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Die Technik der Mediation in Theorie und Praxis

Title: Die Technik der Mediation in Theorie und Praxis

Project Report , 2008 , 55 Pages , Grade: 18 Punkte

Autor:in: Yasmine-Lee Schwingenheuer (Author)

Law - Miscellaneous
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„Konflikte im öffentlichen Bereich werden immer zahlreicher, komplexer und schwerwiegender.“ Daher wird in Deutschland seit einigen Jahren ein neues Konzept zur gemeinsamen Bearbeitung von Konflikten diskutiert: die Mediation im öffentlichen Bereich.
Vor diesem Hintergrund fand im Wintersemester 2007/2008 an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer die Projekt-Arbeitsgemeinschaft A 514 von Herrn Dr. Dieter Kostka mit dem Titel „Mediation im öffentlichen Bereich – am Beispiel von Umwelt- und Planungskonflikten aus sozialwissenschaftlicher Perspektive“ statt. Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft wurde den Teilnehmern durch Literatur und Fallstudien in Form von Referaten, Gruppendiskussionen und praktischen Übungen ein Überblick über Konflikt sowie Theorie, Technik und Anwendung der Mediation verschafft. Die Teilnehmer sollten für außergerichtliche Methoden der Konfliktlösung insbesondere im öffentlichen Bereich sensibilisiert werden. Ihnen sollte die Mediation als eine spezielle Methode der Konfliktmittlung sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten im öffentlichen Bereich vorgestellt werden. Derart sollte die Hörerschaft befähigt werden, in ihrer späteren Tätigkeit die Chancen und Risiken des Einsatzes von Mediation im konkreten einzelnen Konfliktfall einschätzen zu lernen, um gegebenenfalls selbst ein solches Verfahren zu initiieren, zu begleiten bzw. Orientierung für die konstruktive Teilnahme an laufenden Mediationen im öffentlichen Bereich zu bieten.
Thema des vorliegenden Projektes war die „Technik der Mediation“. Ziel des Projektes war es, den anderen Teilnehmern die wesentlichen Techniken zu präsentieren, die dem Mediator in den verschiedenen Phasen des Mediationsverfahrens zur Verfügung stehen. Um einen möglichst konkreten Bezug zur Praxis herzustellen, sollte die Darstellungsform des Rollenspiels gewählt werden.

Excerpt


Gliederung

Einleitung

A. Die Aufgabenstellung

B. Die Grundkonzeption unseres Projekts

C. Der Projektverlauf

Phase I – Die Vorbereitung

A. Die Techniken der Mediation, ihre Auswahl und Darstellung

1. Techniken in der ersten Phase der Mediation: Die Vorbereitung

a. Das Setting und der Kontext der Mediation

aa. Das räumliche Setting

bb. Co-Mediation

b. Kommunikationstechniken

aa. Aufstellen von Kommunikationsregeln

bb. Nonverbale Kommunikationstechniken

cc. Reframing

2. Techniken in der zweiten Phase der Mediation: Informations- und Themensammlung

a. Aktives Zuhören und Paraphrasieren

b. Wiederholendes Zusammenfassen

c. Visualisieren

3. Techniken in der dritten Phase der Mediation: Interessenfindung

a. Balancing

b. Fragetechniken

aa. Kommunikationsmodell, Schulz von Thun

bb. Meta-Modell eine NLP-Technik

cc. Chunking

c. Perspektivenwechsel

4. Techniken in der vierten Phase der Mediation: Konfliktlösung

5. Techniken in der fünften Phase der Mediation: Die Entscheidung und Umsetzung

B. Der Sachverhalt des Rollenspiels

1. Die Beteiligten

2. Der Fall

3. Rollenanweisung Gemeinde

4. Rollenanweisung Brauerei

5. Rollenanweisung Diskothek

6. Die Mediationsvereinbarung

C. Der Ablaufplan

1. Vorbereitung des Rollenspiels

2. Beginn des Rollenspiels

3. Erste Feedback-Runde

4. Pause

5. Fortsetzung des Rollenspiels

6. Zweite Feedback-Runde

Phase II – Die Durchführung

A. Der tatsächliche Ablauf

1. Die Vorbereitungsphase

2. Die erste Phase des Rollenspiels

3. Die erste Feedback-Runde

4. Die Fortsetzung des Rollenspiels

5. Die zweite Feedback-Runde

B. Die Umsetzung der Techniken

Phase III – Die Analyse

A. Die Atmosphäre während des Rollenspiels

B. Die Struktur des Rollenspiels

C. Der Einsatz und die Vermittlung der Techniken

Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die wesentlichen Techniken der Mediation innerhalb der verschiedenen Phasen des Mediationsverfahrens durch ein praxisnahes Rollenspiel zu demonstrieren und zu analysieren.

