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Das Elektroauto als Innovation in Gesellschaft und Wirtschaft. Eine disruptive Innovation

Titel: Das Elektroauto als Innovation in Gesellschaft und Wirtschaft. Eine disruptive Innovation

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julia Geese (Autor:in)

VWL - Innovationsökonomik
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Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, ob es sich beim Elektroauto um eine disruptive Technologie handelt. In der heutigen Zeit ist die Mobilität mehr als nur die reine Beweglichkeit, welche im Lateinischen als "mobilis" bezeichnet wird. Sie kann in unserer Gesellschaft eher als ein menschliches Grundbedürfnis verstanden werden und dient den Menschen vorrangig dazu, an persönlichen und wirtschaftlichen Austauschprozessen teilzunehmen. Die Mobilität und somit der Erfolg von Gesellschaft und Wirtschaft wird durch den Verkehr sichergestellt, welcher wiederum die Daseinsberechtigung für das Automobil und die Automobilbranche bildet.

Vor allem aber war der Verbrennungsmotor des Autos als technisches Herzstück entscheidend, welcher einen Größen Anteil an diesen Erfolgen hatte und somit die Wirtschafts- und Siedlungsstrukturen in den letzten 100 Jahren maßgeblich prägte. Dabei sieht sich eben diese Technologie derzeitig mit einer zunehmenden Anzahl an Problemen konfrontiert, welche die Existenzgrundlage des Verbrennungsmotors immer weiter bedrohen. Die Probleme des Verbrennungsmotors zeigen sich am deutlichsten in den sogenannten Mega-Cities der Erde. Die hier vorherrschende Belastung durch Emissionen und deren Folgen, das Ende der Ära des billigen Öls und eine hohe Siedlungsdichte, welche wiederum ein zu hohes Verkehrsaufkommen sowie den Mangel an Parkraum nach sich zieht, sorgen in der Summe dafür, dass der Automobilmarkt zukünftig gezwungen ist, sich vom fossilen Energiezeitalter abzukapseln.

Damit dieses gelingen kann, rückt zunehmend das Thema Innovationen in den Fokus der Automobilindustrie. Auffällig ist beim Thema Innovationen, dass diese mittlerweile in fast jeder Branchen den Stellenwert eines zentralen Wettbewerbsfaktors erreicht haben. In Zuge dieser Entwicklung sieht sich die Automobilindustrie zunehmend mit der Elektromobilität konfrontiert. Jedoch sehen einige Forscher in der Elektromobilität mehr als nur eine Innovation, welche der Substitution des Verbrennungsmotors dient. Sie betrachten die Elektromobilität als eine disruptive Technologie die neue Wege im Transportwesen, der Landnutzung und im Bereich des Energieverbrauches ermöglicht. Eine disruptive Technologie führt dazu, dass etablierte Unternehmen an eben dieser scheitern und diese zeitgleich über das Potenzial verfügt, neue Geschäftslogiken zu schaffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Innovation

2.1 Disruptive Innovation

3 Elektromobilität

3.1 Technik und Infrastruktur

4 Analyse: E-Auto als disruptive Innovation

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Hausarbeit ist es, auf Basis der existierenden wissenschaftlichen Literatur zu analysieren, ob es sich bei dem Elektroauto um eine disruptive Innovation handelt, indem die spezifischen Merkmale des E-Autos den theoretischen Kriterien disruptiver Technologien gegenübergestellt werden.

  • Grundlagen von Innovation und disruptiven Innovationen
  • Elektromobilität als technologischer Umbruch in der Automobilbranche
  • Analyse der fünf Kriterien für disruptive Innovation am Beispiel des E-Autos
  • Diskussion über Geschäftsmodellinnovationen und intermodale Verkehrsnetze
  • Methodische Herausforderungen der Ex-ante-Analyse in der Technologieforschung

Auszug aus dem Buch

Kriterium 1: Leistungsdefizite bei der Produktleistung in der alten Dimension

Eine disruptive Innovation ist bei der Produktleistung dadurch gekennzeichnet, dass die bisherige Technologie überlegen ist und bei der neuen Technologie erheblich Leistungsdefizite vorliegen. In Bereich der Produktleistung sind für den Käufer z.B. die Reichweite, die Höchstgeschwindigkeit und der Sprit-Verbrauch entscheidend (Strathmann, 2019). Der Verbrennungsmotor kann derzeit Reichweiten von 500 km bis 1000 km erreichen und zieht vor allem aus dieser Produktleistung seine Legitimation, welche zudem durch eine flächendeckende Infrastruktur unterstützt wird. Die erreichten Reichweiten des Verbrennungsmotor sind ein Alleinstellungsmerkmale und können vom Elektroauto nicht erreicht werden.

Diese kommt dadurch zustande, dass der Verbrennungsmotor intensive erforscht und entwickelt ist und trotzdem noch Potenzial bei der Reichweite bietet (Kaiser et al., 2008). Das Elektroauto konnte am Anfang seiner Entwicklung gerade einmal Reichweiten von 100 km erreichen. Dazu kommen die langen Ladezeiten bei Elektroautos, welche anfänglich mehrere Stunden betrugen und dadurch den Nachteil der Reichweite noch schwerer ins Gewicht fielen lassen. Derzeit werden bei Elektroautos Reichweiten von 300 km bis 400 km im Mittel erreicht. Hinzukommt, dass ein Ladevorgang in seiner Dauer auf unter eine Stunde reduziert werden konnte (Unnerstall, 2018).

