Im Rahmen der Arbeit soll das digitale Geschäftsmodell von dem Unternehmen "OpenTable" analysiert und bewertet werden. Die Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle der Unternehmen mit ihren dazugehörigen Geschäftsprozessen nachhaltig. Dieses ist insbesondere auf neue digitale und IP-basierte Technologien zurückzuführen.
Die vergangenen Jahre zeigen, dass digitale Wertschöpfungsprozesse einen fortlaufenden Anstieg verzeichnen. Informations- und Kommunikationstechniken bieten in diesem Kontext die Chance für die Entwicklung von neuartigen Geschäftsmodellen, da sie die Strukturen der gängigen Wertschöpfungsketten aufbrechen, welche einen Rahmen für wirtschaftliche Analysen ermöglichen. Aufgrund dieser Umstrukturierungen gewinnen Informationen immer mehr an Bedeutung und gleichzeitig rückt der Faktor der reinen Produktion in den Hintergrund. Dieses zeigt sich darin, dass digitale Geschäftsmodelle geprägt von einer digitalen Wertschöpfungskette sind, die allenfalls durch materielle Erzeugnisse und Produktionsfaktoren ergänzt werden.
Unternehmen wie Uber und Airbnb zählen zu den sogenannten Plattformunternehmen. Diese zeichnen sich durch ein weitreichendes Angebot und eine ständige Erreichbarkeit aus. Dieses führt wiederum zu einer hohen Reichweite und geringen Transaktionskosten. Plattformunternehmen nehmen vermehrt eine bedeutende strategische Rolle im wirtschaftlichen Kontext ein. So nutzen im Jahr 2015 von den weltweiten Top fünf Unternehmen drei die Plattformökonomie. Unternehmen scheinen somit gezwungen zu sein, ihre Geschäftsmodelle kritisch zu hinter-fragen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Beschreibung des digitalen Geschäftsmodells von OpenTable
2.1 Kurzbeschreibung des Unternehmens
2.2 Beschreibung des digitalen Geschäftsmodells mittels des DVC-Frameworks
2.2.1 Plattformen
2.2.2 Performancegruppen
2.2.3 Leistungen und Gratifikationen
2.2.3.1 Leistungen und Gratifikationen von OpenTable in Bezug auf die Performancegruppe: Restaurantbesucher
2.2.3.2 Leistungen und Gratifikationen von OpenTable in Bezug auf die Performancegruppe: Restaurants
2.2.4 Transaktionen
2.2.5 Schnittstellen
2.3 Erlösmodell
3 Markt- und Wettbewerbsanalyse
3.1 Online-Restaurant-Reservierungen als eigenständiger Markt innerhalb der Gastronomie
3.2 Analyse des Wettbewerbs
3.2.1 Tock
3.2.2 Yelp Reservations
3.2.3 TheFork
3.3 Performance von OpenTable
3.4 Business Case
4 Bewertung des Unternehmens OpenTable
4.1 Bewertung der Attraktivität des Marktes und des Geschäftsmodells
4.2 Bewertung des Unternehmens mittels des Multiplikatorverfahrens
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert und bewertet das digitale Geschäftsmodell des Plattformunternehmens OpenTable auf Basis des Digital Value Creation (DVC) Frameworks. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Unternehmen durch gezielte Wertschöpfungsprozesse und die Nutzung von Netzwerkeffekten seine Marktführerschaft im Bereich der Online-Restaurantreservierungen sichert und ausbaut.
