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Norwegens Rolle bei der ersten Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft

Die Beitrittsverhandlungen

Title: Norwegens Rolle bei der ersten Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Ebert (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die Angliederung eines Staates an eine bestehende Gemeinschaft ist sicherlich mit Problemen verbunden. Aber sie birgt auch Chancen zur Erneuerung und Verbesserung des etablierten Systems. In der vorliegenden Arbeit soll zum einen der Verlauf der Vertragsverhandlungen zwischen der Europäschen Gemeinschaft und Norwegen dargelegt werden. Zum anderen soll auch geprüft werden, ob es zwischen der Gemeinschaft und dem vermutlich neuen Partner Anpassungsprobleme oder gar größere Konflikte gegeben hat. Zudem ist zu klären, welche die hauptsächlichen und grundlegenden Verhandlungspunkte waren. Lässt sich aus dem Verlauf der Verhandlungen erkennen warum die Norwegische Bevölkerung „NEIN“ zum Beitritt gesagt hat?
Die Quellenlage zu den Beitrittsverhandlungen zwischen Norwegen und der EG ist recht dürftig. Anhand des „Bulletins der Europäischen Gemeinschaften“ und der Sonderausgabe der Kommission der Europäischen Gemeinschaften: „Die Erweiterte Gemeinschaft. Bilanz der Verhandlungen mit den beitrittswilligen Ländern“ lässt sich der Verhandlungsverlauf gut nachvollziehen. Die Fernschreibungen der Deutschen Botschaft an das Auswärtige Amt geben einen guten Überblick über die Stimmung in Norwegen bezüglich des Beitritts. In der Sekundärliteratur sind auch Artikel über die erste Erweiterung der EG zu finden, meist wird aber hier das Verhältnis zu Großbritannien dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auf dem Weg zu den Beitrittsverhandlungen

3.Verhandlungen

3.1.Verhandlungspositionen

3.1.1. Position der Gemeinschaft

3.1.2. Verhandlungsposition Norwegens

3.2.Verhandlungen und Ergebnisse

3.3. Verhandlungspunkt Agrarwirtschaft

3.3.1. Agrarwirtschaft in Norwegen

3.3.2. Agrarpolitik der EG

3.3.2. Verhandlungen über die Agrarwirtschaft

3.4. Verhandlungspunkt Fischerei

3.4.1. Fischerei in Norwegen

3.4.2.Fischereipolitik der EG

3.4.3.Verhandlung über die Fischerei

3.5. Weitere Verhandlungsergebnisse

3.5.1 Von Norwegen abhängige Gebiete

3.5.2 Protokoll über Spitzbergen

3.6 Beziehungen zu den nicht beitrittswilligen EFTA-Staaten

3.7. Abschluss der Verhandlungen

3.8.Ratifizierung

3.9. Norwegische Meinungen über den Beitritt

3.10. Verhältnis von Norwegen und EG nach dem Referendum

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1.Quellen

5.2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Beitrittsverhandlungen zwischen Norwegen und der Europäischen Gemeinschaft in den 1970er Jahren und analysiert, warum trotz erfolgreicher Verhandlungsführung eine breite Ablehnung in der norwegischen Bevölkerung resultierte.

  • Historischer Kontext der ersten EG-Erweiterungsrunde
  • Zentrale Herausforderungen bei Agrarwirtschaft und Fischerei
  • Die norwegische Verhandlungsposition und angestrebte Sonderlösungen
  • Politisches Stimmungsbild und das Referendum von 1972
  • Das resultierende Verhältnis zwischen Norwegen und der Gemeinschaft

Auszug aus dem Buch

3.4.3.Verhandlung über die Fischerei

Die Richtlinien der kurz vor dem Beginn der Verhandlungen von der EG beschlossenen Fischereipolitik hätten Norwegen im Falle eines Beitritts hart getroffen. Der Hauptpunkt der Beschlüsse ist wie schon erwähnt die Regelung, dass alle Schiffe der Mitgliedsstaaten Zugang zu den Gewässern der anderen Mitgliedsstaaten haben. Aus Norwegischer Sicht würde das bedeuten, dass die für das Wirtschaftsleben an der Küste ausschlaggebenden Küstengewässer leer gefischt würden. Das hätte wiederum eine Verschiebung der Bevölkerung aus den Küstengebieten in die Ballungsräume zur Folge.

