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Vom Recht auf Unrecht oder zur Moralität bürgerlichen Ungehorsams - Ein Vergleich der politiktheoretischen Auffassungen von I. Kant und J. Rawls

Title: Vom Recht auf Unrecht oder zur Moralität bürgerlichen Ungehorsams - Ein Vergleich der politiktheoretischen Auffassungen von I. Kant und J. Rawls

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 42 Pages , Grade: k.A.

Autor:in: Thomas Eimer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die vorliegende Interpretation bezieht sich ausschließlich auf die frühen Werke von Rawls sowie einige ausgewählte Schriften Kants. Aus der Begrenzung des Materials heraus ist eine abschließende Einschätzung der Auffassungen beider Autoren zum bürgerlichen Ungehorsam nicht zulässig. Wenn es aber gelingt, eine weitere Reflexion dieser Thematik auch unter Berücksichtigung von Kant und Rawls anzuregen, so hat diese Arbeit ihren Zweck erfüllt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Anthropologische Grundannahmen und die Rekonstruktion des Naturzustandes

2 Genese und Legitimation der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer staatlichen Verfasstheit

3 Gehorsam aus Freiheit oder das Recht auf Widerstand

Abschließende Bemerkungen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die politiktheoretischen Auffassungen von Immanuel Kant und John Rawls hinsichtlich der moralischen Rechtfertigung von Ungehorsam gegenüber staatlichen Regelungen. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit das jeweilige Menschenbild und die Vertragskonstruktionen der Autoren eine Verweigerungshaltung gegenüber staatlicher Autorität legitimieren können.

  • Anthropologische Grundannahmen bei Kant und Rawls
  • Konstruktion und Funktion des Naturzustandes
  • Rechtfertigung von Gehorsam und Widerstand im Vergleich
  • Rolle der Freiheit und Moralität in der staatlichen Verfasstheit

Auszug aus dem Buch

3 Gehorsam aus Freiheit oder das Recht auf Widerstand

Vor dem Hintergrund der bisherigen Ausführungen dürfte es nicht verblüffen, dass Kant dem Ungehorsam gegenüber staatlichen Gesetzen skeptisch gegenübersteht. Zur Gänze ausgeschlossen ist bei ihm Widerstand gegen die Staatsgewalt, sofern das persönliche Glücksstreben als Begründung herangezogen wird. Weder ethisch noch rechtlich, so Kant, dürfe dieses als Maßstab für das eigene Handeln dienen; vielmehr gelte es, der selbst auferlegten Pflicht Folge zu leisten. Auf Grundlage der kantianischen Anthropologie in ihrer spezifischen Verknüpfung von Sein und Sollen ist dies durchaus konsequent. Im Verzicht auf die unmittelbare Triebbefriedigung wird der Mensch ja erst seiner eigentlichen Bestimmung gerecht; somit kann ein Handeln aus Lust keinesfalls als moralische Rechtfertigung zum ungesetzlichen Handeln herangezogen werden – der Mensch würde ja sonst gegen sich selbst handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur moralischen Rechtfertigung von Ungehorsam bei Kant und Rawls sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens.

1 Anthropologische Grundannahmen und die Rekonstruktion des Naturzustandes: Analyse der vorvertraglichen Bedingungen und des Menschenbildes bei Kant und Rawls als Basis für ihre jeweilige Staatstheorie.

2 Genese und Legitimation der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer staatlichen Verfasstheit: Untersuchung der Begründung staatlicher Herrschaft und der Rolle des Gesellschaftsvertrags bei beiden Denkern.

3 Gehorsam aus Freiheit oder das Recht auf Widerstand: Detaillierter Vergleich, unter welchen moralischen Voraussetzungen ziviler Ungehorsam oder passiver Widerstand gegen staatliche Gesetze bei Kant und Rawls zulässig ist.

Abschließende Bemerkungen: Zusammenfassende Reflexion über die Ambivalenz des Widerstandsrechts und die Stärken bzw. Schwächen der kantianischen und rawlsianischen Ansätze im Lichte aktueller Herausforderungen.

Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und sekundärwissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, John Rawls, bürgerlicher Ungehorsam, Widerstandsrecht, Gesellschaftsvertrag, politische Theorie, Freiheit, Gerechtigkeit, Naturzustand, Staatlichkeit, Moralität, Zweckrationalität, kategorischer Imperativ, Rechtsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den politiktheoretischen Vergleich von Immanuel Kant und John Rawls im Hinblick auf die moralische Vertretbarkeit von zivilem Ungehorsam gegen staatliche Gesetze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit befasst sich mit den anthropologischen Grundannahmen, den Konstruktionen des Ur- bzw. Naturzustandes sowie den jeweiligen Staats- und Freiheitsbegriffen der beiden Autoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob und inwieweit nach Auffassung von Kant und Rawls ein Ungehorsam gegenüber staatlichen Regelungen moralisch gerechtfertigt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen vergleichenden, interpretativen Ansatz, der die rechtsphilosophischen und ethischen Auffassungen beider Autoren gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Genese und Legitimation bürgerlicher Gesellschaften sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Widerstands gegen die Staatsgewalt unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen bei Kant und Rawls.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ungehorsam, Gesellschaftsvertrag, Gerechtigkeit, Freiheit, Kant, Rawls und politische Philosophie.

Warum lehnt Kant aktiven Widerstand gegen die Staatsgewalt ab?

Kant lehnt aktiven Widerstand ab, da dieser als Vertragsbruch gewertet wird und das Risiko eines Rückfalls in den gesetzlosen Naturzustand birgt, was der menschlichen Bestimmung entgegenstünde.

Welche Rolle spielt der "Schleier des Nichtwissens" bei Rawls?

Der Schleier des Nichtwissens dient Rawls als fiktives Instrument im Urzustand, um sicherzustellen, dass rationale Akteure faire Gerechtigkeitsprinzipien ohne Wissen über ihre eigene soziale Position oder Stärken wählen.

Wie unterscheidet sich Kants Ansatz zum Widerstand von dem bei Rawls?

Während Kant Widerstand vorwiegend aus der Pflicht zur moralischen Selbstvervollkommnung (passiver Widerstand) begründet, leitet Rawls die Zulässigkeit von Ungehorsam eher aus der Verletzung von Verfahrensgerechtigkeit und Gerechtigkeitsprinzipien in fast gerechten Gesellschaften ab.

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Details

Title
Vom Recht auf Unrecht oder zur Moralität bürgerlichen Ungehorsams - Ein Vergleich der politiktheoretischen Auffassungen von I. Kant und J. Rawls
College
University of Hagen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hüter der Vernunft
Grade
k.A.
Author
Thomas Eimer (Author)
Publication Year
2001
Pages
42
Catalog Number
V9479
ISBN (eBook)
9783638161756
ISBN (Book)
9783668342835
Language
German
Tags
Freiheit Moral positives Recht Naturrecht Kontingenz ziviler Widerstand bürgerlicher Ungehorsam Menschenrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Eimer (Author), 2001, Vom Recht auf Unrecht oder zur Moralität bürgerlichen Ungehorsams - Ein Vergleich der politiktheoretischen Auffassungen von I. Kant und J. Rawls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9479
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