilde zu verstehen ist.

  • Analyse der Natursymbolik als zentrales Gestaltungsmittel Stifters
  • Untersuchung der Leitmotive Rose, Marmor und Kaktus
  • Gegenüberstellung der Liebesbeziehungen von Risach/Mathilde und Heinrich/Natalie
  • Überprüfung der Hypothese einer "Wiedergeburt der Liebe"
  • Erforschung der Verbindung zwischen Naturgestaltung und menschlicher Charakterentwicklung

Auszug aus dem Buch

2.1 Untersuchung des Leitsymbols der Rose

Im folgenden Kapitel geht es um das Leitsymbol der Rose. Zuerst wird der allgemeine Forschungsstand über die Rose und ihre Symbolik in der Literatur auszugsweise dargelegt. Dann wird beleuchtet, wie Stifter die Rose im Nachsommer darstellt und wie er Gebrauch von ihrer Symbolik macht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswirkungen der Rosensymbolik und auf die Liebesentwicklungen der beiden Paare gelegt. Im Anschluss gilt es, die Ergebnisse der Analyse zu interpretieren und einzuordnen.

In der Literatur nimmt die Rose seit der Antike eine besondere Rolle ein. Sie gilt als die Königin der Pflanzen und ist von besonderer Schönheit. „Sie ist eine Zierde der Erde, der Stolz des Pflanzenreichs, die Krone der Blumen, […] der Abglanz des Schönen.“ Durch die große Pracht der Blume entsteht zu dieser Zeit ein richtiger „Rosenenthusiasmus“, sodass diese Gattung der Pflanzen zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Ihr Charisma setzt sie in Verbindung mit der Liebesgöttin Venus. Somit bekommt die Rose ihren bis heute sehr bekannten Ruf als Blume der Liebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Naturthematik bei Adalbert Stifter ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die Hypothese der Arbeit hinsichtlich der Liebesentwicklungen.

2. Analyse der Natursymbolik bezüglich der Liebesentwicklungen: In diesem Kapitel werden die Leitmotive Rose, Marmor und Kaktus im Kontext des Romans detailliert untersucht und auf ihre symbolische Funktion für die Liebespaare hin geprüft.

2.1 Untersuchung des Leitsymbols der Rose: Die Rose wird hier primär als Symbol für die Verbindung zwischen Risach und Mathilde sowie als Begleiterin der sich entwickelnden Liebe zwischen Heinrich und Natalie analysiert.

2.2 Untersuchung des Leitsymbols des Marmors: Dieser Abschnitt beleuchtet den Marmor als Motiv, das besonders die Beziehung zwischen Heinrich und Natalie durch die Skulpturenkunst sowie die Verbindung zwischen Heinrich und Risach prägt.

2.3 Untersuchung des Leitsymbols des Kaktus: Hier wird der Kaktus als Symbol für den Höhepunkt der jungen Liebe von Heinrich und Natalie gedeutet, wobei die Pflege und Blüte der Pflanze als Analogie für ihre Beziehung dienen.

3. Auswertung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel führt die Analysen zusammen und bewertet die Hypothese der "Wiedergeburt der Liebe" kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse über die Leitsymbole.

Schlüsselwörter

Adalbert Stifter, Nachsommer, Natursymbolik, Rose, Marmor, Kaktus, Liebesentwicklung, Wiedergeburt, Biedermeier, Literaturanalyse, Leitmotive, Risach, Mathilde, Heinrich, Natalie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Natursymbolik in Adalbert Stifters Erzählung "Der Nachsommer" und deren Bedeutung für die Darstellung zwischenmenschlicher Liebesbeziehungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktion von Gärten und Pflanzen als Symbole für persönliche Entwicklungen sowie auf dem Vergleich zweier unterschiedlicher Liebesbeziehungen innerhalb des Romans.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob sich die Hypothese belegen lässt, dass die junge Liebe zwischen den Protagonisten Heinrich und Natalie eine "Wiedergeburt" oder Erneuerung der alten Liebe zwischen Risach und Mathilde darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Forschungsstand zur Symbolik von Rose, Marmor und Kaktus auf den Quellentext "Der Nachsommer" anwendet.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Analysekapitel, die sich jeweils einem der Leitsymbole (Rose, Marmor, Kaktus) widmen und deren Wirkung auf die Entwicklung der Figuren untersuchen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Natursymbolik, Leitmotive, Stifter, Liebesentwicklungen, Wiedergeburt und Bildungsroman.

Welche Bedeutung hat das Symbol der Rose in der Erzählung?

Die Rose dient als verbindendes Element der Erinnerung für das ältere Paar Risach und Mathilde und begleitet gleichzeitig das "Aufblühen" der jungen Liebe von Heinrich und Natalie.

Inwiefern spielt der Marmor eine Rolle für die Charakterbeziehungen?

Der Marmor symbolisiert für Heinrich die Schönheit Natalies und dient als gemeinsames Interesse, das die Bindung zwischen ihm und dem Gastfreund Risach festigt.

Warum wird der Kaktus als das stärkste Symbol hervorgehoben?

Der Kaktus wird aufgrund seiner seltenen Blüte und der intensiven Pflege als untermalendes Symbol für den Höhepunkt der jungen Liebe zwischen Heinrich und Natalie gewertet.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin hinsichtlich der Hypothese?

Die Hypothese einer "Wiedergeburt der Liebe" lässt sich nur teilweise bestätigen, da sie lediglich bei der Rosensymbolik greift, während eine umfassende Erneuerung anhand aller Leitsymbole nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wiedergeburt der Liebe. Natursymbolik und Liebesentwicklungen in Adalbert Stifters "Nachsommer"
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Ina Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V946316
ISBN (eBook)
9783346295408
ISBN (Buch)
9783346295415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stifter Nachsommer Liebe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ina Müller (Autor:in), 2019, Die Wiedergeburt der Liebe. Natursymbolik und Liebesentwicklungen in Adalbert Stifters "Nachsommer", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946316
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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