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Börsengänge und Underpricing im Niedrigzinsumfeld

Titel: Börsengänge und Underpricing im Niedrigzinsumfeld

Masterarbeit , 2020 , 76 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jörg Menke (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit beschäftigt sich damit, ob und welchen Effekt der Zins bzw. ein Niedrigzinsumfeld auf den Effekt des Underpricings hat. Zunächst geht der Autor auf zwei wesentliche Elemente eines IPO-Prozesses ein: das Platzierungsverfahren und die Unternehmensbewertung als Ausgangspunkt zur Festlegung des Emissionspreises. Beide Elemente sind von Bedeutung für das Underpricing. Neben den gängigen Platzierungsverfahren, wie v. a. Festpreis- und Bookbuildingverfahren, geht dieses Kapitel abschließend kurz auf die gängigen Verfahren zur Bewertung eines Unternehmens ein.

Im dritten Kapitel erfolgt die Definition für das Underpricing im Sinne dieser Arbeit. Ferner erfolgt ein Überblick über Erklärungsansätze des Effektes generell, d. h. losgelöst vom Zinssatz. Der Fokus liegt auf der Darstellung von theoretischen und empirischen Forschungsergebnis-sen. Es werden Studien, die das Underpricing der Höhe nach analysierten sowie Erklärungsansätze vorgestellt. Entsprechend des Forschungsstands liegt der Schwerpunkt hier auf der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen den im Wesentlichen involvierten Parteien, dem Emittenten, den Investoren und den Emissionsbanken.

Der vierte Abschnitt widmet sich der Problemstellung. Hierzu wird die Emissionsrendite bei 225 Börsengänge im Zeitraum der Jahre 2001 bis 2019 analysiert. Die Stichprobe wird hierbei initial in zwei Teilstichproben unterteilt. Diese Ausarbeitung untersucht, ob der Effekt des Underpricings in beiden Zeiträumen existiert, signifikant ist und ob sich die Stärke des Effektes zwischen den Teilstichproben unterscheidet. Ferner wird mit einer Regressionsanalyse überprüft, ob das Zinsniveau einen Beitrag zur Erklärung des Underpricings leistet oder ob ausgewählte andere Faktoren einen Erklärungsbeitrag leisten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Börsengänge (IPOs): Platzierungsverfahren und Bewertung

2.1. Platzierungsverfahren

2.1.1. Festpreisverfahren

2.1.2. Bookbuildingverfahren

2.1.3. Auktionsverfahren

2.2. Bewertung von Unternehmen

2.2.1 Discounted Cash Flow (DCF)- Verfahren

2.2.2 Multiplikatorverfahren

3 Underpricing

3.1. Einleitung und Definition

3.2. Studien zum Underpricing

3.3. Erklärungsansätze

3.3.1. Gleichgewichtsorientierte Erklärungsansätze

3.3.1.1. Informationsasymmetrien zwischen Emittent und Investoren

3.3.1.2. Informationsasymmetrien zwischen Emittenten und Emissionsbank

3.3.1.3. Informationsasymmetrien zwischen Investoren

3.3.2. Ah hoc / Sonstige Erklärungsansätze

3.3.2.1. Prospekthaftung

3.3.2.2. Kurspflegemaßnahmen

3.3.2.3. Herdenverhalten

4. Empirische Analyse

4.1. Umfang der Stichprobe und verwendete Daten

4.2. Signifikanz des Underpricings

4.3. Einfluss des Zinsniveaus auf das Underpricing

4.3.1. Zins als einzige erklärende Variable

4.3.2. Mehrfachregression unter Einbezug weiterer Variablen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht, ob das Niedrigzinsumfeld einen signifikanten Einfluss auf das Phänomen des Underpricings bei Börsengängen (IPOs) in Deutschland hat. Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob niedrigere Zinsen die Emissionsrenditen beeinflussen oder ob andere makroökonomische Faktoren eine stärkere Erklärungskraft besitzen.

  • Grundlagen von Platzierungsverfahren und Unternehmensbewertung bei IPOs
  • Theoretische Erklärungsansätze für Underpricing (insb. Informationsasymmetrien)
  • Empirische Analyse von 225 deutschen Börsengängen zwischen 2001 und 2019
  • Statistische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Zinsniveau und Underpricing
  • Regressionsanalysen unter Einbezug von Inflation und Marktkapitalisierung

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Die Weltwirtschaft wurde zwischen 2007 und 2009 von einer globalen Banken- und Finanzkrise erschüttert. Zur Begrenzung der negativen Effekte auf die Konjunktur haben weltweit die Zentralbanken den Leitzins gesenkt und damit eine Niedrigzinsphase begründet. Was zunächst als kurz- bis mittelfristige Unterstützung angedacht war, erstreckt sich mittlerweile auf einen Zeitraum von über zehn Jahren. Seit 2008 sank der Leitzinssatz der europäischen Zentralbank fast kontinuierlich von damals 4,25 % auf heute 0 %. Aufgrund der im ersten Quartal 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie ist auch zukünftig von einem weiter niedrigen Zinsniveau auszugehen.