Der Stand der Technik wurde mitunter weitaus höhere Reichweiten von 500 km zulassen, welche aber noch nicht für den Massenmarkt tauglich sind und nur in Luxusmodellen verbaut wurden. Ein Grund, weshalb die Reiche weiterhin defizitär gegenüber den Verbrennungsmotor bleiben wird, liegt im zunehmenden Fahrzeuggewicht durch eine Vielzahl an Lithium-Ionen-Batterien. Für eine Reichweite von 400 km ist mit einem Zusatzgewicht von 300 kg zurechnen, während hingegen der klassische Tank auf circa 25 kg Zusatzgewicht kommt. Trotz des überaus positiven Entwicklung bei der Reichweite von Elektroautos wird diese nicht in absehbarer Zeit die Reichweite eines Verbrennungsmotor erreichen können (Valentum Engineering GmbH, o.J.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Mobilität für die Gesellschaft und den Innovationsdruck auf den Verbrennungsmotor, um das Ziel der Arbeit zur Untersuchung des disruptiven Potenzials des E-Autos zu formulieren.

2 Innovation: Dieses Kapitel definiert den Innovationsbegriff, differenziert zwischen Invention und Innovation und erläutert verschiedene Klassifizierungskriterien, darunter radikale und inkrementelle Ansätze.

2.1 Disruptive Innovation: Es werden die theoretischen Grundlagen des Technologielebenszyklus und der schöpferischen Zerstörung nach Schumpeter und Christensen dargestellt, um das Konzept disruptiver Innovationen zu etablieren.

3 Elektromobilität: Dieses Kapitel beschreibt den technologischen Wandel in der Automobilindustrie hin zum Hyperwettbewerb und ordnet das Elektroauto in den historischen Kontext der Antriebsentwicklung ein.

3.1 Technik und Infrastruktur: Hier werden die Funktionsweise der Batterietechnologie sowie die kritischen Herausforderungen der notwendigen Netzinfrastruktur und Stromversorgung für eine breite Elektrifizierung diskutiert.

4 Analyse: E-Auto als disruptive Innovation: Das Kapitel gleicht das Elektroauto anhand fünf definierter Kriterien mit der Theorie der disruptiven Innovation ab, um dessen Potenzial als solches wissenschaftlich zu bewerten.

5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse der Analyse, hinterfragt die Ex-ante-Prognosefähigkeit des Disruption-Konzepts und erörtert zukünftige Geschäftsmodelle sowie Vernetzungsstrategien.

Schlüsselwörter

Elektromobilität, Disruptive Innovation, Verbrennungsmotor, Automobilindustrie, S-Kurve, Geschäftsmodellinnovation, Technologiemanagement, Batterie, Infrastruktur, Hyperwettbewerb, Reichweite, Marktentwicklung, Energiewende, Smart Grid, Ex-ante-Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das Elektroauto als eine disruptive Innovation im Sinne der Wirtschaftswissenschaften klassifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Innovationstheorie, die technologische Entwicklung der Elektromobilität und die erforderlichen Infrastrukturanpassungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, durch eine literaturgestützte Untersuchung von fünf spezifischen Kriterien zu prüfen, ob das E-Auto das Potenzial besitzt, etablierte Automobilmärkte disruptiv zu verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Hausarbeit, die auf einer Literaturrecherche und der Anwendung etablierter Kriterienkataloge für disruptive Innovationen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Innovation und Disruption, eine Beschreibung des Status quo der Elektromobilität sowie eine detaillierte Analyse der Kriterien für disruptive Innovation am Beispiel des E-Autos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Disruptive Innovation, Elektromobilität, S-Kurve, Automobilbranche, Batterietechnologie und Geschäftsmodellinnovation.

Warum ist das Kriterium der "unklaren Marktanwendung" so wichtig für die Analyse?

Dieses Kriterium zeigt, dass disruptive Innovationen oft in Nischen entstehen, bevor sie durch neue Geschäftsmodelle wie Smart Grids oder vernetzte Mobilitätskonzepte den Massenmarkt erreichen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Ex-ante-Prognose?

Die Autorin stellt fest, dass eine Ex-ante-Vorhersage von Disruption zwar methodisch anspruchsvoll und umstritten ist, aber durch neue Erkenntnisse zunehmend als möglich betrachtet wird, sofern passende Geschäftsmodelle gefunden werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Elektroauto als Innovation in Gesellschaft und Wirtschaft. Eine disruptive Innovation
Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg  (Wirtschaft & Medien)
Note
1,3
Autor
Julia Geese (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V947404
ISBN (eBook)
9783346284709
ISBN (Buch)
9783346284716
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale Innovationen Disuption Disruptive Innovationen Elektroauto Mobilität Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Geese (Autor:in), 2020, Das Elektroauto als Innovation in Gesellschaft und Wirtschaft. Eine disruptive Innovation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947404
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Leseprobe aus  24  Seiten
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