Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Politische Agenda im Agenda-Setting-Prozess der Medien. Politische Einflussnahme auf die Medienagenda in autoritären und totalitären Mediensystemen

Titel: Politische Agenda im Agenda-Setting-Prozess der Medien. Politische Einflussnahme auf die Medienagenda in autoritären und totalitären Mediensystemen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung politischer Einflussnahme auf Medien in autoritären und totalitären Systemen. Es bietet sich die Gelegenheit, die Möglichkeiten zu sondieren, die sich mit dem Internet für die mediale Berichterstattung eröffnen. Die Besonderheit der ausgewählten Studien ist, dass die untersuchten Regime ihre Macht durch die Medien stützen, indem sie direkten Einfluss auf sie nehmen. Ein besseres Verständnis dieses Zusammenhangs könnte Möglichkeiten schaffen, die Medien und damit auch das Publikum vor direktem politischem Einfluss zu schützen und Wege aufzeigen, die Medien frei von Propaganda zu machen.

Medien dienen der Politik in allen Systemen als Ventil für Meinungs- und Willensäußerung. Die mediale Kommunikation verhilft politischen Akteuren zur Macht oder bewirkt ihren Verlust. Die Medien bestimmen substanziell das Erscheinungsbild von Politikern sowie die öffentliche Meinung über ihre Politik, so die Bundeszentrale für politische Bildung. In autoritären und diktatorischen Systemen lasse sich zur Beschreibung dieses Zusammenhangs auch der Begriff Propaganda verwenden. Absicht der Einflussnahme sei die bewusste Manipulation des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theorie

1.1.1.Agenda-Setting-Ansatz

1.1.2.Kritik & Weiterentwicklung

1.1.3.Definition: autoritäre & totalitäre Mediensysteme

traditionelle & neue Medien

2. Studien

2.1. Forschungsdesign

2.2. Operationalisierung & Methoden

2.3. Ergebnisse

3. Synthese

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der politischen Agenda im Agenda-Setting-Prozess, insbesondere in autoritären und totalitären Mediensystemen, um den Einfluss staatlicher Macht auf die mediale Berichterstattung zu verstehen.

  • Analyse der Agenda-Setting-Theorie in restriktiven politischen Systemen
  • Vergleich von traditionellen staatsnahen Medien mit neuen, digitalen Medienformen
  • Untersuchung der politischen Einflussnahme durch Framing und Zensur
  • Fallstudien aus verschiedenen Ländern zur Wirksamkeit staatlicher Agenda-Kontrolle
  • Rolle des Internets als potenzielle Plattform für freie Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

1.1 Agenda-Setting-Ansatz

Die Medien setzen Themenschwerpunkte und beeinflussen damit die öffentliche Meinung. So lässt sich der Agenda-Setting-Ansatz in einem Satz formulieren. Der Thematisierungsansatz ist einer der bekanntesten Ansätze der Medienwirkungsforschung. Den Grundgedanken der Theorie formulierte 1963 der amerikanische Politikwissenschaftler Bernard Cecil Cohen. Seine These war, dass die Medien zwar nur einen geringen Einfluss darauf hätten, was genau die Rezipienten zu bestimmten Thema denken, dafür aber beeinflussen über welche Themen die Konsumenten überhaupt nachdenken. 1972 wurde die Theorie erstmalig in der Chapel-Hill-Studie überprüft und der Zusammenhang zwischen Medien- und Publikumsagenda bestätigt (vgl. Weaver, 2015). Seit der Chapel-Hill-Studie wurden mehr als 200 Untersuchungen zu der Theorie durchgeführt. Die Kernannahme bleibt unverändert: Die Medienagenda beeinflusse die öffentliche Agenda durch eine Thematisierungsfunktion. Es handele sich um einen Transfer von Salienz, deutsch Relevanz oder Priorität. Die Relevanz der Themen schlage sich in der Themenrangfolge nieder. Die Salienz lasse sich an der Publikationshäufigkeit, Aufmachung und Platzierung des Gegenstandes messen. Der Grad der Salienz auf der Medienagenda übertrage sich auf die öffentliche Agenda (vgl. McCombs, 2000, S. 124).

