Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage welches Geschäftsmodell für den wirtschaftlichen Erfolg von Lebensmittel-Boxen zielführender ist. Dafür werden das Multi-Sided Platforms (MSP) und das Reseller Geschäftsmodell analysiert.
Die Arbeit beginnt mit den theoretischen Grundlagen in Kapitel 2. Zunächst wird das Geschäftsfeld, für das die beiden Geschäftsmodelle MSP und Reseller theoretisch aufgebaut werden, definiert. Daraufhin wird das Geschäftsmodell als Mehrseitige Plattform erläutert. Ähnlich aufgebaut ist das folgende Kapitel, indem das konkrete Geschäftsfeld als Reseller-Modell evaluiert wird. In Kapitel 3 wird die Umsetzung der Geschäftsmodelle unter verschiedenen Faktoren auf Chancen und Vorteile sowie auf Nachteile und Herausforderungen herausgearbeitet. Vor dem Fazit wird in Kapitel 4 Bezug zur Nachhaltigkeit genommen. Dabei wird zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit differenziert. Schließlich stellt Kapitel 5 das Fazit dieser Arbeit dar. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse aus Kapitel 3 wird sich für den Vertrieb der Lebensmittel-Boxen für eines der Geschäftsmodelle entschieden.
Das Internet zählt zu den grundlegendsten Medien unserer heutigen Gesellschaft. Die Informationsbandbreite, die über das Internet ausgespielt wird, ist für jeden, jederzeit und ubiquitär abrufbar. Aufgrund der digitalen Veränderungen konzentriert sich auch die Lebensmittelbranche immer mehr auf den Ausbau des Vertriebs über digitale Kanäle. Zwei Geschäftsmodelle, die dabei realisiert werden können, sind die mehrseitige Plattform und das Reseller-Modell. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Beispielen erfolgreicher, mehrseitiger Plattformen. Zu ihnen zählen bspw. Facebook oder Amazon Marketplace. Je höher die Aufmerksamkeit rund um Mehrseitige Plattformen wird, desto mehr rücken klassische Reseller-Modelle in den Hintergrund. Jedoch gibt es auch zahlreiche erfolgreiche Reseller-Modelle. Denn auch dieses Geschäftsmodell hat gegenüber Mehrseitigen Plattformen entscheidende Vorteile. Bevor sich in einem Projekt auf ein konkretes Geschäftsmodell festgelegt wird, sollte die Umsetzung beider Geschäftsmodelle kritisch hinterfragt und überdacht werden. Aus diesem Grund beschäftigt sich die folgende Hausarbeit mit einer Erörterung der Geschäftsmodelle MSP und Reseller an einem konkreten Beispiel eines Geschäftsfeldes der Food-Branche.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition des ausgewählten Geschäftsfeldes
2.2 Umsetzung des MSP Geschäftsmodells
2.3 Umsetzung des Reseller Geschäftsmodells
3 Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle
3.1 Aufbau und Kostenstruktur
3.2 Matching
3.3 Skaleneffekte
3.4 Netzwerkeffekte
3.5 Customer-Relationship-Management und Customer Experience
3.6 Aggregationseffekte
4 Kritische Bewertung der Nachhaltigkeit
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welches Geschäftsmodell – mehrseitige Plattform (MSP) oder Reseller – für den Vertrieb von regionalen Lebensmittel-Boxen besser geeignet ist, wobei insbesondere ökonomische Aspekte und die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.
- Vergleich der Geschäftsmodelle MSP und Reseller
- Analyse von Kostenstrukturen und Skaleneffekten
- Bewertung von Matching-Prozessen und Netzwerkeffekten
- Kritische Betrachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufbau und Kostenstruktur
In diesem Kapitel wird auf den Aufbau und die Kostenstrukturen der beiden Geschäftsmodelle eingegangen. Dafür werden die anfallenden Kosten für den technischen Aufbau, Personalkosten, Logistikkosten, Mietkosten und Marketingkosten erläutert.
