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Lust und Vernunft in Platons "Philebos"

Title: Lust und Vernunft in Platons "Philebos"

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maria M. (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Welche Stellung im Universum kommt dem Menschen zu und was ist seine Aufgabe im Leben? Ist es möglich, als Mensch ein Leben sinnvoll zu leben und ist es dasselbe, wie ein Leben gut zu leben? Diesen konkreten Fragen widmet sich diese Arbeit und versucht am Beispiel des Werkes "Philebos" aufzuzeigen, was laut Platon ein gut gelebtes Menschenleben darstellt und wie es zu dem Sinn des Lebens vor dem Hintergrund einer hierarchischen, existentiellen Ordnungssystems, beiträgt.

Platon widmet sich in seiner Ideenlehre Themen und Fragestellungen, die die Menschheit heute immer noch beschäftigen. Gleich zu Beginn seines Werkes "Philebos", in dem der Dialog zwischen dem Philosophen Sokrates und dem edonisten Philebos, später mit Protarchos, stattfindet, wird auf das Thema des Dialogs eingegangen, nämlich das Gute im Leben eines Menschen und was das bedeutet, gut zu leben. Dabei werden verschiedene Auslegungen und Erklärungsansätze aufgegriffen und thematisiert. Zum Einen wird das Gute bzw. das gute Leben in der Lust und dem menschlichen Vergnügen eingebettet. Die zweite Sichtweise, deren wichtigster Vertreter Sokrates ist, positioniert das Gute im menschlichen Leben in der Vernunft und dem Vernünftigsein, sowie dem ständigen Denken an das Gute, welches bei der Erkennung der Essenz der Definition des guten Lebens behilflich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Platons Philebos - Inhalt

3. Die Lust

3.1 Verschiedene Arten der Lust: Lust und Unlust

3.2 Die reine Lust

4. Die Vernunft

4.1 Vernunft als Teil der Gattung der Ursache

4.2 Der Ansatz einer Definition des Guten

5. Die richtige Mischung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Platons Spätwerk Philebos, um zu ergründen, wie das "Gute" im menschlichen Leben definiert wird und welche Rolle dabei die Konzepte der Lust, der Vernunft und deren gegenseitige Durchdringung spielen. Ziel ist es, die philosophische Argumentation zu analysieren, ob ein bestmögliches Leben durch eine einseitige Lebensweise oder durch eine ausgewogene Mischung beider Aspekte erreicht wird.

  • Analyse des platonischen Dialogs Philebos
  • Gegenüberstellung von Lust und Vernunft als Lebensentwürfe
  • Die "Ordnung der Güter" und die Bedeutung von Maß und Schönheit
  • Die dialektische Synthese als Weg zu einem erfüllten Leben
  • Diskussion über die Relevanz antiker philosophischer Fragen für die Gegenwart

Auszug aus dem Buch

3.2 Die reine Lust

Sokrates geht davon aus, dass die Unlust nicht das Aufhören der Lust bedeutet (vgl. 481 51 a). Es gibt scheinbare Lust, die „zugleich (…) mit Unlust und mit Erholungen von den größten Schmerzen in Ratlosigkeit [des] Leibes und der Seelen [gemischt ist].“ (481 51a). Die Freude an harmonischen Klängen, an Farben, an Aromen und Gestalten als reine Formen, sofern sie proportional sind, und all den Dingen, die dem Menschen eine Befriedigung frei von Unlust bieten, ist für Sokrates als reine Lust zu definieren (vgl. 481 51 b). Alles was an und für sich selbst schön ist, ohne, dass man es in Beziehung auf etwas anderes umsetzen muss, hat „eine eigentümliche Lust […]. (S. 481 51 c). Hinzu kommt auch die Lust an Erkenntnissen, die sogenannte Erkenntnislust (vgl. S. 482 52 a). „Sokrates: Diese Lust also an den Kenntnissen sei unvermischt mit Unlust, […] und keineswegs für die Menge der Menschen, sondern nur für gar wenige.“ (S. 582, 52 b). Jede kleine Lust, die fern der Unlust ist, ist „angenehmer und wahrer und schöner (…) als viele und große gemischte [Lüste].“ (S. 484 53 c). Die Lust ist somit immer nur ein Zustand des Werdens. Insofern kann es ein Sein der Lust nicht geben (S. 484 53 c).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen des Philebos ein und stellt die zentrale Frage nach dem guten Leben im Spannungsfeld von Lust und Vernunft.