Der Transfer verläuft unter bestimmten Bedingungen. Diese Gesetzmäßigkeiten wurden von Max McCombs, der auch die Chapel-Hill-Studie durchführte, in verschiedenen Modellen beschrieben und später durch andere Kommunikationsforscher ergänzt. Das Schwellenmodell besagt, dass ein Mindestmaß an Berichterstattung notwendig ist, damit sich das Thema auf die Publikumsagenda überträgt. Das Kumulationsmodell beschreibt die Gesetzmäßigkeit, dass eine Intensivierung der Berichterstattung den Stellenwert des Themas auf der Publikumsagenda erhöht. Eine Einschränkung macht das Trägheitsmodell, denn der Stellenwert des Themas auf der Agenda wird nur bis zu einem gewissen Grad erhöht, danach stagniert das Thema in seiner Salienz auf der Agenda. Eine weitere Bedingung der Übertragung ist, dass das öffentliche Interesse schneller zu- und abnimmt als die die Salienz in den Medien. Das Publikum reagiert schnell und intensiv auf die Thematisierung in den Medien. Zuletzt ist das Spiegelungsmodell zu nennen. Es stellt den Gegensatz zum Agenda-Setting-Ansatz dar und geht davon aus, dass die Publikumsagenda die Medienagenda bestimmt (vgl. Brosius et. al, 1992).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das aktuelle Misstrauen gegenüber Medien in verschiedenen politischen Systemen und führt in die theoretische Relevanz des Agenda-Setting im Kontext von staatlicher Manipulation ein.

1. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Agenda-Setting-Ansatzes, seine Erweiterungen sowie die Definitionen autoritärer und totalitärer Mediensysteme.

2. Studien: Hier werden Forschungsdesigns, Operationalisierungen und Ergebnisse verschiedener Fallstudien zur politischen Medienbeeinflussung detailliert analysiert.

3. Synthese: Die Synthese führt die Erkenntnisse der verschiedenen Studien zusammen und reflektiert das Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und medialen Freiräumen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle der politischen Agenda zusammen und bewertet die Bedeutung des Internets als Mittel zur Umgehung staatlicher Zensur.

Schlüsselwörter

Agenda-Setting, Medienwirkungsforschung, Autoritäre Mediensysteme, Politische Agenda, Medienagenda, Framing, Zensur, Propaganda, Pressefreiheit, Internet, Digitalisierung, Intermedia-Agenda-Setting, Politische Kommunikation, Staatsmedien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie politische Akteure in autoritären und totalitären Systemen Einfluss auf die Medienagenda nehmen und ob das Internet diesen Einfluss herausfordern kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Medienwirkungsforschung (Agenda-Setting), die Analyse von Mediensystemen unter politischem Druck sowie der Vergleich zwischen klassischen Massenmedien und dem Internet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die Wirkung politischer Einflussnahme auf Medien zu verbessern und aufzuzeigen, wie Machtstrukturen die öffentliche Meinung steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die Ergebnisse aus sieben Längsschnittstudien aus verschiedenen Ländern theoretisch und empirisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Methodenbeschreibung der betrachteten Studien sowie eine umfassende Ergebnisanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Agenda-Setting, autoritäre Mediensysteme, Framing, Zensur und Digitalisierung stehen im Zentrum der Arbeit.

Welche Rolle spielt das Internet in den untersuchten Ländern?

Das Internet wird als neue Plattform für freie Berichterstattung untersucht, wobei jedoch oft neue Kontrollmechanismen durch die Regierungen entstehen, die diese Freiräume einschränken.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung in China von der in Russland laut der Arbeit?

Während in China Diskussionsforen vereinzelt Abweichungen zur Staatslinie zeigen, neigen die russischen Medien dazu, regierungskritische Themen systematisch zu marginalisieren.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Agenda im Agenda-Setting-Prozess der Medien. Politische Einflussnahme auf die Medienagenda in autoritären und totalitären Mediensystemen
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V947611
ISBN (eBook)
9783346281630
ISBN (Buch)
9783346281647
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politische agenda agenda-setting-prozess medien einflussnahme medienagenda mediensystemen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Politische Agenda im Agenda-Setting-Prozess der Medien. Politische Einflussnahme auf die Medienagenda in autoritären und totalitären Mediensystemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947611
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  27  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum