Globales Lernen Unterrichtsmaterial. Globales Lernen und nachhaltige Entwicklung. Fridays for Future Unterricht bne Stunde Schule Nachhaltigkeit im Unterricht Artikulation Nachhaltigkeit Schule
Diese Arbeit zeigt auf, wie globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Geographieunterricht vermittelt werden können. Sie sind heute zentrale Unterrichtsprinzipien und -themen. Hierzu gehört auch Gerechtigkeit und die dazugehörigen Verhaltensformen, sowie Frieden und Wohlstand. Das globale Lernen ist zu einem didaktischen Konzept geworden, bei welchem das Leitbild die „Erziehung zu einer nachhaltigen Entwicklung“ darstellt.
Diese Themen gehen von globalen Systemen aus, die sich auf kleine regionale Räume auswirken. Somit hat jeder Mensch auf individueller und regionaler Ebene Einfluss auf die globale Welt. So kann man sich beispielsweise die Frage stellen, ob man sich "faire" Schokolade kaufen sollte - auch wenn diese teurer ist - und welche Auswirkungen dies auf die Kakaobauern hat.
Die Auswirkungen und die Dynamik der Globalisierung zeigen sich an allen Plätzen der Erde: Treibhauseffekt, Mülltrennung, Zuwanderung etc. Es handelt sich um einen Prozess, auf welchen die nachfolgenden Generationen vorbereitet werden müssen. Die 1992 beschlossene „Agenda 21“ zeigt, dass die Entwicklung der Umwelt keinen kurzfristigen Überlegungen unterworfen werden. Bislang isolierte Ansätze wie das ökologische Lernen, das entwicklungspolitischen Lernen, das interkulturelle Lernen, die Friedenserziehung werden zusammengeführt.
Es existieren verschiedene Kernprobleme des Globalisierungsprozesses. Dies betrifft auch das Bevölkerungswachstum. Prognosen besagen ein weltweites Bevölkerungswachstum um ca. 33% bis 2050 voraus. Das Wohlstandswachstum sorgt paradoxerweise auch für eine Erweiterung der Schere zwischen Arm und Reich und zudem für einen höher werdenden Ressourcenverbrauch. Die Gefährdung der Umwelt und die Umweltbelastung ist in den Wohlstandsländern das Hauptproblem, in den Armutsländern ist es jedoch der rigorose Ressourcenverbrauch, um zu überleben. Der globale Frieden ist somit ebenfalls eine globale Herausforderung
Inhaltsverzeichnis
1. Das Globale Lernen als aktuelles Thema
2. Globales Lernen als Aufgabe des Geographieunterrichts
2.1 Bildung für nachhaltige Entwicklung – das BLK-Programm „21“
2.2 Beispielhafte Unterrichtsthemen zum globalen Lernen
3. Wissenschaftliche Forschungen zum globalen Lernen
3.1 Alltagstheorien von Schülerinnen und Schülern zum globalen Klimawandel
3.2 Interkulturelles Lernen im bilingualen Erdkundeunterricht aus Schülersicht
4. Unterrichtsentwurf: Der Tourismus im Nahraum
5. Globales Lernen ist auch ein zukünftiges Thema
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Konzept des Globalen Lernens sowie dessen Implementierung als essenzielle Aufgabe des Geographieunterrichts im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung, um Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewusstem Handeln zu befähigen.
- Grundlagen des Globalen Lernens im Kontext der Globalisierung
- Verknüpfung von Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Fach Geographie
- Empirische Einblicke in Schülervorstellungen zu globalen Herausforderungen
- Didaktisch-methodische Ansätze zur Vermittlung globaler Themen
- Praxisorientierter Unterrichtsentwurf am Beispiel der Tourismusanalyse
Auszug aus dem Buch
1. Das Globale Lernen als aktuelles Thema
Die Auswirkungen und die Dynamik der Globalisierung zeigen sich an allen Plätzen der Erde: Treibhauseffekt, Mülltrennung, Zuwanderung etc. Es handelt sich um einen Prozess, auf welchen die nachfolgenden Generationen vorbereitet werden müssen. Die 1992 beschlossene „Agenda 21“ zeigt, dass die Entwicklung der Umwelt keinen kurzfristigen Überlegungen unterworfen werden. Bislang isolierte Ansätze wie das ökologische Lernen, das entwicklungspolitischen Lernen, das interkulturelle Lernen, die Friedenserziehung u.ä. werden zusammengeführt. Hierzu gehört auch Gerechtigkeit und die dazugehörigen Verhaltensformen. Frieden und Wohlstand gehören ebenfalls hierzu.
