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Goethes "Ach neige, Du Schmerzenreiche". Ein Gretchen Lied im Kontext der Fausttragödie und als autonomes Kunstwerk

Title: Goethes "Ach neige, Du Schmerzenreiche". Ein Gretchen Lied im Kontext der Fausttragödie und als autonomes Kunstwerk

Term Paper , 2019 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Fiona Wink (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Summary Excerpt Details

Die nachfolgende Hausarbeit untersucht das Gretchenlied "Ach neige, du Schmerzenreiche" als zeitgeschichtliches autonomes Kunstwerk und geht der Fragestellung nach, welche Funktion das Gedicht in der ursprünglichen Faust-Tragödie erfüllt. Dabei konzentriert sie sich im Wesentlichen auf zwei verschiedene Fragestellungen: Was sagt das Gedicht über die Gretchenfigur aus und wie wird das Gretchenlied in der Fausttragödie eingesetzt? Wie funktioniert das Gedicht als autonomes Kunstwerk beziehungsweise als Kunstlied?

Die Gretchentragödie von Johann Wolfgang von Goethe spielt im Urfaust von 1887 eine ganz besondere Rolle. Faust, der als Philosoph und Gelehrter auftritt und die Freuden des Lebens ausprobiert verführt das junge Gretchen, was durch ihre Unschuld und Schönheit einen besonderen Reiz auf ihn ausübt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale der Literatur des Sturm und Drang

2.1 Genieästhetik und der Einfluss Shakespeares

2.2 Das Kindsmordmotiv

3 Untersuchung des lyrischen Textes

3.1 Gegenstand der einzelnen Strophen

3.2 Sprechsituation

3.3 Gedichtform, Strophenform, Metrum, Reimschema

3.4 Tropen und Figuren

4 Das Gedicht im Faustkontext

4.1 Funktion des Gretchenliedes

4.2 Bedeutung für die Konstruktion der Gretchenfigur

4.3 Das Gebet im historischen Kontext

5 Das Gedicht als autonomes Kunstwerk und Kunstlied

6 Zusammenfassendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte Gretchenlied „Ach neige, du Schmerzenreiche“ sowohl als zeithistorisch verorteten Text des Sturm und Drang als auch als autonomes Kunstwerk. Dabei wird analysiert, welche Funktion das Gebet innerhalb der Faust-Tragödie einnimmt und wie das lyrische Ich seine Verzweiflung und Hilflosigkeit artikuliert.

  • Analyse der rhetorischen und formalen Gestaltung des Gedichts.
  • Untersuchung der Verknüpfung von Gretchenlied und Faust-Kontext.
  • Erörterung der Bedeutung von Frömmigkeit und gesellschaftlicher Moral im 18. Jahrhundert.
  • Betrachtung der musikalischen Vertonung als Ausdruck emotionaler Zustände.
  • Einordnung des Werks in die Epoche des Sturm und Drang.

Auszug aus dem Buch

3.4 Tropen und Figuren

Das Gedicht lebt vom Vorhandensein verschiedener rhetorischen Figuren, die dem Gebet die vorherrschende Dramatik verleihen.

Gleich zum Anfang leitet eine direkte Ansprache an die Mutter Maria die erste Strophe ein und beginnt damit das Zwiegespräch zwischen einer irdischen und einer überirdischen Instanz.

In der zweiten Strophe findet man bereits im ersten Vers das Symbol des Schwertes, was im Christentum für Urteil und Strafe und steht (Kreuser, 1868, S.264). Als Sinnbild göttlicher Allmacht und Gerechtigkeit, erfüllt das Schwert jedoch zugleich die Bedeutung des Schmerzes, wenn es in der Brust der Gnadenmutter steckt.

Das Schwert stellt demnach ein Zeichen der Gerichtbarkeit dar, kann bei Heiligen allerdings auch für den Märtyrertod stehen (Menzel, 1854, S. 37ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Forschungsfragen und der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2 Merkmale der Literatur des Sturm und Drang: Definition der Epochenmerkmale mit Fokus auf Genieästhetik und das gesellschaftlich relevante Motiv des Kindsmords.

3 Untersuchung des lyrischen Textes: Detaillierte Analyse der Strophen, der Sprechsituation, der formalen Struktur sowie der rhetorischen Stilmittel des Gebets.

4 Das Gedicht im Faustkontext: Einordnung der Funktion des Gretchenliedes in die Faust-Tragödie und Untersuchung der Bedeutung für die Figur der Margarete.

5 Das Gedicht als autonomes Kunstwerk und Kunstlied: Analyse der musikalischen Umsetzung des Textes durch Komponisten und die Wirkung der Vertonung.

6 Zusammenfassendes Fazit: Synthese der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung des Gedichts als Ausdruck emotionaler Extremsituationen.

Schlüsselwörter

Goethe, Faust, Gretchenlied, Sturm und Drang, Mater Dolorosa, Kindsmord, Lyrik, Rhetorische Figuren, Sprechsituation, Kunstlied, Frömmigkeit, Emotionen, 18. Jahrhundert, Literaturwissenschaft, Dramatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem berühmten Gebet „Ach neige, du Schmerzenreiche“ aus Goethes Faust und analysiert dieses im Kontext der Tragödie sowie als eigenständiges Kunstwerk.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die literaturhistorische Einordnung in den Sturm und Drang, die Analyse rhetorischer Gestaltungsmittel und die Rolle von Religion und Moral im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktion des Gedichts für die Gretchenfigur zu bestimmen und aufzuzeigen, wie das lyrische Ich seine existenzielle Not und Verzweiflung zum Ausdruck bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch den Einbezug fachspezifischer Forschungsliteratur und musikhistorischer Aspekte ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Epochenmerkmale, eine detaillierte Untersuchung der lyrischen Struktur, die Einbettung in den Handlungsverlauf des Faust und eine Betrachtung der musikalischen Vertonungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gretchenlied, Sturm und Drang, Mater Dolorosa, Faust, Kindsmordmotiv und emotionale Gestaltung.

Welche Bedeutung hat das „Schwert“-Symbol im Text?

Das Schwert steht primär für göttliches Urteil und Strafe, nimmt in der Brust der Gnadenmutter jedoch auch die Bedeutung von Schmerz und Leiden an.

Warum wird die „Gegenwart der Mater Dolorosa“ als so zentral für das lyrische Ich hervorgehoben?

Sie dient als einzige überirdische Instanz, der sich das lyrische Ich in seiner ausweglosen Situation zuwenden kann, da sie als Mutter das menschliche Leid nachempfinden kann.

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Details

Title
Goethes "Ach neige, Du Schmerzenreiche". Ein Gretchen Lied im Kontext der Fausttragödie und als autonomes Kunstwerk
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Deutsche Literatur)
Course
Text- und Medienanalyse
Grade
2,0
Author
Fiona Wink (Author)
Publication Year
2019
Pages
17
Catalog Number
V946342
ISBN (eBook)
9783346286338
ISBN (Book)
9783346286345
Language
German
Tags
goethes schmerzenreiche gretchen lied kontext fausttragödie kunstwerk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fiona Wink (Author), 2019, Goethes "Ach neige, Du Schmerzenreiche". Ein Gretchen Lied im Kontext der Fausttragödie und als autonomes Kunstwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946342
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