- Analyse des Geschäftsmodells mittels des DVC-Frameworks (Plattformen, Performancegruppen, Transaktionen)
- Untersuchung der Marktposition im Kontext der Plattformökonomie in der Gastronomie
- Wettbewerbsanalyse gegenüber Akteuren wie Tock, Yelp Reservations und TheFork
- Durchführung eines Business Case zur Prognose von Umsatz- und Unternehmenswertentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Plattformen
Plattformen (Abbildung 1: Kennziffer 1) stellen Nutzern oder anderen Plattformen Leistungen zur Verfügung und erhalten dafür gewisse Gegenleistungen. Sie sind als Computer zu verstehen, welche unter anderem die Anwendung von Softwareprogrammen unterstützen (Hoffmeister, 2017). Die Plattform von OpenTable wird hierbei durch eine cloudbasierte Reservierungssoftware in Echtzeit abgebildet (OpenTable, Inc., o.J.a, o.J.e). Smartphones, Computer oder Tablets werden von immer mehr Menschen genutzt, da die Technologien immer fortschrittlicher werden. Dieses hat zur Folge, dass auch die Nutzung digitaler Plattformen stetig ansteigt (Hoffmeister, 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den allgemeinen digitalen Wandel von Geschäftsmodellen und führt in die spezifische Problematik des Gastgewerbes ein.
2 Beschreibung des digitalen Geschäftsmodells von OpenTable: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von OpenTable mithilfe des DVC-Frameworks, inklusive der Rollen von Plattformen, Performancegruppen und Transaktionen.
3 Markt- und Wettbewerbsanalyse: Hier wird der Markt für Online-Restaurantreservierungen charakterisiert, der Wettbewerb analysiert und die bisherige Performance von OpenTable bewertet.
4 Bewertung des Unternehmens OpenTable: Das Kapitel befasst sich mit der Attraktivität des Geschäftsmodells und führt eine Unternehmensbewertung mittels Multiplikatorverfahren durch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die strategische Zukunft des Unternehmens.
Schlüsselwörter
OpenTable, Digitale Transformation, Plattformökonomie, DVC Framework, Restaurantreservierung, Geschäftsmodell, Gastgewerbe, Netzwerkeffekte, Online-Marktplatz, Unternehmensbewertung, Transaktionskosten, Booking Holdings, Wettbewerbsanalyse, Marktführerschaft, Customer Interface
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das digitale Geschäftsmodell von OpenTable, einem weltweit führenden Anbieter für Online-Restaurantreservierungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Anwendung des DVC-Frameworks zur Modellierung, die Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie die finanzielle Bewertung des Unternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Werthaltigkeit des Geschäftsmodells zu prüfen und auf Basis von Markt- und Performancedaten eine Prognose für die zukünftige Unternehmensentwicklung zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben der Anwendung des DVC (Digital Value Creation) Frameworks wird eine Wettbewerbsanalyse durchgeführt und der Unternehmenswert mithilfe des Multiplikatorverfahrens bestimmt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung des Geschäftsmodells, eine Analyse des Gastronomie-Marktes und der direkten Konkurrenz sowie eine fundierte Umsatz- und Wertprognose.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Plattformökonomie, Transaktionskosten, digitale Wertschöpfung, Booking Holdings und Online-Restaurantreservierung.
Welche Rolle spielen Schwesterunternehmen der Booking Holdings für OpenTable?
Sie ermöglichen den Austausch von Daten und Synergien, was zu einer verbesserten Reichweite und technologischen Vorteilen gegenüber isolierten Wettbewerbern führt.
Warum wird der Aufkauf eines Zahlungsdienstleisters als Empfehlung genannt?
Dies würde es OpenTable erlauben, Transaktionsdaten direkt zu tracken und das Erlösmodell durch eine umsatzabhängige Fee zu optimieren.
Wie unterscheidet sich OpenTable von Wettbewerbern wie Yelp Reservations?
OpenTable zeichnet sich durch eine deutlich höhere Marktdurchdringung, eine längere Markterfahrung und eine tiefere Integration in das Netzwerk der Booking Holdings aus.
- Arbeit zitieren
- Julia Geese (Autor:in), 2020, Das digitale Geschäftsmodell des Reservierungssystems "OpenTable". Darstellung, Markt- und Wettbewerbsanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947410