Für den technischen Aufbau sowohl für eine MSP als auch für einen Reseller bedarf es an geeigneten Human Ressourcen, wie IT- und Software-Entwickler. Somit fallen also bei beiden Geschäftsmodellen grundsätzlich Personalkosten an. Bei der technischen Entwicklung und der Instandhaltung muss beachtet werden, dass die MSP Anforderungen und Wünsche mehrerer Akteure erfüllen muss, während sich der Reseller auf die eigentlichen Nachfrager konzentrieren kann. Vor der eigentlichen Entwicklung der RegioBox Plattform sollte der Plattform-Betreiber eine theoretische Konzeption der Plattform vornehmen. Der konkrete Plan zur Umsetzung sollte sich über das Business Design, das Demand Management und die IT-Umsetzung erstrecken. Im Business Design wird die Vision der Plattform erläutert. Die Wünsche und Anforderungen der Stakeholder, also der Landwirte und Privatkäufer, müssen klar definiert werden. Das Demand Management bildet den Übergang zwischen Business Design und IT-Umsetzung. Neben den Kernprozessen der Plattform, sollten die gewünschten Funktionen und Anforderungen an die Plattform klar definiert werden, sodass diese reibungslos an die IT weitergeleitet werden und von dieser verstanden werden können. Schließlich kann die IT nur das umsetzen, was zuvor auch vom Management verlangt und vereinbart wurde. Des Weiteren muss die MSP instandgehalten und regelmäßig an die Anforderungen aller Akteure angepasst und verbessert werden. Auch hierfür werden externe Dienstleister, wie IT-Entwickler benötigt. Zwar sind die Personalkosten für externe Dienstleistungen beim technischen Aufbau einer MSP höher als bei einem Reseller, jedoch sollten auch noch weitere Personalkosten betrachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Vermarktung von Lebensmitteln und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
2 Theoretische Grundlagen: Definition des Geschäftsfeldes „RegioBox“ sowie Erläuterung der funktionalen Unterschiede zwischen MSP und Reseller-Modell.
3 Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle: Detaillierter Vergleich der Modelle hinsichtlich Kosten, Matching, Skalierung, Netzwerkeffekten, CRM und Aggregationseffekten.
4 Kritische Bewertung der Nachhaltigkeit: Analyse der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekte der gewählten Geschäftsmodelle.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung und Empfehlung eines Geschäftsmodells für das Vorhaben des Unternehmens.
Schlüsselwörter
RegioBox, Lebensmittel-Boxen, mehrseitige Plattform, Reseller, Geschäftsmodell, Nachhaltigkeit, Skaleneffekte, Netzwerkeffekte, Matching, Customer-Relationship-Management, Digital Business Management, Lebensmittelvertrieb, Direktvermarktung, Regionale Erzeugnisse, Plattform-Ökonomie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit vergleicht die Eignung der zwei Geschäftsmodelle „mehrseitige Plattform“ (MSP) und „Reseller“ für den vertrieb von regionalen Lebensmittel-Boxen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der theoretischen Einordnung beider Modelle stehen Kostenstrukturen, Effizienzsteigerungen durch Matching und Netzwerkeffekte sowie eine Nachhaltigkeitsbewertung im Zentrum der Untersuchung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit geht der Frage nach, welches der beiden Geschäftsmodelle – MSP oder Reseller – zielführender für den wirtschaftlichen Erfolg von Lebensmittel-Boxen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Es erfolgt eine qualitative Gegenüberstellung und kritische Bewertung der Modelle anhand spezifischer betriebswirtschaftlicher Kriterien wie Skaleneffekte, Netzwerkeffekte und Kostenstrukturen im Kontext eines konkreten Praxisbeispiels.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Geschäftsfelder sowie eine detaillierte Analyse der operativen Umsetzung und der ökonomischen Potenziale bei der Anwendung auf das Beispiel „RegioBox“.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie RegioBox, mehrseitige Plattform, Reseller, Skaleneffekte, Netzwerkeffekte und Nachhaltigkeit.
Wie unterscheidet sich das Reseller-Modell vom MSP-Modell bei RegioBox?
Während der Reseller die Waren selbst einkauft und das Bestandsrisiko trägt, fungiert die MSP als reine Vermittlungsplattform, die den direkten Kontakt zwischen regionalen Landwirten und Endkunden ermöglicht.
Warum spielt die sogenannte „Henne-Ei-Problematik“ eine Rolle bei der MSP?
Da eine Plattform beide Seiten – Anbieter und Nachfrager – benötigt, um zu funktionieren, ist der Start einer MSP besonders herausfordernd, da ohne Nutzer kein Angebot existiert und umgekehrt.
Welchen Einfluss haben die sogenannten Aggregationseffekte?
Aggregationseffekte ermöglichen Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen, indem beispielsweise durch das Anbieten von Waren-Bundles effizientere Produktions- und Logistikprozesse genutzt werden.
Wie bewertet die Autorin die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle?
Die Autorin betont, dass beide Modelle einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten können, wobei die MSP durch die direkte Vernetzung und den bewussteren Konsum Vorteile in der Kommunikation und im Kundenerlebnis bietet.
- Arbeit zitieren
- Magdalena Krosch (Autor:in), 2020, Die Geschäftsmodelle "Multi-Sided Platforms" und "Reseller" am Beispiel von regionalen Lebensmittel-Boxen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947540