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Die Exegese bei Otfrid von Weißenburg

Untersuchungen zum Kapitel:"Die Hochzeit zu Kana"

Title: Die Exegese bei Otfrid von Weißenburg

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Manuela Piel (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den exegetischen Untersuchungen am Text von Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch. Sie beinhaltet sowohl das Leben und Wirken des Autors als auch das Verfahren der Exegese.
Für das Christentum kamen solche exegetischen Methoden für lange Zeit nicht in Frage. Nach deren Ansicht spricht Gott mit den Worten, die in der Bibel stehen klar und deutlich zu jedem Einzelnen durch Texte, die einfach und für jeden zu verstehen sind. Trotzdem wurde das Thema der geistlichen Deutung im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Schwerpunkt in den theologischen Wissenschaften.
Otfrid erhebt nun das Leben Jesu, welches für ihn ausschließlich Lehre und Zeichen war, zum Gegenstand seiner exegetischen Ausführungen. Die Aufgabe des Exegeten Otfrids besteht darin, die Taten Jesu, die Wunder und Zeichen transparent zu machen, damit ein tieferer Sinn hervortreten kann.
In der Hausarbeit sollen verschiedene Fragestellungen beantwortet werden: Was bedeutet der Begriff Exegese? Wie hat sich dieses Verfahren entwickelt? In welchen Bereichen kommt diese Methode zum Einsatz? Welche Formen exegetischen Arbeitens gibt es? Was bedeuten die Begriffe „Evangelienharmonie“ und „Allegorese“? Welche Unterschiede gibt es zu Textkritik und Textanalyse? Was wissen wir über Otfrid von Weißenburg und sein Werk? Welche Quellen standen dem Autor für sein Werk zur Verfügung? Nimmt die Exegese eine besondere Stellung in Otfrids Arbeit ein? Und wie lässt sich der exegetische Hintergrund an einem Textbeispiel (Hochzeit zu Kana) belegen?
Der erste Teil widmet sich also der Theorie, während im zweiten Teil die gesammelten Erkenntnisse auf den Text von Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch angewandt werden sollen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erläuterungen zu den begrifflichen Schwerpunkten

2.1. Der Begriff „Evangelienharmonie“

2.2. Der Begriff „Exegese“

2.2.1. Formen der Exegese

2.2.2. Geschichte der Exegese

2.2.3. Beispiel für exegetisches Arbeiten

2.3. Der Begriff „Textkritik“

2.4. Der Begriff „Textanalyse“

3. Über den Autor: Otfrid von Weißenburg

4. Über das Werk

4.1. Überlieferung

4.2. Aufbau

4.3. Inhalt und Form

4.4. Sprache

4.5. Publikum

4.6. Quellen

4.6.1. Die exegetischen Quellen von Otfrids Evangelienbuch

5. Die exegetische Tradition im Evangelienbuch

6. Exegetische Untersuchungen zu Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch

6.1. Die Hochzeit zu Kana

7. Schlussbemerkung

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem übernommenen biblischen Inhalt und den von Otfrid von Weißenburg hinzugefügten exegetischen Deutungen im „Evangelienbuch“. Das primäre Ziel ist es, den exegetischen Hintergrund und die interpretatorischen Strategien des Autors aufzuzeigen, wobei die forschungsleitende Frage lautet, wie der Autor durch Allegorese und eigene Ausgestaltungen dem Leser einen tieferen Sinn der biblischen Berichte erschließt.

  • Grundlagen der historisch-kritischen Exegese und Allegorese
  • Biografischer und literarhistorischer Kontext zu Otfrid von Weißenburg
  • Strukturelle Analyse und Überlieferungsgeschichte des „Evangelienbuches“
  • Die exegetische Praxis im Mittelalter am Beispiel der Hochzeit zu Kana

Auszug aus dem Buch

6.1. Die Hochzeit zu Kana

Die geistliche Deutung des Wunders zu Kana (Joh. 2,1-11) wird in den Kapiteln 9 und 10 des zweiten Buches dargestellt. Das vorausgehende 8. Kapitel berichtet über die geschehenen Ereignisse. Otfrid weicht in diesem Abschnitt von Alcuins Johannes-Kommentar ab und stellt während der Darstellung der Verwandlung von Wasser in Wein eine neue Theorie des Schriftverständnisses dar. Als Dichter gründet er damit eine neue Aussageweise in der volkssprachlichen Dichtung. Auch hier besteht das Ziel darin, den geistig – erkennenden und sittlichen Nachvollzug des biblischen Textes zu erhalten. Der Autor prägt seine Dichtung durch eine klösterliche Vertiefung und die Vergeistigung des Schriftverständnisses.