Das globale Lernen ist zu einem didaktischen Konzept geworden, bei welchem das Leitbild die „Erziehung zu einer nachhaltigen Entwicklung“ darstellt (vgl. KROSS 2004: 2f.). Es existieren verschiedene Kernprobleme des Globalisierungsprozesses. Dies betrifft auch das Bevölkerungswachstum. Prognosen besagen ein weltweites Bevölkerungswachstum um ca. 33% bis 2050 voraus. Das Wohlstandswachstum sorgt paradoxerweise auch für eine Erweiterung der Schere zwischen Arm und Reich und zudem für einen höher werdenden Ressourcenverbrauch. Die Gefährdung der Umwelt und die Umweltbelastung ist in den Wohlstandsländern das Hauptproblem, in den Armutsländern ist es jedoch der rigorose Ressourcenverbrauch, um zu überleben.
Der globale Frieden ist ebenfalls eine globale Herausforderung (vgl. KROSS 2004: 8f.). „Starkes Bevölkerungswachstum und noch stärkeres Wohlstandswachstum können zu immer schärferen Verteilungskonflikten um die Ressourcen der Erde führen und damit den sozialen Frieden lokal wie global gefährden.“ (vgl. KROSS 2004: 11). Das sogenannte magische Viereck der Globalisierungsprobleme besteht folglich aus folgenden Elementen: Tragfähige gesunde Umwelt, Wohlstandswachstum, friedliches Zusammenleben, Bevölkerungswachstum (vgl. KROSS 2004: 12). Globales Lernen ist also eine situationsgemäße Strategie, die ökologisch und sozial verantwortliche Weltbürger erzieht. Es geht um die Entwicklung von Fähigkeiten beim Menschen um ein zukunftsberücksichtigendes, verantwortungsbewusstes Leben zu führen. Somit sollen die SuS zu verantwortungsbewusstem Konsumverhalten, zu demokratischer Grundhaltung, Anerkennung der Menschenrechte und der Anerkennung anderer Kulturen erzogen werden. Auf diese Wiese können sogenannte globale Herausforderungen angegangen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Globale Lernen als aktuelles Thema: Einführung in die Problematik der Globalisierung und Einordnung des Globalen Lernens als notwendiges didaktisches Konzept zur Erziehung zu nachhaltiger Entwicklung.
2. Globales Lernen als Aufgabe des Geographieunterrichts: Darstellung der curricularen Verankerung und der fachdidaktischen Bedeutung, inklusive der Ziele des BLK-Programms „21“ und praktischer Beispiele.
3. Wissenschaftliche Forschungen zum globalen Lernen: Analyse aktueller Forschungsstände, insbesondere zu Alltagstheorien von Schülern bezüglich des Klimawandels und zur Relevanz des interkulturellen Lernens.
4. Unterrichtsentwurf: Der Tourismus im Nahraum: Konkretisierung der theoretischen Prinzipien in einem Unterrichtsentwurf, der humangeographische Methoden zur Untersuchung lokaler Auswirkungen des Tourismus nutzt.
5. Globales Lernen ist auch ein zukünftiges Thema: Ausblick auf die wachsende Bedeutung des Themas in Schulen vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte und gesellschaftlicher Veränderungen.
Schlüsselwörter
Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Geographieunterricht, Globalisierung, Agenda 21, Klimawandel, Gestaltungskompetenz, Tourismus, Alltagstheorien, Interkulturelles Lernen, Umwelterziehung, Nachhaltigkeit, Schulpraxis, Kompetenzorientierung, Sozialgeographie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Globalen Lernens als Antwort der Schule auf die Herausforderungen der Globalisierung und die Notwendigkeit einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der fachdidaktischen Einordnung, der Untersuchung von Schülervorstellungen zu globalen Krisen und der praktischen Umsetzung durch Unterrichtsbeispiele und -entwürfe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Geographieunterricht dazu beitragen kann, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollem, zukunftsorientiertem Handeln in einer globalisierten Welt zu erziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung didaktischer Forschungsergebnisse, um ein theoretisches Fundament für die vorgestellten Unterrichtspraktiken zu bilden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung wissenschaftlicher Studien zu Schülerkompetenzen sowie eine praxisnahe Planung eines Unterrichtsentwurfs zum Thema Tourismus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gestaltungskompetenz, Geographieunterricht und Partizipation.
Wie unterscheidet sich die Tourismusanalyse in Kapitel 4 von einer rein theoretischen Betrachtung?
Kapitel 4 wendet die abstrakten Prinzipien des Globalen Lernens direkt auf den Nahraum der Lernenden an, indem es Erhebungsmethoden wie Befragungen und Kartierungen mit einer konkreten Sachanalyse verknüpft.
Welche Rolle spielen Alltagstheorien von Schülern in diesem Kontext?
Sie dienen als Ausgangspunkt für den Unterricht; zu verstehen, wie Schüler globale Phänomene (wie den Klimawandel) wahrnehmen, ist entscheidend, um Lernprozesse anschlussfähig und effektiv zu gestalten.
- Arbeit zitieren
- Christoph K. (Autor:in), 2020, Globales Lernen - die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Eine stufenübergreifende Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948076