  • Grundlagen und Leitbilder der Mediation
  • Mediative Techniken pro Phase (Vorbereitung bis Umsetzung)
  • Anwendung von Kommunikationstechniken wie Reframing und aktivem Zuhören
  • Konzeption und Durchführung eines Rollenspiels im öffentlichen Bereich
  • Reflexion der Technikanwendung durch Feedback-Runden

Auszug aus dem Buch

cc. Reframing

Als eine weitere Technik bietet sich das Reframing an. Das Reframing (Umdeutung) ist als eine Methode der Systemischen Psychotherapie und des Neurolinguistischen Programmierens bekannt. Menschliche Denkmuster, Zuschreibungen, Erwartungen weisen in der Regel einen Rahmen (frame) auf, eine Ordnung, nach der Ereignisse interpretiert und dann wahrgenommen werden. Entweder ist das Glas halb voll oder halb leer. Obwohl scheinbar das Gleiche bezeichnet wird, ist der Akzent und die Bedeutung jeweils unterschiedlich, weil einmal ein eher positiver und das andere Mal ein eher negativer Rahmen gesetzt wird. Gelangt man aus der Sicht des halb leeren zur Sicht des halb vollen Glases, so hat ein Reframing, eine Umdeutung, stattgefunden. Als Methode in der Mediation fasst der Mediator also das Gehörte derart zusammen, dass es nunmehr in einem positiven Kontext steht. Vorwürfe aus „Du“-Botschaften werden zu Wünschen in „Ich“-Botschaften. Durch das positive Umformulieren von Vorwürfen und Bedenken kann der Mediator der vorherrschenden und vergangenheitsorientierten Problemperspektive eine zukunftsorientierte Lösungsperspektive entgegenstellen. In dieser lassen sich häufig bereits Übereinstimmungen in den Erwartungen der Beteiligten feststellen. Das Hervorheben und die Betonung dieser Gemeinsamkeiten hat einen positiven Einfluss auf das Gesprächsklima. Diese Art des Paraphrasierens ist hauptsächlich zu Beginn vieler Verfahren notwendig, um bei den Medianden gegenseitiges Verständnis zu wecken. Aus diesem Grund haben auch wir uns für den Einsatz dieser Technik entschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Beschreibung der Ausgangslage von Konflikten im öffentlichen Bereich und Zielsetzung des Projekts.

Phase I – Die Vorbereitung: Darstellung der theoretischen Auswahl von Mediationstechniken und Vorbereitung des Rollenspiels.

Phase II – Die Durchführung: Dokumentation des tatsächlichen Verlaufs des durchgeführten Rollenspiels inklusive der Feedback-Runden.

Phase III – Die Analyse: Auswertung der Atmosphäre, der Rollenspiel-Struktur sowie des Einsatzes der vermittelten Techniken.

Fazit: Reflexion über den Erfolg des Projekts und die Herausforderungen bei der Anwendung von Mediationstechniken.

Schlüsselwörter

Mediation, Öffentlicher Bereich, Rollenspiel, Kommunikationstechnik, Konfliktlösung, Reframing, Aktives Zuhören, Co-Mediation, Interessenfindung, Systemische Therapie, Wirtschaftsstandort, Neutralität, Allparteilichkeit, Feedback-Runde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Vermittlung von Techniken der Mediation im öffentlichen Bereich anhand eines praxisorientierten Rollenspiels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswahl und theoretische Einbettung von Mediationstechniken sowie deren praktische Umsetzung in einem fiktiven Konfliktfall.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Teilnehmern wesentliche Mediationstechniken in den verschiedenen Phasen des Mediationsverfahrens durch ein Rollenspiel anschaulich zu präsentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Fallstudie in Form eines Rollenspiels, ergänzt durch Literaturanalyse und anschließende Reflexionsrunden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Phasen der Mediation, die Vorbereitung und Durchführung des Rollenspiels sowie die Analyse der eingesetzten Kommunikationstechniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediation, Rollenspiel, Kommunikationstechniken, Interessenfindung, Neutralität und Konfliktlösung im öffentlichen Raum.

Warum wurde ein Rollenspiel für die Präsentation gewählt?

Ein Rollenspiel wurde gewählt, um einen konkreten Praxisbezug herzustellen und die Techniken für die Kursteilnehmer realistischer erlebbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Co-Mediation in diesem Projekt?

Die Co-Mediation diente dazu, durch Aufgabenverteilung zwischen zwei Mediatoren (Interviewer und Visualisierer) die Allparteilichkeit zu betonen und eine gegenseitige Unterstützung im Prozess zu gewährleisten.

Warum ist das "Reframing" eine wichtige Technik?

Reframing hilft, Konfliktparteien aus vergangenheitsorientierten Vorwürfen in eine zukunftsorientierte Lösungsperspektive zu führen, indem Aussagen in einen positiven Kontext gerückt werden.

Welche Herausforderung ergab sich bei der Zeitplanung?

Die größte Herausforderung war der enge Zeitrahmen, der dazu führte, dass die späteren Phasen der Mediation (Lösungsoptionen und Umsetzung) nur noch theoretisch statt praktisch behandelt werden konnten.

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Details

Title
Die Technik der Mediation in Theorie und Praxis
College
German University of Administrative Sciences Speyer
Course
Projekt-Arbeitsgemeinschaft A 514: „Mediation im öffentlichen Bereich - am Beispiel von Umwelt- und Planungskonflikten aus sozialwissenschaftlicher Perspektive“
Grade
18 Punkte
Author
Yasmine-Lee Schwingenheuer (Author)
Publication Year
2008
Pages
55
Catalog Number
V94677
ISBN (eBook)
9783640107049
ISBN (Book)
9783640118724
Language
German
Tags
Technik Mediation Theorie Praxis Projekt-Arbeitsgemeinschaft Bereich Beispiel Umwelt- Planungskonflikten Perspektive“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yasmine-Lee Schwingenheuer (Author), 2008, Die Technik der Mediation in Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94677
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