2. Platons Philebos - Inhalt: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über das Werk und stellt die beteiligten Charaktere Sokrates, Philebos und Protarchos vor.

3. Die Lust: Hier wird das Konzept der Lust analysiert, wobei zwischen verschiedenen Arten und dem Zusammenhang von Lust und Unlust unterschieden wird.

3.1 Verschiedene Arten der Lust: Lust und Unlust: Dieses Kapitel erläutert, wie körperliche und seelische Zustände von Lust und Unlust entstehen und miteinander in Beziehung stehen.

3.2 Die reine Lust: Hier wird die Definition der reinen, unvermischten Lust dargelegt, die sich durch Proportionalität und Erkenntnis auszeichnet.

4. Die Vernunft: Das Kapitel beleuchtet, warum Sokrates die Vernunft als entscheidenden Beitrag zum höchsten Gut und zum Glück einstuft.

4.1 Vernunft als Teil der Gattung der Ursache: Es wird diskutiert, wie Vernunft eine natürliche Ordnung im Menschen und im Universum stiftet.

4.2 Der Ansatz einer Definition des Guten: Hier werden die Kriterien Schönheit, Wahrheit und Verhältnismäßigkeit als Indikatoren für das Gute herangezogen.

5. Die richtige Mischung: Es wird die Schlussfolgerung gezogen, dass das bestmögliche Leben nicht in der Trennung, sondern in der harmonischen Mischung von Lust und Vernunft liegt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die zeitlose Relevanz der platonischen Untersuchung für moderne Lebensentwürfe.

Schlüsselwörter

Platon, Philebos, Lust, Vernunft, Gutes Leben, Dialektik, Erkenntnislust, Ethik, Ordnung der Güter, Schönheit, Wahrheit, Verhältnismäßigkeit, Sokrates, Protarchos, Menschliches Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Platons Dialog Philebos, um zu verstehen, wie das antike Konzept des "guten Lebens" durch die Balance von Lust und Vernunft bestimmt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die philosophische Anthropologie, die ethische Ideenlehre, die Unterscheidung zwischen reinen und gemischten Lebensformen sowie die Suche nach einer metaphysischen Begründung für das Glück.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, was laut Platon ein gut gelebtes Leben ausmacht und wie die scheinbar gegensätzlichen Prinzipien der Lust und Vernunft miteinander korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die interpretierende Analyse und Auslegung des primären Quellentextes (Platons Philebos) unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und philosophischen Leitmotive.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte Untersuchung der Güter Lust und Vernunft, ihre Kategorisierung, ihre gegenseitige Bedingtheit und die Suche nach einer korrekten "Mischung" für ein gelungenes Leben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Platon, Philebos, Lust, Vernunft, Gutes Leben, Ethik, Dialektik, Schönheit und Wahrheit.

Wie unterscheidet Platon laut dem Text zwischen reiner Lust und gemischter Lust?

Platon definiert reine Lust als frei von Unlust und Schmerz, oft verknüpft mit Proportionen und Erkenntnis, während gemischte Lust immer als Reaktion auf einen Mangel oder ein Bedürfnis entsteht.

Warum wird die Vernunft im Philebos höher bewertet als die Lust?

Die Vernunft wird höher bewertet, da sie stärker mit der Wahrheit verwandt ist, maßgebend für die Ordnung sorgt und die notwendige Einsicht liefert, um zwischen richtigen und falschen Lustzuständen zu unterscheiden.

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Details

Title
Lust und Vernunft in Platons "Philebos"
College
University of Hamburg
Grade
2,0
Author
Maria M. (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V946626
ISBN (eBook)
9783346284877
ISBN (Book)
9783346284884
Language
German
Tags
lust vernunft platons philebos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria M. (Author), 2018, Lust und Vernunft in Platons "Philebos", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946626
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