In erster Linie soll seitens der Europäischen Zentralbank mithilfe von Leitzinsen die Preisstabilität gewährleistet werden. Geringere Zinsen – und damit Finanzierungskosten für Unternehmen – fördern und erleichtern auch die Aufnahme von Kapital durch Unternehmen. Auf diese Weise schaffen sie einen Anreiz für Investitionen. Unternehmen können auf unterschiedliche Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung zurückgreifen. Eine Variante ist der Börsengang. An der Börse wird die Nachfrage nach Kapital durch das Unternehmen mit dem Angebot von Investoren zusammengeführt. Erleichternd für Unternehmen wirkt in diesem Zusammenhang u. a., dass Investoren in einem Niedrigzinsumfeld weniger Alternativen mit attraktiver Rendite zur Verfügung stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das makroökonomische Umfeld, insbesondere die Niedrigzinsphase seit 2008, und leitet daraus die Forschungsfrage zum Einfluss auf das Underpricing bei Börsengängen ab.

2. Börsengänge (IPOs): Platzierungsverfahren und Bewertung: Erläutert die gängigen Verfahren zur Platzierung (Festpreis, Bookbuilding, Auktion) und Methoden der Unternehmensbewertung (DCF, Multiplikatoren), die als Basis für die Preisfindung dienen.

3 Underpricing: Definiert den Begriff des Underpricings und gibt einen umfassenden Überblick über existierende Studien und theoretische Erklärungsmodelle, insbesondere unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien.

4. Empirische Analyse: Analysiert die Daten von 225 deutschen IPOs zwischen 2001 und 2019 und prüft mittels statistischer Tests und Regressionsmodellen den Einfluss des Zinsniveaus auf die Emissionsrendite.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, wonach das Zinsniveau keinen signifikanten direkten Erklärungsbeitrag für das Underpricing liefert und unterstreicht die Komplexität der Faktoren, die bei Börsengängen wirken.

Schlüsselwörter

Börsengang, IPO, Underpricing, Niedrigzinsumfeld, Emissionsrendite, Kapitalmarktforschung, Informationsasymmetrie, Unternehmensbewertung, Bookbuilding, Regressionsanalyse, Finanzkrise, Emissionspreis, Aktienmarkt, Europäische Zentralbank, Kapitalbeschaffung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Underpricings bei Börsengängen und analysiert, welchen Einfluss das anhaltende Niedrigzinsumfeld auf die Emissionsrendite deutscher Unternehmen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die verschiedenen IPO-Platzierungsverfahren, die theoretischen Ansätze zur Erklärung von Underpricing, wie z.B. Informationsasymmetrien, sowie eine empirische Überprüfung mittels Regressionsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es festzustellen, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Zinsniveau und der Höhe des Underpricings besteht, um die Kosten von Börsengängen im Niedrigzinsumfeld besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine empirische Analyse von 225 deutschen IPOs im Zeitraum 2001 bis 2019 durchgeführt, die durch statistische Testverfahren wie den T-Test, den Mann-Whitney-U-Test und verschiedene Regressionsmodelle ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert zunächst theoretische Grundlagen der IPO-Preisfindung und des Underpricings, stellt anschließend die empirische Methodik dar und präsentiert die Ergebnisse der Regressionsanalysen, die Zinsniveau, Inflation und Marktkapitalisierung als Variablen berücksichtigen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Underpricing, Börsengang, IPO, Niedrigzinsumfeld, Emissionsrendite, Informationsasymmetrie und Regressionsanalyse.

Wie unterscheidet sich die Vorgehensweise bei der Stichprobenanalyse?

Die Stichprobe wird in zwei Perioden unterteilt (vor und nach der Finanzkrise 2008), um die Auswirkungen des veränderten Zinsumfelds direkt vergleichen zu können.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich des Zinseinflusses?

Der Autor schlussfolgert, dass das Zinsniveau keinen signifikanten Erklärungsbeitrag für das Underpricing liefert, obwohl tendenziell ein negativer Zusammenhang zu beobachten ist.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Börsengänge und Underpricing im Niedrigzinsumfeld
Hochschule
Universität Münster  (JurGrad)
Note
1,3
Autor
Jörg Menke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
76
Katalognummer
V947774
ISBN (eBook)
9783346282965
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Underpricing M&A IPO Going Public Börsengang Bewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Menke (Autor:in), 2020, Börsengänge und Underpricing im Niedrigzinsumfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947774
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Leseprobe aus  76  Seiten
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