Nach Ertzdorff steht in diesem Abschnitt die geistige Erkenntnis noch über der sittlichen, für den Autor. Damit würde er das geistige Verstehen über das moralische setzen, obwohl diese Auslegungsmethode nicht so bekannt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die exegetische Methodik Otfrids von Weißenburg ein und benennt die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der allegorischen Deutung im Evangelienbuch.

2. Erläuterungen zu den begrifflichen Schwerpunkten: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachtermini wie Evangelienharmonie, Exegese, Textkritik und Textanalyse, um eine theoretische Grundlage für die Analyse zu schaffen.

3. Über den Autor: Otfrid von Weißenburg: Dieser Abschnitt bietet einen biografischen Überblick über das Leben des Gelehrten, Mönchs und Dichters sowie seine Tätigkeit im Kloster Weißenburg.

4. Über das Werk: Das Kapitel behandelt die Entstehung, den Aufbau, die Überlieferung und das Publikum des Evangelienbuchs sowie die literarische Besonderheit des Werkes in fränkischer Sprache.

5. Die exegetische Tradition im Evangelienbuch: Hier wird dargelegt, wie Otfrid antike Schriftsteller und bestehende Bibelkommentare für seine Arbeit heranzog und in den Text integrierte.

6. Exegetische Untersuchungen zu Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch: Das Kapitel analysiert den Einsatz allegorischer Einschübe im Werk und konzentriert sich in der Untersuchung auf das spezifische Beispiel der Hochzeit zu Kana.

7. Schlussbemerkung: Die Autorin resümiert die Ergebnisse der Arbeit und ordnet Otfrids Werk in die mittelalterliche Literaturgeschichte ein.

8. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen, Forschungsliteratur und Hilfsmittel auf.

Schlüsselwörter

Otfrid von Weißenburg, Evangelienbuch, Exegese, Allegorese, Bibelauslegung, Mittelalter, Hochzeit zu Kana, Theologie, Althochdeutsch, Textanalyse, Heilsgeschichte, Johannesevangelium, Schriftverständnis, Klösterliche Bildung, Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die exegetische Vorgehensweise von Otfrid von Weißenburg, insbesondere wie er den biblischen Text nicht nur wiedergibt, sondern durch allegorische Deutungen spirituell auslegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Begriffe der Exegese, die Biografie Otfrids, die Struktur seines Werkes sowie die spezifische Anwendung von Allegorie zur Vermittlung geistlicher Inhalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Otfrid christliche Lehre durch das Mittel der Exegese in der Volkssprache vermittelt und wie sein Werk als Brücke zwischen biblischer Überlieferung und individueller geistlicher Erkenntnis fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die sowohl den historischen Kontext der mittelalterlichen Bibelauslegung berücksichtigt als auch eine exemplarische Textanalyse an einer konkreten Bibelstelle durchführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den Autorenkontext, eine Werkbeschreibung und eine detaillierte exegetische Untersuchung der Hochzeit zu Kana.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe sind Otfrid von Weißenburg, Evangelienbuch, Exegese, Allegorese und Heilsgeschichte.

Welche besondere Bedeutung kommt der „Hochzeit zu Kana“ im Buch zu?

Das Kapitel dient als prominentes Textbeispiel, an dem Otfrid eine eigene, dichterisch-exegetische Aussageweise entwickelt, die das geistige Verstehen über die bloße moralische Lehre erhebt.

Wie unterscheidet sich Otfrids Herangehensweise vom Johannes-Evangelium?

Otfrid schmückt den biblischen Bericht durch eigene Reflexionen, indirekte Rede und theologische Erweiterungen aus, um die Beziehung zwischen Mutter und Sohn sowie die Bedeutung des Wunders stärker zu betonen.

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Details

Title
Die Exegese bei Otfrid von Weißenburg
Subtitle
Untersuchungen zum Kapitel:"Die Hochzeit zu Kana"
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Grade
1,3
Author
Manuela Piel (Author)
Publication Year
2008
Pages
33
Catalog Number
V94631
ISBN (eBook)
9783640105373
ISBN (Book)
9783640117659
Language
German
Tags
Exegese Otfrid Weißenburg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Piel (Author), 2008, Die Exegese bei Otfrid von Weißenburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94631
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