Während der Verhandlung versuchte Norwegen eine Lösung zu finden, die das Prinzip der Nichtdiskriminierung mit dem Bedürfnis der Küstenwirtschaft vereinbart. So kam man seitens der norwegischen Verhandlungsführer auf die Idee, dass es sich bei den Fischen um Naturressourcen handelt, die nach dem Vertrag von Rom nur unter bestimmten Bedingungen ausgenutzt werden dürfen. Eine dieser Bedingungen ist, dass nur diejenigen Naturressourcen ausschöpfen dürfen, die sich im selben Staat niedergelassen haben. Bezogen auf die Fischerei würde das bedeuten, dass die einzelnen EG Mitglieder nur dann in anderen Küstengewässern fischen dürfen, wenn sie sich dort niedergelassen haben. So könnten deutsche, niederländische oder britische Fischer nur dann in Norwegen fischen, wenn sie denn dort auch ansässig wären. Dieser Vorschlag wurde aber im Laufe der Verhandlungen von der EG abgelehnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt den Verlauf der Vertragsverhandlungen zwischen der EG und Norwegen dar und untersucht die Gründe für das ablehnende Referendumsergebnis.

2. Auf dem Weg zu den Beitrittsverhandlungen: Dieses Kapitel zeichnet die historischen Bemühungen Norwegens um einen Beitritt seit 1961 nach und beleuchtet die politischen Hürden, insbesondere durch französische Vetos.

3.Verhandlungen: Hier werden die formalen Verhandlungspositionen der Gemeinschaft und Norwegens sowie die spezifischen Problemfelder detailliert analysiert.

4. Fazit: Das Kapitel resümiert, dass die Verhandlungen zwar erfolgreich verliefen, die Regierung jedoch das positive Ergebnis nicht gegen die populären Ängste der Bevölkerung durchsetzen konnte.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Norwegen, Europäische Gemeinschaft, Beitrittsverhandlungen, Referendum, Fischerei, Agrarwirtschaft, EFTA, Erweiterung, Souveränität, EG-Recht, Protektionismus, Übergangsmaßnahmen, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Storting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Beitrittsverhandlungen Norwegens zur Europäischen Gemeinschaft in den frühen 1970er Jahren und die Gründe für das anschließende "Nein" der Bevölkerung beim Referendum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen vor allem die für Norwegen kritischen Sektoren der Landwirtschaft und der Fischerei sowie der Einfluss der EFTA-Mitgliedschaft auf den Verhandlungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Verlauf der Vertragsverhandlungen darzulegen und zu prüfen, ob sich aus den Verhandlungspunkten das spätere negative Votum der norwegischen Bevölkerung ableiten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung offizieller Dokumente, wie dem "Bulletin der Europäischen Gemeinschaften", Fernschreiben der deutschen Botschaft und fachspezifische Sekundärliteratur zur europäischen Integration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Beitrittsbemühungen, die detaillierte Analyse der Verhandlungspositionen, spezifische Ergebnisse zu Agrar und Fischerei sowie die mediale und politische Debatte in Norwegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Norwegen, EG-Beitritt, Referendum, Fischereipolitik, Agrarsubventionen und nationale Souveränität.

Warum lehnte Norwegen die Fischereipolitik der EG so vehement ab?

Norwegen fürchtete, dass der Grundsatz der Gleichbehandlung beim Zugang zu Küstengewässern dazu führen würde, dass ausländische Flotten die für die lokale Wirtschaft lebenswichtigen Fischbestände überfischen und die Küstenregionen entvölkert würden.

Welchen Stellenwert hatte der Schutz der Landwirtschaft für die norwegische Regierung?

Aufgrund der geographischen Gegebenheiten betrachtete Norwegen den Schutz seiner kleinteiligen, subventionsabhängigen Landwirtschaft als existenzielle Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung der Besiedlungsstruktur des Landes.

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Details

Title
Norwegens Rolle bei der ersten Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft
Subtitle
Die Beitrittsverhandlungen
College
University of Cologne  (EZW Geschichte und ihre Didaktik)
Course
Seminar zu ersten Erweiterung der eG
Grade
1,7
Author
Florian Ebert (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V94674
ISBN (eBook)
9783640107025
Language
German
Tags
Norwegens Rolle Erweiterung Europäischen Gemeinschaft Seminar Erweiterung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Ebert (Author), 2005, Norwegens Rolle bei der ersten Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94674
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